3 gute Dinge – Wie du deinen Alltag mehr zu schätzen lernst


Manchmal ist alles doof. Nichts läuft rund. Alles geht schief. Es sind die Tage, an denen ich mich mit wenig Energie aus dem Bett quäle und das Gefühl habe, dass alles Mist ist. Ab und zu liegt es an dem Gedankenkarussell, das mir den Schlaf geraubt hat, einem Streit mit meinem Partner, Stress mit der Familie oder einem zu vollen Wochenende. Vielleicht liegen die letzten anerkennenden Worte zu lange zurück. Ausgerechnet wenn das Selbstwertgefühl-Konto im Minus ist, wartet vielleicht auch noch ein vorwurfsvoller Kommentar im Blog darauf freigegeben zu werden.

Vielleicht kennst du diese Tage. Solch ein Loch ist halb so wild, wenn sich der Fußboden bald wieder hebt und der Rand zum Rausklettern nahe kommt. Doch Menschen in einer depressiven Episode kommen aus dem Tief nicht so schnell heraus. Ich weiß, wovon ich rede, denn vor anderthalb Jahren hatte ich so eine Phase.

Als ich den Blick fürs Positive verlor

Eines der Hauptprobleme war, dass ich den Blick auf die positiven Dinge verlernt hatte. Alles war blöd – wochenlang, monatelang. Ich konnte nicht mehr schätzen, dass mein Job sicher und gut bezahlt war, dass ich auf Dienstreisen die Welt sah und die rechte Hand mit viel Verantwortung war.

Ich sah nur unschaffbare Aufgabenberge, Sinnlosigkeit und um 22:43 Uhr die SMS meiner Chefin beginnend mit: „Wir müssen noch…“

Als mein Körper und Geist im Kollektiv das Handtuch warfen, war ich daraufhin ein halbes Jahr zu Hause, kündigte schließlich und arbeitete mich mühevoll aus einem Burnout heraus. Ein Teil des Weges aus meinem Tief waren die Treffen mit Patrick und einige inspirierende Bücher, von denen ich bis heute zehre.

Denkanstoß für eine neue Gewohnheit

Einen Denkanstoß entnahm ich damals „Happiness Advantage“ von Shawn Achor. Er empfiehlt in dem Buch jeden Tag drei positive Dinge aufzuschreiben. Patrick und ich fanden die Idee spannend und starteten eine geteilte Evernote-Notiz mit drei guten Dingen.

  1. Koch-Flow
  2. Schöner Abend mit Freunden
  3. Im Biergarten eingeladen worden

Anderthalb Jahre und ca. 3.285 gute Dinge später (365 Tage * 1,5 Jahre * 3 gute Dinge * 2 Personen) stelle ich fest: es ist die einzige Gewohnheit, die wir von Beginn an ohne Unterbrechung durchgezogen haben.

Aufgrund der Länge einer Notiz streikte die Evernote-App irgendwann. Also legten wir „Noch 3 gute Dinge“ an, später „3 weitere gute Dinge“.

Bis heute schreiben wir jeden Abend die Highlights des Tages auf. Gemeinsam ist jede Gewohnheit leichter, denn wir treiben uns gegenseitig an und fragen nach, wenn die drei guten Dinge vom Vortag fehlen. Um bis heute durchzuhalten war entscheidend, dass wir jeweils neugierig sind, was dem Anderen Gutes passiert ist.

Wir denken, dass wir ohne das gegenseitige Lesen längst aufgegeben hätten. Demzufolge würden wir dir ebenfalls raten deine drei guten Dinge mit jemandem zu teilen.

Was kann das schon bewirken?

Wir haben anfangs selbst nicht gewusst, was wir von der Gewohnheit erwarten sollen. Es war zunächst eine Spielerei – ich war ohnehin zu Hause und hatte Zeit.

  1. Fußball gucken
  2. Gute Smoothies gemixt
  3. Stand Up Paddling Workout

Heute wird mir immer wieder bewusst, was mir die Gewohnheit gebracht hat. Über negative Ereignisse hätte ich mich früher mehr geärgert und darin eine weitere Ohrfeige des Tages gesehen.

Im Gegensatz dazu denke ich jetzt über einen Platten: ‚Es hätte schlimmer kommen können. Das kannst du heute als eines der drei guten Dinge aufschreiben.‘

Beispielsweise dachte ich vor zwei Wochen, dass ich den Platten in der Pampa, weit weg von einem Radladen, einer Bahnhaltestelle oder meinem Zuhause hätte bekommen können.

Ich zwinge mich die Dinge positiv zu sehen bzw. das Fünkchen Glück zu erkennen. Das hilft mir wahrzunehmen, dass ich – wie neulich auf dem Heimweg – mein Rad nur noch ein paar Hundert Meter schieben muss, statt mehrerer Kilometer.

Auch bei wichtigeren Themen als der Beschaffenheit eines Fahrradschlauches kommt die Gewohnheit zum Einsatz.

  1. 100. Rezension für No Worries
  2. Balkonwetter
  3. Inbox Zero geschafft

Vor einem Jahr ärgerte mich zum Beispiel noch, dass ich meine Traumkarriere aufgeben musste.

Heute sehe ich die positive Wendung, die dieser Richtungswechsel mit sich gebracht hat. Die miesen Umstände in meinem ehemaligen Job brachten mich dazu, neu zu überlegen, wie ich leben und arbeiten will. Wortwörtlich inspiriert von James Altuchers „Choose yourself“ wählte ich gezwungenermaßen ein neues Leben, das mich heute viel glücklicher macht.

Natürlich ist nach wie vor nicht alles rosarot. An ganz schlechten Tagen fällt es mir manchmal immer noch schwer drei gute Dinge zu benennen. Dann zweifle ich: Rede ich mir die Dinge nicht einfach nur schön? Bin ich ein bisschen irre, vergleichbar mit dem Pfarrer im Film „Adams Äpfel“, dass ich krampfhaft das Positive sehen will (weil ein Hirntumor dafür sorgt)?

Es mag den Anschein haben, dass du mit der Gewohnheit lernst, die Dinge zu verdrehen, zu beschönigen, zu verherrlichen. Aber es ist völlig egal, ob du die Ereignisse in deinem Leben übertrieben positiv siehst. Es geht schließlich darum, dass es dir gut geht. Ein großer Teil dafür passiert in deinem Kopf. Im alltäglichen Sorgenstrudel lassen wir uns leicht zu einem Negativfilter verleiten.

  1. Lustiger Poetry Slam
  2. Mailbox-Nachricht von …
  3. Viele motivierende Ideen gehabt

Auch nach schlechten Tagen habe ich mich bisher immer wieder aufs Neue überwunden und doch etwas aufgeschrieben. Und wenn es das gute Wetter war. Ich will die Gewohnheit nicht aufgeben, denn insgeheim weiß ich, dass sie mir schon am nächsten Tag oder ein paar Tage später wieder leichter fallen wird. Außerdem will ich ja wissen, was bei Patrick los war.

Unsere drei guten Dinge

Bestimmt hast du gestern und heute schon viele gute Dinge erlebt. Hier siehst du zur Inspiration einen Auszug aus unseren Tausenden von guten Dingen:

  1. Healthy Session
  2. Sport/Bootcamp/TRX/Fußball
  3. Gutes Essen
  4. Im Café gearbeitet
  5. Produktiv gewesen
  6. Gutes Feedback von …
  7. Viele Besucher auf Healthy Habits
  8. Spaziergang
  9. Gutes Gespräch mit …
  10. Ruhiger Abend
  11. Radrunde bei bestem Wetter
  12. Buch beendet
  13. Geschenk von …
  14. Klar Schiff in der Wohnung gemacht
  15. Zum Kochen überwunden

Vor Kurzem haben wir die Gewohnheit übrigens leicht abgewandelt. Wir versuchen nun jeden Tag mindestens fünf gute Dinge aufzuschreiben, denn manchmal scheint es uns zu leicht drei gute Dinge zu finden. Wenn wir eine Healthy Co-Working-Session zusammen verbringen, danach Sport gemacht haben und schönes Wetter war, sind drei gute Dinge schon gesetzt. Doch wir wollen trainieren noch mehr gute Dinge wahrzunehmen.

Willst du es probieren?

Ob und welche der folgenden Varianten dir liegen, probierst du am besten selbst aus. Mit Variante 2 sind wir sehr zufrieden und überzeugt, dass uns die Gewohnheit nachhaltig in Sachen positive Wahrnehmung geschult hat.

Variante 1

Lege dir Zettel und Stift neben dein Bett und schreibe jeden Abend drei gute Dinge auf, die dir passiert sind.
Vorteil: Du brauchst nur diese einfachen Hilfsmittel und behältst die Dinge für dich.
Nachteil: Deine Motivation könnte schnell sinken, da dir niemand über die Schulter schaut.
Lösungen: Du kannst den Zettel deinem Partner vorlesen oder wählst Variante 2.

Variante 2

Erstelle eine digitale Evernote per App oder Browser und teile sie mit einem Buddy (oder auch per Whatsapp).
Vorteil: Du bist nicht allein und wirst durch deinen 3-gute-Dinge-Buddy motiviert.
Nachteil: Du wirst manchmal ein oder zwei Dinge mehr überlegen müssen, wenn du intime gute Dinge nicht teilen willst. Außerdem brauchst du ein Handy, ein Tablet oder ein anderes Gerät, was einen Engpass darstellen kann (hilft nicht gerade beim Digital Detox!).
Lösung: Du kannst deinen Eintrag tagsüber machen, wenn du ohnehin an einem Gerät arbeitest.


Welche drei guten Dinge hast du heute erlebt? Mache einen Anfang und schreib in einem Kommentar deine drei guten Dinge!

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25 Kommentare

  1. Liebe Jasmin,

    die drei guten Dinge sind großartig. Schon als ich sie in einem frühen Beitrag von euch entdeckte war ich überzeugt.

    Seit April schreibe ich sie fast täglich auf. Zuerst mit anderen, dann nur noch für mich.

    Mit anderen ist toll, weil es schön ist zu sehen ist, welch kleine Glücksmacher noch gibt. Alleine ist ehrlicher, aber wie du schreibst, weniger konsequent 🙂

    Ich nutze übrigens Trello dazu, da kann man auch mit anderen seine Einträge teilen.

    Eine schöne Abwandlung finde ich übrigens, wenn man noch einen Punkt dazu schreibt auf den man stolz war 🙂

    Viele Grüße
    Tanja

    • Hi Tanja, eine gute Abwandlung. Weitere Varianten sind: Momente, in denen man im Hier und Jetzt geblieben ist oder Dinge, wofür man dankbar ist/war. Find ich cool, dass du schon so lange durchhältst!
      LG Jasmin

  2. Hallo Jasmin,

    normalerweise funktioniert mein positiver Blickwinkel recht gut, aber manche Tage sind einfach furchtbar. Gestern: Nerviger Arbeitstag, anstrengende Menschen, viel zu warm, die Klimaanlage im Auto geht nicht, Großeinkauf, keine Motivation für Sport… Ändere ich die Perspektive, sehe ich die abendliche Urlaubsplanung mit meinem Mann, den leckeren Bohnensalat und den Nachrichtenaustausch mit einer alten Freundin.

    Im Nachinein ist es einfach, die positiven Dinge zu sehen, aber am gestrigen Tag fühlte es sich nicht so an.

    Dein Beitrag hat mich jetzt animiert, die 3 Dinge ab heute abend auch aufzuschreiben und mich darauf einzulassen. Ich bin mal gespannt, was das bewirkt.

    Lieben Gruß
    Steffi

    • Hi Steffi,
      uns geht es genauso. Manchmal überwiegen gefühlt die negativen Dinge. Aber wir zwingen uns trotzdem. Ich hätte nie gedacht, dass es wirklich eine Übungssache ist, aber auch meine Therapeutin meinte mal zu mir, dass Depressive tatsächlich die positive Sicht verlernen. Es ist also nicht nur irgendeine esoterisch-abstruse Idee, sondern medizinisch belegt. Ich denke, es zählt zu den besten Burnout-Präventionstechniken.
      Probier’s es doch mal aus und schreib Bescheid, wie es klappt! Ich würde mich freuen, wenn es dir hilft öfter die guten Dinge zu sehen.
      LG Jasmin

      • Obwohl ich glücklicherweise weder depressiv noch Burn-out-gefärdet bin, habe auch ich Normalo „schlechte“ Tage. So wie gestern. Sie sind gar nicht schlecht, ich nehme sie nur so wahr.
        Testphase läuft ja jetzt, gerne melde ich mich wieder!
        Gruß Steffi

  3. Die Idee gefällt mir!

    Gerade für Pessimisten und andere Menschen die allgemein zu sehr auf Negatives fokussiert sind, ist diese eine äußerst sinnvolle Gewohnheit.

    Man wird dazu gezwungen, aktiv nach Positivem auschau zu halten.

    Eine Anregung/Frage habe ich noch: Wäre es nicht sinnvoller, diese Übung nicht am Abend sondern direkt morgens zu machen? Auf diese Weise hätte man seinen Fokus direkt morgens schon auf Positives eingestellt und würde so vielleicht den ganzen Tag über davon profitieren?

    Viele Grüße
    Jan

    • Um das maximale zu bewirken wäre vielleicht eine Kombination gut.
      Morgens überlegt man sich, was an diesem Tag für schöne Dinge auf einen warten (Radfahrt zur Arbeit, Termin mit einem netten Kollegen, die Sonne scheint, …). Das steigert sicher das Wohlbefinden und lässt einen positiv in den Tag gehen.
      Abends vor dem zu Bett gehen lässt man dann den Tag noch einmal Revue passieren und schreibt die 3 schönsten Dinge auf.

  4. Halle ihr beiden! Ein schöner Beitrag, den ich sofort verlinken muss bei Facebook! Denn in meinem noch jungen Online-Shop gibt’s Tagebücher mit Platz für 3 Dinge, die heute schön waren … http://www.glückswerkzeuge.de – falls das nicht erlaubt ist, bitte den Kommentar löschen!

    Liebe Grüße
    Dunja

  5. Hallo Zusammen,

    ich lese regelmäßig in diesem Blog, weil es viele wertvolle Anregungen gibt oder weil man in Dingen bestätigt und bestärkt wird, die man selbst schon verfolgt.

    Mein größtes Problem ist aber seit einiger Zeit ebenfalls die negative Sicht auf Alles. Dabei geht es aber nicht darum, dass ich meinen ungeliebten Job nicht trotzdem zu schätzen weiß, weil er auch einige Vorteile mit sich bringt. Auch wenn ich sehr ungern in meinem Tätigkeitsumfeld arbeite kann ich sehr wohl Positives daraus ziehen. z.B. gutes Gehalt=sorgenfreies Leben, Möglichkeit Gehalt in Freizeit zu wandeln=hohe Flexibilität, etc.

    Mein Problem sind eher Dinge die ich täglich mit Mitmenschen erlebe oder die ich in den Nachrichten sehe. Ich habe manchmal das Gefühl es ginge den Menschen nur noch darum, den maximalen Vorteil für sich herauszuholen. Egoismus, Rücksichtslosigkeit und Ignoranz sind an der Tagesordnung. Ob das auf dem Weg zur Arbeit ist, im Supermarkt, bei der Arbeit oder sich in den Medien und im Internet abspielt – ich komme damit nicht mehr klar. Und ich fühle mich dabei relativ machtlos. Ich kann vielleicht meine Sicht auf die Dinge anpassen und mir drei positive Erlebnisse täglich notieren, aber ich kann nicht die Grundhaltung und Moral vieler Menschen ändern wie sie mir täglich vorgelebt wird. Für mich ist es unerträglich, wenn ich sehe wie Menschen ihre Umwelt als Müllhalde benutzen oder wenn Menschen, die sowieso schon das hundertfache eines einfachen Arbeiters verdienen auch noch Steuern hinterziehen. Mich nervt es wenn Menschen durch zunehmende Elektrifizierung ihres Haushalts immer mehr Strom beanspruchen, aber gleichzeitig gegen das Windrad vor der Haustür protestieren. Keiner will eine neue Straße vor der eigenen Haustür, aber wenn es darum geht einen Stau zu umfahren kennt plötzlich jeder das noch so kleine Sträßchen durch ein Wohngebiet und schert sich einen Dreck um die dortigen Anwohner.

    Es gibt noch viel, viel mehr Beispiele, die ich nicht alle aufzählen möchte. Aber es ist diese egoistische Grundhaltung vieler Menschen, die mich fertig macht und der man so hilflos gegenüber steht.

    Wie geht ihr damit um? Wie kann man dem ganzen Mist, der täglich auf einen einprasselt noch etwas Positives abgewinnen?

    Gruß
    Hans-Jörg

    • Hallo Hans-Jörg,
      danke für deinen offenen Kommentar. Ich kann gut nachvollziehen, was du meinst. Es gibt auch nach wie vor Momente, in denen ich ähnliche Gedanken habe. Aber immer wieder lese ich dann: Du kannst andere Menschen nicht ändern. Du kannst viele Gegebenheiten nicht ändern. Du kannst nur ändern, wie du damit umgehst. Du kannst dich entweder über alles jeden Tag ärgern oder einen Weg finden mit mehr Leichtigkeit den „Lebensfluss“ runterzufließen. Letztendlich bringt dir der Ärger über Egoismus & Co. nichts. Niemand wird etwas anderes machen, weil es dich stört. Höchstens dein persönliches Umfeld. Klar, fällt diese Sicht nicht immer leicht, aber es ist die Philosophie, die wir verfolgen. Wir versuchen die Dinge gelassen zu sehen und zu erkennen, wann wir an den Dingen etwas ändern können und wann nicht.
      Und auch bei dem ganzen Mist übt die Gewohnheit in positiver Wahrnehmung. Das wirst du wahrscheinlich nicht glauben können, bis du es ausprobiert hast. Ich habe selbst vor einem Jahr noch die ganzen Makel und Fehler und Aufreger gesehen. Das mache ich heute auch noch, aber ich registriere auch mehr positive Dinge, glückliche Zufälle, nette Gesten von anderen – so entsteht ein positiveres Bild und eine zufriedenere Sicht auf die Dinge.
      Probier’s doch mal aus und schau, ob es dir etwas bringt.
      LG Jasmin

    • Hey Hans-Jörg,
      kann Deine Ansicht wirklich nickend bestätigen. Ich bekomme es auch so mit.
      Ich denke dann an den Songtext der Ärzte:
      „Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist.
      Es wär nur Deine Schuld, wenn Sie so bleibt.“
      Man kann nicht die Welt ändern. Oder die Leute. Aber sich selbst und die eigene Einstellung.
      Lieben Gruß
      Steffi

  6. Für die gleiche Sache kann ich https://idonethis.com/home/ empfehlen. Benutze ich auch seit Jahren.
    Hier bekommt man Abends eine E_Mail, auf die man mit seinen Stichpunkten antwortet.

    Diese werden automatisch in einen Kalender importiert. Geht auch per Webseite und man kann es exportieren (zum Beispiel in einen Online Kalender).

    VG
    Sebastian

    • Hi Sebastian,
      wenn man die App auf gute Dinge, die man erlebt hat, statt Dinge, die man erledigt hat, bezieht, kann es sinnvoll sein. Es klingt mir eher nach einer Selbstmanagement-App, was etwas am Thema vorbeigeht. Ich würde auch abends keine Emails beantworten wollen, denn wenn ich abends in mein Postfach schaue und dort noch irgendeine unangenehme Nachricht auf mich wartet, ist es mit meiner Gelassenheit und Gedankenruhe vorbei.
      VG Jasmin

  7. Hi Jasmin

    Das ist doch einfach nur der Titel der App. Was du auf die E-Mail antwortest bleibt ja dir überlassen bzw. wofür du das System benutzt. WordPress ist ja auch eigentlich ein Blog System, trotzdem nehmen es viele für ihre normale Homepage 😉

    Es geht einfach darum, dass man daran erinnert wird. Das war mir sehr wichtig, ich finde das geht sonst unter. Ich trage schon seit Jahren die Dinge die ich am Tag gut fand ein. Das ganze wird dann schön aufbereitet. Z.B. in Form einer Tagcloud anhand deiner Begriffe. So kannst du auch z.B. sehen was dir bei deinen Einträgen besonders wichtig ist.

    Für die E-Mail Problematik bietet sich vielleicht getrennte Postfächer an oder ein System wie Inbox von Google. Das autokategorisiert deine E-Mails. Du kannst aber wie gesagt auch einfach die App oder die Webseite nehmen zum eintragen. Ich mache die Eintragung auch immer erst am nächsten Morgen, weil ich sonst Sachen am Abend, die passiert sind, ggf. nicht mehr eintrage.

    Ich finde es schön in dem Kalender zurück zu gehen und mir alte Einträge zu bestimmten Zeitpunkten anzugucken (Geburtstag, Jahrestag etc.). Die E_Mail die dich an die Eintragung erinnert, enthält unten auch immer Einträge die du vor einer Woche und vor einem Jahr geschrieben hast.

    VG
    Sebastian

  8. Hallo Hans-Jörg,

    aus den Gründen, die du aufführst, schaue ich zum Beispiel nur noch ganz selten die Nachrichten. Auch Radio höre ich kaum. So dauert es zwar oft ein wenig länger, bis ich etwas Neues mitbekomme. Aber ich muss mich nicht ständig im Hintergrund damit auseinandersetzen.
    Ich habe auch gelernt, dass ich nur für mich selbst etwas tun kann. Ich kann meinen inneren Frieden stärken – und werde oder bin damit Vorbild für alle, die diesen so oft vermissen. Ich wirke also im Kleinen und verbinde mich auf diese Weise mit der Welt. Wenn jemand nicht so handelt, wie ich es tun würde, kann ich das inzwischen ganz gut bei ihm lassen. Ich kann ihm aufzeigen, wie ich es machen würde. Ohne Druck und wohlwollend. Mit viel Geduld und Zuversicht.

    Herzliche Grüße
    Dunja

  9. Hallo Jasmin.

    Ich bin gerade erst auf Healthy Habits und euer Blog gestoßen (über 101 Places) und ich bin sonst eher etwas skeptisch bei farblich grünen Webseiten, wo das Wort Health drin vorkommt 🙂 Ich arbeite im Gesundheitsbereich und muss mich (samt Patienten) oftmals gegen allerlei Scharlertanerie wehren. 😉 Aber dieses (diesen?!) Blog finde ich sehr schön und angemessen und v. a. ist er persönlich, was die ganze Sache sehr angenehm werden lässt.

    Die Methode mit den 3 Dingen finde ich sehr gut, weil sie einfach umsetzbar und direkt erlebbar ist. So gelingt ganz ohne Zwang ein kleiner Perspektivwechsel. Schön finde ich auch die Beschreibung deiner Zweifel; weil ich sie kenne. Man kommt sich manchmal schon seltsam vor, wenn man noch einen positiveren Blickwinkel auf bestimmte Dinge eröffnet, als das gesamte Umfeld. Und am Ende ist es immer eine Frage des eigenen Filters … unsere Realität besteht aus der Welt und unseren dazugehörigen Bewertungen. Da kann der Beschöniger genauso richtig liegen wie der Pessimist … oder eben umgekehrt.

    Die von dir hier vorgestellte Methode werde ich mit in mein Repertoire aufnehmen 🙂
    Bisher kannte ich nur das Vorgehen, dass immer, wenn einem am Tag etwas Positives passiert oder man sich glücklich/zufrieden fühlt, man von der linken in die rechte Hosentasche ein Reiskorn/Bohne/kleine Münze/etc. wandern lässt (aber nicht umgekehrt!). Abends leert man quasi die rechte Tasche und viele Menschen haben dann – entgegen ihrer ursprünglichen Erwartung – offenbar einiges an Positivem am Tag erlebt.

    Danke für den Blog und die Idee

    • Hallo Rex,
      danke für deinen Kommentar! Wir sind selbst skeptisch gegenüber grünen oder andersfarbigen Health-Blogs 🙂 Schön, dass unserer dir gefällt und du mit der Methode etwas anfangen kannst.
      Schön dich als Leser dabeizuhaben!
      LG Jasmin

  10. Hallo ihr Lieben,
    Ich habe von diesem Healthy Habit auch schon in einem eurer früheren Beiträge gelesen u ihn als ersten in mein leben integriert. Mittlerweile habe ich auch schon weitere Healthy Habits übernommen (z.b. nur noch Wasser als Durstlöscher, Kaffee ohne Zucker, täglich 10.000 Schritte machen…) und führe eine Liste darüber, dir ich abends abhaken kann. Während ich ab u zu mal ein Häkchen bei Sport oder Wasser nicht setzen kann, habe ich seit dem ersten Tag jeden Tag drei gute Dinge aufgeschrieben, die mir helfen, einen positiven Blick auf den Tag und die Dinge zu behalten! Ich schreibe meine Gedanken dazu jeden Abend, wenn ich im Bett liege, in ein kleines Notizbuch. Teilen tue ich die Dinge nicht immer, weil ich doch sehr ehrlich mit mir hier bin. 😉 Aber ich habe schon einigen Leuten von der Habit erzählt u das kommt immer sehr gut an!

    Ich möchte euch für euren tollen Blog danken! Ihr leistet tolle Arbeit und bietet gute Inspirationen! 🙂 macht auf jeden Fall weiter so! 🙂

    Viele Grüße
    Svenja

    • Hallo Svenja,
      es freut mich sehr, dass du unsere Tipps in die Praxis umsetzt und davon profitierst. Vielen Dank für dein Lob, das ist eine große Motivation für uns!
      Viele Grüße
      Jasmin

  11. Ich finde die Idee mit dem Healthy buddies Thread gut, aber kann mich leider nicht registrieren – das System will immer, dass ich eine Rechenaufgabe löse – die sehe ich aber gar nicht, vor dem entsprechenden Feld steht nur das Sternchen für „muss ausgefüllt werden“, aber nicht die Ausgabe… :-((

    • Hallo,
      das ist keine Absicht – da muss sich ein Fehler eingeschlichen haben. Wir arbeiten an der Behebung des Fehlers!
      LG Jasmin

  12. Hallo,
    die Sache mit den drei Dingen mache ich seit Anfang des Jahres. Eben bin ich auf diese Seite gestoßen und habe gesehen, dass sie hier auch empfohlen wird. Drei gute Dinge an jedem Abend aufzuschreiben ist sehr gut und verändert den Blick aufs Leben. Ich bin viel zufriedener seit ich das mache. Ich muss zugeben, ich würde meine 3 guten Dinge aber nicht jedesmal teilen wollen, weil doch einige sehr persönlich sind und habe kein Problem damit, auch alleine dabei zu bleiben.

    Was die Begründung angeht, warum die 3 Dinge so gut tun, stimme ich dem Artikel nur teilweise zu. Ich finde nicht, dass ich mich ZWINGE, die Dinge positiv zu sehen und in negativen Ereignissen das Gute zu sehen. Ich halte da auch nix von, wenn man sich Negatives schönredet. Das Negative ist wichtig um positive Ereignisse und Glück viel besser schätzen zu können.

    Ich finde das Aufschreiben der 3 guten Dinge ist viel eher eine Verschiebung der Gewichtungen. Ich erlebe am Tag viele gute Dinge, die ich viel zu selbstverständlich nehme. Negative Dinge lösen dagegen gleich viel mehr Emotion aus. Würde ich 5 Leute anhören und einer sagt mir was Schlechtes über meine Arbeit, einer was Gutes und die drei anderen sagen nix…dann würde ich mich ärgern über den, der was Schlechtes gesagt hat und die anderen 4 Aussagen bzw. Nichtaussagen deutlich weniger wahrnehmen. Das Aufschreiben der guten Dinge rückt meinen Blick weg von der stärkeren Gewichtung des Negativen mehr hin in Richtung Gleichgewicht. Außerdem beendet es den Tag mit schönen Gedanken und schafft eine wunderbare Sammlung schöner Dinge, an die man sich zurückerinnern kann.

  13. Kann ich voll und ganz bestä
    tigen: so ähnlich ist es mir vor fast vier Jahren auch ergangen und mit ähnlichen Strategien hab ich eine Richtungskorrektur hingekriegt. Bin heute noch froh und dankbar für die genutzte Chance….

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