Ausmisten: Wie du entscheidest, was du nicht mehr brauchst

Vor drei Jahren habe ich mal richtig ausgemistet, den Rest in Kisten verpackt und bin auf Reisen gegangen. Jetzt habe ich sie wieder ausgepackt. Überraschung: Ich muss schon wieder ausmisten. Erst durch den langen Abstand erkenne ich, was ich alles nicht brauche.

Dennoch fällt es mir schwer, mich von meinem Krempel zu trennen. Schließlich hatte ich darin mal einen Sinn gesehen und Geld dafür bezahlt. Es kann also gar nicht so schlecht sein, oder?!

Diesem Irrglauben unterliegen wir alle. Deshalb hängen wir so lange an Dingen fest, die wir schon längst nicht mehr brauchen oder nie gebraucht haben. Aufgrund unserer Entscheidungen in der Vergangenheit messen wir unseren Gegenständen einen hohen Wert bei – mehr, als jemand dafür bezahlen würde. Also lassen wir alles in den Schränken liegen und sammeln immer weiter. Bis unsere Wohnung aus allen Nähten platzt oder wir uns selbst schon von dem ganzen Krempel erdrückt fühlen.

Mit diesem Artikel möchte ich dir eine Hilfestellung bieten, dich von Dingen zu trennen, die du nicht brauchst.

Den Anfang finden

Der Anfang ist das Schwerste. Die Überwindung, jetzt einfach mal auszumisten. Je nachdem, wie groß dein Haushalt ist, weißt du vielleicht gar nicht, wo du anfangen sollst.

Ich schlage vor, in kleinen Projekten zu denken. Dein kurzfristiges Ziel muss ja nicht sein, die ganze Wohnung zu entrümpeln. Beginne stattdessen mit einem kleinen Teil: dem Kleiderschrank, Keller, Arbeitszimmer, Badezimmer, Bücherregal, der Küche, Abstellkammer oder DVD-Sammlung.

Die DVD-Sammlung: ein kleines Projekt

Blocke dir dafür etwas Zeit, z. B. eine Stunde am kommenden Samstag. Informiere dich vorab darüber, wo du deinen Krempel loswirst (unsere Tipps findest du hier). Es gibt für alles eine Abnahmestelle. Die Angst, auf dem Zeug sitzenzubleiben, ist kein Grund nicht auszumisten.

Wenn der Tag gekommen ist, beginne mit deinem kleinen Projekt, indem du alles ausräumst und auf den Boden legst. Nimm jeden Gegenstand in die Hand und entscheide, was damit passieren soll. Räume anschließend nur das wieder ein, was du behalten willst.

Diese Fragen helfen bei deiner Entscheidung

Das klingt ganz einfach, oder? Doch in der Realität ist es schwerer. Für jeden Gegenstand musst du eine Entscheidung treffen, das ist anstrengend. Die folgenden Fragen können dir dabei helfen:

1. Frage: Ist es kaputt?

Fangen wir mal mit einer leichten Frage an. Ist das Ding kaputt? In diesem Fall folgt unweigerlich die nächste Frage: Lohnt sich eine Reparatur? Wenn ja, dann lass es reparieren. Was sich jedoch nicht für einen angemessenen Preis reparieren lässt, kommt bei mir weg.

Je nachdem, was es ist, bekommst du vielleicht noch etwas dafür. Einige Produkte sind sehr wertbeständig. Für mein defektes Macbook Air habe ich letztes Jahr noch 250 Euro bekommen. Hätte ich es behalten, wäre der Wert nur weiter gesunken.

2. Frage: Funktioniert es gut?

Jeder Gegenstand muss unser Leben ein Stück besser machen, sonst brauchen wir ihn nicht. Manche Gegenstände schaffen das aber nur unzureichend. Mein iPhone 4 war so einer. Es hat mich mehr frustriert, als es mir half. Jeder Klick dauerte Sekunden, das war nervig. Irgendwann war es zu viel und ich kaufte mir ein neues Smartphone für 180 Euro. Dieses kann ich nun frustfrei verwenden. Das iPhone ist ein wertstabiles Produkt, sodass ich es noch für etwa 100 Euro verkaufen kann.

Produkte, die mich frustrieren, erfüllen nicht ihren Zweck. Das muss nicht sein. Was nicht funktioniert, kommt weg.

3. Frage: Klebt noch das Preisschild drauf?

Bei mir betrifft das vor allem DVDs. Ich habe heute noch DVDs, die ich vor fünf Jahren gekauft, aber noch nie angesehen habe. Sie sind noch eingeschweißt und das Preisschild klebt drauf. Das macht es noch schwerer, mich von ihnen zu trennen, weil ich sehe, was sie mal gekostet haben. Aber die meisten kommen jetzt weg. Ich behalte nur das, was ich mir kurzfristig anschauen möchte. Wird aus diesem kurzfristig wieder nichts, kommen sie beim nächsten Entrümpeln endgültig weg.

Nicht meine einzige DVD mit Preisschild

4. Frage: Habe ich es doppelt?

Hast du noch drei alte Handys im Schrank liegen, 37 Kugelschreiber in der Wohnung verteilt und vier Dosenöffner in der Schublade? Das brauchst du alles nicht mehr.

Klar, du kannst schon mehr als einen Kugelschreiber behalten. Aber als ich meine Umzugskisten öffnete, fielen mir etwa 30 Stifte aller Art entgegen. Dabei schreibe ich mir höchstens mal einen Einkaufszettel. Und in der Küche hatte ich überflüssige Teller und Tassen stehen. Wie viele Tassen brauche ich wirklich?

Beim Geschirr habe ich mich nun auf ein Maß reduziert, das zur Größe meines Esstischs passt. Der Rest flog raus.

5. Frage: Wo liegt es?

Wo hast du das Ding zuletzt verstaut? Liegt es schon im Keller? Dann kann es höchstwahrscheinlich weg. Was einmal im Keller landet, schafft es nicht mehr nach oben und dort unten wird es nicht besser! Ähnliches gilt für die Rumpelkammer, in der du alles abstellst, was du außer Sicht haben willst.

Handelt es sich um Dinge, die du nach deinem letzten Umzug gar nicht erst ausgeräumt hast? Ich hatte in meiner letzten Wohnung zwei unausgepackte Kisten stehen. Sie standen fünf Jahre lang in meinem Wohnzimmer! Total verrückt, aber so geht’s wahrscheinlich vielen Menschen nach einem Umzug: Es bleiben Dinge übrig, die keinen neuen Platz finden. Das ist ein guter Indikator dafür, dass sie wegkönnen.

Das gleiche gilt für Dinge in Kramkisten oder Dinge, die ganz weit hinten im Schrank liegen, sodass du sie nur schlecht erreichst. Sie sind dort gelandet, weil du sie nicht brauchst.

6. Frage: Wann habe ich es zuletzt gebraucht?

Manche Dinge liegen schon so lange bei uns herum, dass wir uns gar nicht mehr daran erinnern können, wann wir es zuletzt gebraucht haben. Ihr einziger Zweck: Vielleicht brauchen wir sie irgendwann mal. Man kann ja nie wissen.

Das sind jedoch die schlimmsten Gegenstände. Sie belasten mich am meisten, weil sie nur für eine hypothetische Situation da sind, die vermutlich nie eintritt.

In diesem Fall könnte eine Regel helfen: Was ich in den letzten sechs Monaten nicht gebraucht habe, kommt weg. Oder in den letzten 12 Monaten? Jede Regel ist ein bisschen willkürlich. Du kannst dir deine eigene Regel machen. Erstelle diese Regel aber am besten, bevor du über einen konkreten Gegenstand nachdenkst.

Wenn du ihn nur für einen bestimmten Anlass brauchst, frage dich, ob dieser Anlass wirklich in absehbarer Zeit wieder eintreten wird. Wenn du unsicher bist, verweise ich dich auf die nächste Frage.

Schlafsack: 10 Jahre nicht verwendet (auch, weil doppelt)

7. Frage: Wie leicht kann ich es zurückbekommen?

Die meisten Dinge können wir heute innerhalb eines Tages zu einem geringen Preis erneut kaufen. Online-Shops liefern über Nacht und es gibt für fast alles einen Gebrauchtmarkt.

Wenn du dich heute von einer DVD schlecht trennen kannst, weil du dafür nur noch 1,50 Euro bekommst, heißt das auch, dass du sie für 1,50 Euro (+ ggf. Versandkosten) erneut kaufen kannst.

Eine andere Überlegung ist: Kann ich es von jemandem ausleihen? Vielleicht muss ich in meiner Küche nicht alles in zwölffacher Ausführung haben, sondern leihe mir etwas von Freunden für den einen Anlass alle fünf Jahre, in denen ich mal zwölf Leute einlade.

8. Frage: Werde ich es jemals anziehen? (Kleidung)

Bei einigen Kleidungsstücken müssen wir einfach ehrlich zu uns selbst sein: Wir werden sie nie anziehen. Wer weiß, was uns damals geritten hat, sie überhaupt zu kaufen? Vielleicht hatten wir zu der Zeit eine andere Konfektionsgröße oder bekamen das Kleidungsstück geschenkt? Tatsache ist, wir werden es nie tragen.

Ich hatte noch viele Kleidungsstücke in meinen Kisten, die mir zu groß waren. Ich hatte sie für den Fall aufgehoben, dass ich doch wieder an Gewicht zunehmen würde. Momentan denke ich, dass ich über dem Berg bin und das nicht passieren wird. Doch selbst wenn, werde ich keine Kleidung anziehen, die dann sieben Jahre alt ist! Ich würde auch meinen Anzug vom Abiball nie wieder anziehen, nur weil er heute wieder passt. Es ist einfach zu lange her.

Außerdem hatte ich noch andere Kleidung, die ich ehrlicherweise nicht mehr tragen würde. Ein altes Hertha-BSC-Trikot. Ein Abschieds-T-Shirt von einem früheren Job. Zwei Poloshirts mit dem Logo meiner früheren Agentur. Nichts davon würde ich jemals tragen. Vor ein paar Jahren hatten diese Sachen noch einen ideellen Wert für mich, aber jetzt hänge ich nicht mehr dran.

9. Frage: Hat es einen ideellen Wert?

Apropos: Manche Dinge mögen wirklich einen ideellen Wert haben. Für mich sind es ein paar Andenken an meine Agentur (nicht die Poloshirts) und vor allem ist es meine Michael-Jackson-Fansammlung. In meiner Jugend war ich ein großer Fan. Damals war es gar nicht so leicht, all das Zeug zu sammeln. Ebay & Co. gab es noch nicht. Umso schwerer kann ich mich heute davon trennen, obwohl ich keine Verwendung mehr dafür habe.

Ein gängiger Ratschlag ist, ein Foto von den persönlich wichtigen Dingen zu machen und sie dann abzugeben. Dazu kann ich mich noch nicht durchringen. Wahrscheinlich werde ich 90 Prozent abgeben und einen kleinen Teil behalten.

Hoher ideeller Wert: Michael Jackson Schallplatten

10. Frage: Wirst du es (noch einmal) lesen? (Bücher)

Bücher sind ein klassisches Beispiel für Dinge, von denen sich Menschen nur schwer trennen können. Sie machen sich so gut im Bücherregal. Aber es werden immer mehr!

Als ich vor drei Jahren auszog, gab ich viele gelesene Bücher ab. Aber ich behielt alles, was ich noch nicht gelesen hatte. Jetzt – drei Jahre später – habe ich mich ernsthaft gefragt, ob ich sie noch lesen werde. Für fast alle galt: Nein. Damals waren es Impulskäufe, aber heute interessieren mich diese Themen nicht mehr. Mir fehlt es nicht an neuen Büchern. Es gibt genug, die ich noch lesen möchte.

Das gleiche habe ich mich bei gelesenen Büchern gefragt: Würde ich sie noch einmal lesen? Selbst wenn ich mich kaum noch an den Inhalt der meisten Bücher erinnern kann, würde ich fast keines ein zweites Mal lesen. Es gibt nur ganz wenige Bücher, die ich schon zweimal gelesen habe.

In meiner neuen Wohnung habe ich nun sogar auf ein Bücherregal verzichtet. So gibt es einen Grund mehr, gelesene Bücher schnell wieder abzugeben.

11. Frage: Würdest du es noch einmal kaufen?

Wenn die ersten zehn Fragen noch nicht für Klarheit gesorgt haben, versuche es mit dieser Bonusfrage: Wenn du den Gegenstand noch nicht hättest, würdest du ihn noch einmal kaufen?

Lautet die Antwort Ja, solltest du ihn behalten. Würdest du ihn nicht noch einmal kaufen, magst du den Gegenstand nicht wirklich oder brauchst ihn nicht unbedingt. Ein Argument mehr dafür, ihn abzugeben.

Die letzte Überwindung

Die Sache ist eigentlich klar, aber du kannst dich nicht zur Trennung durchringen? Vielleicht geben dir die folgenden Tipps den entscheidenden Ruck:

  • Nimm mehrere Anläufe. Es hilft mir, mich nicht von allem auf einmal zu trennen, sondern eine Woche später noch einmal neu zu überlegen. Im ersten Durchgang fliegt schon viel raus. Wenn der erste Krempel weg ist, fällt es mir im zweiten Anlauf leichter, noch ein paar mehr Dinge zu entsorgen.
  • Kennst du jemanden, der dein Zeug gebrauchen kann? Was für dich überflüssig ist, mag für jemand anderen nützlich sein. Der Trennungsschmerz ist nicht so stark, wenn der Gegenstand in der Familie oder im Freundeskreis bleibt.
  • Lass dir beim Ausmisten helfen. Jemand anderes kann objektiver beurteilen, ob dir ein Gegenstand noch nützt oder überflüssig ist. Die dritte Person spürt den Trennungsschmerz nicht.

Ich hoffe, diese Tipps helfen dir beim Ausmisten. Ist es nicht mal wieder an der Zeit? Wo du dein überflüssiges Zeug loswirst, zeige ich dir hier.

Möchtest du gern radikaler ausmisten? In diesem Artikel zeigen wir dir, dass jedes Dinge, das du besitzt, eine Beziehung ist, die du hast. Dass du unmöglich so viele (gute) Beziehungen haben kannst, wird dir beim Lesen schnell einleuchten.

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22 Kommentare

  1. Hallo Patrick,

    yeah, noch ein Teil der Serie. Die ist wirklich super für mich. Wahrscheinlich, weil ich da noch richtig viel zu tun habe.

    Mir würde noch ein Zeitplan helfen, wo ich festlege bis wann etwas erledigt sein soll. Denn nach den Etappen Zeitschriften und Kleider war ich lustlos und hab das Ganze wieder beendet. Mal sehen, ob ich mich im Herbst dazu wieder aufraffe. Jetzt genieße ich erst mal die Zeit draußen und dank Umzug ist auch leider überall genug Platz für Kram.

    Wichtig ist mir echt die Vermeidung von dem Krempel geworden. Aktuell bin ich auf Messe und überall gibt es give aways und ich hab noch keine mitgenommen, weil ich wusste, dass sie schwer wieder loszubekommen sind – zumindest für mich.

    Alles Liebe
    Tanja

  2. Hallo Patrick,
    ich kann dir nur zustimmen. Es ist soooo verdammt schwer sich von seinem Krempel zu trennen. Und obwohl ich in den letzten Jahren häufig umgezogen bin, hat es 10 Jahre gedauert bis ich begriffen habe, dass ich einfach zu viel besitze.
    Bei mir hat das Buch „Magic Cleaning“ geholfen (doofer Buchtitel wie ich finde). Danach viel mir das Ausmiste nicht mega leicht, aber die Entscheidung, was behalte ich und was gebe ich weg, war einfacher.

    Mit dem allerletzten Punkt: Lass dir helfen. kann ich mich nicht so anfreunden, da als Kind häufig Mutti meine Sachen einfach entsorgt hat und ich gar nicht mehr wusste, was ist noch da und was ist entsorgt worden? Man verliert so schnell den Überblick.
    Jedes Teil sollte man selbst in die Hand nehmen und entsorgen, so fällt der Abschied leichter, so blöd wie es klingt.

    Freue mich auf den nächsten Artikel.

    LG
    Lydia

    • Hallo Lydia,

      sehe ich auch so: alles selbst in die Hand nehmen. Aber wenn man sich nicht entscheiden kann, fällt einem Dritten die Entscheidung sicher leichter.

  3. Oh yeah, Michael Jackson!

    Meine erste CD war Phil Collins und die ist im Müll gelandet. Schade eigentlich!

    Meine Schallplatten habe ich alle noch zusammen mit vielem Anderem Kram den ich einfach bei meinen Eltern einlagere. Ich würde nie etwas verkaufen, was ideellen Wert für mich hat. Das ist es mir einfach nicht wert und die Sachen belasten mich ja im Alltag auch nicht…

    • Hey Marc,

      tja, ich muss einfach mal entscheiden, welche dieser Platten wirklich einen ideellen Wert für mich haben. Manche sind mir egal, manche nicht. Hören tu ich sie alle nicht 😉

  4. Hallo Patrick!
    Erstmal danke für diese Seite, Deine Bücher und die Blogs. 🙂
    Hat mir sehr geholfen, bei verschiedenen Themen. Du schreibst so ruhig und freundlich, das gefällt mir.

    Zum Thema Ausmisten:
    Das ist bei mir eine riesige Baustelle, daher auch hier, danke für die schöne Zusammenfassung.
    Eine weitere Frage kann man noch gut dazu nehmen, die hab ich mal irgendwo in den Untiefen des Internets oder in einem Buch gelesen:

    Wenn ich auswandern würde, würde ich es mitnehmen?
    „Nur“ umziehen gilt nicht, da fährt man ja bekanntermaßen die Kisten mit unbekanntem Inhalt dann doch quer durch Deutschland.

    Mir hat diese Frage bei meinem momentanen Wohnungsentrümpelungsprojekt schon mehrfach geholfen.
    Würde ich wertvollen Container/LKW Platz für diese Sache opfern? Halte ich den Gegenstand für so wichtig, dass ich ihn mitnehmen würde in ein anderes Land, in ein neues Leben?

    Oder, noch krasser:
    Wenn die Feuerwehr in der Tür stünde und sagen würde, so, wir evakuieren hier, hier sind drei Umzugskisten, bitte packen sie in der nächsten Stunde alles ein, was ihnen wichtig ist!
    Voraussetzung: Tiere und Kinder/Familienmitglieder sind in Sicherheit und danach wird die Wohnung „zerstört“.
    Was würde man mitnehmen?

    So, genug geredet, ich bin dann mal nebenan beim Ausmisten. 😀

  5. Hallo Patrick,

    bei mir muss ich gerade gar nicht mal so viel ausmisten. Das größere Problem ist, was noch in meinem ehemaligen Zimmer bei meinen Eltern im Haus lagert. Das gehe ich an, wenn ich sie das nächste Mal besuche. Bei den meisten Dingen, habe ich mir schon überlegt, was ich damit mache. Ich bin noch gespannt darauf, wie viel ich wiederentdecken werde. 😀

    Alles Liebe,
    Philipp

  6. Hallo Patrick,

    auf die Tipps Wo man Was wieder los werden kann, bin ich schon sehr gespannt. Ich sitze hier auf unfassbaren Bergen von Dingen die niemand mehr braucht. 4 erwachsene Kinder, die bis auf eines alle aus dem Haus sind und nichts mehr von dem Krempel haben möchten, dazu noch die Sachen die bei meinem Mann und mir rausfliegen „müssen“.. Ich werde sie einfach nicht los.

    Die öffentlichen Bücherschränke quellen über, da wird nur hineingestellt aber nichts herausgenommen, im Sozialkaufhaus haben sie unfassbar lange Wartelisten, wenn man etwas wegtun möchte. Kleinanzeigen bringen nichts und mal ehrlich, soviele Kartons um das Zeug irgendwohin zu versenden kann ich in meinem Leben gar nicht mehr sammeln.
    Kleidung kann in Säcken in den Container, das ist nicht das Problem. Vielmehr sind es die anderen Dinge. Von 100 Teilen die wir auf einem Flohmarkt loswerden wollten, haben wir zwei kleine verkauft. Die Leute gehen nur noch vorbei und gucken. (Wer kann ihnen das verdenken? 😉 )

    Im Moment überwiegt der Gedanke einen Container vor das Haus zu stellen, ein paar Stunden zu investieren um ihn zu füllen und dann weg damit.
    Das Einzige was uns davon noch abhält sind die damit verbundenen Kosten.

    Deshalb bin ich sehr gespannt welche Ideen ihr da so habt, wenn man nicht nur den Kram von einer, sondern von sechs Personen loswerden möchte.

    • Hi Birgit,

      na ja, wir erfinden das Rad auch nicht neu 😉
      Wenn du dein Zeug bei den genannten Gelegenheiten nicht losgeworden bist, dann wird’s wohl auch nichts mehr. In diesem Fall wäre ich auch für einen Container.

      Mit Kleinanzeigen habe ich aber übrigens gute Erfahrungen gemacht. Allerdings funktioniert das bestimmt nur in größeren Städten.

    • Hi Birgit,
      ich weiß leider nicht wo du wohnst aber bei uns in der Stadt (kleine Studentenstadt) gibt es den Brauch Dinge die man nicht mehr braucht, von denen man aber hofft, dass ihnen jemand zu einem zweiten (sinnvollen) Leben verhilft einfach an die Straße (also auf den Bürgersteig) zu stellen. Falls das bei euch nicht so etabliert sein sollte hängt man einfach noch ein Schild dazu, dass die Sachen zu verschenken sind. So hast du keinen Aufwand mit Inseraten und Antworten bei bekannten Verkaufsportalen und kannst direkt rausstellen was du aussortiert hast, so dass nichts bei euch im Flur „warten“ muss. Abends einfach schauen was noch da sein sollte (hier bleibt nie irgendwas übrig!) und das gegebenenfalls direkt in die Tonne hauen. FERTIG!

  7. Hallo Patrick, vielen Dank für deinen Artikel zum Ausmisten. Bei der 5.Frage „Wo liegt es?“ und dem Keller musste ich richtig schmunzeln, denn ich habe mal eine Zeit lang versucht die alten Sachen loszuwerden indem ich einfach das Schloss an der Kellertür abgemacht hab. Doch irgendwie hat das nicht funktioniert, denn statt weniger sind die Sachen mit der Zeit immer mehr geworden! Haben sozusagen im Keller noch Kinder bekommen. Das kannst du also definitiv als Möglichkeit für den nächsten Artikel ausschliessen! Auch das verschicken von alten Sachen per Post funktioniert nicht immer! 😀
    Beim Ausmisten habe ich aber oftmals auch noch ein ganz anderes Problem. Sobald ich versuche die ersten Dinge auszusortieren verfalle ich in so eine Art nostalgische Wolke in der dann die alten Erinnerungen wieder hochsteigen. Oft ist es so das ich dann relativ schnell aufgebe und alles wieder zurücklege, damit ich ja nicht an die ganzen Storys erinnert werde die damit in Verbindung stehen. Ein echter Teufelskreis..irgendwie bekomme ich durch aussortieren das alte Zeug auch nicht los!

    • Hi René,

      ja, dass under-Cover-verschicken nicht klappt, habe ich auch gemerkt. Der Krempel kommt einfach zurück!! 😉

      Den Keller auflassen würde ich tatsächlich auch nicht. In meiner alten Wohnung tat ich das eher unbewusst und da sammelte sich auch Zeug an ..

  8. super Auflistung, danke!!!

    Und: besser 1 schöne Erinnerung an Tante Anni als 4 Kisten ihrer unsortierten Reste… Pack Deine Michael-Jackson-Platten in eine schicke Kiste und stell sie ins Wohnzimmer. Alles, was in eine Kiste/große Blechdose paßt, darf bleiben 🙂

    Den Schlafsack würde ich Dir übrigens abkaufen, meine Kinder sind gewachsen. Ist er für frierende Frauen geeignet?

  9. Hallo Patrick und Blogleser,
    danke für den guten Artikel!
    Eine Frage las ich immer wieder: Nach welchem Zeitplan sollte man ausmisten? Mein Tipp: sich einen Monatsplan machen: ein Thema, eine Ecke, ein Zimmer/Kammer/Regal/Schrank sich für den laufenden oder nächsten Monat vornehmen…so hat man genügend Zeit und kann die Sachen auch mehrmals sichten und kommt dennoch voran. 😉 und behält die Übersicht, besonders wenn man, die ausgesonderten Sachen irgendwo zB in diversen Facebookgruppen zum Verkauf/Tausch/Geschenk angeboten hat.
    Viel Erfolg!

  10. Danke für die tollen Ratschläge. Ich kann sie gut brauchen. Eigentlich werde ich für Entrümpelung eine Firma beauftragen. Aber ich meine, dass ich auch sehr viel selbst leisten muss.

  11. Was mir beim Entrümpeln hilft (etwas „schräg“, ich geb es zu): ich stelle mir vor, wie „traurig“ der betreffende Gegenstand / die Klamotte / das Buch ist, weil es ungenutzt bei mir im Schrank liegt und nie die Sonne sieht.
    MIt diesem Gedanken fällt es mir viel leichter, dem Gegenstand zu einem „neuen Leben“ zu verhelfen und es zur Caritas o.ä. zu bringen.
    Bekloppt, aber es funktioniert 😀

    • Liebe Susanne,
      Ausmisten und Loslassen sind bei mir gerade wichtige, allerdings auch schwierige Themen. Dein Tipp klingt super, der könnte vielleicht wirklich funktionieren. Bisher hat mich eine ähnliche Überlegung immer ausgebremst: Ich überlege mir unweigerlich, wie „traurig“ ein Gegenstand ist, wenn er nicht mehr bei mir bleiben darf, sondern verstossen wird… Mit einer solchen Einstellung ist entrümpeln echt schwierig!

  12. Ich denke auch, dass man das Entrümpeln selbst übernehmen sollte – um sich bewusst von den Dingen zu verabschieden. Das Abholen und Wegschmeißen kann dann ja immernoch eine Firma übernehmen, manche arbeiten auch mit Hilfsorganisationen zusammen und spenden, was noch brauchbar ist – z.B. junkbusters.de Finde ich auch eine gute Lösung, wenn man nicht auch noch Zeit hat, sich mit Recyclinghof und Spenden auseinanderzusetzen. 🙂

  13. Hallo,
    interessante Tipps. Es ist doch einiges was wir – (als Ballast – so empfinde ich es zumindest) – mit uns im Leben herumschleppen, habe mal gehört, dass jeder von uns 10.000 Dinge haben soll. Für ein gutes Vorgehen halte ich folgende Strategie für hilfreich:

    Frage: Was brauch ich unbedingt und täglich?
    Wenn diese Dinge auf der Liste stehen wie z.B. Zahnbürste, Kaffeemaschine oder die Limousine vor der Tür, folgt Schritt 2:
    Sehen wozu man in den nächsten 4 Wochen greift und nutzt. Diese Dinge dann mit auf die Liste setzten jeweils mit dem „Status“ häufig oder ab und an. Danach kann man dann die Sachen sortieren.

    Alles andere kann eigentlich weg.

    Gesondert sollte man noch die Themen betrachten:
    – Geburtstagsfeiern
    – Was brauche ich auf meiner Reise
    – Weihnachten
    – Sport

    Ich glaube diesen Leitfaden als Begleiter nutzt, wird deutlich weniger als 10.000 Teile haben 🙂

  14. Hallo, ich finde die Tipps auch sehr gut.
    Wenn man aber nach dem Prinzip, „macht es mir Freude oder liebe ich es “ geht und es aber so viele Dinge ( in dem Fall Kleider)
    gibt die ich liebe, bzw. die mir Freude machen was mache ich da um sie zu reduzieren? Oder ist meine Feststellung/Einstellung auch nur pseudo um mich vor der Wahrheit zu drücken? Ich kaufe ja die Dinge schon sehr ausgewählt nach dem Prinzip ob ich es liebe?

    • Hallo Julie,

      wenn du die Dinge wirklich magst und sie dir das leben erleichtern oder schöner machen, würde ich sie nicht ausmisten 🙂

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