Warum du nicht noch effizienter werden solltest

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„Ach, ich bin ganz schön im Stress.“

Dieser Satz ist zur Normalität geworden. Wer ist heute nicht im Stress? Jeder hat viel zu tun, weiß nicht, was er zuerst machen oder worauf er seine Aufmerksamkeit lenken soll. Für Manche ist Stress sogar ein Statussymbol. Wer Stress hat, ist interessant, nachgefragt, erfolgreich. Viele von uns sind stolz darauf, belastbar zu sein.

Deshalb denken wir nicht zweimal darüber nach, die Beförderung trotz mehr Verantwortung zu akzeptieren. Wir nehmen jede Einladung an, stopfen uns den Kalender mit Terminen voll, suchen uns zusätzliche Hobbys und beschäftigen uns mit dem Projekt „Eigenheim“, obwohl wir eigentlich schon am Anschlag sind.

Irgendwie bekommen wir das schon alles hin. Wir müssen nur effizienter werden, um in der verfügbaren Zeit noch mehr zu leisten. Das scheint die Lösung für unseren Stress zu sein.

Dabei ist es weniger eine Lösung als ein Symptom. Effizienz macht uns keinesfalls entspannter, sondern erlaubt uns, noch mehr zu schaffen. So jonglieren wir mit immer mehr Dingen, geraten dabei zunehmend ins Straucheln und finden dennoch kein Ende. Egal, wie viel wir schon leisten: Es wird immer etwas geben, das wir auch noch machen wollen. Richard Carlson schrieb dazu ganz treffend: Auch am Ende deines Lebens wird der Korb mit unerledigten Aufgaben nicht leer sein.

Die Antwort auf Stress kann deshalb nicht lauten, effizienter zu werden, um mehr zu schaffen. Frage dich stattdessen, auf was du verzichten kannst, denn um Ruhe zu finden, musst du Dinge loslassen können. Auch Dinge, von denen du bisher glaubst, dass sie wichtig sind, obwohl sie am Ende deiner Prioritätenliste stehen. Verabschiede dich von manchen Karrierezielen, Hobbys, Zeitverschwendern, Terminen und auch Menschen, die dir mehr Energie rauben, als sie dir geben.

Wenn dir das gelingt, hast du vielleicht bald ein neues Statussymbol, das da lautet:

„Ich habe Zeit für Menschen und Dinge, die mir wichtig sind.“


Foto: Stress im Büro von Shutterstock

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