Bücher für Hochsensible Personen (HSPs)

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Hochsensibilität ist ein relativ neues Forschungsfeld. Erst in den 90er Jahren kam es in den USA auf. In Deutschland dauerte es noch ein paar Jahre, bis die ersten Bücher darüber auf den Markt kamen. Mittlerweile jedoch gibt es immer mehr Literatur für und über hochsensible Personen (highy sensitive persons, HSPs). Im Folgenden findest du meine Auswahl, die ich Neulingen auf dem Gebiet der Hochsensibilität empfehle.

 

Gestatten: Hochsensibel

Dieses Buch ist mein „Baby“, in das ich viel Zeit und Herzblut gesteckt habe. Es kam im Dezember 2017 zur Welt und erzählt viele Geschichten von hochsensiblen Menschen aus dem deutsch- und englischsprachigen Raum. Die HSPs erzählen von ihren alltäglichen Herausforderungen, von ihren Ängsten und Wünschen sowie von Gewohnheiten, die sie nützlich finden. Mein Ziel war, dass sich mehr Hochsensible in diesen Erfahrungsberichten wiedererkennen und verstanden fühlen. Denn je mehr wir voneinander wissen, desto weniger allein fühlt sich jede/r einzelne. (Mehr über dieses Buch erfährst du hier.)

Geeignet für: alle, die persönliche Alltagsgeschichten von und für Hochsensible lesen möchten

Sind Sie hochsensibel?

Diesen Klassiker von Elaine Aron lesen viele HSPs als erstes oder zweites Buch. Die Psychologin gilt als Begründerin der Hochsensibilität, denn sie war es, der die Definition von Introversion von Garl Gustav Jung nicht weit genug ging. Sie sah eine Lücke und nannte das Phänomen Hochsensibilität. Zusammen mit ihrem Mann hat Aron zum Thema geforscht und viele weitere Bücher veröffentlicht. Ich mochte an diesem Buch die Tiefgründigkeit und dass Aron auf den 376 Seiten auch Geschichten aus ihrem persönlichen Erfahrungsschatz teilt.

Geeignet für: alle, die in das Thema einsteigen und fundiertes Wissen über Geeignet für: alle, die persönliche Alltagsgeschichten von und für Hochsensible lesen möchtenvon der Begründerin erfahren möchten

Hochsensibel – Was tun?

Der Titel dieses 352-seitigen Buches haut mich ehrlich gesagt nicht um. Dafür jedoch hat es mir inhaltlich mit am besten von allen gefallen, die ich bisher gelesen habe. Bis heute erzähle ich öfters von diesem Buch, denn häufig werde ich nach der Abgrenzung von Hochsensibilität und Autismus gefragt. Darauf geht die Diplom-Psychologin Sylvia Harke ein. Auch die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu ADHS beleuchtet sie. Interessant fand ich zudem die Erklärungen über die Hintergründe der Hochsensibilität und den Zusammenhang zur Traumaforschung.

Geeignet für: alle, die am Anfang ihrer HSP-Reise stehen und mehr über die Ursachen von Hochsensibilität lesen möchten

Zart besaitet

Diesen grünen Klassiker von Georg Parlow lesen viele Hochsensible als erstes, wenn sie auf das Thema Hochsensibilität stoßen. Das 248-seitige Buch ist nicht ganz leicht zu lesen, aber es vermittelt sehr fundierte Kenntnisse darüber, wie Hochsensible die Welt wahrnehmen und warum ihnen das im Alltag manchmal zu schaffen macht.

Geeignet für: alle, die mehr über die hochsensible Wahrnehmung lernen möchten

WENN DIE HAUT ZU DÜNN IST

Dieses 176-seitige Buch von Rolf Sellin hat mir sehr gefallen, denn es ist sehr einfühlsam geschrieben. Der Schwerpunkt liegt auf dem Thema Wahrnehmung und warum wir schnell in ein Stadium der Überreizung geraten. Außerdem geht es darum, wieso es gefährlich ist, wenn die Wahrnehmung „stört“ und wie man im Alltag einen besseren Umgang mit der hochsensiblen Veranlagung findet.

Geeignet für: alle, die Tipps gegen Überreizung im Alltag suchen

Bis hierhin und nicht weiter

Gleich nach „Wenn die Haut zu dünn ist“ las ich dieses Buch von Rolf Sellin. Der Schwerpunkt ist die Abgrenzung von anderen Menschen, was meistens eine der größten Baustellen für Hochsensible ist. Viele von uns können schwer Nein sagen, weil sie sich so sehr in die andere Person hineinversetzen und die mögliche Ablehnung schon im Voraus spüren. Warum das jedoch auf Dauer ungesund ist, verrät dieses gut zu lesende Buch auf 208 Seiten.

Geeignet für: alle, die mehr über Abgrenzung lernen möchten

Meine Hochsensibilität positiv gelebt

Über dieses Buch bin ich während meiner Recherche zu „Gestatten: Hochsensibel“ gestoßen. Es ist eines der ganz wenigen Bücher mit ausschließlich persönlichen Geschichten. Ich wollte damals Erfahrungen statt abstrakter Erklärungen lesen. Mit diesem Wunsch war ich bei Silvia Christine Strauchs Buch genau richtig. Sie verrät auf 190 Seiten viele Anekdoten aus ihrem Leben, bei denen die Hochsensibilität mal hilfreich und mal hinderlich war.

Geeignet für: alle, die persönliche Geschichten aus HSP-Sicht lesen möchten


Leserinnen und Lesern, die Englisch beherrschen, empfehle ich zudem: „Making Sense of Your High Sensitivity“ von Cliff Harwin (englisch, nur als E-Book verfügbar)


Weitere Bücher über Hochsensibilität

Die folgenden Bücher über Hochsensibilität habe ich nicht gelesen. Aufgrund ihrer positiven Bewertungen (min. 4,5 Sterne bei amazon) möchte ich sie jedoch auch erwähnen:

Wenn Frauen zu viel spüren

Hochsensibilität ist bisher ein Frauenthema. Zwar gibt es höchstwahrscheinlich ebenso viele Männer, die hochsensibel sind, doch sie stoßen darauf entweder seltener oder trauen sich weniger, dazu zu stehen. Die Diplom-Psychologin Sylvia Harke widmet sich auf 288 Seiten u. a. den Themen Selbsterkenntnis, Selbstakzeptanz, Heilung, Beziehungen und Wege zur Stärkung hochsensibler Frauen.

Geeignet für: alle, die sich besonders für den Fokus auf die weibliche Sicht der Hochsensibilität interessieren

Mein HSP-Coach

Dieses Buch stammt von dem Coach Stefan Kunkat. Es umfasst 364 Seiten und dreht sich um die Themen Hochsensibilität in der Kindheit, im Beruf, in Beziehungen sowie Hochsensibilität als Gabe und Belastung. Dabei werden die Erfahrungen zahlreicher HSP-Autoren und -Experten eingeflochten und eröffnen somit eine vielfältige Sicht auf das Thema.

Geeignet für: alle, die eine breite Perspektive auf das Thema gewinnen möchten

Die Berufung für Hochsensible

Dieses 220-seitige Buch zählt zu den Bestsellern im Bereich Hochsensibilität. Der Autor Luca Rohleder konzentriert sich darin v. a. auf Fragen, die zum Selbstverständnis beitragen können, wie z. B.: „Warum bin ich so?“, „Was schlummert in mir?“ und „Was muss ich loslassen?“ Die Rezensenten sind überwiegend begeistert und beschreiben die Lektüre als „befreiend“.

Geeignet für: alle, die sich selbst besser verstehen und annehmen lernen wollen

Hochsensibilität als Stärke

Dieses Buch von Hedi Starke legt auf 353 Seiten den Fokus auf die Vorzüge der Veranlagung. Das könnte vielen HSPs helfen, die sich vor allem auf ihre Schwächen konzentrieren. Dabei geht die Autorin besonders auf die Aspekte ein, die sich im Laufe des Lebens in Verbindung mit Hochsensibilität zeigen, d. h. vom Kindesalter über die Jugend bis hin zum höheren Alter. Es bietet sich deshalb auch besonders für Eltern und Erzieher/innen an.

Geeignet für: alle, die sich für Hochsensibilität als Ressource in allen Lebensphasen interessieren

Hochsensibel

Dieses 257-seitige Buch von Eliane Reichardt beleuchtet sowohl die Forschungsgeschichte der Hochsensibilität als auch die praktische Relevanz im Alltag. Die Autorin geht auf typische Herausforderungen wie Einkaufen, Arbeit, Schule oder Arztbesuche ein und gibt Ratschläge in Hinsicht auf den langfristigen Umgang mit der Veranlagung.

Geeignet für: alle, die Hochsensibilität aus wissenschaftlicher und praktischer Sicht kennenlernen wollen

Hochsensibel geboren

Dieses Buch von Prinzessin Märtha Louise, Elisabeth Nordeng und Hedwig M. Binder sorgte kürzlich für eine Welle der Aufmerksamkeit für das Thema Hochsensibilität. Schließlich bekennen sich nicht viele Prominente zu dieser Veranlagung. Die norwegische Prinzessin geht mit ihrem Buch (288 Seiten) somit einen mutigen Schritt. Hoffentlich tun es ihr weitere Prominente nach und sorgen damit für mehr Bekanntheit und Akzeptanz der Hochsensibilität.

Geeignet für: alle, die Hochsensibilität aus Sicht einer Prinzessin interessiert

Hochsensibel ist mehr als zartbesaitet

Auf 288 Seiten gibt Sylvia Harke Antworten auf die 100 häufigsten Fragen zum Thema Hochsensibilität. Somit ist das Buch als Nachschlagewerk geeignet, aber auch zur Lektüre zwischendurch, wenn man sich nicht die Zeit nehmen möchte, um am Stück einen langen Text zu lesen.

Geeignet für: alle, die sich in FAQ-Form über Hochsensibilität informieren wollen

 


Weitere Ratgeber, die ich als HSP hilfreich fand

The Disease To Please

Hochsensibilität geht laut Harriet Braiker oft mit „People-pleasing“ einher, dachte ich mir bei der Lektüre dieses Buchs. Damit ist gemeint, dass wir anderen oft gefallen wollen. Deshalb verstellen wir uns, sagen Ja, obwohl wir Nein meinen oder tun andere Dinge, die uns eigentlich widerstreben. Woher das kommt und wie man es ablegt, verrät dieses englischsprachige Buch auf 304 Seiten. (Mehr über das Thema liest du in diesem Artikel.)

Geeignet für: alle, die es häufig anderen recht machen (und sich im Nachhinein darüber ärgern)

Der wunde Punkt

Wayne Dyer schreibt auf 352 Seiten über die „Kunst, nicht unglücklich zu sein“. Es geht darum, warum wir uns oft zermartern oder etwas wünschen, was unerreichbar ist. Wir lassen uns Normen von außen aufdrücken, dabei ist nur Selbstannahme der Weg, um langfristig zufrieden zu sein.

Geeignet für: alle, die glauben, nicht gut genug zu sein

How to Raise Your Self-Esteem

Wie man selbstbewusster wird, fragen sich viele Menschen. Bei HSPs ist das Selbstwertgefühl aber besonders häufig aufgrund von früherer oder andauernder Verletzungen angegriffen. Dieses kurze Buch (176 Seiten) mit vielen Übungen fand ich daher besonders hilfreich. Wer es nicht auf Englisch lesen möchte, kann stattdessen das Buch „Die 6 Säulen des Selbstwertgefühls“ vom gleichen Autor lesen. (Mehr über das Thema liest du in diesem Artikel.)

Geeignet für: alle, die gern selbstbewusster wären


Belletristik, die mir als HSP gefallen hat

Gut gegen Nordwind


Dieses 224-seitige Buch von Daniel Glattauer fand ich besonders unterhaltsam, weil es ausschließlich in Dialogform geschrieben ist. Die Protagonisten unterhalten sich per E-Mail und SMS. Amüsant fand ich dabei besonders, dass die Protagonistin sehr spitzfindig ist und viel in die Worte ihres Gegenübers hineindeutet. Wer erkennt sich da nicht wieder?
Geeignet für: alle, die eine Liebesgeschichte mit doppeltem Boden lesen wollen

Owen Meany

John Irving zählt ohnehin zu meinen Lieblingsautoren. In diesem gewohnt langen Buch (864 Seiten) schloss ich den Protagonisten namens Owen Meany ganz besonders ins Herz. Er ist tiefgründig, witzig und wahnsinnig intelligent. Man kann gar nicht anders, als mit ihm mitzufühlen, auch nach Ende des Buchs.
Geeignet für: Fans von starken Charakteren

Alexis Sorbas

Verstand vs. Herz – mit diesem Untertitel hätte man das Buch auch versehen können. Das Buch (320 Seiten) von Nikos Kazantzakis erzählt von zwei Männern, die sich im wahrsten Sinne des Wortes über Gott und die Welt austauschen. Einer von ihnen ist ein Kopfmensch, der andere ein Lebemensch. Ich als Kopfmensch fand diesen Gegensatz spannend und inspirierend.
Geeignet für: alle Kopfmenschen, die ein wenig Freiheit und Gefühl schnuppern möchten

Ein ganzes Leben

Auf den 160 Seiten von Robert Seethaler begleitet man den Protagonisten Andreas Egger durch sein ganzes Leben. Es ist eine berührende Geschichte über Heimat, das Leben und die Liebe.
Geeignet für: alle, die gern abtauchen und einer Figur treu bleiben

Stoner

Diese 352 Seiten von John Williams nahmen mich sehr mit, als ich sie mir im Urlaub zu Gemüte führte. Der Protagonist ist zutiefst menschlich, man identifiziert sich mit ihm, lebt mit ihm, fühlt mit ihm und leidet mit ihm.
Geeignet für: Fans von tiefgründigen, menschlichen Charakteren



Du möchtest mehr über Hochsensibilität erfahren? Meine Artikel über Hochsensibilität findest du hier.

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