Eine Gewohnheit, die dich unabhängig macht

Ich spreche häufig mit Menschen, die mit ihrem Berufsleben unzufrieden sind, aber alle aus demselben Grund nichts an ihrer Situation ändern können: Ein Freund von mir ist selbständig, arbeitet jedoch sehr viel. Er müsste sein Arbeitspensum reduzieren, aber würde dann weniger verdienen. Ein weiterer Freund verdient ebenfalls gut, ist aber in seinem eigenen Unternehmen gefangen. Er würde gern aussteigen, aber dann fiele sein Einkommen weg. Jemand anderes arbeitet sich in einem Konzern seit mehr als 10 Jahren nach oben, fühlt sich nun ausgebrannt und möchte alles anders machen, aber ist aufs nächste Gehalt angewiesen.

Alle drei – und auch viele unserer Leser – möchten sich beruflich verändern. Sie wollen aber nicht nur einen Job gegen den nächsten eintauschen, sondern unabhängiger werden. Geld spielt dabei nicht die größte Rolle. Es wäre in Ordnung, (vorübergehend) weniger zu verdienen, wenn sie sich dafür etwas aufbauen können, das ihnen mehr Freiheit gibt. Doch genau das können sie sich nicht leisten. Trotz beruflichen Erfolgs ist am Ende des Monats vom Geld nichts mehr übrig. Manchmal sogar weniger als das.

Je öfter ich solche Geschichten höre, desto besser verstehe ich, dass es sich nicht um Einzelfälle handelt. Viele Menschen leben von der Hand in den Mund, obwohl sie über ein ordentliches Einkommen verfügen. Sie gönnen sich davon etwas, vielleicht auch als Ausgleich zur harten Arbeit. Das geht so lange gut, wie man den eigenen Job noch erträgt. Danach wird das fehlende Geld jedoch zum Problem.

Ich schreibe nicht gern über Geld. Es hat einen schlechten Ruf und mit Glück darf man es schon gar nicht in Verbindung bringen. Jeder weiß, dass Geld nicht glücklich macht. Aber als ich neulich einen Podcast mit dem Autoren Derek Sivers hörte, freute ich mich über dessen ehrliche Einstellung zu Geld.

In dem Gespräch erzählt er von einer Freundin, die ihn einst fragte: „Wie kann ich so gelassen werden wie du? Nichts stört dich. Wie machst du das? Wie lässt du einfach alles an dir abprallen?“ Dereks Antwort darauf bricht alle Tabus: „Naja, zuerst brauchst du eine Million Dollar.“

Wow. Ich höre schon alle aufschreien. Aber da ist etwas Wahres dran. Ein bisschen Geld auf der hohen Kante zu haben beruhigt und macht frei. Es gibt uns Spielraum für Veränderungen. Mit Rücklagen müssen wir nicht alles mitmachen, was uns gegen den Strich geht, sondern können auch mal Nein sagen. Wir können Ideen spinnen und diese tatsächlich umsetzen. Das alles geht nicht, wenn wir sofort das nächste Gehalt brauchen, um wieder die Miete bezahlen und das Essen auf den Tisch stellen zu können.

Für mich war es immer selbstverständlich, Geld zurückzulegen. Ich kenne das nicht anders. Seit zehn Jahren bin ich berufstätig und habe in dieser Zeit in fast jedem Monat mehr Geld eingenommen, als ich ausgegeben habe. Selbst am Anfang, als ich nur 1.000 Euro brutto verdiente. Das geht, wenn man unter seinen Verhältnissen lebt. Und auch, wenn mich jemand fragt, wie ich als Selbständiger fürs Alter vorsorge: Ich lege Geld zurück. So einfach ist das.

Mit der Zeit sammelte sich ein Polster an, das mich frei machte, Entscheidungen zu treffen, die ich mir sonst nicht zugetraut hätte. Ich konnte ein Praktikum in Oslo absolvieren, obwohl ich dort jeden Monat Geld zuschießen musste. In meinem ersten Job nach dem Studium konnte ich nach einem Jahr die Vertragsverlängerung ablehnen und wurde lieber Teilzeit-Freelancer. Ich konnte ein Unternehmen gründen und die Anlaufzeit überbrücken. Jahre später konnte ich aus dem gleichen Unternehmen aussteigen, weil mich die Situation dort nervte. Stattdessen ging ich auf Weltreise und baute einen Blog auf.

Auch Jasmin hatte in ihren ersten Jobs ein Polster angespart. So fiel ihr die Entscheidung zur Selbständigkeit mit Healthy Habits leichter. Ohne Rücklagen wäre das vermutlich nicht möglich gewesen. Sie hätte sich wieder einen Job suchen müssen.

Die Gewohnheit: 10 Prozent zurücklegen

Wer in seinen Entscheidungen frei sein will, sollte deshalb jeden Monat etwas Geld beiseite legen. Am besten macht man es sich zur Gewohnheit. In dem Klassiker „Der reichste Mann von Babylon“ lautet die erste Regel auf dem Weg in die finanzielle Freiheit: Behalte jeden Monat 10 Prozent deiner Einnahmen für dich ein. Damit bezahlst du dich selbst. Vom Rest bezahlst du alle anderen.

Im Idealfall sollten sich diese 10 Prozent auf dein Bruttoeinkommen beziehen, denn Steuern und Sozialversicherungen sind auch Ausgaben, mit denen du andere bezahlst. Angenommen du verdienst 3.000 Euro brutto im Monat. Das entspricht einem Nettoeinkommen von 1.900 Euro. Wenn du 300 Euro zurücklegst, musst du mit 1.600 Euro auskommen. Nach fünf Jahren hast du genug Ersparnisse, um ein Jahr ohne Einkommen zu überbrücken. In diesem Jahr kannst du ein Unternehmen gründen, um die Welt reisen oder tun, was immer du willst.

Natürlich kannst du auch mehr zurücklegen. Aber 10 Prozent ist eine gute Faustregel. Bei dieser Größenordnung musst du nicht gleich dein ganzes Leben umkrempeln. Viele Menschen würden den Unterschied kaum merken.

Wie dir diese Gewohnheit gelingt

Für Familien mit nur einem Einkommen mag eine Ersparnis von 300 Euro utopisch sein. Aber darum geht’s hier nicht. Für diese Zielgruppe bin ich der falsche Ansprechpartner. Ich denke an junge Menschen mit guten Jobs, deren Alltag sich kaum ändern würde, wenn sie ein paar Hundert Euro weniger ausgäben.

Ich denke an einen Bekannten, der im Alter von 30 Jahren eine sechsstellige Summe gespart hat – als Angestellter und ohne Abitur, geschweige denn Studium. Ich denke an jemanden, der mit Ende 20 seinen ersten Job kündigt und von Ersparnissen auf Weltreise geht. Das alles ist möglich. Man muss mit einem guten Job und zehn Jahren Berufserfahrung nicht am Ende des Monats ins Dispo rutschen.

Ein paar Tipps, wie es gelingen kann:

1. Eröffne ein separates Konto: Wenn du immer das gesamte Geld auf deinem Konto ausgibst, dann eröffne ein separates Konto. Richte von deinem Giro-Konto einen monatlichen Dauerauftrag ein, sodass das Geld sofort abfließt. An das separate Konto solltest du möglichst nicht mit einer EC-Karte kommen. Ein Freund von mir hat ein solches Konto vor einigen Monaten eröffnet und fängt nun endlich an zu sparen.

2. Lege die nächste Gehaltserhöhung zurück: Wenn man mit Geld nicht gut umgehen kann, ist es egal, wie viel man verdient: Am Ende des Monats ist das Portemonnaie leer, denn die Ausgaben steigen für gewöhnlich proportional zum Einkommen. Wer mehr Geld hat, gibt mehr Geld aus.

Wenn du das auch von dir kennst, solltest du die nächste Gehaltserhöhung gleich auf dein Sparkonto überweisen. Da du bisher auch ohne dieses Geld ausgekommen bist, brauchst du es nicht dringend zum Leben. Das Gleiche gilt für Bonuszahlungen oder das 13. Monatsgehalt: Aufs Sparkonto damit.

3. Kaufe nichts, das Geld frisst: Grundsätzlich ist klar, dass du weniger konsumieren musst, wenn du Geld sparen willst. Aber vor allem solltest du nichts kaufen, das auch nach dem Kauf noch Geld kostet – wie Mitgliedschaften, Abonnements, ein Auto oder gar ein Haus. Diese fressen alle Unmengen an Geld.

Eines beobachte ich schon seit vielen Jahren: Menschen, die gut verdienen, aber deren Konto am Ende des Monats leer ist, haben fast immer ein Auto. Egal, ob gekauft, geleast oder über die Firma abgerechnet: Fahrzeuge verschlingen jeden Monat Hunderte Euro. Dabei sind sie nicht immer notwendig oder zu groß.

Mir geht es nicht um Reichtum. Es geht mir auch nicht in erster Linie um eine Altersvorsorge. Mir geht es um die Freiheit, Nein sagen zu können, wenn mich etwas stört. Ich möchte immer in der Lage sein, einen Lifestyle zu leben, der mir gut tut. Die oben erwähnte Million ist dafür natürlich nicht notwendig. Der zusätzliche Nutzen von immer mehr Geld nimmt relativ schnell ab. Doch der Nutzen eines soliden Polsters auf dem Konto kann sehr hoch sein. Denn dieses Polster ist es, das mich unabhängig macht, wenn es notwendig wird.


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Foto: Mann im Sonnenuntergang von Shutterstock

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18 Kommentare

  1. Ja, das Thema Geld ist schwierig. Geld macht zwar nicht glücklich, aber zu wenig Geld kann unglücklich machen. Das vergessen viele bei der Betrachtung.

    Unsere Gesellschaft ist aber auch garauf ausgelegt, ihre Mitglieder egal welchen Einkommens möglichst dazu zu bringen alles auszugeben und besser noch viel mehr als das. Ein höheres Einkommen muss ja schon fast zwangsläufig ein größeres Auto und ein größeres Haus nach sich ziehen. Und am besten sofort. Das verhindert größere Ersparnisse natürlich.

    Aber es geht auch ohne Geld auf der hohen Kante, wichtig ist dabei das Auflösen der vielen vielen Ängste die wir rund ums Geld angesammelt haben. Ich habe diesen Prozess zum Glück schon länger hinter mir und lebe viel entspannter. Auch ohne die Million auf dem Konto ist Geld immer dann da wenn ich es brauche. Trotz großem Auto, zwei Kindern, Urlaub und nicht immer ganz sparsamer Art zu leben …

    • Wie heisst es so schön „Geld macht nicht immer glücklich, aber es ist immer noch besser im Taxi zu weinen, als im Bus.“ 😉

      Es sind eben vor allem als erstes die Glaubenssätze, die wir ändern müssen, dann fällt das Einsparen auch gleich viel leichter. Ich sehe das auch immer wieder in meiner Umgebung, dass die Menschen negativ über Menschen mit viel Geld sprechen, wenn man das erst mal überwunden hat, dann hat man auch „kein Problem“ damit, mehr Geld auf dem Konto zu haben. Das mehr ausgeben wenn man mehr verdient kommt ja auch oft unbewusst von der Angst her, man könnte selbst so werden. Das habe ich jedenfalls schon des öfteren festgestellt, und so langsam fällt es mir leichter, eine andere Haltung zu Geld zu haben.

  2. Hallo! Ich glaube, dass es für junge Leute mit guten Jobs kein unüberwindliches Hindernis darstellen sollte, mit ein wenig Disziplin etwas Geld anzusparen, sofern sie nicht über ihre Verhältnisse leben. Du schreibst, dass Familien mit nur einem Einkommen nicht zu Deiner Zielgruppe gehören. Ich glaube, GERADE diese Menschen gehören zu Deiner Zielgruppe! Vielleicht ist es schwer, ihnen zum Thema dieses Artikels konkrete Ratschläge zu geben. Aber gerade junge Leute MIT KINDERN haben es oft schwer, „healthy habits“ im Alltag umzusetzen, sind aber trotzdem sehr daran interessiert, weil sie nicht nur für sich selbst, sondern auch für ihre Kinder eine Verantwortung tragen. Beim Thema Sparen wird das noch deutlicher: Wenn ein junger Mensch der Hauptverdiener einer Familie ist, ist die Hürde, einfach den Job zu wechseln noch viel höher, obwohl das Bedürfnis dazu vielleicht sehr groß ist – gerade weil die Vereinbarkeit von Beruf und Familie oft schwer zu verwirklichen ist. Ich glaube, Ihr sprecht mit Eurem Blog mehr Menschen an, als Ihr glaubt! Super Blog übrigens.

    • Hallo Kristin,

      ja klar lesen hier auch Eltern mit. Wenn sie sich etwas von uns abschauen können, freue ich mich darüber. Aber ich würde mir nie anmaßen, Eltern Ratschläge erteilen zu wollen. Ich weiß nicht, ob und wie junge Familien ihre Healthy Habits wirklich durchziehen können. Vielleicht in ein paar Jahren 🙂

      Viele Grüße
      Patrick

  3. Hallo!

    Da oute ich mich mal als Familienvater mit 2 Kindern (3 und 5). Wenn du Verantwortung für eine Familie hast und deren Wünsche und Bedürfnisse mit berücksichtigen musst, sind natürlich alle Veränderungen des Lebensstils wesentlich komplizierter als als junger, unabhängiger Single. Sowohl bei meinem/unserem Minimalismus als auch den gesunden Gewohnheiten konzentriere ich mich weniger darauf, das alles möglichst vollständig umzusetzen. Vielmehr ist jeder kleine Schritt ein Erfolg, so sehe ich das pragmatisch. Wie weit man kommt, wird sich schon zeigen.
    Zum Thema Geld: Angefangen habe ich in einer Zeit, als meine Frau und ich nur wenig mehr als ALG II-Empfänger zum Leben hatten – trotz Arbeit. Die Aufgabe war eigentlich, am Ende des Geldes möglichst wenig Monat übrig zu haben und trotzdem möglichst wenig an „Lebensstandard“ einzubüßen. Beim Minimalismus geht es im Prinzip darum, sich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren und Ballast abzuwerfen. Nun, das Abwerfen von (viel) Ballast brachte ein wenig Geld in die Kasse, und auch die Kozentration auf wirklich wichtige Dinge (keine Spontan- und Frustkäufe etc.) brachte ein wenig Erleichtung. Geld blieb nicht übrig, aber die finanziellen Sorgen ließen sich einigermaßen im Zaum halten. Mit dem Einkommen ging es bergauf, so daß wir uns bei den Kindern sogar Elternzeit meiner Frau leisten konnten, damit sie die Kinder bis zum Kindergartenalter zu Hause betreuuen konnte. Finanziell ein ziemliches Brett, da ist man als Alleinverdiener schnell wieder trotz gutem Gehalt in der Nähe von ALG II-Niveau. Trotzdem war es uns wichtig und das Geld wert. Dieses Jahr kommt nach -35.000 € die schwarze 0, und dann werde ich sicherlich Patricks Ratschläge befolgen 😉
    Gleichzeitig mit dem Minimalismus kamen aber auch ein oaar gesunde Gewohnheiten wie von selbst. Einen Zoobesuch mit allem drum und dran (natürlich mit Pommes und Eis, hinterher für die Kinder noch etwas aus dem Zooshop) konnten wir uns schlicht nicht leisten. Trotzdem muss man auf solche Erlebnisse nicht verzichten. Stattdessen gibt es halt eine Wanderung zu einem Wildgehege mit Picknick – billiger und gesünder ist das auf jeden Fall. Genauso selbst kochen, das ist in vielen Fällen günstiger und eben auch gesünder als Essen zu gehen oder gar Fertiggerichte zu konsumieren. Und zwei Kleinkinder mit Bewegungsdrang halten einen auch körperlich in Schwung. Die Kleine wandert problemlos 6-7km mit uns, und der Große steckt auch 15km weg.
    Grüße
    Jens

  4. Hallo Patrick!

    Mein Tipp für alle, die sparen wollen. Lege das Geld, das Du sparen möchtest, am Anfang vom Monat auf die Seite.

    Dann schafft man es auch, mit dem verbleibenden Geld auszukommen. Wenn man jedoch das Geld, das übrig bleibt, am Ende des Monats weglegen will, dann bleibt meist nichts übrig.

    Du hast es eh auch in Deinem Beitrag in die Richtung geschrieben. Es ist nicht nur mit der Zeit sondern auch mit dem Geld so – man verbraucht immer alles, was man hat…

    lg
    Maria

  5. Hallo Patrick,

    heute lese ich es zum ersten Mal, wie ich es genauso seit Jahren praktiziere. Der Auslöser war eine fast Insolvenz meines damaligen Arbeitsgebers und die Lektüre eines Buch, wo der 10% Tipp enthalten war sowie gesunder Menschenverstand. Da ich damals Firmenwagen hatte und der Standort recht abgelegen war, merkte ich die Misere: Was ist, wenn die Firma pleite geht und ich woanders hin muss ? Ich hatte kein Geld für den Kauf eines eigenen Autos. So kam dann das Buch mit der 10%-Regel in die Quere und ich fing damit sofort an. Ich habe immer dann, wenn das Gehalt eintrudelte, gleich wieder auf ein Tagesgeldkonto via Dauerauftrag überwiesen (damals gab es noch satte Zinsen). Auch Gehaltserhöhungen und Bonuszahlungen wurden ebenfalls eingezahlt. Nach nunmehr 15 Jahren kann ich sagen, das diese Entscheidung Gold wert war. Und nein, ich finde, das mein Lebensstandard mit dieser Sparerei nicht gelitten hat. Und kurzfristige „Notfälle“ wie „Waschmaschine ist kaputt und wir brauchen ein Neues“ ist wahrhaftig kein Krampf mehr. Mit dem finanziellen Polster läßt einen selbst wirklich „ruhiger“ und auch entspannter durch Leben gehen.

    Beste Grüße
    André

  6. Ach so, ein Tipp hätte ich noch: Antizyklisch investieren. Durch die Ersparnisse war es mir möglich antizyklisch zu investieren. So habe ich mir sehr preisgünstig eine Wohnung gekauft, dessen Preis durch die Weltwirtschaftskrise ziemlich unten war. Heute hat sich der Wert der Wohnung natürlich wieder „normalisiert“. Diese Taktik gilt auch für Aktien.

  7. Ich finde, du hast total recht. Mir hilft es, meine Ausgaben zu „tracken“ mit Trailwallet. Das mache ich seit einem Jahr und es ist fantastisch. Trotz Pensumreduktion noch Geld für eine sechsmonatige Reise gespart. Inclusive Reserve für den ersten Monat nach Rückkehr. Sorgt für Stolz und Entspannung. Da ich mein Auto brauche, werde ich es sharen mit sharoo, wenn ich zurück bin. Eine carsharing app in der Schweiz, die ohne Schlüsselübergabe funktioniert. So bekomme ich wenigstens ein paar Autokosten wieder rein und tue bissl was für die Umwelt. Gibt es das in D auch?

    • Hallo Sabine,

      die Ausgaben mal eine Weile aufzuschreiben ist ein guter Tipp! Das habe ich vor einigen Jahren schon mal gemacht und dann wieder letztes Jahr. Nach ein paar Monaten reicht’s mir dann auch, weil die Ausgaben immer ähnlich sind. Aber es ist gut hin und wieder einen Überblick zu bekommen.

      Das Car-Sharing klingt gut und sinnvoll! Ich weiß nicht, ob es das in Deutschland in der Form auch gibt.

  8. Hallo Patrick,
    du sprichst hier ein Thema an, welches mich im Moment auch sehr beschäfftigt.
    Ich war schon immer ein sparsamer Mensch, was nicht heißen soll, dass ich mir nichts gegönnt habe. Doch für den Notfall hatte ich gern eine Rücklage, auf die man zurückgreifen konnte. Doch reich oder finanziell frei bin ich nie geworden.
    Ich bin inzwischen schon über 50 und musste auch schon die Erfahrung machen, nur von Hartz IV zu leben. Und ich habe mir geschworen, dass ich das nicht noch einmal durchleben möchte. Auch wenn ich nicht mehr soviel Zeit habe wie ein junger Mensch, habe ich vor einigen Monaten angefangen, mein erspartes Geld auch anzulegen und für mich arbeiten zu lassen.
    Übrigens lese ich gerade das Buch „Der reichste Mann von Babylon“. Es ist einfach und gut geschrieben und ist immer zeitgemäß.
    Ich würde jedem jungen Menschen raten, fangt heute noch an, diese 10%-Regel anzuwenden. Ihr werdet es Euch spätestens im Alter danken.

    Beste Grüße
    Bea

    • Hallo Bea,

      schön, dass die 10%-Regel für dich auch funktioniert!
      Reich muss man ja nicht werden und vielleicht auch nicht komplett finanziell frei, aber gerade in einem höheren Alter würde es mich auch beruhigen, nicht nur von einer kleinen Rente abhängig zu sein und keine anderen Optionen mehr zu haben. Von daher weiter so!

  9. Hallo Patrick,

    Tipps rund ums Geld sparen sind immer hilfreich.

    Kaufe nichts, das Geld frisst. Ein ganz wichtiger Punkt. Durch zu viele Verträge, Raten und Abzahlungen fühlt man sich irgendwann gefesselt. Nur noch schuften, um gerade so über die Runden zu kommen, ein furchtbares Gefühl.

    Weniger brauchen, mehr Leben. Das kostbarste Gut im Leben ist die Zeit. Lieber weniger arbeiten, mehr Zeit haben und mehr genießen.

    Die Freiheit genießen.

    Grüße aus Laos
    Alex

  10. Hey Patrick,
    als neuer Blogleser lasse ich doch mal direkt einen Kommentar da :). Danke, dass du nicht in den Chor derer einstimmst, die sagen: Du brauchst nur Mut und dann mach einfach! Geld schafft eben doch andere (auch gedankliche) Möglichkeiten. Gute Tipps, von denen ich – nach intensiver Lernphase – viele selbst umsetze. Die Selbstverpflichtung, Geld zurückzulegen, beschneidet eben nur auf den ersten Blick die eigene Freiheit, mittel- und langfristig führt sie zu deutlich mehr Freiheit :).

  11. Hallo, ich finde besonders den letzten Abschnitt sehr gut mit dem Hinweis, dass man möglichst nichts kaufen sollte, was Geld frisst. Denn darauf beruht ja die Verkaufsstrategie vieler Anbieter: den Kunden erst mal ködern mit einem niedrigen Einstiegsangebot, das dann aber immer weitere Folgekosten nach sich zieht.

    Viele Grüße
    Elmar Basse

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