Was es bedeutet im Internet sein eigenes Ding zu machen

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Manchmal erhalten wir E-Mails von unseren Lesern, die nicht so recht wissen, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen. Mal kommen sie gerade von der Schule. In anderen Fällen sind sie den konventionellen Karriereweg gegangen, damit aber unglücklich. Sie suchen nach etwas anderem in ihrem Leben. Etwas besseres, als jeden Morgen ins Büro zu gehen und am Abend den Tag erschöpft auf dem Sofa zu beenden. Wie genau dieser andere Weg aussehen soll, wissen sie meist nicht. Doch inspiriert von Bloggern, Youtubern und Unternehmern ist der Tenor oft ähnlich: Sie wollen irgendwie ihr eigenes Ding machen. Am besten mithilfe des Internets.

Während wir diese E-Mails beantworten, schlagen zwei Herzen in unserer Brust. Wir wissen, wie frustrierend es ist, in einer Situation festzustecken, in die wir hineingeraten sind, die wir uns aber anders vorgestellt hatten. Ich war damals unglücklich in meinem eigenen Unternehmen. Jasmin verließ ihre letzte Festanstellung mit einem Burnout. Für uns beide sah das Gras auf der anderen Seite viel grüner aus, auch wenn zunächst nicht klar war, was uns erwarten würde. Deshalb können wir verstehen, dass auch Andere aus ihren Jobs entfliehen und ihr eigenes Ding machen wollen.

Andererseits möchten wir unseren Weg nicht leichtfertig empfehlen. Wir glauben, dass kaum jemand weiß, worauf er sich einlässt. Die Erfahrungsberichte erfolgreicher Blogger, digitaler Nomaden und Unternehmer sind zu positiv. Klar, hier und da wird auf manche Herausforderung hingewiesen: Mit dem Laptop am Strand, das sei Quatsch und natürlich müsse man am Anfang hart arbeiten. Das war es dann aber auch. Wer fleißig sei, müsste nur noch anfangen.

Es gibt jedoch noch mehr Wahrheiten. Nachdem ich jetzt seit zehn Jahren online arbeite, erlebe ich sie mehr denn je. Daher möchte ich am Beispiel Healthy Habits beschreiben, was es wirklich bedeutet, sein eigenes Ding zu machen. Dabei geht es mir nicht darum etwas schön- oder schlechtzureden. Ich möchte lediglich zeigen, was es bedeutet an etwas zu arbeiten, das einem wichtig ist und damit Geld zu verdienen.

Zugegeben, diese Realität, wie ich sie hier beschreibe, mag etwas düster klingen. Ich bin eben ein nüchterner Mensch, der weder euphorisiert noch dramatisiert. Für mich gehören diese Herausforderungen zu meiner Arbeit dazu. Sie sind die andere Seite der Medaille. Es gibt immer eine andere Seite. Nur hat man sie vorher oft nicht auf dem Schirm.

Los geht’s. Was es bedeutet, sein eigenes Ding zu machen:

1. Es ist ein Kampf gegen sich selbst

widerstand

So unlogisch es klingt: Sein eigenes Ding zu machen ist ein ständiger Kampf gegen sich selbst. In The War of Art bezeichnet Steven Pressfield dieses Phänomen als Resistance – also Widerstand.

Der Widerstand hält dich davon ab, deine Arbeit zu erledigen. Die Arbeit, von der du geträumt hast, auf die du dich eigentlich freust. Ich freue mich ganz oft auf meine Arbeit. Häufig kann ich es kaum erwarten zu schreiben. Da sehne ich mich abends schon nach dem nächsten Morgen. Aber nur so lange, bis es soweit ist. Dann kommt der Widerstand mit voller Wucht.

Er hat verschiedene Gesichter. Mal ist es Hunger. Mal ist mir der Stuhl zu unbequem. Mal ist es eine Whatsapp-Nachricht. Mal eine Netflix-Serie. Dann ist es der Abwasch, der in der Spüle auf mich wartet oder eine spontane Idee, der ich unbedingt jetzt nachgehen muss oder das Gefühl, mal an die frische Luft zu müssen. Der Widerstand zeigt sich auch in Form von Zweifeln, ob wir mit Healthy Habits überhaupt auf dem richtigen Weg sind. Dann wieder ist es die Befürchtung, keine neuen Ideen mehr zu haben oder die Angst, dass das nächste Buch ein Flop wird und sich die ganze Arbeit nicht lohnt. Alles.ist.Widerstand.

Kaum jemand fürchtet sich vor dem Widerstand. Es hält sich der Irrglaube, dass man sich zukünftig schon motivieren können werde, schließlich sei einem das eigene Ding wichtig und für den besseren Lifestyle wolle man natürlich richtig ranklotzen. Allerdings überschätzen wir alle unser zukünftiges Ich. Wir trauen ihm viel mehr zu als unserem jetzigen Ich. Deswegen fangen wir mit allem immer erst „morgen“ an.

Niemand wird vom Widerstand verschont. Ich kenne nur wenige Menschen, die ihn immer und immer wieder überwinden. Auch sie vertrödeln jeden Tag etwas Zeit, aber schaffen insgesamt ziemlich viel. Die meisten trifft es jedoch härter. Sie haben Tage, an denen sie nichts auf die Reihe bekommen. Manche sind wochenlang unproduktiv. Es wird mit der Zeit nicht einmal besser, vielleicht sogar schlimmer. Einige erfolgreiche Selbständige können sich heute nur noch schwer zur Arbeit aufraffen. Sie würden gern etwas Neues starten, aber kommen nicht mehr in die Gänge. Sie sind zu satt. Auch das ist ein Widerstand.

Jasmin und ich arbeiten beide im Home Office und haben selten eine Frist einzuhalten. Wir haben keine Kunden, die auf unsere Arbeit warten. Ob ein neuer Artikel heute oder in drei Tagen erscheint, ist egal. Ein neues Buch rechnet sich ohnehin erst nach Monaten oder Jahren, da ist es nicht so wichtig, ob wir es noch ein paar Wochen aufschieben. Das ist fruchtbarer Nährboden für den Widerstand. Er will uns klein halten. Jeden Tag fordert er uns fragend heraus: „Was glaubt ihr wer ihr seid, dass ihr einfach euer eigenes Ding macht?“

2. Es ist erschöpfend

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Healthy Habits ist unser Herzensprojekt. Nie zuvor haben wir uns bei der Arbeit so intensiv mit Themen beschäftigt, die uns wirklich interessieren. Was wir schreiben, denken und leben wir in unserer Freizeit sowieso. Manchmal hilft uns der Blog auch dabei, unsere Gewohnheiten konsequenter umzusetzen, als wir es ohne ihn tun würden. An guten Tagen sind wir sogar der Meinung, dass wir mit unserer Arbeit einigen Lesern helfen. Das fühlt sich gut an.

Ein Herzensprojekt bedeutet allerdings auch, dass wir hohe Ansprüche an uns selbst stellen. Es bedeutet, dass wir alles investieren, was in uns steckt und, dass wir für einen Text mehr Zeit aufbringen, als es – nüchtern betrachtet – sinnvoll scheint.

Wir könnten auch einfach mehr Top–10-Listen und Rezepte veröffentlichen. Die wären schnell geschrieben und würden in den sozialen Medien gut funktionieren. Die Verlockung ist groß. Daher ließen wir uns im letzten Jahr zu einem Nebenprojekt namens Daily Inspiration verleiten. Dort teilten wir inspirierende Ideen, Zitate, Videos – alles, was wir selbst mochten und kurzfristig viele Besucher anziehen würde, aber niemandem so richtig nutzt. Nach ein paar Wochen stellten wir das Projekt wieder ein. Es machte uns keinen Spaß. Es war nicht das, was wir machen wollen.

Also schreiben wir weiter Texte, die wir wirklich schreiben möchten. Themen, die uns am Herzen liegen. Manches gärt schon monatelang im Hinterkopf, bis wir es mal angehen. Wir können diese Texte nicht erzwingen. Ich kann nicht sagen: „Morgen schreibe ich mal was über Sinnsuche.“ Das funktioniert nicht. So ein Thema muss sich entwickeln. Oft steht es ewig auf meiner Liste und ich weiß nicht, was genau ich sagen will. Manchmal hilft ein Gespräch mit Jasmin, die ihre Gedanken beisteuert. Vielleicht liegt es aber noch ein paar Wochen herum, bis ich eines Tages beim Spazierengehen die entscheidende Idee habe – oder aber es von meiner Liste streiche.

Sobald wir mit einem Text beginnen, kann sich die Arbeit daran hinziehen. Es kann eine ganze Woche dauern, etwas über Bauchgefühle, aufgeschobenes Glück, Hochsensibilität oder Gelassenheit zu schreiben. Noch nicht eingerechnet ist die Zeit für die Bücher, die wir zu einigen Themen vorab lesen.

Schreiben dauert nicht nur lange, es kann auch sehr erschöpfend sein. Ich habe schon einige Male zu Jasmin gesagt, dass ich nicht mehr so belastbar bin, wie noch vor einigen Jahren, als ich im Online Marketing arbeitete. Ich kann nicht mehr acht oder zehn Stunden arbeiten, erst recht nicht produktiv. An vielen Tagen bin ich schon am Vormittag erschöpft. Jasmin geht’s genauso.

Ich spüre richtig, wie mir diese Arbeit Energie raubt, obwohl ich nur am Laptop sitze. Es ist folglich keine körperliche Erschöpfung (auch wenn sie sich so anfühlt), sondern eine mentale. Wenn ich Glück habe, finde ich noch ein paar einfache Aufgaben, die nicht viel Kreativität erfordern. Aber wenn nicht, dann bin ich mit dem Tag durch. Oft versuche ich noch was, aber komme gegen den Widerstand nicht mehr an. Am Ende habe ich ein schlechtes Gewissen. Andere schaffen doch viel mehr – oder?

Wenn wir nach Tagen oder Wochen einen Text oder ein Buch abschließen, sind wir mit dem Thema erstmal fertig. Es hat uns alles abverlangt. Wir haben es bis zur Erschöpfung bearbeitet. Mit der Veröffentlichung machen wir uns verletzbar und gieren nach positivem Feedback. Wir wollen eine Rückmeldung in Form von Leserzahlen, Likes, Kommentaren und E-Mails. Am liebsten möchten wir wissen, wie ein Artikel das Leben eines Lesers beeinflusst hat. Doch manchmal versackt ein Text im Internetnirwana, dann schreiben wir mitunter tagelang nichts Neues mehr. Es geht einfach nicht.

3. Es ist einsam an der Spitze

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Randy Newman sang in den 70ern „It’s lonely at the top“. Nicht, dass wir uns schon an der Spitze wähnten, aber das Gefühl auf sich allein gestellt zu sein ist dennoch da, wenn man sein eigenes Ding macht.

Im Internet gibt es nur wenige Gewinner, keinen Mittelstand und viele Player, die keine Rolle spielen. Entweder man ist in seiner Branche vorne dabei oder bekommt vom Kuchen nichts ab. Auch das klingt unlogisch, weil man mit einer Website ja Millionen Menschen erreichen kann. Es sollte also genug Potential für viele Marktteilnehmer geben. Doch letztendlich führen die Besucherströme nur zu wenigen Websites. Entweder das eigene Projekt ist eine dieser Websites oder es ist bedeutungslos.

Der Platz an der Sonne kann jedoch einsam sein. Es gibt kaum Vorbilder, niemanden, der uns mit hochzieht oder an dem wir uns wenigstens orientieren könnten. Wir verfolgen lediglich zwei größere Blogs konsequent, da wir die Autoren mögen und ihre Arbeit uns beeindruckt: myMONK und MarathonFitness. Bei anderen Blogs fesselt uns selten mal ein Text, obwohl wir zur Zielgruppe gehören. Wiederum andere spüren wir gar nicht erst auf, da wir nicht die Zeit haben oder sie (noch) keine große Aufmerksamkeit erzielen. Dadurch stochern wir allein im Dunkeln herum und finden Inspiration nur in englischsprachigen Blogs.

Es wäre leicht, diese „Einsamkeit“ zu korrigieren. Wir könnten uns mit anderen verbünden, indem wir an Blogparaden und Liebster-Awards teilnehmen, bei anderen kommentieren, ihre Inhalte teilen, mehr Gastbeiträge zulassen und zu Stammtischen oder Konferenzen gehen. Doch wir sagen immer wieder Nein. Das müssen wir auch, um unseren hohen Anspruch beizubehalten und Zeit für die eigentliche Arbeit zu haben. Nur so können wir wirklich unser eigenes Ding machen. Beliebt machen wir uns damit nicht überall.

Auch von anderen gibt es manchmal Kritik. Von Lesern, Käufern oder von Besuchern, die zufällig vorbeikommen und schlechte Laune haben. Wer täglich mit Tausenden Menschen in Kontakt tritt, bekommt automatisch auch mal auf den Deckel. Meistens sind es negative Kommentare oder schlechte Rezensionen. Beides nimmt zu, je erfolgreicher man wird. Aber der Schmerz lässt nicht nach. Auch erfahrene Blogger, Autoren und Künstler sind noch immer niedergeschlagen, wenn jemand ihre Arbeit verreißt – auch wenn sie gleichzeitig zwanzig positive Rückmeldungen erhalten. Davon berichten auch die erfolgreichen Moderatoren Joko & Klaas.

Kritik tut immer weh, aber im Internet ist sie besonders schlimm. Vor ihrem Bildschirm verlieren Menschen ihre Hemmungen. Sie lassen jede Empathie vermissen, da sie vergessen, dass auf der anderen Seite auch ein Mensch sitzt. Für diesen ist es in jenem Moment sehr einsam. Er fühlt sich allein mit dem Schmerz, der umso größer ist, je mehr man von sich selbst in seine Arbeit investiert. Vermeiden lässt sich das nicht. Es ist das Gesetz der großen Zahlen im Internet: Man kann nicht alle glücklich machen.

4. Es muss sich auch rechnen

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Ein Phänomen fällt mir immer wieder auf: Wenn man angestellt ist, „verdient“ man Geld. Wenn man selbständig ist, „macht“ man Geld. In den Rezensionen meiner Bücher heißt es manchmal: „Der will damit nur Geld machen.“ So als wäre es völlig abwegig, mit seiner Arbeit etwas verdienen zu wollen. Was machen Angestellte denn anderes? Sie unterscheidet lediglich, dass sie das Geld nicht direkt vom Kunden bekommen. Daraus entsteht eine Distanz, die sich besser anfühlt.

Einnahmen zu erzielen ist in unserer Branche grundsätzlich nicht schwierig. Menschen geben viel Geld aus, solange man ihnen nur verspricht schlank, gesund und glücklich zu werden, ohne selbst etwas dafür tun zu müssen. Folglich könnten wir Diätkonzepte, Nahrungsergänzungsmittel, Zuckerersatz, Bauchweggürtel oder „I make you sexy“ bewerben und Provisionen dafür verdienen. Das wäre ziemlich leicht und sehr lukrativ. Es gibt nur ein Problem: Wir glauben nicht an diesen Quatsch und einer unserer Werte ist, nichts zu schreiben oder zu verkaufen, woran wir nicht glauben. Schade eigentlich, denn so müssen wir schnelles Geld liegen lassen. Das bedeutet es eben auch, sein eigenes Ding zu machen. Wenn schon, dann richtig!

Für ein gesundes Leben braucht man kaum materielle Dinge. Außer einer gewöhnlichen Küchenausstattung und Sportkleidung verwenden wir selbst nahezu nichts, das uns bei unserem gesunden Lifestyle unterstützt. Wir geben lediglich Geld für Informationen (Bücher) und motivierende Unterstützung (Bootcamp-Training) aus. Wir möchten nur verkaufen, was wir selbst gebrauchen können. Das heißt, Informationen und Ideen, die wir mit persönlichen Erfahrungen anreichern und die unseren Lesern Zeit sparen, sowie moralische Unterstützung.

Unser Anspruch ist, dass unsere Produkte dem Käufer mehr Nutzen stiften, als sie uns Geld einbringen. Wir denken ständig darüber nach, wie wir wirklich helfen können. Sehen wir keinen Nutzen in einem Produkt oder ist er unserer Meinung nach zu gering, produzieren wir das eBook, das Buch oder den Kurs nicht. Entscheiden wir uns dafür, investieren wir mehrere Wochen oder Monate Arbeit, in dem Vertrauen, dass es sich am Ende rechnen wird. Es ist jedes Mal eine Wette. Wir stochern im Dunkeln, da es keine Vorreiter gibt. Die meisten Produktideen, die wir haben, gibt es noch nirgends. So wie es auch den Anti-Zucker-Kurs vorher noch nicht gegeben hat. Ein paar dieser Wetten müssen wir gewinnen. Schaffen wir das nicht, dann scheitern wir mit Healthy Habits.

Wenn wir uns selbst nicht schon genug Druck machen, dann tun es andere für uns. Wer sein eigenes Ding machen will, kommt an einer Frage nicht vorbei: „Kann man davon leben?“ Sie klingt unschuldig und irgendwie auch naheliegend. Was wissen andere schon von Herzensprojekten? Einfach sein Ding zu machen widerspricht allem, woran die meisten Menschen glauben. Umso mehr Druck übt diese Frage aus. Sie stellt den Wert der eigenen Arbeit in Frage.

Wer mich länger kennt, fragt mich nicht mehr. Nach zehn Jahren im Internet geht man davon aus, dass ich wohl irgendwie davon leben kann, auch wenn man nicht so genau weiß, wie es geht. Jasmin hört diese Frage noch öfter. Für sie fühlt es sich an, als müsse sie es erst noch beweisen und würde erst dann ernst genommen. Das vielleicht Schlimmste an der Frage ist: Wir wissen es ja selbst nicht. Aber wir wollen und müssen natürlich daran glauben, sonst könnten wir es gleich bleiben lassen. Die Ungewissheit gehört zum „eigenen Ding“.

Hohe Einnahmen mit Internetprojekten kommen vor, aber sind selten. Ich kenne niemanden, der in den letzten zwei Jahren gestartet ist und heute davon lebt. Erfolgreiche Internetunternehmer in meinem Umfeld sind vor drei bis zehn Jahren gestartet. Das heißt nicht, dass es diese schnellen Erfolgsfälle nicht mehr gibt, aber sie sind Ausnahmen.

Das meiste Geld verdienen noch jene, die anderen beibringen, wie man im Internet ein Unternehmen startet und Geld verdient. Sie verkaufen den Goldgräbern die Schaufeln. Das war schon im Wilden Westen das beste Geschäftsmodell!

Aber die gute Nachricht ist, dass jeder weiterlebt. Ich kenne keinen Selbständigen, der daran verhungert ist. Wer mit seinem Projekt nicht den durchschlagenden Erfolg hatte, arbeitet heute als Freelancer oder ist wieder festangestellt. Manch einer lebt auch von wenig Geld am anderen Ende der Welt. Der Worst Case ist also nie wirklich schlimm. Es geht immer irgendwie weiter, selbst wenn der Absprung nicht gelingt.

Sollte man sein eigenes Ding machen?

Als ich diesen Text schrieb, hatte ich befürchtet, er sei zu negativ. Doch er hat den Jasmin-Test bestanden. „So ist es ja wirklich!“, sagte sie sinngemäß. Trotzdem bereut sie den Schritt in die Selbständigkeit nicht und möchte diesen Weg weitergehen. Neulich schrieb sie einer Leserin:

„Das ist definitiv eine ganz andere, viel schönere und erfüllende Arbeit. Wenn du eine Idee und/oder Ersparnisse hast, um dich eine Weile auszuprobieren – nur zu! Allerdings solltest du auch die Nachteile kennen. Die finanzielle Unsicherheit ist nur einer davon.“

So ist es. Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille. Es kann nicht schaden, beide zu kennen.


Fotos: Frau schläft am LaptopGelangweilte Frau am Laptop, Erschöpfter MannFrau sitzt allein, Make Money Keyboard von Shutterstock

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