10 Gründe, dein Geld nicht im Internet zu verdienen

Lange Zeit dachte ich, ich hätte den besten Job der Welt: Online Marketer. Sechs Jahre übte ich diesen Beruf aus. Ich konnte mich den ganzen Tag hinter meinem Rechner verstecken und mit Zahlen jonglieren. Teilweise mit ziemlich großen Zahlen. Egal, ob als Angestellter, als Unternehmer oder als Blogger: Die Arbeit im Internet lag (und liegt) mir.

Schnell entdeckte ich das mysteriöse passive Einkommen, von dem häufig geredet wird. Zwar ist es nicht wirklich passiv, denn von nichts kommt nichts und jede Einnahmequelle versiegt irgendwann, aber immerhin entkoppelte ich den Zusammenhang von Zeit und Geld ein wenig.

Für mich als freiheitsliebenden Menschen ist die Arbeit im Internet ein Segen. Ich verdiene seit neun Jahren genug Geld, um davon gut zu leben und kann mir meine Zeit frei einteilen. Zeitweise arbeitete ich als digitaler Nomade von überall auf der Welt. Auch den Zusammenhang von Arbeitsplatz und Geld hatte ich entkoppelt.

Also, paradiesische Zustände im Internet? Das kann ich nicht bestätigen. Denn was in der einen Situation ein Segen ist, wird in der anderen zum Fluch. In den letzten neun Jahren habe ich auch die Schattenseiten kennengelernt. Manche aus eigener Erfahrung, andere aus Beobachtung meines Umfelds. Da viele Menschen Online-Jobs romantisieren, möchte ich Gründe aufzeigen, die dagegen sprechen, dein Geld im Internet zu verdienen.

1. Das Internet kennt keinen Feierabend

In meinem ersten Job als Online Marketer rief ich auch abends meine E-Mails ab und prüfte die Werbekonten von Google AdWords. Schließlich geht am Abend besonders viel Geld über den virtuellen Ladentisch. Später als Agenturchef machte ich das sowieso. Auch viele unserer Mitarbeiter riefen zu Hause ihre E-Mails ab und checkten die von ihnen betreuten Social-Media-Konten. Das mussten sie nicht, aber ich hielt sie auch nicht davon ab.

Als Blogger ist es heute noch etwas schlimmer. Zwar arbeite ich weniger als früher, aber es gibt kein definiertes Ende. Abends geschehen im Internet noch so viele Dinge, die ich für interessant halte. Im Blog trudeln Kommentare ein, bei Facebook sammeln sich die Gefällt-mir-Angaben und bei amazon verkaufen sich die Bücher. Das alles nicht ständig im Auge zu behalten, erfordert größte Selbstdisziplin. Ich habe sie nicht.

Wenn du online arbeiten möchtest, finde dich damit ab, dass du selten offline bist. Dein Leben spielt sich noch mehr im Netz ab. Das Smartphone oder den Laptop beiseite zu legen wird schwer.

Arbeiten im Internet

2. Du rennst Metriken hinterher, die nichts bedeuten

Je erfolgreicher ein Tag für mich verläuft – ein Artikel wird mehrfach geteilt, ich veröffentliche ein Buch o. ä. – desto unproduktiver ist der Tag. Ich vertrödele dann unendlich viel Zeit damit, meine Google-Analytics-Daten anzuschauen, Likes zu zählen, Kommentare zu beantworten und Verkäufe auszuwerten. Dieses Phänomen kenne ich nicht nur als Blogger. Auch im Online Marketing wimmelt es nur so vor Statistiken. Es ist schwer, mich davon zu lösen, denn diese Daten fühlen sich wichtig an.

Allerdings bedeuten sie nichts! Was ist schon ein Like, ein Besucher, der nach zehn Sekunden wieder geht oder ein Newsletter-Abonnent, der meine E-Mails nie öffnen wird? Das alles hat keinen Wert. Kurzfristige Erfolge verpuffen genauso schnell wie sie kommen. Der wahre Erfolg lässt sich erst nach Jahren ablesen und er kommt nicht daher, täglich die Statistiken auszuwerten, sondern durch die eigentliche Arbeit.

3. Du siehst keine Ergebnisse

Abgesehen von diesen Statistiken siehst du nicht die Früchte deiner Arbeit. Du starrst den ganzen Tag auf den Bildschirm und klappst den Laptop am Abend zu, in deinen Händen hältst du allerdings nichts. Du siehst nicht einmal die Reaktionen deiner Leser und Kunden. Sie schreiben mal einen dankbaren Zweizeiler, aber ihre Emotionen kannst du dadurch nur erahnen. Diese Distanz zwischen der Arbeit und dem Ergebnis ist unbefriedigend. Wir machen und machen, aber jeder Tag endet, wie er begonnen hat.

Menschen brauchen den direkten Kontakt zu den Früchten ihrer Arbeit. Deshalb liegen Tätigkeiten wie Nähen, Basteln, Bauen, Gärtnern und Kochen im Trend. Je mehr wir uns vom Ergebnis unserer Arbeit entfernen, desto mehr Ausgleich suchen wir in unserer Freizeit.

4. Es gibt unzählige Ablenkungen

Wer im Internet arbeitet, ist nur einen Mausklick entfernt von Verlockungen wie Facebook, Instagram, Youtube, Nachrichten und Spielen. Es ist möglich, einen ganzen Tag zu vertrödeln, ohne eine nennenswerte Aufgabe zu erledigen. Viele Onliner nutzen deshalb Tools, um sich vor diesen Verlockungen zu schützen. Sie verstehen, dass sie ihnen ohne Unterstützung erlegen sind. Arbeit im Internet ist folglich häufig unproduktiv und das ist am Abend sehr unbefriedigend.

Ich kenne dieses Problem selbst. An manchen Tagen läuft bei mir nicht viel zusammen, da ich durch Facebook, E-Mails, Statistiken und Nachrichten abgelenkt werde. Anfang des Jahres unternahm ich einen Versuch davon loszukommen. Seitdem rufe ich keine Nachrichten mehr ab, doch meine E-Mail- und Facebook-Nutzung ist kaum besser geworden.

5. Du sitzt den ganzen Tag

In westlichen Gesellschaften bewegen sich die Menschen viel zu wenig. Das liegt in erster Linie an ihren Jobs. Während die meisten Berufe früher viel Bewegung erforderten, ist es heute umgekehrt. Wer sein Geld im Internet verdient, sitzt den ganzen Tag auf einem Stuhl (oder liegt auf dem Sofa). In unserer Umfrage erkennen das 40 Prozent der Leser als ein Problem. Zwar können wir das durch Sport und bewusste Bewegung im Alltag ausgleichen – allerdings tut das kaum jemand. Auf diese Weise kann ein Online-Job körperlich krank machen.

Arbeiten im Internet

6. Niemand versteht, was du tust

Wenn du nicht gerade in einer Blase mit anderen Onlinern lebst, wird kaum jemand verstehen, was du tust. Freunde werden sich selten für deine Arbeit interessieren, weil sie für sie zu abstrakt ist. Deine Familie wird immer wieder fragen, wann du endlich etwas Richtiges machst. Klar, damit kann man leben. Aber schön ist es nicht, vom Arbeitsalltag der anderen so abgekapselt zu sein.

Mich trifft es ganz gut, da ich bereits so lange im Internet arbeite, dass ein großer Teil meines Bekanntenkreises sich aus solchen Leuten speist. Ich lebe in der Internetblase.

7. Es gibt keinen Mittelstand

Das Internet neigt zur Monopolbildung. In jeder Branche setzen sich nur wenige große Player durch. Es gilt das ABBA-Prinzip: The Winner Takes It All. Für die anderen bleiben nur Krümel übrig. Das gilt nicht nur für Suchmaschinen, soziale Netzwerke und Schuhversender, sondern genauso für kleine Nischen. Deutlich wird es bei Reisebloggern. Es gibt mittlerweile viele Hundert Blogs, aber nur wenige, die mehr als ein Taschengeld verdienen. Wenn du in deiner Branche nicht mindestens in die Top 10 gehörst (besser Top 5), wirst du nicht durchhalten können. Über diesen Gedanken habe ich ausführlich bei Let’s See What Works geschrieben.

8. Du bist abhängig von Monopolen

Nicht nur, dass du selbst zum Monopol (oder Oligopol) werden musst, du machst dich auch von anderen Monopolen abhängig. Wenn du mit deinem Online Business bei Google keine Rolle spielst, hast du in den meisten Fällen kein Online Business. Ziehst du deinen Traffic eher aus sozialen Netzwerken, entscheidet der Facebook-Algorithmus über deinen Erfolg. Als Blogger bist du zusätzlich abhängig von den großen Bloggern in deiner Nische. Lassen die dich mitspielen?

Arbeiten im Internet

9. Die Wertschöpfung ist meist gering

Es gibt Internetunternehmen, die die Welt verändern. Wir alle kennen und nutzen sie. Aber es sind sehr wenige. Im Gegenteil: Die Wertschöpfung ist im Internet häufig gering. Das mag auch an der Monopolbildung liegen. Die größten Player einer Branche schaffen Werte, aber alle Me-Too-Anbieter werden nicht gebraucht. Schon der fünfte Blog in einer Nische stiftet kaum noch Mehrwert.

Selbst die Marktführer – ob Blogs, Online Shops oder Dienstleister – schaffen häufig keine großen Werte, was sich in ihrem Gewinn niederschlägt. Viele etablierte Blogger und Unternehmer wechseln deshalb das Geschäftsmodell, indem sie andere Menschen darin coachen, wie sie im Internet erfolgreich werden (könnten).

10. Deine Leistung ist vergleichbar

Im Internet gibt es wenige Ineffizienzen, denn der Markt ist ziemlich transparent. Dadurch werden Produkte und Leistungen vergleichbar. Somit steht häufig der Preis im Mittelpunkt der Kaufentscheidung. Das spüren vor allem Online Shops, die gegen amazon oder Zalando nur über günstigere Preise (oder sehr spezielle Nischen) einen Stich sehen. Aber Freelancer trifft es genauso, die nun mit Selbständigen aus aller Welt konkurrieren, aber deren Preise nicht unterbieten können. Aus der Preisspirale kannst du nur entkommen, wenn du besser bist als die anderen. Aufgrund der Monopolbildung gibt es jedoch immer nur wenige Player, die gut genug sind, um sich abzuheben.

Heute mag ich meine Online-Jobs immer noch. Angesichts meiner Fähigkeiten würde ich sie vermutlich immer wieder wählen. Aber ich bin nicht mehr so euphorisch wie früher, denn im Internet zu arbeiten bringt nicht nur Freiheit mit sich, sondern auch eine Reihe von Herausforderungen. Wahrscheinlich ist es kein Zufall, dass ich seit neun Jahren online arbeite und wir nun bei Healthy Habits über Sinnsuche, Burnout, echte Dinge, Digital Detox, ein einfaches Leben und mehr Bewegung im Alltag schreiben. Das sind unsere eigenen Herausforderungen und sie stammen zumindest teilweise aus unserem digitalen Lifestyle.

Das alles muss nicht bedeuten, die Finger von Online-Projekten zu lassen. Ich möchte dich von nichts abhalten, das dein Leben verbessern könnte. Aber sei dir bewusst, dass ein unabhängiger Job und ein passives Einkommen auch Schattenseiten haben, die du erst siehst, wenn du mittendrin steckst.

Passend dazu: Was es (wirklich) bedeutet, im Internet sein eigenes Ding zu machen


50 Kommentare

  1. danke dir für deine offenen worte. nicht verschwurbelt, knapp und klar. auch, wenn ich mit meinem reiseblog kein geld verdiene, und das auch nie das ziel war, kenne ich diese seltsame abhängigkeit von zahlen und statistiken, obwohl sie in meinem fall keinerlei auswirkungen haben. das ständige sitzen vor dem computer ist mir wohlvertraut. es geli gt dir mit deinem blog immer wieder unsentimental die finger in die wunde zu legen. danke dafür. lieben gruss gabriele

  2. Hallo Patrick,

    schöner Artikel über die Schattenseiten des Trendberufs. Der Punkt mit dem Sitzen ist sehr gravierend aus gesundheitlicher Sicht. Häufige Bewegungspausen können etwas Abwechslung schaffen. Außerdem gibts noch ein, zwei Tricks. 😀
    Außerdem gefällt mir sehr gut, wie du schreibst, dass viele Blogger dann damit Geld verdienen anderen zu sagen wie sie Geld verdienen können. Perverses System… Man wird erfolgreich dadurch, dass man anderen zeigt wie sie erfolgreich werden und ihrerseits wieder anderen zeigen können wie sie erfolgreich werden. Das Guru Phänomen. Man ist Guru, weil alle anderen werden wollen wie der Guru.

    Gruß,
    Ben

  3. Hallo Patrick, vielen Dank für deinen sehr gut getroffenen Artike zu den Schattenseiten eines Online Business. Mir geht’s es da genauso wie Dir, aber das weist du ja. Ich checke auch ständig meine e-mails, Statistiken, Facebook u.s.w. und das alles nimmt soviel Zeit weg. Man könnte soviel mehr schaffen wenn sich das irgendwie abstellen lässt. Seit dem ich noch eine Gruppe für Reiseblogger bei Facebook gegründet habe bin ich ständig nur noch Online. Ganz schlimm wird es, wenn die ganzen Anstrengungen beim programmieren und die nächtlichen Sitzungen nicht zum erhofften Erfolg führen! Dann kommt neben körperlichen Beschwerden auch noch mentale dazu. Und so baut man sich nach und nach sein eigeneres Online Hamsterrad! Es ist an der Zeit ab und zu mal wieder kürzer zu treten und etwas Abstand zur ganzen Euphorie um das Digitale Nomaden Business zu nehmen. Ich habe es mir fest vorgenommen..jedenfalls für diese Woche! 😉

    • Hi René,

      dann hab viel Erfolg dabei diese Woche 🙂

      Ja, ich denke auch, man kann sich ebenso als Selbständiger und Onliner ein neues Hamsterrad erschaffen (aus dem man eigentlich ausbrechen wollte).

  4. Interessanter Artikel, normalerweise wird es verdrängt da man zu Idealisierung neigt oder einfach nicht nachdenkt.
    Hier liegt die Vermutung nahe, da wir sowieso i-süchtig sind, dann kann man es ja in Form von eigenen Projekten monetisieren oder zumindest versuchen es zu tun.
    Und wenn man es sogar noch gerne tut und dabei seine Gesundheit sowie andere soziale Aspekte die zu einem glücklichen und erfülltem Leben beitragen, nicht außer acht lässt, dann ist es halb so schlimm.
    Außerdem findet man mindestens genauso viele Gründe im Onlinebusiness tätig zu werden.
    Wie alles im Leben ist auch das sehr individuell und nicht auf die breite Masse übertragbar.
    Jeder soll seinen eigenen Weg finden und gehen. Wie man es macht, bleibt jedem selbst überlassen. Dazu gehört u.a dass man sich von Blogs mit Mehrwert inspirieren lässt um in Zukunft ggf. andere positiv zu beeinflussen. Nun ja, somit ist das Thema viel tiefgründiger als es auf den ersten Blick vermuten lässt.
    Ich finde, du solltest noch ein wenig weiter machen Patrick. 😉

  5. Wow, ein echt toller Artikel!

    Über Punkt 9 hatte ich auch die letzten Tage nachgedacht. Die sogenannten „Business-Profis“, die mit ihren eigenen Blogs/Unternehmen nicht mehr weiterkommen und jetzt ihren Bewunderern die rosarote Traumwelt verkaufen schießen ja gerade wie Pilze aus dem Boden! Ich habe das Gefühl, es gibt überall nur noch diese Angebote a là „komm‘ mach‘ es wie ich und werde reich“. Egal, ob es sich um einen Seite über Ernährung, Yoga, Fitness, Reisen oder oder oder handelt. Mich würde mal interessieren, wie viele danach wirklich was auf die Beine stellen und davon leben können…. Ich schätze, die Allerwenigsten.

  6. Danke dir, Patrick.

    Dein Artikel hat meine Ängste sehr gut in Worte gefasst und konkretisiert. Nachdem ich den Artikel gelesen habe, hab ich jetzt das Gefühl meine Ängste besser zu verstehen und kann somit auch viel besser daran arbeiten.

    Mein neuer Blog ist heute online gegangen. Und ich merke jetzt schon, dass ich einen gewissen Graul gegen meinen Stuhl hege. Ich sitze so oft und nehme mir kaum mehr Zeit für Sport und Freizeit, weil ich auch ständig das Gefühl habe online sein zu müssen. Und einfach mal abschalten ist nicht drin.

    Danke, dass du mich wieder daran erinnert hast, dass Gesundheit vor geht und alles andere zweitrangig sein sollte.

    • Hi Kim,

      ich denke, den meisten Onlinern sind diese Probleme bekannt. Dagegen anzugehen ist allerdings schwer. Dir wünsche ich viel Erfolg dabei und auch mit dem neuen Blog!

  7. Hallo Patrick,

    die Tatsache, dass die von dir genannten Punkte eher „Problemchen“ als Probleme sind, die außerdem noch verhältnismässig leicht mit Hilfe von Kreativität verbesser werden könnten, beweist doch nur, dass dein Job immer noch super angenehm ist.

    Es gibt Jobs (vor allem Bürojobs) bei denen jeder der von dir genannten Punkte eine weit größere Rolle spielt und nicht so leicht aus eigener Kraft verbesser werden kann. Für dein homeoffice kannst dir zum Beispiel einfach ein Stehpult aufstellen, vielleicht sogar mit Laufband. Probier das mal in einem Großraumbüro einer großen Firma 🙂

    Realistisch betrachtet siehst Du mit jedem neuen Artikel und mit jedem link, like, visit oder comment einen (wenn auch keinen) gesicherten Fortschritt. Im dritten Jahr meiner Doktorarbeit hat ein einziges Experiment einfach die Daten der ersten beiden Jahre unbrauchbar gemacht. Sowas ist nichtmal ungewöhnlich.

    Ich hoffe es ist okay, dass ich anderer Meinung bin 😀
    Gruß Jan

    • Hi Jan,

      klar, das ist völlig okay! Ich denke trotzdem nicht, dass es Problemchen sind. Auch Luxusprobleme sind Probleme.

      • Zum Glück haben wir ja die langweiligen, großen Probleme in unserem Land – wie Rechtsextreme, Flüchtinge, Kinderarmut, Bildungsversager, etc. – gelöst und können uns jetzt endlich mit „Luxusproblemchen“ beschäftigen!

        First World Problems – Da wird mir echt ganz übel …

        Mach doch mal ein wenig freiwillige soziale Arbeit, da kriegst du den Kopf frei für die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Und du wirst weniger sitzen – also 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen!

  8. Vor fast exakt einem Jahr kommentierte ich bei 101 Places und deinem Beitrag „Eine Woche im Wald“ http://www.101places.de/eine-woche-im-wald folgendes:

    „Ich kenne so viele Aussteiger Marketing Leute und frage mich oft wo das her kommt. Seien es Yogis, Anlitzseher und so weiter. Ich bin gespannt wo deine Reise hin geht.“

    Damals antworteste du: „vielleicht zehrt Marketing ein bisschen zu sehr an der Seele. Ständig etwas verkaufen zu wollen, ist schließlich nicht so erfüllend :-)“

    Hier gab es einige Antworten, die wohl nicht nur auf Onliner, sondern Marketing Leute generell zutreffen. Und die Ergänzung: Vielleicht zehrt das Internet auch zu sehr an der Seele …

    Schön, dass es healthy habits gibt, die der Seele gut tun, und dass du sie aufzeigen und motivieren kannst, sie zu leben.

  9. Toller Artikel.
    Es ist immer wieder erfrischend zu lesen, wie bei dir eben nicht alles rosarot in den Himmel gelobt wird. Das fehlt mir leider bei anderen Blogs bzw. wird dort auch maßlos übertrieben und wie oben schon geschrieben mit „Träumen gespielt“.
    Ich habe ja nun auch schon einige Jährchen meinen Blog und habe mich (mehrfach) dagegen entschieden, ein echter Digitaler Nomade zu werden und aus dem Blog etwas richtig zu machen. Vielmehr soll es mein Hobby bleiben, sodass Statistiken und Likes zwar interessant sind und bei guten Zahlen mich freuen, andererseits sind sie aber nicht essentiell. Wenn ich mal ein paar Tage andere Pläne habe, nimmt mir das mein Blog nicht krumm.
    Danke für die spannenden Artikel ohne rosarote Brille und weiter so.
    LG, Chris

    • Hi Chris,

      gute Entscheidung, wenn es das ist was du willst.
      Ich glaube, ich könnte einen Blog gar nicht mehr als Hobby betreiben 😉

  10. Hi Patrick,
    Ich finde es auch schön zu lesen, dass auch mal einer die digitalen Berufe hinterfragt. Allerdings empfinde ich es auch eher als »Jammern auf hohem Niveau«. Viele der Punkte kann man relativ einfach umgehen oder zumindest reduzieren.
    Eins möchte ich aber noch anmerken: Ich empfinde das Bloggen nicht als passives Einkommen, denn das definiert sich ja daraus, dass man einmal vorab viel Zeit investiert und danach auch ohne Zutun weiter Einnahmen generiert. Natürlich kommt gelegentliche Wartung, Kundenbetreuung usw. hinzu. Ein Blog hingegen muss durchgängig gelegt werden, neue Inhalte erstellt und neue Werbekunden gesucht werden. Insofern ist es eher näher am aktiven Einkommen. Wenn ich ein Buch schreibe, um es zu verkaufen käme das schon eher hin.
    LG, Mirko

    • Hi Mirko,

      Jammern auf hohem Niveau oder nicht: Wie ich oben schon sagte, sind auch Luxusprobleme echte Probleme 🙂

      Bloggen zählt für mich schon zum passiven Einkommen. Ist er erst einmal groß, kann er Einnahmen generieren, auch wenn man es eine Weile schleifen lässt oder den Aufwand zurückfährt. Zu lange sollte man es allerdings nicht tun.

  11. Hallo Patrick,
    du kennst dich aus! Fast alle Punkte kenne ich auch zur genüge.
    Bei mir hilft es sich aufs Wesentliche zu konzentrieren. Das sind die Dinge bei denen ich mit dem wenigsten Aufwand das meiste Geld verdiene. Dann müssen noch Regeln her wann was gemacht oder eben nicht gemacht wird.
    Der tägliche Kampf besteht dann darin, dass in der Praxis auch durchzuhalten. 😉
    Gruß
    Alex

    • wohl wahr …

      Gute Vorsätze sind da schnell gemacht. Diese umzusetzen, ist fast so schwer, wie mit dem Rauchen aufzuhören 😉

  12. Schöner Artikel, auch der andere über „The winner takes it all“.

    Ich persönlich muss ja zugeben, dass mich die Zahlen und Metriken so absolut gar nicht interessieren und ich habe auch keinen Bock dauernd vorm Rechner zu sitzen, schon gar nicht in fremden Ländern.

    Das spiegelt sich natürlich auch im Erfolg wieder 😉

  13. Eine wirklich tolle Analyse und ich kann sehr viele Punkte davon nachvollziehen. Sie spiegeln auch meine Bedenken wider. Die Vorteile sind klar, mehr Freiheit, auch die Möglichkeit gerade für Frauen mit Familie etwas auf die Beine zu stellen.
    Aber die Nachteile sind auch da, werden bloß viel zu selten genannt.
    Momentan ist es ein wirklicher Hype, dieses Erfolg um jeden Preis und ich coach dich zu egal was. Mal schauen wohin das führt. Derweil versuche ich mal den Computer links liegen zu lassen und eine Runde an die Nähmaschine zu gehen, ganz klassisch, mit den Händen.
    Herzliche Grüße
    Katharina

  14. Hi, ich bin auch gerade dabei div. Nischenseiten bzw. passive Einkommensquellen ausfindig zu machen.
    Klar ist am Anfang muss man viel dafür tun und später erntet mann dann die Früchte…..fals man überhaupt etwas ernten kann.
    Wer heutzutage keine SEO Analyse Tools hat oder sonstiges …hat es schwer bei den „großen Playern“ mit zu spielen.

    Einfach einen Text schreiben langt schon lange nicht mehr…..

  15. Ich finde es gut, dass auch mal jemand über die Schattenseiten redet. Nur Hype und Jeder-kann-sein-Geld-im-Netz-verdienen-Gerede lässt viele die es versuchen in ein Loch fallen. Es dauert einfach lange und wenn man nicht den richtigen Riecher hatte noch länger und wenn einem dann noch sein Umfeld, das meist wirklich wenig Verständnis für diese Arbeit hat, in den Ohren liegt kann der Traum fix vorbei sein. Geld im Netz verdienen ist verdammt harte Arbeit. Ich persönlich finde es lohnt sich, es ist aber bestimmt nicht der ultimative Traumjob für jeden.

    • Hi Alex,

      sehe ich auch so: Die Basis eines Online Businesses (Blog, Shop) ist schnell erstellt. Aber bis der Erfolg kommt, muss viel Zeit und Aufwand investiert werden. Es wird eher mehr als weniger.

  16. Hallo Patrick,

    ich weiß du meinst es nur gut mit uns. Ich bin selbst Angestellter und war 11 Jahre lang ganz zufrieden damit. Meine Leidenschaften habe ich zwar nicht zum Beruf machen können aber immerhin konnte ich meine Familie ernähren. Das Internet hat mich schon seit meiner Studienzeit (1997) interessiert und mittlerweile vertreibe ich mir auch mit meinem Blog ein wenig die Zeit im Internet.

    Ich persönlich fand deinen Artikel weder inspirierend noch positiv. Er steckt voller Frust und Pessimismus der Machart „Lass es lieber bleiben, hier in der Internetblase ist es schon voll genug und wir können dich und deine bedeutungslosen Ideen hier wirklich nicht mehr gebrauchen. Wir verdienen auch ohne dich schon kaum Geld damit und müssen hier 30 Stunden die Woche blockern nur um unsere Miete zu bezahlen. Außerdem mögen Google, Facebook und Co. dich und deine Inhalte sowieso nicht – Es sei denn du bist der Übergott und überhaupt reicht ein guter Reise- Lifestyle oder Was auch immer Blog vollkommen aus. usw. bla bla.

    Versteh mich nicht falsch, aber genau so kam das bei mir an.

    Wo war da die Call to action oder eine Idee, was man stattdessen tun muss, um hervor zu stechen? Andere Ideen und spannende Geschäftsmodelle, die vielleicht noch unbekannt sind?

    Würdest du in deinen Anti-Zucker Blogartikeln nur schreiben, dass Zucker krankmacht ohne Alternativen auf zu zeigen, dann würden dir die Leser sicherlich schnell davon laufen.

    Ich stimme dir zu, dass die Onlinewelt fies ist und nur wenige Leute, vor allem in Deutschland, Geld mit Ihren Blogs verdienen. Und wer meint, dass er mit ein paar Blogartikeln und einem Podcast der Pat Flynn Deutschlands werden kann, der hat ganz andere Probleme.

    Aber dennoch ist eine eindeutige Verschiebung des klassischen Arbeitsmodells zu erkennen. Wo in den USA früher noch Millionen von Menschen im Rostgürtel Detroits schufteten sind heute immer mehr Menschen selbstständig und zumindest in weiten Teilen, auch im Internet tätig.

    Ich glaube, dass dieser Trend in Deutschland nicht einmal ansatzweise zu erkennen ist, denn noch sind weit über 80% vielleicht sogar ein paar % mehr klassisch angestellt oder dauerhaft bei einer Firma tätig. Ob sich das in Deutschland irgendwann ändert? Das weiß keiner, denke ich.

    Ich sehe das Internet auch nicht als die primäre Einnahmequelle für ortsunabhängiges Arbeiten. Da gibt es sicherlich mehr als nur Blogs, Youtube und ebay Powerselling. Wir werden sehen was die Zukunft bringt. Vielleicht platzt die Internetblase irgendwann auch einfach und wir dürfen alle wieder brav 9to5 in der Firma arbeiten.

    Grüße
    Sascha

    • Hi Sascha,

      dass du den Artikel so negativ auffasst ist ja deine Entscheidung, nicht meine.

      Beim Zuckerthema haben wir übrigens auch nicht in einem einzigen Artikel das Problem dargestellt und alle denkbaren Lösungen aufgezeigt. Vielleicht legen wir hier auch noch nach. Vielleicht auch nicht.

  17. Hi Patrick,

    ja, ich weiß, Du hast schon so viele Kommentare bekommen und meiner wird dich weiter Minuten hinter den Bildschirm binden (oder auch nicht )
    Du hast schön zusammengefasst, was ich auch schon die ganze Zeit meine, vielen Dank.

    17Jahre habe ich in einer Pharma Firma gearbeitet, hatte neben einem sehr guten Gehalt, Feierabend und Wochenende. Das war dann richtige Freizeit, ich konnte tun und lassen was ich wollte.
    Vor 7 Jahren habe ich gekündigt und bin seither mehr oder weniger mit dem Fahrrad auf Reisen. Seit einem Jahr wieder in Deutschland.
    Seit 2008 schreibe ich Blogs, hatte leider nicht schon viel früher die Idee, ich könnte damit Geld verdienen. Auch mit Social Medias wollte ich nie was zu tun haben. Aber auch meine Ersparnisse gehen mal zu Ende und seit einem Jahr versuche ich mit „Fans“ und „Followers“ zu verschaffen.
    Die Folge: Punkt 1
    Statistiken und der Kram halten mich nicht sehr auf.
    Punkt 3 bezieht sich nicht nur auf Blogger, sonder auf die meisten Berufe in Deutschland und der Trend ist zum Schlimmeren. Wer möchte hier denn noch Schneider, Bauer, Gärtner oder Koch werden? Als ich nach 2 1/2 Jahre nach Deutschland zurück gekommen bin, fiel mir die Unzufriedenheit der Leute so richtig auf. Da ich solange weg war hatte ich es zuerst mal mit Banker, Versicherungsleute und dem Finanzamt zu tun. Die sehen auch keinen Ergebnisse, vielleicht ein wachsendes Bankkonto, das auch auf Dauer nicht glücklich macht.
    Ja Ablenkungen gibt es. Gerade habe ich einen sehr interessanten Bericht gelesen und jetzt schreibe ich auch noch einen Kommentar, dabei sollte ich eigentlich etwas anderes machen 🙂
    Da ich ja immer noch primär Radreisende bin, kann ich nicht den ganzen Tag sitzen, das geht einfach nicht. Wenn ich nicht einmal am Tag meinen Kreislauf richtig in Schwung bringe, bin ich zu nichts mehr zu gebrauchten. ich weiß nicht, wie all die anderen das machen.
    Ja, auch mich versteht niemand, ich weiß auch nicht, ob ich selbst verstehe, was ich mache. Du kannst Dir vorstellen, wie oft ich die Frage gestellt bekomme: „Was machst Du jetzt eigentlich“. Unnütze Blogs schreiben, oder noch schlimmer, ein Buch? Das letztere kennen die Leute wenigstens, da habe ich dann wieder eine Daseinsberechtigung.
    Meine persönliche (und finanzielle) highlights sind meine Vorträge, wo ich direkten Kontakt zu Leuten habe. Diese Zielgruppe ist auch eher nicht auf Facebook und Twitter zugange, wie ich früher.

    Da ich überzeugt bin, dass Fahrradfahren nicht nur für den Körper gesund ist, fahre ich einmal die Woche mit Leuten von einer psychiatrischen Tagesklinik Fahrrad. Da sehe ich dann direkt den Mehrwert meines Tuns. Auch als ich ein paar Tage mit der Mood-Tour, Fahrradfahren mit Depressiven, unterwegs war. Das ist auch nicht im Internet, aber Geld verdienen tue ich trotzdem nicht.
    Das wäre doch auch mal ein Thema für Healthy Habbits. Wenn Du interessiert bist, melde Dich.

    Liebe Grüße,
    Dorothee

  18. Hallo Patrick,

    ich finde deinen Artikel super und kann so ziemlich alles nachvollziehen. Außerdem wüßte ich sogar noch einen Minuspunkt: Man braucht ein dickes Fell. Vor allem, wenn man schon mal polarisierende Sachen schreibt, kann da einiges an (zum Teil sehr unkonstruktiver) Kritk kommen. Am Anfang hat mich das echt manchmal aus den Schuhen gehauen. Mittlerweile lerne ich, damit umzugehen. Aber leicht ist es nicht.

    Dankeschön für den tollen Artikel, es ist schön zu lesen, dass andere an den gleichen Problemen „knabbern“

    Liebe Grüße
    Anke

  19. Hi Patrick,

    Du hast genau das geschrieben, was mich in den letzten Tagen sehr beschäftigt. Zum einen bin ich gefrustet, weil es bei vielen angeblich so erfolgreich läuft, jeder hat tausende von NL Abonnenten, riesige Gruppen, eine phantastische Challenge usw. Der Punkt ist, das Thema was wirklich läuft, ist, anderen zu zeigen, wie sie erfolgreich werden…. Mehr Content, noch mehr Online sein, Netzwerken, Homepage, Bloggen, Freebees anbieten, ich kann es nicht mehr hören. Ich bin Online müde geworden, deshalb ziehe ich jetzt die Notbremse und klinke mich teilweise aus. Ich werde wieder einen Teil als Festangestellte arbeiten, wie schön ist es, für jeden Handgriff bezahlt zu werden, bezahlten Urlaub zu haben, Krankenversichert zu sein und was mir wirklich fehlt, ist der direkte Kontakt zu Kollegen, ich freu mich drauf. Dein Artikel hat mich noch einmal bestätigt und ich bin sehr gespannt, was mit den Online-Blasen passiert ….. Meine Projekte werde ich weiter machen, allerdings nach Lust und Laune, das entspannt mich innerlich sehr.
    Viele Grüße
    Monika

    • Hallo Monika, ich denke bei den meisten läuft es nicht so rund! Natürlich gibt es einige wenige bei denen es gut läuft, aber bei den meisten denke ich läuft es schleppend! Es ist aber auch eine Sache der Opportunitätskosten.

      Bei der Auswertung der NSC 2015 sieht man es beispielsweise sehr gut, (http://www.nischenseiten-guide.de/die-gewinner-der-nischenseiten-challenge-2015/#comments) die wenigsten haben nennenswerte Einnahmen verbuchen können.

      Ich kann mir auch gut vorstellen, dass einige denken bzw. eher HOFFEN, dass es nach einigen Monaten Bergauf geht, aber das wird es bei den meisten definitiv nicht!
      Ich arbeite auch seit 3 Monaten intensiv an meinen Seiten. Zwar läuft es von den Einnahmen her gesehen jeden Monat besser. Doch so richtig viel kommt meines Erachtens dabei nicht rum und hier wären wir bei den Opportunitätskosten. Ich habe seit drei Monaten einen Masterabschluss in Wirtschaftswissenschaften und würde bei VW ca. 3000€ Netto bei einer 35 Stundenwoche verdienen. Also müsste ich im Internet rund das Doppelte, also 6.000 Euro verdienen um auf einen gleichen Nettolohn zu kommen! Andere hatten vielleicht vorher eine Arbeitsstelle bei der sie nur 1.200 Euro Netto verdient haben, die müssten dann auch nur 2.400 Euro im Internet verdienen… Es ist halt alles relativ zu sehen.

      Deswegen denke ich auch, dass im Moment eine große Blase mit Hoffnungen aufgebaut wird mit Headlines wie diesen: „Ich konnte bereits nach sechs Monaten mit meinen Blog leben und für nur 299,90 Euro zeige ich dir, wie auch die mit dem Bloggen leben kannst!“ Die wenigsten nennen genaue Zahlen. Ich benötige im Moment nur 600 Euro um davon meine Versicherungen, die Wohnung, Lebensmittel etc. bezahlen zu können. Also könnte ich von meinem „Online-Business“ leben. Doch ich möchte nicht mein Leben lang so leben wie im Moment! Daher schaue ich mir noch zwei, drei Monate an wie es sich entwickelt und entscheide dann vielleicht in Festanstellung zu gehen und es als Nebenbei Business zu betreiben…

      Jetzt bin ich etwas abgeschweift und habe etwas zu viel geschrieben. Was ist sagen wollte ist, ich glaube nicht das du allein bist bei der es nicht so läuft wie erhofft und das es meiner Meinung schon großen Mut dazugehört es sich selbst einzugestehen! Ich hoffe dich macht deine Festanstellung glücklich! Natürlich bringt eine Festanstellung Nachteile mit sich, aber auch viele Vorteile wie Kollegen mit denen man plaudern kann, festes Gehalt und eine fest begrenze Arbeitszeit!

      An Patrick und Jasmin: Es wäre mal echt cool wenn Ihr einen Artikel bzw. Artikelserie darüber verfassen könntet, von Leuten die es „nicht geschafft“ von ihrem „Online-Business“ zu leben… Als eine Art Gegengewicht zu den ganzen Infoprodukten die einem suggerieren innerhalb von weniger Monate von ihrem Blog leben zu können…

      Euch allen beste Grüße
      Konstantin

      • Hallo Konstantin,

        danke für deine ausführlichen Kommentar und deine Gedanken.

        Es ist einfach beruhigend und entspannend zu wissen, dass es vielen so geht wie mir und es eben nicht an meiner Positionierung, Motivation oder dem Elevator Pitch liegt 🙂

        Dir auch viel Erfolg und wir werden unseren Platz erfolgreich finden.
        Herzliche Grüße
        Monika

      • Wenn ich mir diese ganzen Nischenseiten so anschaue, frage ich mich, wie es sein kann, dass die überhaupt Geld einnehmen. In letzter Zeit habe ich mir viele Blogs angeschaut und die meisten davon sind einfach nur mit Werbung zugemüllt und sehen aus, als würde sich der Betreiber gerne mit möglichst wenig Aufwand ein lockeres Leben machen.

        Das was man verdient, richtet sich einfach nach der Anstrengung die man betreibt und außerdem nach der Größe des Problems, welches man mit seinem Angebot löst. Welches Problem löst eine Nischenseite zu Badezimmerunterschränken oder Katzenkratzbäumen?

        Genau das gleiche mit diesen ganzen Ebooks. Ich will nicht alles schlecht machen, aber die meisten Produkte sind echt nicht so toll.

  20. Hi Patrick,

    ein toller Artikel! Dieser Gedanke geht mir schon seit Monaten durch den Kopf. Die meisten, die ich bisher getroffen habe verdienen das meiste Geld damit anderen zu zeigen, wie man mit dem Internet Geld verdienen kann. Ich warte noch auf den ersten, der einen Kurs anbietet wie man Geld verdient, in dem man anderen beibringt, wie man im Internet Geld verdient 🙂

    Als Ergänzung zu einem „normalen“ Beruf kann ein Blog aber sicher gute Dienste leisten um mehr Kunden zu erreichen und sich einen Namen zu machen.

    Liebe Grüße
    Holger

  21. Hallo Patrick,

    Dein Artikel hat mir sehr gut gefallen, denn er spiegelt die Realitaet wieder. Eine Realitaet, welche die meisten Leute ignorieren, denn finanzielle Freiheit und dazu noch reisen klingen viel zu verlockend.

    Der deutschen Reisebloggerei betreffend kommt es mir so vor als ob sich einige wenige den Markt teilen und der Rest duempelt so vor sich hin. Die Grossen verlinken sich untereinander und alles erscheint mir persoenlich wie eine eine geschlossene Gruppe.

    Obwohl ich selbst online arbeite, mich auf irgendwelche Unternehmen und deren kleinere Betraege zu verlassen, darauf habe ich keine Lust. Mich abhaengig machen vom Wohlwollen der Industrie – Nein, danke !

    Mir geht es immer haeufiger so, dass ich das Internet nur noch abstellen und meine Ruhe haben will. G – tt sei Dank bin ich kein Blogger, der auf Blogeinnahmen angewiesen ist !

  22. Hallo Patrick,

    ich denke, so wie dir geht es vielen – egal ob Angestellte, Arbeiter, Selbständige oder Beamte. Zumindest treffen ein Großteil deiner Überschriften auch auf meinen Job als Angestellter zu.

    Die Idealvorstellung einer Selbständigkeit ist ja die, sich mit seiner Leidenschaft und Passion seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Aus meiner Sicht kann das aber zu 99,9% nicht funktionieren. Solange man etwas als Hobby macht, ist man frei und ungebunden und hat Spaß daran. Wenn man aber seinen Lebensunterhalt verdienen muss, kommt eine Verpflichtung dazu. Und eine Menge Verantwortung, wenn man z.B. Angestellte oder Familie hat. Das kann eingentlich nicht immer Spaß machen. Genau das würde mich von einer Selbständigkeit abhalten, sogar wenn ich ein Geschäftsmodell hätte. Meine Leidenschaft möchte ich nicht mit dem Verpflichtungen belasten. Konsequenz daraus ist allerdings, daß man als Angestellter mit einem Job klarkommen muss, der auch nicht immer Spaß macht und man wesentlich mehr frendgesteuert ist. Das entlastet einen aber auch ein Stückweit von der Eigenverantwortung, Ablenkungen zu entgehen und sich an die Arbeit zu machen. Ich habe mich damit arrangiert, trotz einiger Unwägbarkeiten ist der Job OK. Ich habe nicht den Anspruch, daß der immer Spaß machen muss. Ob einem nun Selbständigkeit eher liegt oder nicht, muss jeder selbst entscheiden.

    Zum Thema „Jammern auf hohem Niveau“: Die Probleme, die man mit dem Job hat, sind für Außenstehende nicht immer leicht nachzuvollziehen. Besonders dann nicht, wenn der Job nach außen hin sehr attraktiv wirkt. Ich arbeite für einen großen Automobilhersteller, und sowie ich mal irgendeine Kritik an meinem Job äußere, kommt sofort das Argument: „Ach komm, bei dem dicken Gehalt für die paar Stunden…“ Klar, das Gehalt ist gut und zumindest auf dem Papier steht die 35h Woche. Heißt aber nicht, daß der Job eitel Sonnenschein wäre. Streß und Verantwortung kann man nicht beliebig durch Geld kompensieren.

    Den Lebensunterhalt verdienen macht nicht immer Spaß. Also Augen zu und durch…

    Grüße
    Jens

  23. na, dann bin ich ja beruhigt. Ich hatte durch solche blogger im letzten Jahr auch das Gefühl gewonnen, vielleicht könnte ich meine Homepage auch irgendwie zu Geld machen, weil sie ganz gute Treffer bei google hat. Allerdings habe ich die zugehörigen Zahlen nur 1x abgerufen und gleich wieder vergessen und kann sie Euch deshalb auch nicht nennen. Dein Artikel rückt diese Ideen wieder ins richtige Licht, und ich kann mit ruhigem Gewissen mit meiner Homepage weitermachen wie bisher. Sie ist selbstprogrammiert und völlig frei von irgendwelchen Vermarktungs-links und man braucht keinen skript-Blocker um sie aufzurufen, sie funktioniert für Sehbehinderte und auf dem smartphone, und an diesen Dingen hätte ich mit einer professionellen Aufmachung nicht weiter festhalten können. Danke, daß ich puristisch bleiben darf, Patrick!

  24. Hallo Patrick,

    du sprichst mir aus der Seele. Wenn ich viele Dinge einfach nicht anschauen oder für mich selbst entscheide, dass ich genau diesen Trend im Online Marketing nicht machen werde, dann weiß ich für mich, dass ich richtig liege. So habe ich vor zwei Jahren so ziemlich alle Projekte abgegeben und bin quasi digital abgetaucht. Und siehe da. Es gibt ein Leben nach dem Internet. Mit Sport, gesunde Essen. Achja Beziehungen zu anderen Menschen entstehen und daraus entstehen, einfach so entstehen echte Freundschaften, mit denen man sich auch mal draußen im Freien treffen kann.

    Ein Wort zum Schluss:
    Ich finde Dein Projekt HealthyHabits echt toll.

    Danke dafür !

  25. Hallo Patrick,

    schönen Artikel hast du geschrieben.
    Als wir für ein Jahr um die Welt gereist sind und jeden Tag Artikel und Fotos geliefert haben, haben wir gemerkt wie sehr man unter Strom steht einen Blog zu betreiben bzw im Internet Geld zu verdienen. Denn wie du schon geschrieben hast ist es ja nicht damit getan paar Zeilen zu schreiben und online zu stellen. Das Ganze drum herum frisst Unmengen an Zeit. Man lebt nur noch vor seinem Laptop und vergisst recht schnell wie schön der Ort ist den man gerade besucht.

    Das selbe Spiel gilt dem digitalen Nomadentum. Alles schön und gut diese Freiheit zu genießen doch effektiv glaube ich, arbeitet man mehr als in einem 9-17 Job.
    Natürlich muss beachtet werden das jeder Selbstständige viel arbeitet. Egal ob online oder offline. Doch wie du schon geschrieben hast kennt das Internet keine Pause.

    Lg
    Florian

  26. Hallo Patrick,

    ich finde es gut, dass du die Schattenseiten eines Bloggers auf ehrliche Weise beschreibst.
    Damit hebst du dich von der breiten Masse an digitalen Nomaden ab.
    Aaaaber…meiner Meinung nach ist der richtige Weg erfolgreich im Internet Geld zu verdienen NICHT das Betreiben eines Bloggs, sondern das Betreiben mehrerer Nischenseiten bzw. Landingpages, das als Ausgungspunkt für dein Empfehlungsmarketing via E-Mail Nachrichten fungiert.
    Auf diesen Landingpages wird eine bestimmte Problematik und dessen Lösung behandelt.
    Lukrative Nischen sind die allseits populären Themen Finanzen, Gesundheit (Fitness und Abnehmen) und Beziehungen (Die wahre Liebe finden und andere zwischenmenschliche Beziehungen stärken).
    Wenn der Webseiten-Besucher Interesse an einer dieser Lösungen hat, was nicht unwahrscheinlich ist, dann bietest du dem Besucher ein kostenloses Bonbon an. Dies kann folgendes sein:
    1. Ein digitaler Ratgeber in Form eines E-Books sein, das nicht mehr als 10 Seiten haben muss. Dazu muss man noch nicht mal gut sein im Verfassen von Texten. Einfach nur einen Auftrag bei content.de oder textbroker.de geben, für das Verfassen lassen eines E-Books für dein gewünschtes Thema. In solchen Text-Netzwerken gibt es tausende von Autoren, die sich auf alle möglichen Themen spezialisert haben.
    2. Eine 2- oder 3-teilige Videoserie, in der man vor der Kamera oder nur mit der eigenen Stimme etwas erklärt.
    3. Ein einmal aufgenommenes Webinar, das 30 bis 60 Minuten lang dauert und wo am Ende eine Empfehlung ausgesprochen wird.

    Wenn deinem Webseiten-Besucher dieses Bonbon gefällt, machst du eine Call-To-Action, indem du mitteilst, dass der Besucher dein Bonbon erst dann erhält, sobald der Besucher seine E-Mail Adresse auf deiner Landingpage einträgt.
    Ab dann machst du Empfehlungsmarketing, bei dem die Provisionen sehr hoch sein können. Natürlich nur dann, wenn man für die richtigen Produkte Werbung macht.
    Das Ganze nennt sich Affiliate-Marketing.

    Fazit: Nur wenige Blogger verdienen sehr viel Geld, wohingegen viele Affiliate-Marketer sehr viel Geld verdienen.

    • Hallo Abidin,

      in der Theorie schön und gut, aber aus meiner Sicht Bauernfängerei.
      Es gibt nicht viele Affiliate-Marketer, die viel Geld verdienen. Es gibt viele, die mit minimalem Traffic vielleicht ein paar Euro zusammenkratzen.

      Ich komme selbst aus der Branche 🙂

      Viele Grüße,
      Patrick

  27. Hey ich hoffe, ich halte dich mit diesem Kommentar nicht von irgendetwas ab. Nachteile gibt es überall, aber die Kunst ist es, das zu wählen, was den eigenen Stärken entsprecht und wenn man gerade Schwächen hat, die andere als Ihre Stärke bezeichnen können, dann gilt es, sich mit anderen Leuten zu ergänzen. Wer denkt, er bräuchte Niemanden, der wird sich sein Leben unheimlich erschweren und teilweise sehr eingeschränkt gestalten. Nur zusammen sind wir stark und solange man sich mit Leuten umgibt, die die gleichen Ansichten haben, wird man auch die Winter der Projekte durchstehen. Aber egal wie sehr ich im Web gerade suche, irgendwie scheint mir keiner bei meinem shift-Tastenproblem helfen können 🙁

  28. Viele Sachen kann ich nachvollziehen. Vor allem, dass der Feierabend quasi nie vorhanden ist. Ich habe früher auch immer geschaut, wie sich Werbeeinnahmen entwickeln oder sich die Sachen verkaufen. Teilweise zuletzt sogar direkt vor dem Schlafen.

    Es hat mich viel Zeit und Selbstdisziplin gekostet, um zu lernen, dass das Internet mal 10 Stunden ohne mich auskommen kann. Mittlerweile klappt das ganz gut, trotz vieler weiterer Projekte. Auch das Einrichten eines eigenen Büros zu Hause hat mit dazu beigetragen nicht den ganzen Tag zu arbeiten.

  29. Danke für den tollen Artikel, werde demnächst einen Link darauf setzen!

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