Du weißt nicht, was du mit deinem Leben anfangen sollst?

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Vor zwei Jahren war ich frei. Noch freier, als ich es heute bin. Damals hatte ich keinen Job, aber Geld, keine Beziehung, keine feste Wohnung und kaum Besitz. Ich konnte tun und lassen, was ich wollte. In jenem Jahr war ich in Neuseeland, Südostasien, Estland, Mexiko und noch ein paar anderen Ländern. Solange ich unterwegs war, genoss ich meine Freiheit. Ich mochte die neuen Eindrücke, die Abwechslung, und das Exotische.

Nur stillstehen durfte ich nicht, denn dann fühlte sich meine Freiheit wie eine Bürde an. Wohin sollte das alles führen? Was würde ich tun, sobald ich die Lust am Reisen verliere? Ich hätte alles machen können, aber alles ist gleichzeitig nichts, wenn man nicht weiß, was man will.

Was ich will, wusste ich damals nicht, weiß es heute nicht und eigentlich habe ich es noch nie gewusst. Wie könnte ich auch? Wer weiß schon, was er wirklich will – angesichts der Möglichkeiten? Noch nie zuvor waren wir in unseren Entscheidungen so frei wie heute. Wir können studieren, was wir wollen, für Praktika ins Ausland gehen, einen beliebigen Job wählen, uns selbständig machen, in eine andere Stadt ziehen, sogar in ein anderes Land. Wir können unsere Träume verwirklichen, unserer Leidenschaft folgen und – wenn wir dem Internet glauben – sollten wir jeden Tag so leben, als wäre es unser letzter.

Warum zu viel Freiheit uns lähmt

Auf den ersten Blick wünschen wir uns solche Möglichkeiten. Aber ich fühle mich damit manchmal gelähmt und kenne Menschen, denen es ähnlich geht. Zudem erhalten wir Nachrichten von Lesern, die von ihrer Freiheit ebenfalls überfordert sind:

„Ich habe gerade mein Abi gemacht und ich kann beim besten Willen nicht sagen, was ich machen will. Studieren? Was? Welche Uni? Ich habe Angst. Angst, das Falsche zu wählen und davor, zum Beispiel keine netten Leute kennen zu lernen oder einsam zu sein. […]

Ich habe viel Zeit und mir stehen eigentlich alle Wege offen. Und trotzdem weiß ich einfach nicht, was ich aus meinem Leben machen soll. Ich frage mich immer, was ich will, aber ich weiß es nicht.“

Ich nenne diese Leserin mal Tina. Dass sie sich nicht entscheiden kann, liegt nicht allein an ihr. Vielmehr geht es Tina wie den meisten Menschen. Das zeigt ein bekanntes Experiment von Mark Lepper und Sheena Iyengar von der Columbia University. In einem Lebensmittelgeschäft platzierten sie sechs exotische Marmeladensorten zur Verkostung. Etwa 30 Prozent der interessierten Kunden kauften mindestens ein Glas Marmelade. In einem zweiten Versuch platzierten die Wissenschaftler 24 verschiedene Marmeladensorten in dem gleichen Geschäft. Die große Auswahl wirkte noch attraktiver, daher kosteten mehr Kunden als zuvor von der Marmelade. Aber dieses Mal kauften nicht 30 Prozent der Tester ein Glas, sondern nur drei Prozent. Der Umsatz war radikal eingebrochen!

Die Kunden in diesem Experiment waren überwältigt von der großen Auswahl und hatten Angst, die falsche Entscheidung zu treffen. Genau diese Angst hat auch Tina, die sich nicht für ein Studium entscheiden kann. Ihr Dilemma ist allerdings ungleich größer, denn es geht nicht um einen Brotaufstrich, sondern um ihr Leben. Außerdem muss sie nicht nur aus 24 Optionen wählen, sondern aus 17.437, denn so viele Studiengänge gab es an Deutschlands Hochschulen im Wintersemester 2014/2015.

Wer die sprichwörtliche Qual der Wahl hat, hat nichts mehr zu gewinnen. Egal, für was man sich entscheidet, es ist auch immer eine Entscheidung gegen etwas anderes, das noch besser sein könnte. Im Prinzip bereuen wir die Entscheidung daher schon, bevor wir sie überhaupt getroffen haben. Dan Ariely nennt diesen Zustand „Anticipated Regret“. Es ist noch nichts passiert, aber wir haben schon Angst vor der Reue.

Infolgedessen wollen wir uns möglichst lange nicht festlegen. Wir versuchen, uns alle Türen offen zu halten. In seinem Buch Denken hilft zwar, nützt aber nichts beschreibt Ariely, dass wir uns selbst dann nicht festlegen wollen, wenn irgendeine Entscheidung besser wäre, als gar keine zu treffen. Wir sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht. So macht der Abiturient von heute vielleicht erst ein soziales Jahr oder geht ins Ausland – das kann im Lebenslauf nie schaden – und wenn er sich dann entscheidet, studiert er ewig vor sich hin, und wechselt noch zweimal den Studiengang, um sich bloß nicht auf einen Job festlegen zu müssen.

So sehr Freiheit grundsätzlich zur Zufriedenheit einer Gesellschaft beiträgt, so sehr kann sie uns auch unglücklich machen, wenn wir mit ihr nicht umgehen können. Die Forscher des dänischen Happiness Research Institute beschreiben in „The Happy Danes“, weshalb die Dänen als eine der zufriedensten Nationen gelten, aber gleichzeitig überdurchschnittlich viele Antidepressiva verschrieben werden. In einer Gesellschaft, der alle Türen offen stehen, sei es besonders tragisch, wenn man an an der Freiheit verzweifelt. Der Druck ist groß, das Beste aus seinem Leben zu machen. Wer aber in Freiheit nichts reißt, wird automatisch zum Verlierer. Wer die falschen Entscheidungen trifft, ist selbst Schuld. So ein Leben kann schwer sein.

Vier Erkenntnisse, die helfen könnten

Wenn mich Leute fragen, was sie aus ihrem Leben machen sollen, habe ich darauf nicht die eine Antwort parat. Ich habe nicht einmal eine für mich. Ich weiß nicht, was ich in meinem Leben noch machen möchte. Es gibt keinen Zehnjahresplan. Aber je älter ich werde, mit desto mehr Selbstvertrauen kann ich auf einige Erkenntnisse zurückgreifen, die ich hier teilen möchte.

1. Die beste Entscheidung zu treffen ist unmöglich

Die Wahrscheinlichkeit, die beste Entscheidung zu treffen ist verschwindend gering. Ich meine, 17.437 Studiengänge! Da haben wir noch nicht einmal über Alternativen gesprochen, die kein Studium enthalten. So wie bei Tina, die nicht hundertprozentig davon überzeugt ist, studieren zu wollen. Die Jobwahl ist später auch nicht leichter.

Wenn du nicht weißt, was du mit deinem Leben anfangen sollst, liegt es nicht daran, dass du zu wenige Informationen hast. Wahrscheinlich hast du schon zu viele. Wenn alle Optionen auf dem Tisch liegen, ist es unmöglich, eine rationale Entscheidung zu treffen. Unser Verstand ist viel zu beschränkt, als dass er das könnte. Wenn du dran zweifelst, lies meinen Bauchgefühl-Artikel. Distanziere dich daher von dem Anspruch, die beste Entscheidung treffen zu wollen. Es ist nicht möglich! Reduziere deine Optionen soweit es geht und entscheide anschließend aus dem Bauch heraus. Besser wird’s nicht.

Ich hatte vor meinem Studium wenige Interessen. Ich spielte kein Instrument, trieb keinen Sport, las keine Bücher, reiste nicht um die Welt und war handwerklich unbegabt. Ich kannte nur Schule, Fernsehen und Computerspiele. In gewisser Weise machte es mir das leicht, denn ich wusste nicht zu viel. Ich hatte keine Ahnung von Leidenschaften und Träumen. Deshalb entschied ich mich für ein pragmatisches Studienfach. Etwas, das man studiert, wenn man sich für nichts interessiert: BWL.

War das die beste Entscheidung? Keine Ahnung! Ich werde nie wissen, was hätte sein können. Aber es interessiert mich auch nicht sonderlich, denn hätte ich zu jenem Zeitpunkt besser entscheiden können, hätte ich es besser gemacht!

So sehe ich heute jede meiner Entscheidungen. War es die beste Lösung, nach dem Studium in ein Startup zu gehen und nur 1.000 Euro brutto zu verdienen? War es die beste Entscheidung, anschließend eine Agentur zu gründen? War es ideal, dort das Handtuch zu werfen und um die Welt zu reisen? Ich weiß es nicht. Aber ich bereue es nicht, denn hätte ich es besser machen können, hätte ich es besser gemacht!

2. Am Ende wird alles gut

„Am Ende wird alles gut sein. Wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende.“ – Oscar Wilde

Es lohnt sich, eine große Entscheidung mal aus der Ferne zu betrachten: Was bedeutet es eigentlich, sich zu entscheiden? Warum fällt es so schwer? Was kann wirklich passieren?

Hätten die Marmeladentester sich diese Fragen gestellt, wären sie bestimmt nicht verwirrt und ohne Marmelade aus dem Geschäft gegangen. Sie hätten erkannt, dass sie die Bedeutung ihrer Entscheidung überschätzen und es nicht wichtig ist, ob sie Cranberry oder Ingwer-Zitrone wählen, solange ihnen beides schmeckt. Sie hätten vermutlich eingesehen, dass sie sich zwischen ihren Favoriten willkürlich entscheiden könnten. Alles wäre besser gewesen, als keine Marmelade zu haben.

So ist es auch mit den größeren Fragen des Lebens. Die Bedeutung einer Entscheidung wird häufig überschätzt. Junge Menschen scheinen zu glauben, sich mit einem Studiengang oder dem ersten Job für immer und ewig auf etwas festzulegen. Doch keine dieser Entscheidungen bestimmt über ein ganzes Leben. Ein Studium muss nicht einen bestimmten Beruf nach sich ziehen und der erste Job ist gewiss nicht für immer. Vielmehr ist das Leben eine lange Reihe kleiner und großer Entscheidungen. Mit jeder dieser Entscheidungen entsteht für dich eine neue Realität, die nicht besser oder schlechter ist als andere Realitäten. Sie ist lediglich deine Realität und die Grundlage für weitere Entscheidungen.

Bevor ich mich damals für ein Berufsakademiestudium bei den Berliner Wasserbetrieben entschied, hatte ich ein Angebot von Siemens in München für eine Ausbildung mit einem parallelen Studium. Der Abschluss wäre besser gewesen, das Unternehmen war renommierter und sehr wahrscheinlich hätte ich im Anschluss dort bleiben können, während die Berliner Wasserbetriebe keinen ihrer Studenten übernahmen. Objektiv wäre Siemens die bessere Entscheidung gewesen. Ich habe mich allerdings nicht getraut und das attraktivere Angebot ausgeschlagen. Geschadet hat’s mir nicht. Ich bin trotzdem zufrieden damit, wie alles gekommen ist. Ich weiß nicht, was geschehen wäre, hätte ich mich für Siemens entschieden. Alles wäre anders gekommen. Ich wäre vielleicht nie selbständig geworden, nicht um die Welt gereist, würde nicht in Leipzig leben, hätte andere Freunde, aber es wäre bestimmt trotzdem gut geworden.

Auch nachdem ich mich für die Berliner Wasserbetriebe entschieden hatte, war nicht der Rest meines Lebens vorbestimmt. Es war sehr wahrscheinlich, dass ich eine Konzernkarriere einschlagen würde. Doch es kam anders, weil nach meinem Diplom noch etliche Entscheidungen folgten, die mich zum Startup-Mitarbeiter, Selbständigen, Agenturinhaber, Weltreisenden und Blogger machten. Diese traf ich nicht willkürlich, sondern wenn ich mit irgendetwas unzufrieden war oder anderswo eine Chance erkannte.

Jede Entscheidung beeinflusst dein Leben, aber du kannst nie über einen langen Zeitraum voraussagen, was sie dir bringen wird. Hätte ich vor zehn Jahren einen Zehnjahresplan aufgestellt, wäre das Ziel mit Sicherheit nicht gewesen, Blogger und Autor zu werden.

Eine Entscheidung, so groß sie auch erscheinen mag, bestimmt nicht über Glück oder Unglück. Sie ist nur ein Schritt auf deinem Lebensweg. Du hast jeden Tag wieder die Gelegenheit, eine weitere Abzweigung zu gehen und am Ende wird alles gut sein.

3. Hauptsache du machst was

Zu wissen, was du machen willst, ist gut, aber nicht entscheidend. Viel wichtiger ist, dass du überhaupt etwas machst. Lass dich nicht von deiner Freiheit lähmen, sondern komme ins Tun. Mach irgendwas, das dir halbwegs richtig erscheint.

Interessen entwickeln sich beim Tun. Bevor ich mit dem Online Marketing begann, wusste ich nicht, dass mir das Spaß machen würde. Bis zu meinem ersten Tag im Büro wusste ich nicht einmal, was es damit auf sich hat. Nach der Jobzusage las ich bei Wikipedia, was mich erwarten würde. Damals gab es kaum Informationen im Netz, aber das Unternehmen fühlte sich für mich richtig an. Deshalb schrieb ich eine Bewerbung. Es war die einzige Bewerbung, die nicht an einen Konzern ging. Ich bekam die Zusage und nahm ein absurd geringes Gehalt in Kauf. Nach kurzer Zeit war ich schon voll drin, lernte viel und machte meine Arbeit gut. Schnell entwickelte ich die Lust, auch zu Hause weiterzumachen. Daraus entstand später meine Selbständigkeit.

Mit dem Bloggen war es genauso. Es war nie mein Traum Blogger und Autor zu werden. Im Gegenteil, als ich damals für unseren Agenturblog schreiben musste, empfand ich es meist als Qual. Ich wuchs ins Schreiben hinein, nachdem ich damit begonnen hatte. 101 Places war zunächst ein kleiner Blog für Freunde und Familie. Mit der Zeit nahm ich die Aufgabe ernster, bemühte mich mehr und erntete den Erfolg. Jetzt betreibe ich mit Healthy Habits meinen dritten Blog und habe mehrere Bücher geschrieben. Ohne jemals davon geträumt zu haben.

Falls du schon eine Ahnung hast, was du gern tun möchtest oder gar Tausend Dinge tun willst, such dir etwas davon aus und fang an. Du musst nicht gleich dein ganzes Leben darauf verwetten, sondern nur anfangen. Mal den kleinen Zeh ins Wasser halten. Du wirst schnell merken, ob es so schön ist, wie du es dir vorgestellt hast.

Der Autor Scott Adams schwört darauf, nach Systemen zu leben, wenn man nicht weiß, was man will. Diese Systeme erhöhen seine Chancen, die Dinge zu erleben, die er wirklich will.

Angenommen, du möchtest Autor werden. Anstatt dir vorzunehmen, einen Bestseller zu schreiben, solltest du nach dem System „Autor“ leben. Was machen Autoren? Schreiben, schreiben, schreiben. Und sicher ein paar andere Dinge wie Lesen, Schreiben lernen, sich mit Autoren austauschen. Aber vor allem Schreiben. Ob daraus ein Bestseller entsteht, wird man sehen. Aber nur vom Ziel „Bestseller“ kommt auch nichts.

Das Fazit meines Ratschlags ist: Lass dich nicht lähmen. Denke nicht über alle Optionen nach, sondern komme ins Tun.

Weitere Inspiration in diese Richtung findest du in meinem Text über das menschliche Potential: Warum es keine Naturtalente gibt und wie wir selbst außergewöhnliche Fähigkeiten entwickeln können.

4. Andere Dinge sind wichtiger

Die Bedeutung von Karriere wird aus meiner heutigen Sicht überschätzt. In seinen 20ern mag man noch voller Tatendrang sein und meinen, sich über die Arbeit zu definieren. So war das bei mir auch. Aber irgendwann kam die Einsicht: alles nicht so wichtig.

Seien wir mal ehrlich: Wir wollen alle glücklich sein. Das ist das ultimative Oberziel. Mit verschiedenen Mitteln versuchen wir, dieses Ziel zu erreichen. Ein Job, der immer Spaß macht, uns viele Freiheiten lässt und auch noch Geld bringt, soll oft ein solches Mittel sein. Aber häufig sind wir auf dem Holzweg. Wir reden uns immer wieder ein, womit wir glücklich sein würden, nur um später festzustellen, dass wir es nicht sind. Meine vollständige Argumentation dazu findest du in dem Text Schiebst du dein Glück vor dir her?.

Ich habe irgendwann festgestellt, dass eine Karriere nur begrenzt wichtig ist. Sie ist eigentlich kein Mittel, um glücklich zu werden, sondern hauptsächlich, um sich finanzieller Sorgen zu entledigen und folglich mehr Zeit für Dinge zu haben, die tatsächlich glücklich machen. Das bin ich, wenn ich etwas für meine Gesundheit mache, lerne, erlebe und liebe Menschen um mich herum habe. Früher oder später gelangt vielleicht jeder zu dieser Erkenntnis und wird sich dann fragen:

„Warum habe ich mir damals eigentlich diesen Stress gemacht?“


Foto: Traumjob von Shutterstock

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35 Kommentare

  1. Hallo Patrick,

    fühlt sich an als wäre der Artikel für mich geschrieben worden. Ich werde jetzt da rausgehen und was machen, denn irgendwas ist besser als nix. Schluss mit der Lethargie!

    Vielen Dank und einen wunderschönen Tag!
    Judith

    • Hallo Judith,

      gute Entscheidung! Wenn du nicht weißt, was du machen sollst, mach erstmal irgendwas. Der Rest ergibt sich.

      Viele Grüße,
      Patrick

  2. Sehr guter Artikel. Passt voll auch auf meine aktuelle Situation. Glücklicherweise habe ich seit kurzem etwas gefunden was mich total neugierig gemacht hat und angefangen darüber zu lernen. In meinem Fall ist es nichts konkretes aber immerhin eine Richtung. Es reicht schon einfach in etwas ein wenig einzutauchen dann sieht man schon ob die Neugierde wächst oder nicht. Curiosity ist seht wichtig wir ich meine.

  3. Hallo Patrick,
    das ist genau das Problem, das mich seit vielen vielen Jahren beschäftigt und quält. Es ist wahr, etwas zu machen ist besser als stehenzubleiben. – Ich mache seit Jahren nichts…seit so langer Zeit bin ich unzufrieden mit meiner Situation, ändere aber einfach nichts daran: Aus Angst davor, die falsche Entscheidung zu treffen und davor, dass mit der neuen Entscheidung alles noch „schlimmer“ werden könnte. Ab und zu habe ich Ideen und mache mir Gedanken und Pläne, verwerfe sie dann aber doch wieder und wieder passiert nichts. Ich nehme an, das kennen viele, die sich von diesem Artikel angsprochen fühlen?
    Dein Artikel macht mir Hoffnung und gibt mir Mut, dass ich doch auch bald einen entscheidenden Schritt zur Veränderung machen kann, danke dafür :)

    • Hallo Julia,

      schon ein kleiner Schritt kann zu einem entscheidenden Schritt werden. Fang mal ganz klein an. Mach irgendwas anders, als seit „vielen vielen Jahren“.

      Viele Grüße,
      Patrick

  4. Hi Patrick,
    manchmal habe ich das Gefühl, dass wir Deutschen uns bei diesem Thema noch schwerer tun. Als müssten wir schon in Jungen Jahren die Weichen für unser ganzen Leben stellen. Dabei besteht das Leben aus vielen kleinen Schritten und der Weg verläuft nur selten geradlinig. Erst mit der Zeit entdecken wir unsere eigenen Interessen und Talente, neue Türen und Möglichkeiten öffnen sich. Wir brauchen nur den Mut Chancen wahrzunehmen und auch einfach neue Wege zu gehen. In den USA ist es ganz normal komplett unterschiedliche Jobs in seinem Leben zu haben. Unser Leben ist die Summe all unserer Erfahrungen, von daher sehe ich es als Bereicherung an zwischendurch die Richtung zu wechseln und offen für Neues zu sein.

    • Hallo Claudia,

      ja, es ist bestimmt auch eine kulturelle Frage. Wir Deutschen mögen Sicherheit und Beständigkeit. Das ist auch nicht schlecht, kann aber hemmen.

      Viele Grüße,
      Patrick

  5. Hallo Patrick,
    ich finde man wird niemals wissen was man tun will. Das ist halt so. Aus dem Grund kann man eigentlich nur ausprobieren und wenn es einem nicht gefällt muss man halt etwas neues anfangen. Wenn man dann sich dann langsam zu etwas hin entwickelt das einem gut gefällt so ist das schon sehr gut.

    Ein Studium zu wählen ist in Deutschland eigentlich relativ einfach. Vergleicht man mal, dass man mit geringen oder gar keinen Schulden den Abschluss machen kann. Denkt man hier an Amerika, Kanada, Australien oder Neuseeland so sind die Absolventen anschließend hoch verschuldet und gezwungen in diesem Job tatsächlich zu arbeiten da sie ihre Schulden begleichen müssen. In Deutschland könnte man nach dem Abschluss auch direkt ein anderes Studium anfangen.

    Ich persönlich habe Probleme eine Entscheidung zu treffen, wenn alle Entscheidungen gleich gut sind. Das ist verwirrend weil es keine Kriterien gibt nach denen man das Beste auswählen könnte. Alles ist gleich, was soll man also wählen? Eigentlich egal aber trotzdem nicht leicht.

    Was Du unter 4 geschrieben hast ist wohl dann Lebenserfahrung die man irgendwann sammelt. Bis es soweit ist sieht halt alles ganz kompliziert aus.

    Gruß Markus

    • Hallo Markus,

      ich habe gelesen, dass sich Menschen mit Entscheidungen schwerer tun, je ähnlicher sich die Optionen sind. Das lese ich auch bei dir heraus, ist also völlig normal. Sich dessen bewusst zu sein hilft vielleicht schon.

      Damals in meiner Agentur habe ich gelernt, vor allem kleinere Entscheidungen spontan und ohne großes Abwägen von Argumenten zu treffen, wenn die möglichen Ergebnisse ähnlich waren. Es war einfach nötig geworden, um mich nicht an jeder Kleinigkeit aufzureiben. Damit bin ich gut gefahren.

      Viele Grüße,
      Patrick

      • Hey Patrick,
        Ja ich denke Wissen hilft ungemein. Dann weiss man zumindest, dass es gar nicht so wichtig ist und kann einfach aus dem Bauch entscheiden. Vermutlich weiss man dann auch, dass wenn man sich noch länger mit der Entscheidung schwer tut man andere Probleme (Zeitnot) haben wird und man ist gezwungen schnell zu handeln. Ich lese aus Deinem Text Erfahrungen mit diesem Problem heraus.

        Gruß Markus

  6. Hallo! Mein 2. Kommentar ;-) Ich kann mich Judith anschließen, ich hatte beim Lesen das Gefühl, der Artikel wäre für mich geschrieben worden – für mich vor ziemlich genau einem Jahr. Da hatte ich große Entscheidungsprobleme und tat mir schwer, mein Leben auszurichten. Die Angst, beim Öffnen einer Tür hundert andere zuzuschlagen, war groß und lähmend. Wie ich da wieder rausgekommen bin? Ich habe mir bewusst gemacht, dass es besser ist, etwas – egal was – als gar nix zu tun. Das, was ich dann getan hab plus ein paar glückliche Zufälle (ob das wirklich Zufälle waren?;-) haben mich dann zu einem Traumjob geführt, den ich mir vorher gar nicht hätte ausmalen können. So läuft das, wenn man der Lethargie keine Chance gibt, davon bin ich überzeugt.

    Toller Artikel Patrick, schön geschrieben!

  7. Hey,
    Schöner Artikel. Ich teile deine Ansicht was die Karriere angeht und die Entscheidungen. Jetzt mit Mitte 30 sehe ich einiges auch viel entspannter.
    Was mir aber immer wieder auffällt ist, dass viele keine Entscheidungen treffen, weil sie Angst vorm Scheitern haben. Wir haben keine Kultur der Scheiterns in unserer Gesellschaft und das schafft Angst. Denn auf jeden der mal scheitert, auf den wird mit dem Finger gezeigt. Unsere Gesellschaft erwartet in vielen Bereichen Perfektion und das lähmt ungemein. Ernst wenn man sich selbst zugesteht auch mal etwas falsch machen zu dürfen, erst dann entspannt sich die ganze Situation für einen selbst. Dafür bedarf es aber entweder ein gutes Selbstbewusstsein oder eine Umgebung die auch ein eventuelles Scheitern akzeptieren würde.

    Wir müssen uns von dem Gedanken verabschieden, immer alles richtig machen zu können. Das geht nicht, denn im Nachhinein ist man immer Schlauer und.

    VG Alex

    • sehe ich genauso, die Angst lähmt, aber sie ist einem leider selten bewußt. Ich frage mich inzwischen – Buchtip: „Simplify your life“ – wenn etwas nicht weitergeht: Woran scheitert es eigentlich? Unlust? Fehlt etwas? Einkaufen? Informationen holen? Zeit? Und genau an diesen kleinen Dingen setze ich weiter an.
      Und: Seitdem ich alleine lebe, gehört mein Haushalt mir. Ich bin niemandem Rechenschaft schuldig, wenn ich Zutaten kaufe und beim Basteln scheitere. Es ist dann mein Geld und meine Zeit gewesen, nicht mehr. Das war für mich eine sehr wichtige Erkenntnis: Was passiert eigentlich, wenn ich experimentiere und dabei erfolglos bleibe? Meist nur Geld- und Zeitverlust, nicht mehr: Ich bleibe am Leben, meine Freunde verlassen mich nicht, ich muß nichts reparieren oder wiedergutmachen. (Ich gewinne sogar an Erfahrung – Lehrgeld.)
      Und ohne Erfahrung wird man immer im Dunkeln stehen bleiben. Woher soll ich wissen, was gut für mich ist, wenn ich mich nicht kenne? der erste Schritt ist ein wacher Geist: Fragen stellen, Antworten suchen, experimentieren, Gedankenspiele. Wer Informationen sammelt, kann zugreifen, wenn eine gute Gelegenheit geboten wird, weil er dann beurteilen kann (Bauchgefühl natürlich, denn die Informationen sind verstreut und nicht gebündelt), ob das was sein könnte.

  8. Zum Thema“ Ich weiß nicht was ich mit meinem Leben anfangen soll“ stelle ich mal folgende These auf:
    Ob man es wahrhaben will oder nicht, hat es die menschliche Natur (und auch die Gesellschaft) vorgesehen das man sich ab einen gewissen Alter (30+) mit dem Aufziehen eigener Kinder, und nicht mit irgendwelchen Sinnfragen beschäftigen soll.
    Klar kann man sagen, was interessiert mich in unserer digitalen Welt die menschliche Natur oder die Erwartungen der Gesellschaft, aber ich glaube so einfach kann man das nicht abschütteln.
    Ich kann mich selbst nicht davon ausnehmen, bin auch über 30 und habe weder Kinder noch einen akuten Kinderwunsch…daher handelt es sich wie gesagt auch nur um eine These die auf der Beobachtung meiner Umgebung beruht ;)

  9. Hallo Patrick,

    ein Klasse-Artikel.
    Passt genau auf meine Situation, meine Aufgaben.

    Entscheidungen treffen – es gibt kein Falsch und kein Richtig – Scheitern ist völlig natürlich – das (Bauch-) Gefühl mehr berücksichtigen – zu versuchen, im Hier und Jetzt zu SEIN – ins Handeln kommen – (Ur-) Vertrauen haben in seine Entscheidungen und in das Leben.

    Hatte ich schon gesagt, dass der Artikel Klasse ist ? ;-)

    Danke,

    Henrik

  10. Grüß Gott Healthy Habits!

    Vor kurzem bin ich auf euren Blog gestoßen, habe ihn für gut befunden, quer gelesen und mich vorallem (erschreckenderweise) in vielen eurer Artikel der Kategorie ‚Feel‘ wiedergefunden. Es ist schön, dass ihr in Worte fasst, was viele fühlen, sich aber nicht getrauen an die Oberfläche zu tragen und immer noch ein paar konstruktive Worte parat habt.
    Zwar ist dieser Artikel nichts für mich, weil ich seit jeher weis, was ich will und auch selten tue, was ich nicht will (so typisch ‚Bauchmensch‘) – aber es war gerade Zeit und deshalb trotzdem an dieser Stelle ich großes ‚Like!‘. Macht weiter so! :)

  11. Hallo Patrick, ein echt toller Blog, den Ihr da zusammen aufgebaut habt! Und er hat mich zum nachdenken angeregt. Niemand kann einem wirklich sagen, ob eine Entscheidung wirklich gut ist aber wenn man solange wartet, das die anderen Optionen wegfallen, ist es keine (Ent)scheidung mehr. Ich sehe jeden Teil meines Lebens als Bereicherung an und wenn sie noch so schlimm war, denn ohne die, wäre ich jetzt nicht da, wo ich Heute bin, hätte nie die Leute kennengelernt, die ich nun meine Freunde nennen kann und hätte nie die Bücher gelesen, die mein Denken komplett verändert haben. Wenn ich mich mit früher vergleichen müsste, würde ich mich selbst nicht mehr wiedererkennen. Später bereut man sowieso nur die Chancen, die man verpasst und nicht genutzt hat. Und der Weg zu seiner Traumbeschäftigung ist für mich sowas wie ein Lernprozess denn solange wir aus unseren Fehlern und Misserfolgen lernen, wurden wir nie niedergeschlagen.
    Ich weiß nur eins, mit jedem Schritt den ich gehe, weiß ich mehr und mehr, was ich später einmal machen will und werde.
    Ich entschuldige mich für das lange Kommentar aber das wollte ich einfach einmal gesagt haben. :)

  12. Ein sehr guter Artikel! Ich stamme aus einer Familie von „Zauderern“ und habe mir viele Gedanken über Entscheidungsfreudigkeit gemacht. Ich habe angefangen, sie ganz bewusst „im Kleinen“ zu trainieren, also bei Alltagsentscheidungen (zB beim Einkaufen im Supermarkt). Im Endeffekt lasse ich mein Bauchgefühl solche Dinge spontan entscheiden. Und durch dieses Training fallen mir auch größere Entscheidungen leichter. Vor allem merke ich, wenn ich nach der Devise lebe, mich FÜR etwas zu entscheiden, das mir gefällt, und dann nicht mehr weiterzusuchen, fühle ich mich gut. So habe ich damals die Uni gefunden, an der ich studiert habe, meinen Job gefunden, den ich gerne mache, und auch mein Hochzeitskleid ausgewählt. Wenn ich aber doch einmal anfange, über Entscheidungen nachzudenken, macht mich das – in diesem Moment – ziemlich unglücklich. Habe ich vorletztes Jahr so gehabt und im Nachhinein hätte ich mir die Monate des Grübelns und Schlechtschlafens auch ersparen können… Bei größeren Entscheidungen kann es zwar sinnvoll sein, dem Bauchgefühl noch mal ein oder zwei Tage zu geben, um sich eindeutig zu melden. Aber mehr braucht es eigentlich nicht (vorausgesetzt natürlich, man erlaubt es sich, das Bauchgefühl zu hören und blendet es nicht völlig aus). Was mich darüber hinaus auch zufriedener macht, ist, nicht über Entscheidungen nachzudenken. Die Situation ist dann einfach so, wie sie ist. Bin ich nicht zufrieden damit, kann ich sie immer noch ändern (das ist die gute Seite an den vielen Freiheiten, die wir haben).

  13. Danke, Danke Patrick für diesen Text

    Ich bin noch jung (16) aber denke ständig über meine Zukunft nach und ob ich nicht jetzt schon viel mehr hätte tun sollen.
    Ich mache mir ständig Sorgen darüber, ob ich später etwas bereue oder eine falsche Entscheidung treffe und oft führt das dazu, dass ich garnichts mache.
    Im moment bin ich total unentschlossen ich habe das Gefühl einen Druck zu haben unbedingt nur das perfekte zu tuhen, Entscheidungen fallen mir sehr schwer und ich habe keine Ahnung was ich mit meiner Zeit anfangen soll.
    Dann, weil ich nicht entscheiden kann was ich mache führt das oft dazu, dass ich einfach nur rumsitze, mit dem Handy gammele oder Videospiele spiele, wqas für den Moment spaß macht, weswegen ich aber ein schlechtes Gewissen bekomme, weil die Zeit „verschwendet“ wurde.
    In meinem Kopf ist der Gedanke eingebrannt, dass ich unbedingt super erfolgreich werden muss und ich frage mich ständig was ich in meinem Alter schon für meine Karriere hätte tun sollen.
    Wenn ich sehe wie manche 18 jährige schon zB. berühmt sind bekomme ich ein schlechtes Gewissen.
    Ich traue mich nicht wirklich ein Hobby anzufangen, denn oft steckt der Gedanke dahinter damit irgendwas zu erreichen und dann frage ich mich wieder: „was bringt mir am meisten?“
    Ich hinterfrage die Vergangenheit ständig; „hätte ich was besser machen sollen?“ „Sollte ich deswegen ein schlechtes Gewissen haben?“ „Was wäre wenn das anders gelaufen wäre?“ „wo wäre ich dann?“ „Habe ich meien Zeit genutzt?“ „Habe ich meien Zeit genossen?“ „Werde ich teile meines Lebens später bereuen?“
    usw…
    Ich muss diese Einstellung loswerden, ich werde immer Träger und ich weiß warum aber ich traue mich nicht ganz irgendetwas abzuwerfen, oder damit aufzuhören, weil ich es ja eventuell bereuen könnte.
    Ich versuche mir immer alle Möglichkeiten offenzuhalten, will mich nicht Entscheiden…

    Und ich frage mich ständig: „Habe ich mir meine Lebenszeit in den Letzten jahren deswegen zerstört?“
    „Wieviel kann man noch retten, wieviel ist schon verloren?“

    Ich bin mir bewusst, dass ich noch vor dem Großteil meines Lebens stehe, trotzdem ich bin ein Perfektionist – leider – ich kann den Gedanken nicht ertragen für immer etwas bereuen zu müssen.

    Dein Text hat mir sehr geholfen, ich werde in den nächsten Tagen mir weitere Beiträge von dir durchlesen und einen Tipp nach dem anderen versuchen anzuwenden.

    Nochmal ein großes DANKE von mir

    mfG Lukas

  14. Ein sehr schöner Artikel! Mir ging es letztens auch so, dass ich wie gelähmt war. Teils wegen den verschiedenen Möglichkeiten, teils wegen der Angst, zu versagen oder dem Druck, den ich mir selber mache, perfekt sein zu müssen. Ich mag die Bücher von Barbara Sher und lese gerade Wishcraft. Dort finden sich auch einige Tipps, wenn man verschiedene Dinge will. Mein Problem ist auch, dass ich ungeduldig bin. Ich will dann sofort immer alles, nicht nur das größte Stück, sondern gleich den ganzen Kuchen. Aber das Gras wächst eben nicht schneller, wenn man daran zieht. Danke dir eure Inspiration!

  15. Hey Patrick,
    erstmal danke für deinen Blog Beitrag.
    Mir bleibt immer die Luft weg, wenn ich solche Texte lese wie die von dir. Mir geht es genau so wie „Tina“. Ich hab mein Abitur geschafft und nun weiß ich nicht weiter :( Ich gehe ab Oktober zur Bundeswehr, allerdings weiß ich, dass ich das später nicht arbeiten will (eben aus den Gründen, die du im Artikel beschreibst, das „sich nicht festlegen wollen auf einen Job“ und mit 12 Jahren Verplichtungszeit macht mir das die Entscheidung auch nicht leichter. Meine Eltern machen auch ständig Druck, ich soll mich wo bewerben, aber das das für mich nicht so leicht ist, wollen sie nicht verstehen.
    Mittlerweile denke ich mir, ich mach jetzt eine Ausbildung, auf die ich eben „Bock“ habe und wenn mir der Job irgendwann nicht mehr gefällt, probiere ich eben was neues aus :) Das ist das einzige, was mir zur Zeit einen Lichtblick gibt in meinem Leben.

    ~ Liebe Grüße Sonja

    • Hallo Sonja, aus eigener Erfahrung: tu das nicht! Ich bin seit 7 Jahren bei der Bundeswehr und dachte immer, die Sicherheit bringt mir (bin ganz knapp über 50) ein gutes Gefühl. Das tut es aber nicht. Die Bundeswehr ist keine Lösung, sonder nur ein Hort der Leute, die weiter auf die nächste Beförderung geiern. Es geht schon lange nicht mehr um die Sache.

      Gruß, Jürgen

      • Hey Jürgen,
        vielleicht hätte ich erwähnen sollen, dass ich dort „nur“ ein freiwilliges Wehrjahr machen. Ich glaube das eine Jahr tut mir ganz gut, aber danach würde ich es auch nicht weiter machen wollen!
        Aber trotzdem danke für deinen Kommentar :)
        ~Liebe Grüße Sonja

  16. Moin Patrick,
    als ich vor knapp 2 Jahren durch Zufall über diesen Artikel gestolpert bin, ging ich noch zur Schule und habe mir viele Gedanken über meine Zukunft gemacht. Ich war hin- und hergerissen zwischen einem doch sehr anspruchsvollem Studium und einer Ausbildung. Ständig war ich am überlegen, welcher Weg wohl der Richtige sei und hatte Angst, mich falsch zu entscheiden.
    Dieser Artikel hat mich sehr zum Nachdenken gebracht.
    Letzendlich habe ich mich gegen das Studium entschieden, zu dem mir unzählige Lehrer/Freunde/Verwandte und Bekannte aufgrund des höheren Verdienstes und der besseren Karrieremöglichkeit geraten haben und auf eine Ausbildung beworben, die mich eigentlich schon seid langem interessierte.
    Inzwischen habe ich das Abitur in der Tasche, hab meine Ausbildung gestartet, die mir sehr viel Spaß macht, wohne in einer tollen neuen Stadt in einer tollen WG und bin echt zufrieden. Ohne diesen Artikel mit seinen vielen Anregungen wäre es dazu vielleicht nie gekommen, vielen Dank dafür!!!

    Liebe Grüße
    Leonie

    • Hallo Leonie,

      vielen lieben Dank für dein Feedback zwei Jahre später. Ich freue mich, dass du mit deiner Entscheidung so zufrieden bist. Das ist noch viel wichtiger als höhere Verdienstmöglichkeiten. Die hat man mit einem Studium übrigens auch nicht unbedingt abonniert. Ich kenne einige Nicht-Studierte, die wesentlich mehr verdienen als manche Studierte.

      Mach weiter so,
      Patrick

  17. Lieber Patrick!
    Damke für deinen tollen Artikel hab ihn wirklich sehr anregend empfunden! Kann mich total in diese Lage hineinversetzen, hane vor ca 1 1/2 Jahren die Matura/das Abi gemacht und mich danach so gestresst was ich machen sollte dass ich vom den jetzt sogar einen tinitus bekommen habe… Und all der stress und druck hat mich in Wahrheit auch nicht besser oder klüger gemacht….
    Hab dann ein FSJ gemacht und bin gerade im Ausland unterwegs aber das mitn reisen stimmt wohin gührt es einen wenn man tief drinnen nicht weiß was man will? Ich werde im Jänner /Februar heimkommen und dann deinen Rat befolgen und einfach mal mit irgendetwas anfangen denn das ganze vor einen hinschieben bringt auch nichts
    Danke für deinen tollen und einfühlsamen Artikel :)

  18. „Mal kleinen Zeh ins Wasser halten“ und gucken wie es einem im Wasser gefällt.. Ein Wundervoller Text der mich in meiner Starre ordentlich durchschüttelt und mir wieder Mut gibt einfach loszugehen und etwas zu tun! Denn irgendwas zu tun ist besser als nichts zu tun. Und verdammt, ist das wahr! Vielen Dank für die Inspiration :-)

    Beste Grüße,
    Teresa

  19. Das ist der Wahnsinn, wie als ob ich den Text geschrieben habe. Ohne Witz.
    Sehr toll! Vielen Dank :)

  20. Hallo Patrick,
    vielen Dank für Ihren schönen Artikel, was zu meinem augenblicklichen Zustand sehr passt. Ich have gerade meine Stelle angekündigt. Jetzt habe ich auch viele Freiheit, aber ich weiß doch noch nicht, was ich aus meinem Leben machen möchte. Jeden Tag frage ich mich, was ich machen soll und was soll ich machen. Ich kann nicht einmal, eine zufriedende Frage zu finden.
    Aber wie Sie gesagt haben, ich soll mich nicht lähmen. Ich soll aktive bleiben, etwas zu machen. Alles wird gut sein.
    Vielen Dank.

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