20 (absurde) letzte Worte, die du garantiert nicht sagen wirst

An einem ganz normalen Tag wirkt alles wichtig: Wir möchten den Chef zufriedenstellen, bei Facebook auf dem Laufenden bleiben und 2,5 Kilogramm abnehmen. Doch was wirklich von Bedeutung ist, begreifen wir häufig erst am Ende unseres Lebens. Es gibt einiges, das wir dann bereuen werden. Doch diese 20 Dinge hat garantiert noch niemand auf seinem Sterbebett gesagt:

  1. „Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen!“
  2. „Ich bin so froh, dass ich keine Lücke im Lebenslauf habe!“
  3. „Gut, dass ich auch auf Arbeit ging, als ich 40 Grad Fieber hatte!“
  4. „Ich wünschte, ich hätte mehr Geld!“
  5. „Ich hätte mehr Schuhe kaufen sollen!“
  6. „Ich hätte mehr Versicherungen abschließen sollen!“
  7. „Ich hätte mehr Zeit bei Facebook verbringen sollen!“
  8. „Ein Glück, dass ich immer wusste, was Prinz William und Kate so treiben!“
  9. „Bloß gut, dass ich alle 11 Staffeln von DSDS gesehen habe!“
  10. „Ich bin froh, dass ich die Weltreise damals nicht gemacht habe!“
  11. „Ich hätte weniger Sport machen sollen!“
  12. „Gut, dass ich immer die fettarme Milch gekauft habe!“
  13. Bin ich zu dick?
  14. „Gut, dass ich den Kontakt zu meinen Freunden habe einschlafen lassen!“
  15. „Ich hätte mich öfter ärgern sollen!“
  16. „Gut, dass ich alle Erwartungen an mich erfüllt habe!“
  17. „Ich wünschte, ich hätte öfter auf meinem Recht beharrt!“
  18. „Gut, dass ich nie gesagt habe, was ich wirklich denke!“
  19. „Gut, dass ich nie das Buch geschrieben habe, das ich schreiben wollte!“
  20. „Gut, dass mir alle ausgeredet haben, ich könnte mehr aus mir machen!“

Im Angesicht der Endlichkeit des eigenen Lebens klingen diese letzten Worte absurd. Doch an einem ganz normalen Tag wirkt das Ende ganz weit weg. Wir haben das Gefühl, noch viel Zeit für die wichtigen Dinge zu haben – nur jetzt gerade nicht – und schieben sie auf. Stattdessen verwenden wir unsere Zeit auf Dinge, über die wir am Ende des Lebens die Hände über dem Kopf zusammenschlagen würden.

Ich habe Angst davor, irgendwann mit Bedauern auf mein Leben zurückzuschauen. Daher hinterfrage ich mich immer wieder. Bin ich noch auf dem richtigen Weg? Kümmere ich mich um Dinge, denen ich einen Sinn geben kann? Das ist manchmal quälend, ja. Aber noch quälender wird es sein, wenn ich nichts mehr daran ändern kann.

Sterbende bereuen keines dieser 20 Dinge. Sie bedauern vielmehr, sich nicht selbst mehr Glück erlaubt zu haben. Sie bereuen, nicht den Mut gehabt zu haben, ihr eigenes Leben zu leben und ihre Gefühle auszudrücken und, dass sie den Kontakt zu Freunden verloren haben. Ich wünsche mir und dir, dass du dir diese Reue ersparst.

Wenn du dich das nächste Mal ärgerst, du etwas unbedingt haben möchtest oder du an einer größeren Aufgabe arbeitest, stelle dir diese eine Frage:

„Wird das in einem Jahr noch wichtig sein?“


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20 absurde letzte Worte, die du nie sagen wirst


26 Kommentare

  1. Hallo Patrick,
    ein toller Artikel, danke dafür! Im Alltag sind die meisten so in ihrem „Hamsterrad-Wahnsinn“ gefangen, dass sie über die Endlichkeit ihres Lebens gar nicht nachdenken. Erst im Nachhinein kommen einem dann viele Dinge und sogenannte Problem völlig trivial vor.
    Zu diesem Thema kann ich übrigens noch das Buch „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ von Bronnie Ware, einer Sterbebegleiterin empfehlen. Die Menschen, die sie trifft, stellen viel zu oft fest, dass sie ihre eigenen Wünsche hinten angestellt und zu viel gearbeitet haben, dass sie sich zu wenig Zeit für Familie und Freunde genommen und – vor allem – sich nicht erlaubt haben, glücklich zu sein.
    Liebe Grüße,
    Dominique

    • Hallo Dominique,

      vielen Dank für deinen Kommentar!
      Das Buch von Bronnie Ware habe ich zwar nicht gelesen, aber es hat diesen Artikel dennoch inspiriert. Das ging vor einiger Zeit mal durch die Medien und seitdem ließen mich diese Gedanken nicht mehr los.

      Viele Grüße,
      Patrick

  2. Danke für diesen Artikel. Gerade heute habe ich zu hören bekommen daß ich ja nun schon etwa die Hälfte rum hätte, was durchaus nicht böse gemeint war. Es sollte mir vielmehr helfen endlich aus dem Hamsterrad auszubrechen, und wieder LEBEN zu können.
    Ich weiß nur nicht warum ich immer noch zögere und Angst habe. Mittlerweile bin ich ziemlich krank von all dem Stress, und wenn ich so weiter mache, dann gehe ich dabei drauf. Ich habe mir schon eine Liste gemacht mit meinen Plänen, also wie ich mir notfalls ein wenig Geld hinzuverdienen kann. Lustigerweise WEISS ich daß es klappt, aber es kommt noch nicht bei mir an. Ich WEISS ich brauche keine Angst zu haben, ich werde immer so viel Geld haben wie ich brauche, und es wird sich iimmer ein Job auftun. Doch der erste Schritt ist so schwer…. Und die Angst dennoch vorhanden.

    Deswegen: Danke für die Anregung mit diesen Sätzen.
    Ich habe gerade selbst einen Eintrag geschrieben in dem ich mir ein paar tiefere Gedanken gemacht habe. Aber mir hilft es irgendwie besser wenn ich solche Gedanken von Anderen höre, ich weiß nicht warum.

    Eine wirklich tolle Seite habt ihr auf die Beine gestellt. DANKE!

    Liebe Grüße,
    Sandra

    • Hallo Sandra,

      vielen Dank für dein Lob!
      Ich denke, Ängste sind völlig normal. Kaum jemand krempelt sein Leben um, ohne zu zweifeln. Wir haben vorhin gerade über Zweifel gesprochen, denn wir haben sie auch immer wieder. Manchmal schreibe ich sogar darüber: http://101places.de/meine-zweifel

      Eine Liste ist schon mal ein guter Anfang. Damit sollte es allerdings nicht aufhören. Suche dir nun eines dieser Projekte aus und mache einen Schritt-für-Schritt-Plan mit ganz kleinen Schritten, die du sofort beginnen kannst.

      Fortschritt wird sich gut anfühlen 🙂

      Viele Grüße,
      Patrick

  3. Hallo Patrick,

    ich habe mir die Liste ausgedruckt – sie bringt es auf den Punkt!
    Vielleicht könnt ihr sie ja irgendwann auch grafisch aufbereiten, würde bestimmt Anklang finden.

    Viele Grüße,
    Paul

  4. Richtig super! Bei mir geht es schon los, wenn ich mal richtig krank bin. Dann werden auch so viele Sachen nichtig, die sonst eher im Vordergrund stehen, hauptsache ich werde wieder gesund und damit glücklich(er).

    Danke für die Liste. Vieles davon ist so absurd..also in dem Sinne, dass wir diesen Dingen im Leben viel zu viel Aufmerksamkeit schenken.Mal schauen. Vielleicht hänge ich es im Büro auf. 🙂

  5. Hey Patrick,

    yeah, wenn der Deckel zuklappt möchte ich mich nicht sagen hören „ach hätte ich doch…“. Bis dahin möchte ich alles gemacht haben, wenigstens versucht haben oder grad auf dem Weg dahin sein. Auf die letzte Reise kannst Du Dein Geld nicht mitnehmen, also sammel ich Situationen, Erfahrungen und Erinnerungen. Deshalb mache ich alles was mir einfällt. Und manchmal ist es einfach wieder an der Zeit für irgendeinen kranken Scheiss. Ein Heidenspaß! 😉

    Grüße,
    Oliver

  6. Toller Artikel! Das passende Buch zum Artikel von „Bronnie Ware – 5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ braucht man übrigens nicht unbedingt zu lesen..zuviele Informationen über die Autorin und zu wenig zum eigentlichen Thema. Über die 5 beschriebenen Dinge sollte man aber trotzdem einmal etwas genauer nachdenken!

    Beste Grüße,
    Florian

    • Hi Florian,

      mir genügen auch schon die fünf Erkenntnisse, die die Dame hatte. Damit ist wahrscheinlich das meiste gesagt 🙂

  7. Hey,

    super Post! Das eine bringt dich zum Schmunzeln, das andere zum Weinen. Ich habe auch das Buch von Bronnie Ware gelesen und ich glaube, wir sollten uns alle mehr trauen.
    Sollten verdammt nochmal rausgehen und die Welt mit unseren Träumen stürmen. Am Ende bereuen wir die Dinge, die wir hätten tun können, aber doch nicht getan haben. Und zu was wir alles in der Lage sind, das wissen wir erst, wenn wir es versuchen. Also weniger Grübeln und mehr leben.

    “Ich hätte mehr Zeit bei Facebook verbringen sollen!” – einer der besten 😀 ..als ob man endlos viel Zeit hätte.

    Cheers,
    Mad

    PS: Hätte ich doch nicht kommentieren sollen 🙂

    • Hey Mad,

      und wahrscheinlich hast du diesen Post über Facebook gefunden, oder? 😉
      Na ja, wir könnten wahrscheinlich alle etwas weniger Zeit dort verbringen.

  8. Hey Patrick,

    echt ein tiefsinniger Blog! Leider vergessen wir aufgrund der Matrix, die uns von der Gesellschaft und den Medien vorgegeben werden zu leben! Es ist leicht, aber nicht einfach, jeden verdammten Tag sich zu erinnern, warum wir eigentlich leben.
    Ich hoffe, das ein grossteil der Menschen diese Auflistung ausdrucken, aufhängen und sich jedes mal die Frage stellen:
    „Wird das in einem Jahr noch wichtig sein?“

    herzliche Grüsse Gianluca

  9. Danke! Ähnliche Sätze habe ich auch immer im HInterkopf. Bei einer guten Freundin hat ein „Wenn du auf dem Sterbebett liegst, denkst du doch nicht: „Wie gut, dass ich mit diesem Mann aus Nostalgie und Mitleid zusammengeblieben bin!“ “ geholfen sich aus einer negativen Beziehung zu lösen. Danach war sie glücklich wie nie zuvor. Das war scheinbar der eindrücklichste Satz für sie.

  10. Diese Bücher passen auch dazu: „Die fünf Geheimnisse, die Sie entdecken sollten, bevor Sie sterben“ (Izzo) sowie „Simplify your Life“ (Küstenmacher).
    Ich glaube aber, daß mir Euer Artikel und auch solche Bücher deshalb nichts Neues mehr bringen, weil ich schon immer das gemacht habe, was mir richtig erschien. Ein Beispiel aus simplify-Reisen bringt es wunderbar auf den punkt: Wer im Urlaub „Erholung“ sucht, kann auch zu Hause bleiben, ins Gasthaus, Schwimmbad/Sauna gehen und einen Babysitter bezahlen. Wer auf Rhodos ist und über die lauwarme Dusche nörgelt, hat jedenfalls was falsch gemacht. – Und dasselbe gilt für den Alltag. Wer musiziert/kreativ ist/sich bewegt/Kontakte pflegt, hat keine Zeit zum Fernsehen oder übermäßigen Putzen. Andersrum habe ich neulich beschlossen, mich nicht mehr darüber zu ärgern, daß ich mittlerweile 1 Stunde PRO TAG in die Wäsche stecken muß (Großfamilie!), obwohl ich mir die Arbeit schon stark verkürzt habe: Es ist mir wichtig, daß alles sortiert und zusammengelegt in den Schränken liegt, also ärgere ich mich ab sofort nicht mehr über den Zeitverlust. Doch bei jeder Hamsterrad-Tätigkeit muß man sich wieder neu fragen, wie wichtig sie einem ist. Mut zur Lücke!
    Kinder helfen einem dabei, das Wichtige zu tun. Wer sich nicht organisiert, geht dabei leider unter.

  11. Ich werd mir diesen Artikel sicher noch ausdrucken, er hilft ungemein beim Reflektieren. Obwohl glücklicherweise nur wenige der gelisteten Gedanken (noch) in meinem Kopf sind. Manche nur dann und wann. Hin und wieder muss man seine Prioritäten neu ordnen und dann ist ein Anstoß wie dieser Post äußerst nützlich. Gedanklich ausmisten kann sicherlich jeder von uns noch, um sich dann mit den für ihn/sie wirklich wichtigen Dingen auseinanderzusetzen.

    Liebe Grüße,
    Yvonne

  12. Dieser Artikel macht schon nachdenklich. Ich werde mir das auf jeden Fall ausdrucken – zum immer mal wieder durchlesen und bewusst machen.
    Fast alles worüber wir uns heute ärgern ist in einem Jahr tatsachlich völlig bedeutungslos.
    LG Christine

    • Hi Christine,
      ja, er soll nachdenklich stimmen. Umso besser, wenn er auch so aufgenommen wird. Schön, dass du bei uns mitliest!
      LG Jasmin

  13. Ein ganz großartiger Beitrag. Ich habe den wirklich schon über 20 mal im letzten Jahr gelesen und es tut immer wieder gut, um alles ins rechte Licht zu rücken.
    Ich beschäftige mich gerade ein bisschen mit Minimalismus, vor allem modischer Minimalismus, und dem Capsule Wardrobe Konzept. Dabei kleidet man sich im Alltag mit nur 37 Kleidungsstücken um ein wenig von der Konsumgesellschaft Abstand zu erhalten. Schließt ja auch an euren Punkt 5 „Ich hätte mehr Schuhe kaufen sollen!“ an.
    Und weil mich euer Beitrag immer noch so inspiriert, habe ich meine eigene Version über Mode gemacht. Um zu zeigen, dass die neue teure Handtasche vielleicht doch nicht so wichtig ist, wie wir gerade denken.
    http://recklessly-restless.com/10-absurde-letzte-worte-mode-wie-wichtig-ist-mode/

    LG Anne

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