Warum eine „Crash-Diät ohne Sport“ nichts bringt

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In meinem letzten Artikel habe ich über meine Learnings zu Ernährung und Sport in den letzten Jahren geschrieben. Falls du ihn noch nicht gelesen hast, lege ich ihn dir jetzt ans Herz, denn dann wirst du meine Sicht auf Diäten besser verstehen.

Diäten sind schon seit Jahrzehnten ein weit verbreiteter Wunsch. Immer wieder meint jemand die ultimative Lösung für unser Übergewicht gefunden zu haben. Das lassen sich die Medien nicht entgehen.

Die Zeitschrift Bild der Frau hat unter den wöchentlich erscheinenden Frauenzeitschriften im ersten Quartal 2014 die höchste Auflage mit knapp 900.000 Stück. Die darin regelmäßig erscheinenden Diäten versinnbildlichen den heutigen Ernährungsirrsinn: Gurken-Blitz-Diät, Nudel-Blitz-Diät, Hack-Diät, SOS-Schlank-Suppen etc. Was für ein Quatsch.

Haben die Autoren keine Ahnung oder tun sie nur so? Oder haben wir keine Ahnung?

Vielleicht haben Patrick und ich nur eine weitere der einzig wahren Meinungen im Ernährungs- und Diätendschungel. Was uns unterscheidet, ist: Wir folgen keinem Trend wie FDH, low-fat, low-carb & Co. – außer, dass wir für echtes Essen sind. Was das bedeutet und warum es gut für uns ist, haben wir bereits beschrieben.

Wir haben selbst Erfahrung im Ab- und Zunehmen gesammelt. Aus unseren Learnings hast du entnommen, dass wir erst jetzt einen Weg gefunden haben, um nicht mehr ständig Angst vor der Waage zu haben: mit Sport und echtem Essen.

Lass mich dir erklären, warum wir gegen Turbodiäten und sämtliche Diäten „ohne Sport“ sind:

1. „24-Stunden-Notfall-Diät“

Diäten sind kurzfristige Hau-Ruck-Aktionen, die keine langfristige Ernährungsumstellung bewirken. Die brauchen wir jedoch, um dauerhaft etwas zu ändern.

Selbst wenn es tatsächlich möglich wäre, in 24 Stunden an Gewicht zu verlieren – würdest du es mit deinen normalen Essgewohnheiten kurze Zeit später wieder draufhaben.

Solche „Turbo“-Aktionen bringen unserer Meinung nach nur Menschen auf falsche Gedanken, sich den Finger in den Hals zu stecken usw.

2. Mission: Impossible

Diäten schüren unrealistische Erwartungen an den Erfolg, sei es in Bezug auf die Dauer der Diät („nur 7 Tage!“), den Abnehmerfolg („6 Pfund!“) oder die Langfristigkeit („für immer!“). Damit ist die Enttäuschung – sprich: der Misserfolgvorprogrammiert.

Wir befürworten eine vorsichtige Herangehensweise. Versuche lieber eine kleine Umstellung (z. B. abends nicht zu naschen) ein paar Tage durchzuhalten, statt dir die Ernährung eines Mönchs für die Ewigkeit vorzunehmen! Du hältst es sowieso nicht durch. Stecke dir minimale Ziele für einen überschaubaren Zeitraum, an denen du fast nicht scheitern kannst.

3. Körper im Standby

Diäten lassen unseren Grundumsatz sinken. Der Körper schaltet in den Sparmodus und verbraucht einfach weniger Energie.

Nach dieser Durststrecke steigt der Grundumsatz nur langsam wieder an. Selbst eine normale Ernährung führt dann noch zu viel Energie zu (Gewichtszunahme).

Patrick hat genau das erlebt. Wenn du seine Geschichte und v. a. seine Erfahrungen mit Zucker und Diäten liest, wirst du dir das mit dem Hungern vielleicht nochmal überlegen. Er nahm in kurzer Zeit ca. 60 Kilo ab und bekam den Jojo-Effekt voll zu spüren. Erst jetzt hat er das Gefühl, sein Gewicht endlich im Griff zu haben. Wie das geht? Mit Bewegung!

4. Ohne Bewegung geht’s nicht

Bewegung ist der Hebel, der langfristig zum Erfolg führt, denn Bewegung und Muskeln steigern den Grundumsatz. Den musst du angehen, um dein Gewicht zu halten bzw. zu senken.

Erst seit ich intensives Bootcamp-Training mache, habe ich das Gefühl, dass ich nicht mehr ständig auf meine Ernährung achten  muss. Der Output ist groß genug, denn nach einer Stunde bin ich völlig erledigt. In den folgenden Tagen regeneriert mein Körper und ich habe Muskelkater. In Kombination mit viel Bewegung im Alltag (z. B. durch Erledigungen zu Fuß oder mit dem Rad) steigt aber mein Grundumsatz, was wiederum mein Ziel ist.

Wenn ich ohne Bewegung mein Gewicht halten müsste, fiele mir das sicher sehr schwer. Nicht nur der Output, sondern auch der mentale Ausgleich würde mir dann fehlen.

5. Bewegung hemmt den Hunger

Bewegung macht zufrieden und senkt gleichzeitig den Appetit. Ohne Sport abzunehmen ist daher noch viel schwieriger und selten nachhaltig.

Wenn ich abends zu Hause bin, habe ich viel eher Appetit, als wenn ich zum Sport gehe und abgelenkt bin. Wenn ich mich nicht vorher gerade ausgehungert habe, habe ich unmittelbar nach dem Sport auch keinen Hunger – erst nach einer Weile.

Insgesamt macht mir Sport Appetit auf gesünderes Essen. Ich esse lieber eine vollwertige Mahlzeit als Snacks vom Bäcker.

6. „Denke jetzt nicht an einen Snickers!“

Schokoriegel

Woran denkst du, wenn ich dir sage: „Denke jetzt nicht an einen Schokoriegel!“?

Na? Genau. Das ist das Problem von Diäten. Sie verbieten etwas und steigern dadurch das Verlangen. Das ist aus psychologischer Sicht ein großer Haken. Ob Kohlenhydrate, Fett, eine bestimmte Kalorienmenge – irgendwas ist immer tabu.

Für Patrick und mich ist nichts per se verboten. Wir leben zu 90% gesund, aber erlauben uns auch Süßes, Salziges oder Alkohol, wenn wir darauf Lust haben. Das ist besser, als absolute Verbote aufzustellen, die du nach wenigen Tagen wieder einreißt.

7. Für Jedermann und Jederfrau?

Diäten werden der Komplexität und Individualität unserer Ernährung nicht gerecht. Jeder Mensch ist unterschiedlich und reagiert anders auf eine bestimmte Ernährung. Es kann demzufolge keine allgemeingültigen Tipps für Jedermann und Jederfrau geben.

Für manche ist es einfacher, komplett auf etwas zu verzichten, statt gelegentliche Ausnahmen zu machen, z. B. bei Zucker. Wenn du allerdings etwas bestimmtes partout nicht essen darfst und dadurch bei deiner Motivation ins Wanken gerätst, bringt das nichts.

Allein bei Patrick und mir gibt es Unterschiede: Ich habe aber kein Problem damit, mir hin und wieder etwas zu gönnen. Ich werde nicht gleich süchtig oder laufe Gefahr die ganze Packung mit Dickmännern aufzuessen. Patrick fängt lieber gar nicht erst an. Wir sind eben verschieden.

8. „Jetzt den Nippel durch die Lasche führen!“ – oder: Wo ist der Trick?

Anleitungen, Tabellen und Diätpläne suggerieren, dass es schwierig ist, sich gesund zu ernähren. Besonders Trick-Diäten suggerieren, dass es ein Geheimnis gäbe.

Dabei ist allseits bekannt, dass wir die Energiezufuhr drosseln müssen, um abzunehmen. Nur das Wie im Alltag ist doch die Herausforderung.

Wir sind auch das einzige Tier, das Ernährungsberater braucht. Oder auch nicht, wenn wir uns nicht von der Industrie zu all den fertigen, künstlichen, bunt verpackten Kalorienbomben verleiten lassen!

Unserer Meinung nach ist es ganz einfach: Iss echtes Essen, dann klappt der Rest von alleine! Außerdem empfehlen wir unser Buch „Abgespeckt – 10 Gewohnheiten zum Abnehmen„. Darin zeigen wir dir, wie wir selbst nachhaltig abgenommen haben und wie auch du es mithilfe gesunder Gewohnheiten kannst.

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Sei kritisch, wenn du von Diäten mit großen Versprechungen hörst. Wenn du der Meinung bist, dass eine 3-Tages-Kohl-Diät super klappt – bitteschön. Wie immer schreiben wir nur, was für uns funktioniert.

Wie stehst du zum Trendthema Diät? Hast du selbst schon eine oder mehrere Diäten probiert? Wir freuen uns über deinen Kommentar!


Foto: Leerer Teller von Shutterstock

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