Wie ich vom Zucker loskam (und du es auch kannst)

// Hier findest du unser Buch: Ausgezuckert – Wie du vom Zucker loskommst //

Als ich bewusst meinen Zuckerkonsum reduzierte, hatte ich erstmals das Gefühl, mein Gewicht in den Griff zu bekommen. Zum ersten Mal in meinem Leben! Ich denke, wer Fett abbauen oder sein Gewicht stabilisieren möchte, muss beim Zucker anfangen. Zwar ist Zucker nicht der einzige Hebel, aber der größte.

Ein gesunder Zuckerkonsum ist allerdings nicht nur für übergewichtige Menschen wichtig. Auch schlanke Menschen können sich mit Zucker gesundheitliche Probleme einhandeln. Selbst wenn der Stoffwechsel mitspielt und sie kaum zunehmen, führt die Fruktose im Zucker dazu, dass sich eine Fettschicht um die inneren Organe legt. Dieses viszerale Fett fällt zwar kaum auf, ist jedoch schädigender als die sichtbare Fettschicht unter der Haut.

Und jetzt? Nie wieder Zucker?

Bevor wir nun alle in Panik geraten und Zucker aus unserem Leben streichen, möchte ich nicht verschweigen, dass Zucker in kleinen Mengen in Ordnung ist. Es soll uns allen weiterhin gegönnt sein, hin und wieder eine Süßigkeit zu genießen. Davon wird niemand krank. Und wenn du persönlich mit Zucker gut zurecht kommst: wunderbar.

Doch falls du unter den Folgen des Zuckers leidest, solltest du diesen Artikel etwas genauer lesen und über die Ratschläge mindestens nachdenken. Ich werde dir empfehlen, deinen Zuckerkonsum stark herunterzufahren. Für mich ist es leichter, in den meisten Situationen auf Zucker zu verzichten, als „ein bisschen darauf zu achten“. Mich ein klein wenig zurückzunehmen, funktioniert nicht. Ich bin eben süchtig nach Zucker. Da kann ich nicht nur ein Stück Schokolade essen.

Ein kompletter Verzicht auf Zucker ist heute allerdings nahezu unmöglich. Es ist theoretisch machbar, doch die Umstellung ist hart. Vor allem, wenn wir mit anderen Menschen zusammenleben. Dafür ist unsere Gesellschaft bereits zu sehr auf Zucker gepolt. Zuckerfreie Ernährung bedeutet daher nicht unbedingt, wirklich komplett auf Zucker zu verzichten.

Mir fällt es relativ leicht, mit wenig Zucker auszukommen. Da ich alleine wohne, kann ich nach meinen eigenen Regeln leben. Und Regeln sind für mich wichtig. Anstatt mich in jeder Situation neu zu entscheiden, ob ich das nun essen möchte oder nicht, halte ich mich an meine Regeln. Sie erleichtern mir das Leben und machen Rückfälle unwahrscheinlicher. Zu meinen Regeln kommen wir noch. Wenn du nicht allein lebst, wird es für dich etwas schwieriger sein – aber machbar ist es trotzdem. Vor allem, wenn du deinen Partner und/oder deine Kinder mit ins Boot holst.

Was passieren wird, wenn du weniger Zucker konsumierst

Wer so viel süße Dinge isst, wie ich es damals tat, der muss sich diesen süßen Geschmack erstmal wieder abgewöhnen. Der Geschmack wird sozusagen neu justiert und nach einer Weile schmeckt alles ein bisschen süßer, was du vorher gar nicht mehr als süß wahrgenommen hattest. Das ist eine gute Nachricht!

Allerdings musst du an diesen Punkt erst einmal hinkommen. Schließlich ist da dieses ständige Verlangen nach Zucker. Doch ich kann dir sagen, es lässt nach. Einige Leute berichten von mehreren Wochen. Bei mir waren es nur wenige Tage, was vielleicht auch daran lag, dass ich ein neues Verlangen erschuf: nämlich, meine Regeln nicht zu brechen.

Wenn ich auf Zucker verzichte, esse ich nicht nur gesünder, sondern auch weniger. Ich kann besser einschätzen, wann ich genug gegessen habe. Vermutlich erfüllt das Leptin (siehe letzter Beitrag) nun wieder seine Funktion, da sich weniger Insulin in meinem Körper befindet.

Meine persönlich größte Errungenschaft ist, dass ich erstmals das Gefühl habe, mit meinem Gewicht nicht mehr gegen Windmühlen zu kämpfen. Ich esse, wenn ich hungrig bin. Ich esse sehr gut und auch genug. Aber mein Gewicht sinkt leicht und scheint sich nun von selbst zu regulieren.

Was im Körper passieren muss: Insulin senken

Wie du spätestens seit dem letzten Artikel weißt, ist Insulin dafür verantwortlich, dass Energie in unseren Fettzellen gespeichert wird. Je mehr Insulin sich im Blut befindet, desto mehr Fett wird gespeichert. Wir sollten dafür sorgen, dass unsere Bauchspeicheldrüse weniger Insulin produziert. Das produziert sie immer dann, wenn unser Blutzuckerspiegel ansteigt. Je schneller und höher er steigt, desto mehr Insulin wird ausgeschüttet.

Die Lösung ist, weniger leicht verdaubare Kohlenhydrate zu konsumieren, um auch die Glukose zu reduzieren. Das heißt z. B. weniger Weißmehl, weißer Reis, Pasta – und vor allem Zucker. Den größten Effekt hat tatsächlich der Verzicht auf Zucker. Stattdessen sollten wir echte Lebensmittel konsumieren, die viele Ballaststoffe enthalten, denn die bremsen den Anstieg des Blutzuckerspiegels: Vollkornprodukte, Bohnen, Linsen, Nüsse, Gemüse und ganze Früchte.

Übrigens, dieser Tipp soll hier nicht fehlen: Auch Bewegung hilft. Denn wenn wir Muskeln aufbauen, erhöhen wir unsere Sensibilität für Insulin – somit muss nicht mehr so viel ausgeschüttet werden. Und je größer die Muskeln, desto mehr Energie kann dorthin transportiert werden, anstatt der Fettzellen.

So reduzierst du den Zuckerkonsum (fünf Regeln)

Im Folgenden findest du die Regeln, die ich selbst anwende, um weniger Zucker zu konsumieren. Für mich funktionieren sie sehr gut. Vielleicht kannst du dir etwas davon abschauen.

1. Trinke keinen Zucker

Ein Drittel unseres Zuckerkonsums kommt heute aus Getränken. Das sind schon etwa 33 Gramm Zucker – und damit mehr als der empfohlene Tagesbedarf. Schon in unseren Getränken ist mehr Zucker drin, als wir überhaupt zu uns nehmen sollten.

Meine wichtigste Regel ist daher, keine Kalorien zu trinken (Ausnahme siehe unten). Diese lässt sich am leichtesten umsetzen. Ich trinke daher keine Limonaden, keine Säfte, kaum Alkohol und schütte mir keinen Zucker in den Kaffee oder Tee.

Du magst denken, dass Fruchtsäfte doch gesund seien. Ja und Nein. Ich habe selbst lange Zeit verleugnet, dass Fruchtsäfte schädlich sein könnten. Sie haben nunmal einen sehr hohen Zuckeranteil – und der ist besonders problematisch, weil er so leicht zu verdauen ist.

Ob ich eine Orange esse oder sie auspresse und trinke: Das macht einen großen Unterschied! Beim Entsaften oder Auspressen zerstöre ich die Ballaststoffe, die dafür sorgen, dass mein Blutzuckerspiegel kontrolliert ansteigt. Stattdessen stürze ich mir nun ein Glas Zucker hinunter und mein Insulin geht durch die Decke.

Vom Zuckeraspekt her ist ein Glas Orangensaft damit kein Stück besser als eine Limonade. Klar, ein Saft mag noch viele Vitamine haben (kommt auf den Saft an). Doch wenn ich nicht gerade an Vitaminmangel leide, kann mein Körper mit den zusätzlichen Vitaminen ohnehin nichts anfangen. Sie werden einfach wieder ausgeschieden.

Daher trinke ich fast ausschließlich Wasser, Kaffee und Tee. Der Schwerpunkt liegt auf dem Wasser. Wenn ich Vitamine oder etwas Süßes zu mir nehmen möchte, esse ich eine ganze Frucht.

Ausnahmen: Wenn ich abends ausgehe und unter Menschen bin, dann bestelle ich mir kein Glas Wasser, sondern ein Bier oder Radler. Somit trinke ich Zucker, aber das kommt im Durchschnitt nur einmal in der Woche vor. Auch wenn ich bei Freunden mal ein Glas Saft gereicht bekomme, trinke ich es.

2. Frühstücke herzhaft

Früher habe ich alles Mögliche gefrühstückt: Hauptsache süß! Die ganze Kelloggs-Palette oder Brötchen mit Marmelade und gläserweise Nutella. Das ist aus meiner Sicht das Schlimmste, was ich morgens essen konnte. Selbst wenn ich nur wenig davon esse, weil der Kaloriengehalt ja so hoch ist, betrüge ich mich damit nur selbst. Mein Blutzuckerspiegel schießt in die Höhe, die Energie geht in die Fettpolster und zu allem Überfluss habe ich kurz darauf schon wieder Hunger, weil der Blutzuckerspiegel nach einem süßen Frühstück schnell wieder abfällt.

In den letzten Jahren frühstückte ich schon etwas gesünder. Auf dem Brötchen gab es mehr Abwechslung und anstatt Cornflakes gab es Müsli. Aber auch das war für mich noch nicht gut genug. Beim Müsli achte ich heute genau darauf, wie viel Zucker enthalten ist. Die meisten Müslis liegen bei etwa 20 Prozent. 20 Prozent Zucker in einem angeblich gesunden Lebensmittel! Solange ich dieses zuckrige Müsli aß, nutzte ich es auch immer wieder als Snack zwischendurch. Es war einfach zu verlockend.

Jetzt bin ich umgestiegen auf Müsli mit wenig Zucker. Der Anteil liegt nun bei ein bis fünf Prozent. Ich mache dir nichts vor: Das schmeckt nicht genauso gut! Aber es ist gesünder. Und ich esse automatisch weniger davon. Ich „snacke“ daran auch nicht mehr zwischendurch, sondern steige lieber auf Obst um.

Auch Marmelade und andere süße Aufstriche kommen bei mir nicht mehr auf den Tisch. Stattdessen esse ich Käse, oder auch mal Wurst. Dazu gern ein Ei, denn Proteine machen länger satt.

Satt zu sein, ist für mich sehr wichtig. Dass ich beim Frühstück auf Süßkram verzichte, bedeutet nicht, dass ich hungere. Im Gegenteil: Ich esse so, dass ich satt bin und nicht nach kurzer Zeit Heißhunger bekomme. Unsere Frühstücksideen ohne Zucker findest du hier.

3. Iss Früchte statt Süßigkeiten

Ich kaufe keinerlei Süßigkeiten mehr ein und esse sie auch nirgends. Wenn ich etwas Süßes möchte, esse ich Obst. Der Zucker in Früchten wird durch die Ballaststoffe viel langsamer verdaut. Außerdem erhalte ich beim Obst auch Vitamine und Mineralstoffe.

Am besten funktioniert das mit Saisonobst, denn in der Hochsaison schmecken die Früchte am besten und sind am süßesten. So sind sie ein guter Zuckerersatz.

4. Desserts und Kuchen sind eine Ausnahme

Ein Dessert oder ein Stück Kuchen soll bei mir wieder zu dem werden, was es früher einmal war: zu etwas Besonderem, das es vielleicht mal sonntags gab. Ich glaube, viele Menschen haben heute das Gefühl, nach fast jeder Mahlzeit ein Dessert zu „brauchen“ – was jedoch nur eine erlernte Sucht ist.

Wenn ich auswärts essen gehe, bestelle ich mir kein Dessert und ich kaufe mir auch keinen Kuchen beim Bäcker. Aber wenn ich zu Gast bin, esse ich alles normal mit. Dann merke ich allerdings sofort, dass ich mich nicht zusammenreißen kann. Ich esse dann mehr Kuchen, als notwendig wäre. Die Sucht ist sofort zurück!

Doch sobald ich wieder nach Hause gehe – in mein kontrolliertes Umfeld –, lebe ich problemlos weiter nach meinen Regeln. Daher kann ich die temporäre Sucht akzeptieren. Doch das müsste wahrscheinlich nicht sein. Ich glaube, die meisten Menschen würden dich unterstützen, wenn du ihnen erklärst, dass du auf Zucker weitgehend verzichtest, um gesünder zu leben. Daher kannst du auch in sozialen Situationen nach deinen Regeln leben.

Und wenn du einmal zu Hause ein Dessert für dich oder deine Familie machen möchtest, dann bereite es selbst zu. Frische Zutaten sind ohnehin besser und so kannst du den Zuckergehalt kontrollieren. Du kannst weniger Zucker verwenden, als auf dem Rezept angegeben ist.

5. Iss wenige verarbeitete Produkte

In den meisten verarbeiteten Produkten befindet sich Zucker. Wenn ein Lebensmittel eine Zutatenliste hat, ist sehr häufig auch Zucker enthalten. Dem kannst du nur entkommen, wenn du frische Lebensmittel kaufst – oder zumindest Produkte, die nicht mehr als zwei oder drei Zutaten haben.

Das heißt, keine Müsliriegel, Früchtejoghurts, Cornflakes, Ketchup oder fertige Saucen.

Stattdessen kaufe ich lieber den Naturjoghurt und füge selbst Früchte oder selten auch mal Honig hinzu. Anstatt der fertigen Salatsauce mache ich lieber selbst eine (und war anfangs erstaunt, wie leicht das geht). Und ich koche heute wesentlich häufiger als früher. Unsere gesunden Rezepte findest du hier.

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Können wir Zucker ersetzen?

Wenn wir unseren Zuckerkonsum einschränken sollen, wie sieht es dann mit Ersatz aus? Können wir auf etwas anderes ausweichen?

Grundsätzlich würde ich Honig oder natürliche Sirups wie Ahornsirup immer dem raffinierten Zucker vorziehen. Doch auch die sind nur in moderaten Dosen zu vertragen, denn der Inhalt ist im Prinzip der gleiche (Glukose + Fruktose). Um nicht unnötig viel Honig zu verwenden, kaufe ich am liebsten Mini-Honiggläser. Die gibt es in einigen Supermärkten in 3er-Packs oder im Biomarkt auch einzeln. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist bei diesen Gläsern zwar schlecht, aber ich verwende automatisch weniger davon.

Stevia ist ein weiterer natürlicher Süßstoff, der aus einer Pflanze gewonnen wird. Die gute Nachricht: Stevia hat keine Kalorien. Die schlechte: Stevia hat einen gewöhnungsbedürftigen Eigengeschmack, den ich nicht mag. Außerdem ist Stevia etwa 300 mal süßer als Zucker. Um ihn zu Hause überhaupt verwenden zu können, wird er industriell gestreckt. So richtig natürlich ist das dann schon nicht mehr.

Die Gewürze Zimt und Muskatnuss vermitteln auch einen leichten Eindruck von Süße. Zimt nutze ich häufig, um meinem Kaffee eine besondere Note zu geben. Aber Zucker ersetzen die beiden natürlich nicht wirklich.

Darüber hinaus gibt es eine große Auswahl an künstlichen Süßstoffen. Von denen würde ich die Finger lassen. Ein abschließendes wissenschaftliches Urteil steht noch aus, doch diese Süßstoffe sind vermutlich schlimmer als Zucker – obwohl sie keine Kalorien haben. Aber der Körper zeigt die gleiche Reaktion wie auf Zucker (Insulin) und wenn dann kein Zucker kommt, steigt das Verlangen nach einer echten Süßigkeit und nach Zucker nur umso mehr. Daher trinke ich seit einiger Zeit auch keine vermeintlichen Diätgetränke mehr. Die Kennzeichnung „keine Kalorien“ mag zwar wahr sein, aber ist trotzdem irreführend, da der Körper wie auf Zucker reagiert.

Einen sehr ausführlichen Artikel über Zuckerersatz und weshalb er nur Augenwischerei ist, liest du hier.

Deine Aufgabe: Mach dir eine Liste

Falls du nun motiviert bist, deinen Zuckerkonsum zurückzufahren, aber nicht weißt, wo du anfangen sollst: Erstelle eine Liste mit zuckerhaltigen Lebensmitteln, die du ab heute nicht mehr essen oder trinken möchtest. Schreibe alles untereinander auf und vergiss auch nicht die Diätprodukte. Daneben erstellst du Spalten, die du mit den Daten der kommenden Tage versiehst. Drucke die Liste aus und hänge sie dir gut sichtbar auf (z.B. an den Kühlschrank).

Wenn du es bis heute Abend schaffst, nichts davon zu konsumieren, kannst du den heutigen Tag abhaken. Morgen ist dann eine neue Herausforderung. Ich empfehle dir dringend, diese Liste wirklich zu erstellen. Am besten sofort. Sie hat mir am Anfang sehr geholfen. Nach einigen Wochen kam ich auch ohne Liste aus.

Oder nimm einfach unsere Anti-Zucker-Checkliste, die du hier kostenfrei herunterladen kannst.

Nun wünsche ich dir viel Erfolg. Halte uns gern auf dem Laufenden, wie sich dein Zuckerkonsum entwickelt. Kommentiere unter diesem Artikel oder schreibe uns eine E-Mail.


Zuckerfrei leben: Alle Texte, Bücher und Rezepte für eine zuckerfreie Ernährung.

Foto: Schokoladenkuchen, Laptop von Shutterstock

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37 Kommentare

  1. KOMPLIMENT!!!
    Toller Artikel! Eure Seite ist Klasse. Hier und bei Julia Gruber, werden einem seine, bisher leider unbewussten Sünden, klar aufgezeigt.
    Weiter so!
    Liebe Grüße
    Carmen

  2. Interessante Webseite und 3 leicht verständliche Artikel! Toll. :-)
    Ich hoffe nur, dass die nächsten Artikel nicht in Richtung Low-Carb gehen.. ;-)

    Viele Grüße,
    Erik

  3. Für unsere Kinder tragen wir Eltern hier eine große Verantwortung, denn die 90er sind vorbei, in denen man als Rabenmutter galt, wenn man Kindern ohne die Eltern zu fragen Süßes gab. Diese Sünde wurde bei der Erziehung abgeschafft, und umso schwieriger wird es, gegenzuarbeiten. Denn außerhalb des Hauses bekommen Kinder ständig kleine Süßigkeiten zugeschoben, so daß man zu Hause eigentlich gar keine Ausnahmen mehr machen darf. Gerade im Winter mit Martinssingen und Weihnachten. Abhilfe: Kinder bekommen Süßigkeitenspardosen. (Grund: Wenn Süßes von den Eltern weggeschmissen wird, lernen Kinder leider nur, heimlich alles in sich reinzustopfen anstatt es sich einzuteilen.) Danach dürfen sie 1x täglich fragen. Das funktioniert gut, denn wir vergessen es meist. Volle Süßigkeitenspardosen können gegen Spielzeug eingetauscht werden. Das funktioniert auch gut. Und ansonsten muß man immer wieder über Nachrungsmittel und Werbeversprechen reden, damit die Kinder kritisch hinterfragen und wissen, warum sie sich zurückhalten sollen. Und man muß selbst auch noch Ausnahmen als echte Ausnahmen genehmigen. Wir Eltern wollen ja auch beliebt bei den Kindern sein, und Zucker ist die einfachste Methode. Es ist viel anstrengender, mit den Kindern was zu unternehmen, als ihnen einfach was Leckeres vorzusetzen.
    Manches Süße ist schlimmer als anderes, zB sind Popcorn, Apfelringe, TicTac, Hefezopf aus Vollkornmehl mit Butter besser als Nutella, Schokoriegel oder Eis.
    Lecker dekoriertes Essen sorgt dafür, daß man mit einer kleinen Portion zufrieden ist. Überhaupt sollte man die Mengen begrenzen. Zu viel Kuchen kann man gut an die Nachbarn verschenken.

    • Hallo Viola,

      ich möchte mir nicht einmal vorstellen, wie schwer es für Eltern heute sein muss, ihre Kinder von Süßigkeiten fern zu halten. Vor allem, wenn sie selbst nicht allzu konsequent sind. Danke für deine Tipps!

      • danke DIR für den übersichtlichen Artikel, Du schreibst sehr gut!
        Gegen den Strom zu schwimmen ist immer schwer. Man schafft es nur mit guten Gründen und bewußt.
        Wenn Du Dich davor bewahren willst, angebrochene Schokolade „aufzuräumen“, hilft es Dir vielleicht, nach den genehmigten zwei Stücken gleich Zähneputzen zu gehen?
        Mir hilft es, Bio-Apfelessig (1 EL auf 1 Glas Wasser) zu trinken.

    • Hallo Viola,

      dein Beispiel mit der Spardose habe ich nicht ganz verstanden. Kannst du das bitte nochmal genauer erklären? Was genau kommt in die Spardosen, Süßigkeiten oder Geld? Wer steckt das eine oder andere da rein und aus welchem Grund?

      Wir haben drei Kinder und außer mir schafft es leider keiner so richtig den Zuckerkonsum einzudämmen. Darum bin ich für jegliche Tipps dankbar.

      • Hallo Ringo,

        falls Viola hier nicht mehr mitliest: Ich habe es so verstanden, dass alle Süßigkeiten, die die Kinder geschenkt bekommen, in einer Art Spardose verwahrt werden, an die sie einmal am Tag heran dürfen. Wenn die Dose voll ist, können sie im Tausch ein Spielzeug bekommen.

        Ich weiß nur nicht, was dann mit den Süßigkeiten passiert ;-)

        • in die Süßigkeitenspardose kommen die Süßigkeiten, die die Kinder ansammeln, sei es als Mitbringsel von Gästen, vom Martinssingen, zum Geburtstag, aus der Schule… . Sie lernen, nicht alles auf einmal reinzustopfen, sondern es sich einzuteilen. Die Dose steht unter meiner Aufsicht, sie können nicht selbst ran. Wenn sie vergessen, danach zu fragen, gibt’s nichts. Sie bekommen nicht das Gefühl, ihnen wird etwas vorenthalten, oder sie müßten es schnell vernaschen, bevor es jemand anderer nimmt. Deshalb wird Süßes dadurch uninteressanter: Man hat ja was, muß es sich also nicht erstreiten, aber es ist eben nicht unbegrenzt verfügbar. Der Sinn ist ja, daß die Kinder lernen, damit umzugehen. Wer strikt verbietet, wird damit scheitern. Die Dose ist eine Hilfe, den Überblick zu behalten.
          Eingetauschte Süßigkeiten nimmt mein Mann zur Arbeit mit, Bonbons schmeißen wir weg, fiese Farbstoffe und andere eklige chemisch schmeckende Süßigkeiten auch. Ich finde es besser, Süßes wegzuschmeißen, als es „aufzuräumen“ und davon krank zu werden. Die Zeiten haben sich gewandelt. Hoffe, Dir geholfen zu haben.

  4. Hey, vielen Dank für den ausführlichen Artikel. Das ganze Thema ist sehr interessant und meine Frau und ich versuchen auch immer mehr auf Zucker zu verzichten.

    So backt meine Frau zwischendurch Kuchen ohne jeglichen Zucker, stattdessen nimmt sie zum Beispiel Datteln etc. die etwas den Kuchen süßen. Schmeckt außerordentlich gut.

    Meine Frage ist: Kennst du Xylit-Zucker? Dieser soll ja um einiges gesünder sein. Ähnlich Stevia, mit dem unterschied das man diesen mit der gleichen Süssungskraft des normalen Zuckers vergleichen kann. Was hältst du von Xylit-Zucker?

      • Mich würde auch interessieren, was du aus deinem eigenen Erfahrungsschatz sagst. Gar kein Zucker für Kinder oder nur in Maßen? Natürlich kann man nicht für jeden sprechen, aber ich frage mich wirklich, ob es da eine bessere Variante gibt.
        Nachdem ich selbst furchtbar zuckersüchtig bin und es in der Familie viele Menschen gibt, die auch an den Folgen leiden, wollte ich meine Kinder zuckerfrei aufwachsen lassen. Meine Mutter hat das selbst probiert, ist aber an Großeltern und Co gescheitert. Schon bei Freunden beobachtete ich immer wieder, wie Leute mit eigenartigen Argumenten kamen: „Aber die Kinder müssen auch was Süßes haben!“ oder „Mein Mann hat als Kind keine Süßigkeiten bekommen und jetzt isst er deswegen so viel davon!“ und „Das ist doch Nervennahrung.“
        Ich denke immer, dass das absoluter Unsinn ist. Niemand kann mir einreden, dass man Zucker tatsächlich braucht und wenn er als Nervennahrung dient, ist es doch besonders schlimm. Das Argument könnte mann auch bei Alkohol und Zigaretten hernehmen, aber da würde sich das niemand trauen. Und es wäre auch klar, dass man das nicht hinter dem Rücken der Eltern an die Kinder weitergibt. Bei Zucker ist das aber okay und man gilt als Sonderling, wenn man nicht mitmacht, selbst wenn Mitglieder der eigenen Familie gerade an den Folgen von jahrelangem Übergewicht oder Altersdiabetes versterben.
        Deswegen lass ich da nicht mit mir reden. Wenn jemand das ohne meine Einwilligung macht, dann lasse ich ihn oder sie nicht mehr mit meinem Kind alleine. Das geht aber nur bis zu einem gewissen Alter und solange man es mitbekommt.
        Was mich aber verunsichert, ist die Frage, kann es wirklich sein, dass Kinder den Umgang mit Zucker lernen müssen, ob ich nun will oder nicht? Fängt wirklich jemand damit an, viel davon zu essen, weil er oder sie es als Kind nicht bekam? Ist es besser, es als Ausnahme zuzulassen, als darauf zu warten, dass es heimlich passiert, weil andere den Kindern was zustecken oder sie es sich später selbst kaufen können und auswärts essen?

  5. Hallo Patrick
    spannender Artikel und spannender Blog :-) Ich finde es super, dass du deine eigene Erfahrung beschreibst und ausserdem gefällt mir, dass du drauf hinweist, dass auch Zuckerersatz in Form von Honig oder Ahornsirup eben immer noch Zucker ist.
    Bei Stevia hab ich ehrlich gesagt so meine Zweifel. Ja, das wird zwar aus einer Pflanze gewonnen, aber die Form, in der es meist angeboten wird, ist meiner Meinung nach nicht mehr natürlich. Stevia ist eigentlich ein grünes Blatt und kein weisses Pulver oder durchsichtige Tropfen. Ausserdem gibt es Stevia Pulver zu kaufen, das zu einem Grossteil aus Maltodextrin besteht.
    Viele Grüsse & ich werde noch ein wenig weiterlesen auf deinem Blog
    Julia

    • Hallo Julia,

      schön, dass du den Weg hierher gefunden hast :-)

      Ich bin mir bei jeder Art von pulvrigem Zuckerersatz unsicher, was davon zu halten ist. Mittlerweile lasse ich besser die Finger davon. Das scheint mir die gesündeste Lösung zu sein.

  6. Super Artikel. Nachdem ich den Film „Fed Up“ und das Buch „The China Study“ gelsen habe bin zu ungefähr der gleichen Ernährungsumstellung gekommen. Von heute auf morgen Zucker und Süßes durch Obst ersetzt. Ging besser als ich gedacht habe. Ich kann jedem nur empfehlen es mal auszuprobieren.

    • Hi Sascha,

      danke für den Tipp! Das Buch habe ich mir eben schon als Leseprobe auf den Kindle geschickt.
      Da lese ich mal rein.

      Viele Grüße,
      Patrick

  7. Toller Artikel. Endlich mal was wirklich Interessantes. Fakt ist: der Mensch braucht keinen Industriezucker. Ganz und gar nicht. Ja, überhaupt nicht! Man kann genug Kohlenhydrate in Getreiden, Früchten Gemüsen, etc.. bekommen. Wir alle denken nur dass wir ohne zu „schwach“ wären..

    Tip: Viel Proteine zu loaden, damit die Zucker-Gelüste weniger stark sind. Das hilft!

    Übrigens toll dass du Kommentare zulässt, ohne dass man immer ein Profil anlegen muss. Das ist nervig.

  8. Tolller Artikel :-)
    Erlaube ihn mir auszudrucken und in meiner Praxis ( Ganzheitliche Praxis Stehaufmännchen – für Kinder mit Legasthenie, Dyslexia und/oder AD(H)S usw. ) aufzulegen. Ich weiß was ein zuviel an Zucker bei Kindern und Erwachsenen anrichten kann und versuche immer wieder aufzuklären. Selber verwende ich schon seit langen nur mehr Xylit/Birkenzucker und backe mit Begeisterung damit. Er ist sehr sparsam in der Anwendung weil er viel süßer schmeckt und ihn der Körper anders verarbeitet. Als langjährige Vegetarierin ( Vegan schaffe ich leider noch nicht ganz ) esse und kocke ich bewusst, und es merkt niemand wenn ich Torten nach klassischen, alten, Familienrezepten vegan und mit Birkenzucker backe.

    • Hallo Christa,

      wow – schön, dass du ihn dir gleich ausdrucken und auslegen möchtest :-)
      Von Xylit habe ich schon gehört, aber noch nie verwendet. Gut zu wissen, dass du damit gute Erfahrungen machst!

      Viele Grüße,
      Patrick

  9. Hallo und ersteinmal vielen dank für den tollen atikel. Ich lebe jetzt seid einiger zeit vegan aber auf zucker verzichten habe ich bisher noch nicht geschafft. Versuche ab nächste woche (diese woche gibts prüfungen da hab ich genug stress :D) mal deine Regeln umzusetzen. Das Frühstück werde ich wahrscheinlich nicht schaffen hab morgens nämlich nicht viel Zeit und da ist eine Schüssel Cornflakes (bio und zuckerfrei versteht sich) einfach am einfachsten. Eine Frage hätte ich aber noch: Wie sieht es aus mit Apfelmark(ohne Zuckerzusatz) ?Ich esse das häufig in der Schule da es mich gut Satt macht. Ist das denn genauso schlecht wie Saft oder ist das in Ordnung?
    Mit freundlichen grüßen
    pinky

    • Hallo Pinky,

      ich kann nur Vermutungen anstellen bzw. dir sagen, was ich tun würde: Ich würde es nicht regelmäßig essen, sondern als süße Ausnahme betrachten. Vielleicht ist es besser als Saft, aber es ist vermutlich schlechter als echte Äpfel zu essen.

  10. Ihr Lieben! :)

    Ich lese nun seit einigen Wochen immer mal wieder eure Beiträge. Vor ein paar Wochen bin ich so auf Green Smoothies gestoßen und trinke seither alle 1-2 Tage einen frisch gemachten aus Salat und Obst (und manchmal Ingwer). Ich finde sie lecker und hab dabei auch noch das Gefühl, meine Körper etwas gutes zu tun.

    Nun habe ich mir heute mal ein paar eurer „Zucker-Artikel“ durchgelesen. Euer erste Punkt ist ja, keinen Zucker zu trinken. Für mich kein Problem, ich trinke eigentlich nur Wasser (manchmal ungezuckerten Tee). Ich finde Cola supereklig und gekaufte Säfte sind mir tatsächlich zu süß. Frisch gepressten Orangensaft finde ich allerdings schon ziemlich lecker. Auch wenn ich das schon mal gehört habe, dass Obst gepresst weniger gesund ist als Obst am Stück, hat es mich irgendwie stutzig gemacht, diesen Absatz zu lesen. Denn Smoothies sind doch nichts anderes als klein-gemachtes Obst, also nicht mehr am Stück – oder?!

    Sind Green Smoothies doch nicht so gesund wie ich angenommen hatte?

    Ich hoffe ihr könnt meine Verwirrung aufkären :D

    Liebe Grüße,
    Yassi

    • Hi Yassi,

      ich denke auch, ein ganzes Stück Obst ist gesünder als ein gepresster Saft oder ein gehexelter Smoothie. Ich würde folglich nicht jeden Tag gläserweise Smoothies trinken.

      Grüne Smoothies gelten als gesünder, weil durch das Gemüse weniger Zucker drin ist. Da kommt’s halt drauf an, wie viel Obst und wie viel Grünzeug du hineintust.

  11. Hallo!
    Bin vorhin über den Artikeln gestolpert, ist echt klasse geschrieben!
    Für mich sind aber noch ein paar Dinge ungeklärt.
    1.) verzichtest du nur auf extra zugesetzten Zucker in den Lebensmitteln?
    2.) wie sieht es mit Milchprodukten aus, diese enthalten ja von „Natur“ aus Milchzucker. Verzichtest du auch auf diese?

    LG, Anja :)

    • Hallo Anja,

      danke für dein Lob!

      Ich verzichte (bzw. reduziere) extra zugesetzten Zucker und damit verzichte ich weitgehend auch auf industriell verarbeitete Produkte, da diese ganz oft zugesetzten Zucker enthalten. So ganz zuckerfrei leben kann man nicht, da in nahezu jedem Lebensmittel auf natürliche Weise Zucker enthalten ist. Dazu gehören für mich auch Milchprodukte. Hier gibt’s noch ein bisschen mehr dazu: https://healthyhabits.de/zuckerfrei-leben/

      Viele Grüße
      Patrick

  12. Hey :) Ich verzichte seit 2 wochen nun auch auf zucker. Studiere Ernährung und beschäftige mich sehr viel damit. Es gibt so viele Alternativen und Gesund ist so lecker dass es mir an sich oft auch gar nicht schwer fällt, allerdings kommt dann doch manchmal so aus der Gewohnheit und der ursprünglichen Sucht der Drank nach Süßem. Allerdings hatte ich die letzten Tage ein Problem.
    1. Habe zu Datteln gegriffen (was an sich ja ok ist) aber ZU VIEL. also ich kann locker 200 g mal eben so essen oder auch mal 300 und das dann 4 mal in der Woche, was ja nun auch nicht das Beste ist. Habt ihr hier einen Tipp?
    2. Seitdem ich rohe Fruchtriegel entdeckt habe (hauptbestandteil Datteln) bin ich auch Fan von den.
    3. Das Problemen aus Kombination dessen ist: Blähungen. Vor allem weil ich das oft NACH der Hauptmahlzeit esse (und früchte sollte man ja wegen der Verdauung auf gar keinen fall danach essen, da die hauptmahlzeit dann noch am verdauen ist und das obst (ganz edoof ausgedrückt) quasi drüber leigt und der ganze verdauungsprozess leich taus der waage gelangt). Hier ein Tipp?

    Danke

    • Hallo Nika,

      ich kenne dein Problem. Datteln sind auch meine liebste Ersatzsüßigkeit. Auch ganz allgemein kann ich die Anziehung von Trockenfrüchten gut verstehen. Deshalb brauchte ich auch Lösungen, ich weiß aber nicht, ob sie dir gefallen wird: Ich kaufe Datteln, Fruchtriegel & Co. nicht mehr ein. Wenn ich sie nicht zu Hause habe, esse ich sie auch nicht. Datteln kaufe ich nur noch, wenn ich sie für ein Rezept gebrauchen kann. Dann kaufe ich auch mal ein paar Stück mehr, um sie zu naschen – aber das reicht dann auch.

      Ansonsten habe ich nur Trockenobst zu Hause, dass ich ins Müsli gebe, das aber nicht so anziehend ist, dass ich einfach so davon naschen würde. Bei mir sind das Rosinen und Goji-Beeren.

      Viele Grüße
      Patrick

  13. Hallo Patrick,

    dein Artikel hat mir sehr gefallen! ?
    Ich wollte schon seit längerer Zeit meinen Zuckerkonsum einschränken. Ich habe sehr viele Süßigkeiten gegessen. Oft habe ich die in der Uni gekauft wenn ich gestresst war und dann nebenbei gegessen. Natürlich hatte ich dann nach kurzer Zeit wieder ein Zuckertief und brauchte Nachschub, das war ein schlimmer Teufelskreis. Viele Versuch aufzuhören sind gescheitert.
    Vor einer Woche hatte ich Magen-Darm, mir ging es so schlecht, dass ich zwei Tage lang nicht essen konnte. Danach dachte ich: Nutze die Chance, versuche es jetzt nochmal, wo du sozusagen schon 2 Tage auf Zwangsentzug gewesen bist. Ich habe es jetzt tatsächlich geschafft, 1 Woche lang keine Süßigkeiten zu essen, worauf ich sehr stolz bin. Ich kann es gut nachvollziehen, wenn du sagst, ganz oder gar nicht, bei mir ist es genauso: Entweder gar keine Schokolade oder die ganze Tafel. Deshalb verzichte ich zur Zeit komplett auf Süßigkeiten, Nutella, Keloggs usw. Ich bin deswegen manchmal gereizt bzw. das schnelle Mittel gegen Alltagsstress fällt weg, aber ich merke bereits, dass ich weniger müde bin und viel weniger Heißhungerattacken habe. Du hast Recht: Der Erfolg hält mich vom Rückfall ab, denn ich will nicht zerstören, was ich bisher geschafft habe. Ich will einfach nicht mehr die Marionette der Zuckerindustrie sein, und das war ich zweifelsohne! Ich werde nun einige Deiner Tipps mal ausprobieren und hoffe, durchzuhalten und genauso wie du meinen Weg zu finden und bald auch auf billiges Mehl usw. zu verzichten.

    Viele liebe Grüße
    Selina

  14. Hallo, vielen Dank für die vielen Infos und Tipps zum Zuckerentzug. Kann man süchtig nach Zucker sein? Ist das eine Krankheit, so wie Alkohol- und Nikotinsucht? Die Fragen stelle ich mir schon.
    Ich werde eure Anregungen auf jeden Fall umsetzen, denn ich möchte a) wieder auf meine 60 kg kommen und b) hoffe ich, dass die gesündere Ernährung meiner Colitis Ulcerosa entgegenwirkt.

  15. Ich würde gänzlich auf Zuckerersatz verzichten. Denn dieser ist Selbstberarschung. Für andere Süchte gibt es auch keinen Ersatz.
    Mann stelle sich vor, einem Drogensüchtigen einen Ersatz zu geben. Der kommt nie davon los.

  16. Moin Moin,
    Eure Artikel gefallen mir sehr gut.
    Ich lebe nun bereits seit über zwei Jahren zuckerfrei, indem ich auf raffinierten Zucker verzichte und zu Hause auf Gluten verzichte. Die anfängliche Umstellung gelang mir ziemlich leicht, weil ich von Zucker eine unreine Haut bekomme und somit ein gutes Argument hatte damit aufzuhören ;-)
    Während diesem Jahr gab es aber Monate, in denen es mir nicht so gut ging und ich mir mal des Öfteren etwas „gönnte“, wie beispielsweise eine vegane Kokosnuss-Schokolade, Raw-Schokolade, Rawbars, zuckerfreie Pancakes mit Ahornsirup, Milchreis und einem frischgepressten O-Saft oder homemade Milchkaffees und Milch mit Honig am Abend… Während ich jedes dieser Gerichte wunderbar in Ordnung finde, fiel mir auf, dass ich plötzlich Gelüste erlebte, die ich zuvor nicht hatte und meine „Ausnahmen“ überhand nahmen. Ich versuchte langsam wieder runterzuschrauben mit dem süßen comfort food und musste festellen, dass ich dieselbe Sucht entwickelt hatte wie zu Anfang beim raffinierten Zucker.
    Was ich sagen möchte ist, dass viele „zuckerfreie“ Produkte, die auf Ersatz-Zucker setzen denselben Abhängigkeitseffekt im Körper auslösen, weil Produkte wie Rawbars, Trockenfrüchte, insb. Datteln, aber auch Rosinen, Honig, Agavendicksaft & Co., Kokosjoghurt, Sojajoghurt, Milch, Fruchtaufstriche, Nussaufstriche, uvm. wie herkömmlicher Zucker im Körper reagieren und den Blutzuckerspiegel in die Höhe jagen.
    Vielleicht hilft dies ja dem einen oder anderen, denn die Verlockung ist natürlich groß, vor allem am Anfang, auf „Ersatz“ umzusteigen. Alles Gute Euch allen!

  17. Hallo !
    Gebt ihr einen newsletter heraus ?
    Wäre interessiert.!
    Gruß u. Dank
    R. Oberhoff

  18. Hallo !
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    R. Oberhoff

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