6 Gründe, warum du keine Kalorien zählen solltest

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Während meiner großen Diät zählte ich jeden Tag Kalorien. Zeitweise sehr genau. Ich könnte sagen, dass mir das Kalorienzählen beim Abnehmen half, schließlich verlor ich 60 Kilogramm. Doch daran glaube ich selbst nicht. In der Zeit habe ich einfach gehungert und auf alles verzichtet, was auch nur im Verdacht stand, schlecht für mich zu sein. Dass ich dabei weniger Kalorien konsumierte, war eine logische Folge dieser Lebensweise, aber keine Ursache!

Trotzdem ließ mich das Zählen für lange Zeit nicht mehr los. Auch Jahre später überschlug ich noch grob die Kalorien in meinem Kopf. Ich glaubte, meine Energieaufnahme stets kontrollieren zu müssen. So, als könnte ich mir selbst nicht trauen. Ich fühlte mich nicht gut dabei und genutzt hat es auch nichts, denn ich nahm langsam aber sicher wieder zu – obwohl mein Kalorienhaushalt theoretisch in Ordnung war.

Erst jetzt weiß ich, dass ich mir das Kalorienzählen hätte sparen können. Es bringt nichts, aber macht uns verrückt. Das ist nicht nur ein Bauchgefühl, sondern es gibt gute Gründe, warum niemand Kalorien zählen sollte. Der eigentliche Hebel in der Ernährung liegt ganz woanders. Hier sind sechs Argumente, die beim Abnehmen gegen das Zählen von Kalorien sprechen:

1. Kalorien sind keine Nährstoffe

Es ist eine Sache, unseren Energiebedarf zu decken. Aber es ist eine ganz andere Sache, dabei auch satt zu werden. Denn Kalorien sind keine Nährstoffe. Wir können rechnerisch die passende Menge an Energie aufnehmen, aber trotzdem hungrig bleiben, weil unsere Nahrung zu wenige Nährstoffe enthält.

Das betrifft vor allem Lebensmittel, die Zucker und/oder Getreide enthalten, und industriell verarbeitete Produkte. Iss eine Tiefkühlpizza, eine Tafel Schokolade und trinke eine Flasche Cola, schon ist dein Energiebedarf für den gesamten Tag gedeckt. Aber damit bleibst du nicht 24 Stunden satt, denn du hast sogenannte „leere Kalorien“ verzehrt. Um nicht zuzunehmen, müsstest du den Rest des Tages hungern. Aber wer soll das auf Dauer durchhalten? Eine solche Ernährung ist zum Scheitern verurteilt.

Die Kunst ist, unseren täglichen Energiebedarf zu decken und dabei auch satt zu werden. Dann erübrigt sich das Kalorienzählen. Ich achte heute darauf, echte Lebensmittel zu essen. Von denen brauche ich viel weniger, da sie mich wirklich sättigen. Auf industriell verarbeitete Produkte, Süßigkeiten und zuckerhaltige Getränke verzichte ich weitgehend. Wenn ich darüber hinaus auch meinen Konsum von Brot, Pasta & Co. reduziere, kann ich von allem anderen essen so viel ich will, ohne nur eine Kalorie zu zählen.

2. Nicht jede Kalorie wird gleich verbrannt

Nicht jede Kalorie wird von unserem Körper gleich verarbeitet. Energie aus einfach verdaulichen Kohlenhydraten (z. B. Zucker und Weißbrot) lässt den Blutzuckerspiegel in die Höhe schießen. Dadurch produziert der Körper viel Insulin, das die Energie in die Zellen abtransportiert. Unsere Muskeln und Organe kommen mit dem Ansturm jedoch nicht zurecht. Alles, was sie nicht so schnell aufnehmen können, geht deshalb in die Fettzellen. Kurz: Je mehr Blutzucker, desto mehr Insulin, desto mehr Fett wird gespeichert.

Echte Lebensmittel hingegen (z. B. Gemüse, Nüsse) lassen den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen. Dadurch wird weniger Insulin ausgeschüttet. Unsere Muskeln und Organe können die Energie besser verarbeiten, da sie mehr Zeit dafür haben. Die Kalorien aus den gesündesten Lebensmitteln werden vom Körper folglich so verwertet, wie wir es beim Abnehmen wollen.

Was nützt also das Kalorienzählen, wenn die eine Kalorie von den Muskeln verbrannt wird, während die andere in unseren Fettzellen landet? Das stellt das Zählen völlig auf den Kopf, denn was wirklich wichtig ist, lässt sich nicht in Zahlen ausdrücken. Auf diese ersten beiden Argumente gehe ich noch genauer in diesem Artikel ein: Qualität statt Quantität – warum das auch für Kalorien gilt.

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3. Wir verschätzen uns deutlich

Kein Mensch weiß, wie viele Kalorien er wirklich isst. Brian Wansink beschreibt in seinem Buch Essen ohne Sinn und Verstand sehr anschaulich die vielen Studien, die er in den letzten Jahrzehnten selbst durchgeführt hat. Demnach unterschätzen Menschen immer die verzehrten Kalorien. Egal, was sie essen.

Das liegt daran, dass unsere Energieaufnahme von zahlreichen Faktoren beeinflusst wird, die uns gar nicht bewusst sind. Essen die Menschen um uns herum viel, essen auch wir viel. Liegt die Mahlzeit auf einem großen Teller, essen wir ganz selbstverständlich eine größere Portion. Snacken wir direkt aus der Chips-Tüte, essen wir mehr Chips. Das alles hat nichts damit zu tun, ob wir Hunger haben oder nicht. Es gibt einfach zu viele andere Gründe, aus denen wir  (mehr) essen. So kann letztendlich niemand von uns sagen, ob wir heute 200 Kalorien mehr oder weniger gegessen haben als gestern. Am Hungergefühl spüren wir es jedenfalls nicht.

Kalorien grob zu überschlagen bringt folglich nichts. Wir liegen garantiert falsch damit. Um auf Nummer sicher zu gehen müssten wir genauer nachrechnen. Das heißt, auf den Verpackungen nachzulesen. Doch eine Verpackung mit Kalorien- und Nährwertangaben ist ein guter Indikator dafür, dass es sich um industriell verarbeitetes Essen handelt, das ohnehin nicht gut für dich ist und dich nicht so gut sättigt wie echte Lebensmittel. Das heißt, wenn du die Kalorien deiner Nahrung zählst, indem du die Zahl von einer Verpackung abliest, machst du in deiner Ernährung ohnehin schon etwas falsch.

Den Kaloriengehalt frischer Lebensmittel können wir nur näherungsweise aus Kalorientabellen entnehmen. Wenn wir das richtig angehen wollen, wird es sehr aufwendig. Möchtest du vor jeder Mahlzeit die Tabelle heraussuchen und jeden Apfel abwiegen? Das artet nicht nur in Stress aus, es sorgt auch dafür, dass wir uns viel zu sehr mit dem Thema beschäftigen. Unser ganzes Leben dreht sich dann ums Essen und wir werden nur noch hungriger. Wenn du Zeit in deine Ernährung investieren möchtest, dann lerne lieber mehr über echte Lebensmittel und verwende sie zum Kochen. Wir helfen dir dabei gern mit unseren Rezepten.

Übrigens: Viele Menschen zählen nicht nur die Kalorien ihrer Nahrung, sondern auch die Kalorien, die sie durch Bewegung vermeintlich verbrennen. Doch dabei ist es noch viel schwerer, richtig zu liegen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass wir die beim Sport verbrannten Kalorien deutlich überschätzen. Einen ausführlichen Artikel dazu hat Jasmin geschrieben: Warum Fettverbrennung beim Sport nicht so wichtig ist.

4. Nicht jeder Mensch ist gleich

Allgemeine Kalorienempfehlungen suggerieren, dass jeder Mensch gleich wäre. Auf Verpackungen wird häufig von einem Tagesbedarf in Höhe von 2.000 Kalorien ausgegangen. Dieser gilt als Anhaltspunkt – allerdings als einer, der irreführend sein kann.

Mein persönlicher Energiebedarf dürfte weit über 2.000 Kalorien liegen, während eine zierliche ältere Frau, die sich kaum bewegt, mit 1.500 Kalorien auskommen wird. Auch übergewichtige Menschen, die dauerhaft auf Diät sind, haben häufig einen geringen Energiebedarf. Mit jeder Diät sinkt der Grundumsatz des Körpers. Nach einer Weile ist er so gering, dass man trotz normaler Ernährung weiter zunimmt.

Außerdem hängt unser Energiebedarf ganz entscheidend von der Nahrung ab, die wir unserem Körper zuführen. Wie du schon weißt, werden Kalorien auf unterschiedliche Weise verlangt. Verzehre ich nur gesunde Lebensmittel, die von den Muskeln und Organen verwertet werden, ist mein Energiebedarf geringer, als wenn ich „leere Kalorien“ esse, von denen ein großer Teil in den Fettpolstern landet.

Selbst wenn wir einen Kalorienrechner verwenden, kommt bei jedem etwas anderes heraus. Einige rechnen auf Grundlage oberflächlicher Informationen (Geschlecht, Alter, Größe, Gewicht). Andere gehen etwas tiefer, aber beruhen auf subjektiven Angaben unsererseits (wie dieser Tagesbedarfsrechner der TK). Kein Kalorienrechner berücksichtigt die Qualität unserer Nahrung!

Alle Empfehlungen und alle Rechner haben eines gemeinsam: Sie werden nie meinen tatsächlichen Kalorienbedarf ermitteln. Mein Körper verbrennt die Energie ganz anders als deiner – das liegt an unserer unterschiedlichen Ernährung, der täglichen Bewegung, unseren Muskeln, unserem Schlaf und vielen anderen Faktoren.

5. Verzicht ist nicht nachhaltig

Jede Kalorie zu zählen bedeutet Verzicht. Wir verzichten dabei auf Energie, die unser Körper gern hätte. Mit Verzicht erzeugen wir stets das Gegenteil von dem, was wir erreichen wollen. Denke jetzt mal bitte nicht an einen Schokoriegel. Denke nicht an einen schönen Snickers aus Schokolade, Karamell und Erdnüssen. Du sollst nicht daran denken, habe ich gesagt! Aber natürlich hast du diesen Schokoriegel vor Augen.

Verzicht erzeugt Verlangen. Wenn wir den ganzen Tag daran denken, was wir alles nicht dürfen, um unseren Kalorienhaushalt nicht überzustrapazieren, wollen wir nur noch mehr essen. Diese Form von Selbstkontrolle kann funktionieren, wenn du motiviert bist und es dir mental gut geht. Doch nach einer Weile lässt die Willenskraft nach. Dann wirst du wahrscheinlich rückfällig und der ganze Kampf war umsonst. Reduktionsdiäten funktionieren einfach nicht auf Dauer. Das ist längst bekannt, und trotzdem versucht es fast jeder auf diese Weise.

6. Kalorienzählen ersetzt keine gesunden Gewohnheiten

Kalorien zu zählen hat für mich den Beigeschmack, dass wir machen können was wir wollen, solange wir nur die Kalorienzufuhr einschränken. Doch das ist Quatsch.

Wie du anhand der ersten fünf Gründe bereits gesehen hast, liegen die Probleme woanders. Anstatt uns an Kalorien aufzureiben, sollten wir gesunde Gewohnheiten in unseren Alltag etablieren. Frische Lebensmittel zubereiten statt Fertiggerichte aufwärmen, achtsamer essen statt große Portionen verschlingen, weniger snacken und uns mehr bewegen. Für mich waren es nur fünf kleine Veränderungen mit großer Wirkung.

Kalorienzählen ist keine Lösung. Es ist nur ein unschöner Nebeneffekt einer ungesunden Lebensweise, mit der wir immer unzufrieden sein werden. Die Aufgabe ist, gesunde Gewohnheiten in unseren Alltag zu integrieren. Dann brauchen wir nichts mehr zu zählen. Da das aber leicht gesagt und schwer umgesetzt ist, haben wir alle Informationen in einem Buch umfassend aufbereitet.

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31 Kommentare

  1. Hallo Patrick,
    ich lese jeden Eurer Beiträge und stimme meistens kopfnickend zu. Dieses Mal muss ich jedoch – teilweise – widersprechen. Für mich ist das Kalorienzählen die beste Entscheidung seit langem!

    Seit November führe ich ein Ernährungstagebuch bei fddb.info. Vorher habe ich nie Kalorien gezählt. Das erklärt auch mein Übergewicht – ich habe zwar verhältnismäßig gesund gegessen, aber immer zuviel! „Oh wie lecker, ich nehme noch eine zweite Portion.“ oder „Ach komm, es sind noch zwei Kartoffeln übrig, die esse ich noch.“ Ich gebe zu, es mag lästig sein, jede Brotscheibe, jeden Austrich, jede Milch im Kaffee abzuwiegen und das auch noch in die Datenbank einzutragen. Mich stört es nicht, ich bin allerdings auch ein Listen-Fanatiker. Küchenwaage und Notizblock liegen immer bereit.

    Natürlich fülle ich meine Speicher nicht mit leeren Kalorien. Ich esse, was jeder kennt, der schon einmal eine Diät gemacht hat: viel Gemüse, ein bisschen Obst, hochwertiges Fleisch und Fisch, Magerquark, Vollkorn, Nüsse… Ich esse aber „normal“, weder LowCarb noch LowFett. Es gibt keine Verbote, allerdings habe ich meine Süßigkeiten-/Chips-Zuführ auf ca. 1 Prozent gedrosselt :)

    Im Internet findet man diverse Berechnungsmethoden zur Bestimmung des Grundumsatz und Tagesumsatz. Es ist mir bewußt, dass diese Zahlen nur annähernd passen. Man darf sich natürlich auch nicht zu sehr von den Zahlen stressen lassen. Mir helfen diese Zahlen, einen guten Überlick zu behalten. Ich nehme ca. 80-90% (Wochendurchschnitt) meines berechneten Tages-Bedarfes zu mir und nehme langsam, aber sicher, ab.

    Ich behaupte, dass es für übergewichtige Menschen sehr sinnvoll sein kann! Ich habe zumindest sehr viel gelernt in den letzten Wochen. Mal sehen, wie es wird, wenn ich bei meinem Wunschgewicht angeommen bin…

    Lieben Gruß
    Steffi

    • Hallo Steffi,

      danke für deinen Kommentar. Ich freue mich, dass du alles von uns liest. Und mir gefällt auch, dass du heute mal nicht kopfnickend mitlesen konntest ;-) Das würde ja auf Dauer langweilig und dann verlieren wir dich vielleicht als Leserin.

      Meine Antwort auf deinen Kommentar gibst du schon selbst: Denn ich würde sagen, du nimmst aktuell nicht durchs aufwendige Kalorienzählen ab, sondern weil du „viel Gemüse, ein bisschen Obst, hochwertiges Fleisch und Fisch, Magerquark, Vollkorn, Nüsse“ isst und kaum Süßigkeiten. Aus meiner Sicht kann man damit nur schlank bleiben bzw. abnehmen.

      Aber ich bin auch dafür, das zu machen, was gesund ist und hilft. Wenn du dich mit dem Kalorienzählen wohl fühlst und dem einen Effekt beimisst, dann mach es weiter. Mich würde in einigen Monaten allerdings noch interessieren, ob du dabei bleibst. Es klingt ja schon sehr aufwendig.

      Viele Grüße und viel Erfolg auf dem Weg zum Wunschgewicht :)
      Patrick

  2. Schöner Artikel dem ich nur zustimmen kann. Vor allem den 1. Punkt finde ich sehr wichtig. Viele gesunde Lebensmittel wie Nüsse, gute Öle oder beispielsweise Avocado kommen beim Kalorienzählen gar nicht gut weg. Kalorie ist eben nicht gleich Kalorie.

  3. Hallo Patrick,

    Kalorienzählen ist ein sehr umstrittenes Thema.
    Ich kann deine Geschichte voll nachvollziehen. Auch ich habe zu Beginn meiner Ernährungsumstellung jede Kalorie gezählt. Irgendwann hab ich sogar die 20ml Milch für den Kaffee mitgezählt. Und jedes zuckerfreie Hustenbonbon. Und es war auch wirklich schwer davon wieder loszukommen! Das ist eben die große Gefahr des Kalorienzählens.

    Allerdings sehe ich auch einen sehr großen Vorteil (gerade am Anfang) Kalorien zu zählen.
    Für Personen, die sich bisher wenig mit Ernährung beschäftigt haben hat Kalorienzählen einen enormen Lerneffekt. Man wird nämlich sehr schnell feststellen, dass eine Streuselschnecke vom Bäcker zwar in den Tagesbedarf passt (zumindest in die Kalorien, in Kohlenhydrate wohl eher nicht unbedingt). Allerdings wird man nicht lange satt und darf auch sonst nicht mehr so wirklich viel essen. So beginnt man ganz automatisch sich damit zu beschäftigen wie man sich mit seinem Tagesbedarf auch so richtig satt essen kann. Aus diesen „neuen“ Lebensmitteln entsteht dann eine Gewohnheit, die man dann sicher auch ohne Kalorienzählen weiterführen kann.
    Übergewichtigen Anfängern in gesunder Ernährung würde ich also nicht unbedingt davon abraten.

    • Hi Judith,

      das bestätigt ja mein erstes Argument: Kalorien sind keine Nährstoffe. Du kannst zwar deinen Kalorienbedarf mit Streuselschnecken decken, bist aber immer noch hungrig. Ich habe ehrlich gesagt großen Zweifel daran, dass die Mehrheit der Leute dann die große Erleuchtung hat, dass eine Streuselschnecke vielleicht nicht das Richtige für sie ist. Stattdessen werden sie sich darin bestätigt sehen, dass eine Diät Hungern bedeutet. Das machen sie dann eine Weile mit bis die Motivation irgendwann nicht mehr ausreicht.

      Mein Argument ist stattdessen: Iss gesünder, dann erübrigt sich das Zählen. Warum den Umweg gehen? Ich habe mich heute mal wieder gewogen, da ich bei meinen Eltern bin. Hier steht meine Referenzwaage. Ich habe in den letzten vier Monaten 7-8 Kilogramm abgenommen, ohne eine einzige Kalorie zu zählen, zu hungern oder irgendetwas zu machen, das ich nicht dauerhaft durchhalten könnte. Einfach durch gesündere Ernährung. Das bedeutet natürlich auch, sich darüber zu informieren, was „gesünder“ bedeutet. Damit beschäftige ich mich momentan sehr viel und das gehört aus meiner Sicht auch dazu.

      Beste Grüße,
      Patrick

      P.S. Freut mich, hier auch mal zu diskutieren :)

    • Hallo Judith,
      ich kann deinem Kommentar uneingeschränkt zustimmen.
      Beispiel: Gestern gab es in meinem Adventskalender ein kleines Schokolädchen: 77 kcal bei 16 Gramm. Definitiv lecker, aber macht Lust auf mehr. Ich hätte auch eine große Schüssel Feldsalat essen können. Oder einen 125 gr-Becher Magerquark.
      Oder andersrum: Dafür muss ich ca. 15 Minuten stramm spazieren gehen.
      Wie oben schon lang und breit erklärt: mir hilft diese Erkenntnis und das „neue“ Kennenlernen der Lebensmittel in meiner momentanen Lage.
      Lieben Gruß
      Steffi – Verfechter des Kalorienzählens
      PS: Judith, dein Blog finde ich auch super!

    • Ich nochmal :)

      also Patrick aus meiner heutigen Sicht hast du natürlich Recht. Kalorienzählen ist ungesund und man verliert auch so ein bisschen den natürlichen Bezug zu seinem Körper, der einem schon sagt was man braucht.
      Na klar könnte die Meinung „Bei einer Diät muss man hungern“ bestätigen. So habe ich es ehrlich gesagt noch nicht gesehen.
      Allein schon deswegen rate ich Menschen nie zu einer Diät, sondern zu einer dauerhaften Ernährungsumstellung! Ungesunde Lebensmittel, werden durch gesunde ausgetauscht.

      Nichts desto trotz finde ich man sollte sich mit den Kalorien (und den restlichen Nährwerten wie Fett, Kohlehydrate, Protein, etc.) beschäftigen. Als ich noch übergewichtig war war mir auch klar, dass Lyoner (hier sagt man glaube ich Fleischwurst?) jetzt nicht so mords gesund ist. Aber wie „schlimm“ ein (mal eben am Kühlschrank abgeschnittenes) 2cm dickes Stück wirklich ist begriff ich erst als ich anfing Kalorien zu zählen.

      Ich finde das Beispiel von Steffi mit dem Stück Schokolade sehr schön. Wenn man Kalorien zählt wird man zwangsläufig vor Entscheidungen gestellt. Dann entscheidet man sich so oft für den Magerquark anstatt für die Schokolade, dass es irgendwann zur Gewohnheit wird zum Magerquark zu greifen anstatt zur Schokolade ;)

      Und vielen Dank Steffi für dein Kompliment :)

      • Hi Judith,

        na, da habe ich Zweifel, ob sich die Gewohnheit „Schokolade“ durch die Gewohnheit „Magerquark“ ersetzen lässt :-D

        Aber wie schon gesagt: Was für jemanden funktioniert, ist gut. Interessant finde ich dabei die langfristige Wirkung.

        • Man muss es auch mal so sehen:

          Du hast mit zählen angefangen, ich hab mit zählen angefangen und Steffi zählt.
          Und aus uns ist ja auch was geworden, oder nicht? ;)

  4. Hallo Patrick,
    ich finde deinen Artikel und deine Sichtweise sehr interessant und möchte widersprechen. Du hast natürlich Recht, wenn du sagst das „Kalorien keine Nährstoffe sind“. Denn Kalorien ist eine Maßeinheit für Energie – wenn inzwischen auch veraltet. Ich denke, dass Kalorien zählen durchaus hilft, um ein Gefühl für die Menge an Nahrung zu bekommen, die man im Laufe eines Tages zu sich nimmt. Dazu gehören auch gesunde Lebensmittel, die man auch im weit aus größeren Maße konsumieren kann als es für den Tagesbedarf notwendig ist.
    Natürlich ist es schwerer mit 5kg Äpfel seine Tagesmenge an Kalorien zu erreichen als mit 5 Snickers. Besonders wenn danach der Insulinspiegel steigert und der Hunger wieder kommt. Das Ergebnis ist wieder etwas zu essen. Und auch hier kann man Übergewicht erreichen. Letztendlich kommt es darauf an was man isst. Darum finde ich persönlich den Ausspruch „Du bist, was du isst“ bzw „Abs are made in the kitchen“ sehr richtig. Im Grunde läuft es auf eine Sache hinaus. Mit einer gesunden Ernährung kann man viel erreichen aber ohne Sport wirkt eine gute Ernährung nur einseitig. Muskel verbrennen Fett und geben Stabilität. Darum meine Empfehlung: Die Kombination macht es. : )

    • Hi Daniela,

      sag ich ja: Es kommt nicht auf die Kalorien an, sondern auf das, was du isst. Da sind wir uns einig :-)

      Viele Grüße und danke für deinen Kommentar!
      Patrick

  5. Die nötige Disziplin zum Kalorienzählen hätte ich persönlich wahrscheinlich gar nicht; allerdings hatte ich damals schon ein kleines Aha-Erlebnis, als ich mir mal die ungefähren Kalorienangaben von diversen Nahrungsmitteln einmal genauer angesehen habe – das Wissen darüber hat mir zumindest nicht geschadet:D. Was bei mir letzten Endes auch geblieben ist: ein Bewusstsein über gesünderes Essen und eine langsame Umgewöhnung hin zu mehr Gemüse, Obst, Vollkorn, weniger Industriezucker etc. pp.

  6. Ich finde auch, dass das mit den Kalorienzählen überbewertet wird. Für den Anfang ist es vielleicht okay. Einfach um das Gefühl für ‚gesundes‘ und ‚ungesundes‘ zu bekommen. Aber es ist sicherlich nicht die Ideallösung für immer. Ich glaube für manche Menschen geht es einfach um die Kontrolle. Ohne Zählen trauen sie sich nicht zu essen. Das ist Kopfsache.

    LG!
    melli

  7. das meiste, was ich denke, ist darüber schon gesagt worden. Ein Hamburger hat eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie ein Käsebrot, und ein Benzin hat viele Kalorien, aber keinen Nährwert, um es so überspitzt zu zitieren, wie es der Autor Pollmer von „Lexikon der populären Ernährungsirrtümer“ formuliert hat – eines der Bücher, die mich stark beeinflußt haben.
    Um den Kindern beizubringen, bewußt zu essen, hatten wir mal Legosteine auf dem Tisch, mit dem ich die Nährstoffzusammensetzung verdeutlicht habe. Das Bewußtsein dafür, wo Fett, Eiweiß, Wasser, Vitamine oder Kohlenhydrate drin sind, ist ein Anfang. Man kann ihn auch mit Kalorien machen, aber in meinen Augen sagen sie noch viel weniger aus als die Nährstoffzusammensetzung. Doch wie Ihr im Zucker-Artikel schreibt, kommt es auf die biologische Wertigkeit an, also auf das, wie der Körper damit umgeht.
    Das Umdenken oder Unterbrechen von Denkmustern dürfte dauerhaft nur durch Aufklärung gelingen. Dazu muß man bereit sein, sich überhaupt erst einmal Gedanken zu machen. Als zweiter Schritt kommt das Bewußtsein, was man gerade ißt. Und erst danach weiß man, wo man steht und kann ansetzen, Sachen zu ändern, die man als ungesund erkannt hat. (Und ja: ich habe gerade „man“ gesagt, und so unverbindlich möchte ich es auch stehenlassen – muß ja jeder selber wissen, ober er aktiv werden möchte oder einfach im langen Hänger verweilen möchte.)

  8. Hallo Patrick!

    Ich finde den Artikel überragend! Ich habe selbst in meinen Teenager-Jahren Kalorien gezählt. Ich habe zwar viel abgenommen, aber mindestens genauso viel wieder zugenommen. Erst als ich allgemein angefangen habe, mich mit mir und meinem Körper auseinanderzusetzen, allgemein gesund gegessen und Sport getrieben habe, hat sich mein Gewicht dauerhaft seit über 6 Jahren eingependelt. Seither bewege ich mich immer in diesem Bereich. Ich habe mich zum Beispiel auch gestern seit 2-3 Jahren wieder gewogen, und das sogar abends und ich war in meinem Gewicht!

    Ich habe seit fast 3 Monaten einen Blog, in dem ich über intuitives Abnehmen schreibe, weil ich auch meine Erfahrungen mit anderen teilen möchte. Ich bin froh, dass ich durch diesen Artikel auf euch gestoßen bin! Ich fühl mich jetzt in dieser Welt der „alternativen Abnehmmethoden“ nicht mehr ganz so allein :)

    Patrick, kann es sein, dass Du früher für die Zeitschrift „Alles für die Frau“ geschrieben hast? Du kommst mir irgendwie bekannt vor und ich meine, ich „kenne“ dich von den Artikeln dort :)

    Ich werde euch jetzt auf jeden Fall öfter einen Besuch auf eurer Seite abstatten.

    Viele Grüße, Anto

    • Hallo Anto,

      schön, dass du hierher gefunden hast!
      Für die erwähnte Zeitschrift habe ich allerdings nicht geschrieben :-)

  9. Ich habe mit dem Kalorien zählen jetzt 10 Kilo abgenommen. Aber seit einer längeren Zeit kann man sehen wenn ich sie zähle oder auch nicht bleibt mein Gewicht stets gleich, es macht gar keinen Unterschied mehr. Klar mache ich Sport und ernähre mich gesund aber wenn ich mal nen Stück Schoki möchte, ess ich auch eine. Ansonsten halt alles frisch und ausgewogen. Am Wochenende muss ich sagen achte ich nicht wirklich drauf. Aber trotzdem bleibt mein Gewicht seit Wochen egal was ich änder :D. Finde euer Artikel beschreibt das recht gut.

  10. Hallo Patrick,
    schöner Artikel und ich kann deine Gründe auch teilweise verstehen.
    Jedoch muss ich dir auch in einigem widersprechen. Ich bin seit einiger Zeit schon dabei Kalorien zu zählen und bin begeistert von dieser Methode! Ich weiß, dass viele das nicht so sehen und vielleicht auch schon schlechte Erfahrungen gemacht haben.
    Ich für meinen Teil habe seither positives daraus ziehen können. Ich konnte nicht nur ein paar Pfunde purzeln lassen, sondern auch mein Gewicht halten und einen besseren Umgang mit Nahrung entwickeln. Natürlich sollte man darauf achten, dass es sich nicht zu einer zwingenden Sache entwickelt, sondern in einem gesunden Maß stattfindet! Habe bei Fitforfun einen Artikel gefunden, der positive Entwicklungen während einer Studie des Kalorienzählens aufweisen und einen langfristigen Erfolg festmachen kann :) Mich motiviert´s! http://www.fitforfun.de/abnehmen/abnehmen-alles-essen-aber-in-massen_aid_7093.html
    Ich habe zuvor auch schon andere Dinge versucht, wie Diäten usw. aber als wirklich gesund empfand ich das nicht und schnell hatte ich die verlorenen Kilos auch wieder drauf. Ich fühlte mich auch einfach nicht wohl. Sicherlich sollte man nicht nur Kalorien zählen, das ist richtig. Ich habe angefangen regelmäßiger zum Sport zu gehen, meine Ernährung zu verbessern und sah, was das für Auswirkungen in meiner App hatte. (Ich nutze diese https://www.yazio.com/de/kalorienzaehler ) Kann dort Sportaktivitäten einfügen sowie die Nährwerte der Lebensmittel erfassen. Das ist wirklich toll :)
    Mein Verständnis für Nahrung hat sich deutlich verbessert und habe gelernt nicht auf alles verzichten zu müssen. Ich muss sagen, dass ich so am Ball bleibe und ich bin eher jemand der eine Motivation sucht und sich diese nicht selbst geben kann. Kann mir vorstellen, dass es für viele hilfreich sein könnte, natürlich im richtigen Umgang! Finde es auf jeden Fall toll, dass sich schon viele verschiedene Meinungen zu diesem Thema gebildet haben. Ich bin weiterhin gespannt noch mehr lesen zu können :)
    Lieben Gruß Marie

    P.S.: Ich bin total begeistert von euren Rezepttipps/inspirationen :) Habe mich zu dem Quinoa Lauch Auflauf hinreißen lassen und bin ein totaler Fan geworden! An dieser Stelle ein großes Lob und danke für diesen Tipp :)

    • Hallo Marie,

      jeder soll das machen, was für ihn/sie funktioniert :-)
      Schön, dass dir die Rezepte gefallen und du schon fleißig loslegst!

      Viele Grüße
      Patrick

  11. Selten so ein Schwachsinn gelesen!!

    Ich selber zähle Kalorien und habe nicht die von dir geschilderten Probleme!

    Wie erwähnt kann ich essen was ich möchte. Auch verspüre ich kein Hunger und habe keine Heißhungerattacken, da man ja essen kann was man möchte.

    Auch ist es falsch, alles was industriell verarbeitet wurde, als schlecht zu bezeichnen.

    Auch ist das Kalorien zählen einfach, da es viele Apps und Webseiten gibt wo nur noch die Grammzahl eingeben. Viele haben aber auch schon einen Barcodescanner, was vieles vereinfacht.

    Anscheinend will jemand nur sein „tolles“ Buch vermarkten und macht alles schlecht.

    Der Autor sollte ggf sich vorher weiter informieren, bevor so ein Müll verfasst wird.

  12. Hi ihr Beiden,
    eine tolle Seite habt ihr hier – vielen Dank dafür! Und so viele tolle inspirierende Beiträge. Ja, dieses Kalorienthema treibt mich gerade sehr um. Ich bin auch der Meinung, dass Zählen alleine nciht hilft, wichtig ist doch, dass man sich für den eigenen Stoffwechsel optimal ernährt und diesen so richtig schön am Laufen hält! Doch andererseits macht es natürlich ebenso einen wahnsinnigen Unterschied, wieviel man (wo von) zu sich nimmt und ich sehe immer wieder Menschen, die vor allem im Alter noch schlank sind, aber echt fast GAR NICHTS essen. Meine Schwiegermutter zum Beispiel lässt konsequent das Abendessen ausfallen und das Frühstück irgendwie auch (obwohl 2 Milchkaffee ja auch eine Mahlzeit sind), gesund ist das nicht, aber es hält doch tatsächlich schlank. Und andersherum, wenn das Hormonsystem durcheinander ist, dann wird man sogar durch Verzicht auf beispielsweise Kohlenhydrate dick. Sachen gibt’s! Schön, dass es euch gibt und ihr hier Aufklärung betreibt!
    Viele Grüße, Nora

  13. Ich zähle selbst Kalorien und habe bisher relativ einfach in 5 Monaten 8 kg abgenommen. Warum das nichts bringen soll, kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt sehr gute Apps. Mir macht es mittlerweile sogar Spaß, weil man den direkten Erfolg erhält. Kalorienzählen würde ich nicht als Diät bezeichnen, da es im Gegensatz dazu nichts mit Verzicht oder gar Hungern zu tun hat. Mit Diäten habe ich nie geschafft, abzunehmen.

  14. Hallo Patrick,
    habt ihr schon mal etwas über die glyx-Diät gehört?
    Hierbei werden vorrangig Lebensmittel mit niedrigem glykämischem Index verzehrt, würde mich interessieren, was ihr dazu sagt.
    Vielen Dank schonmal und liebe Grüße
    Anastasia

    • Hallo Anastasia,

      soweit ich weiß, hat der glykämische Index keine nützliche Aussagekraft. Aber es gibt einen zweiten Wert: Die glykämische Last (oder auch als glykämische Ladung) bezeichnet. Wenn du also nach Glyx isst, achte am besten darauf, dich an der Last zu orientieren. Aber bei diesem Wert kommt es auf die richtige Interpretation an. Ich werde darüber evtl. mal einen Artikel schreiben, weil ich es selbst verwirrend finde. Das ist auch das Problem mit der Glyx-Diät: zu kompliziert. Aber wenn man sie richtig angeht, kommt man damit glaube ich zu einer guten Ernährung.

      Viele Grüße
      Patrick

  15. Hey,
    ich tracke meine Kalorien. Aus mehreren Gründen:

    – man kann nichts falsch machen
    – es ist einfach
    – gute Kontrolle

    und ich bin dabei disziplinierter :)

  16. Hallo Patrick,
    sehr interessanter Artikel!
    Ich bin jedoch der Meinung, dass Kalorien zählen, in bestimmten Bereichen, durchaus sinnvoll ist.

    Gerade um einen ersten Überblick deiner Nahrungsaufnahme zu erhalten, finde ich es praktisch.

    Wie ‚extrem‘ es jedoch gehandhabt wird, sollte man sich natürlich schon überlegen. Man sollte ja auch noch Spaß am Sport und Leben haben :-).

    Mach weiter so.

    Gruß, Michael

  17. Hallo Patrick,

    dieser Tip „einfach mal gesund ernähren“ funktioniert leider nicht für jeden. Ich hab das versucht. Die Kollegen bestellen gemeinsam Pizza, ich sitze daneben und esse Salat. Meine Familie geht Eis essen, ich bleibe lieber allein zu Hause. Man geht auf einen Geburtstag und sollte weder die fette Torte noch die Bratwurst anrühren. Nach kurzer Zeit mit viel Salat und lauter gesundem Essen bin ich zutiefst frustriert. Ich habe das Gefühl, das mein gesamtes Sozialleben nicht mehr funktioniert, dass ich nichts darf und lieber noch 100kg mehr wiege, als den Rest meines Lebens so zu verbringen. Ausschließliche vollständige gesunde Ernährung funktioniert für mich also nicht. Also beschließe ich, dass es Ausnahmen davon geben dürfen muss. „Weil heute Geburtstag gefeiert wird“, „Weil die anderen auch Pizza bestellen“, „weil ich heute so viel Stress hatte“, „weil das Wetter schlecht ist“… Die Ausreden werden immer abstruser und immer mehr und ich esse wieder wie vorher. Das waren meine bisherigen Erfahrungen mit Ernährungsumstellungen.

    Jetzt zähle ich Kalorien und die geben mir ein Maß für Ausnahmen. Heute bestellen wir mal Pizza. Um nicht zu viele Kalorienschulden zu machen esse ich nur ein halbe, zusammen mit Frühstück und Abendessen komme ich damit immernoch über mein Kalorienziel, aber am darauffolgenden Tag liegt nichts an, ich bin allein zu Hause und kann ohne Versuchung und sozialen Druck einfach Gemüse und Salat in Massen essen. Ich bin an beiden Tagen satt, ich muss auf nichts verzichten oder hungern und ich weiß, dass eine halbe Pizza einen Tag reines Gemüse „kostet“. Ich war eine Woche bei einem Freund, dort waren Junggesellenabschied, Geburtstag, Polterabend und Hochzeit in einer Woche, es gab also reichlich ungesundes Essen. Ich habe 4 Wochen gebraucht um meine Schulden mit gesunder ausgewogener Ernährung wieder abzuarbeiten. Ohne Kalorienzählen wäre ich sicher davon ausgegangen, dass eine Woche Sünde in einer Woche gesunder Ernährung wieder ausgeglichen sein müsste.

    Mit Kalorienzählen muss ich um satt zu werden automatisch die meiste Zeit gesund essen, zusätzlich habe ich eine App fürs zählen, das macht das ganze kinderleicht und die App achtet zusätzlich darauf, dass ich genug Nährstoffe zu mir nehme. Aber das Kalorienzählen gibt mir eine klare Linie für Ausnahmen, die ich in dem „einfach mal gesund ernähren“-Konzept nie gefunden habe und ich kann und will nicht ohne Ausnahmen leben.

    „Kalorienzählen ersetzt keine gesunden Gewohnheiten“ – Das auf keinen Fall aber es unterstützt, fördert und lehrt sie.
    Solange man etwas nachdenkt ist das Zählen eine riesige Hilfe, dass man nicht hungern oder zu wenig Nährstoffe aufnehmen sollte ist für mich dabei selbstverständlich.

    Eine kleine Kritik noch: „Was nützt also das Kalorienzählen, wenn die eine Kalorie von den Muskeln verbrannt wird, während die andere in unseren Fettzellen landet?“ Eine Kalorie, die ich jetzt zu viel esse und die deshalb in den Fettzellen landet, auf die muss ich, wenn ich Kalorien zähle, später verzichten und dann wird sie auch wieder herausgekramt und verbrannt. Und die Kalorie, die vom Muskel sofort verbrannt wird ist gleichermaßen „böse“ schließlich hat damit der Muskel erstmal Energie und nimmt keine aus den Reserven. Die Kalorie bleibt eine Kalorie und die Energiebilanz geht immernoch auf.

  18. Ich empfinde Kalorienzählen als sehr sinnvoll, wenn es darum geht, zuzunehmen. Oft fühle ich mich bereits ziemlich voll, obwohl ich noch nicht genügend Kalorien gegessen habe, damit ich nicht nur mein Gewicht halte. Durch das Nachrechnen weiß ich dann, dass ich mir halt doch noch zwei Brotscheiben oder einen Joghurt oder etwas Kakao gönnen darf. Natürlich würde ich mir niemals etwas reinquälen, aber es hilft trotzdem beim Zunehmen :)

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