Hund, Katze, Kobra – Als Anfängerin beim Yoga

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Seit Jahren schon habe ich Yoga auf dem Schirm. ‚Irgendetwas muss da dran sein‘, dachte ich bisher immer. Schließlich schwören alle darauf, die Yoga machen.

Auch bei unserem Round-up-Post nannten viele Blogger Yoga als eine der Gewohnheiten, mit denen sie sich fit halten.

Doch irgendeinen Grund gab es immer, nicht damit anzufangen. Meistens war ich gefühlt nicht lange genug in einer Stadt, um mich für die Ewigkeit an einen Kurs oder ein Studio zu binden. Außerdem bin ich derzeit relativ ausgelastet mit drei Mal Sport in der Woche. Bootcamp- und TRX-Training helfen mir wunderbar, um abzuschalten.

Aber ich kann nicht jeden Tag ein bis an die Grenze erschöpfendes Training machen, um runterzukommen.

Daher will ich für mehr Entspannung in meinem Leben sorgen. Ich kenne zwar einige Techniken, wie die Progressive Muskelrelaxation, und habe auch schon mit Podcasts von Yoga Vidya geübt, doch nach einer Weile schläft das wieder ein.

Ich suche daher professionelle Anleitung und Inspiration, um die Routine doch noch in meinen Alltag zu integrieren. Vor einem Monat entschloss ich mich daher zu einem Yoga-Anfängerkurs hier in Leipzig, von dem ich hier immer mal berichten möchte. Zunächst erzähle ich dir von den ersten zwei Stunden und meinen Gründen dafür weiterzumachen.

Kein Handtuch wie im Fitnessstudio?

Vor zwei Wochen fand meine erste Yoga-Stunde statt. Als blutige Anfängerin war ich vorher ziemlich unsicher und nervös.

Was soll ich anziehen? Was nehme ich mit? Brauche ich eine Wasserflasche oder ist es gar nicht so anstrengend?

Um mich anzumelden, hatte ich zuvor mit der Inhaberin des Studios einige Emails hin- und hergeschrieben. Sie meinte, wir sollten bequeme Sachen und Socken mitbringen.

Was genau heißt bequem? Frauen und Klamotten sind ja so eine Sache! Auf gängigen Yoga-Fotos sehe ich meistens durchgestylte Models in hautengen modischen Kombinationen – nicht in Jogginganzügen.

Ich entschied mich schließlich für eine halbwegs vorzeigbare schwarze Schlabberhose und ein locker fallendes T-shirt. Damit sollte ich auch richtig liegen.

Die anderen vier Teilnehmerinnen waren nach dem Umziehen ähnlich gekleidet und machten auch einen sympathischen Eindruck. Das beruhigte mich.

yoga

„Der Körper ist gaaanz entspannt“

Nach einer kurzen Kennenlernrunde gab es zunächst eine Anfangsentspannung – ein sehr willkommener Start für mich, die regelmäßig Probleme hat ihren Kopf auszuschalten.

Danach kam der etwas gewöhnungsbedürftige Teil: Das Om-Singen.

Ich bin sicher nicht die Erste, die dabei zunächst etwas gehemmt ist. Den Ausführungen zum Wie und Warum des Oms konnte ich auf die Schnelle natürlich nicht ganz folgen. Aber ich machte mit, da ich bereits bei anderen Bloggern gelesen hatte, dass es irgendwann Spaß macht.

Nachdem die Yoga-Lehrerin also angestimmt hatte, stiegen meine Mitstreiterinnen und ich ein. Aber Achtung: nicht als Letzte aufhören!

Es folgte ein weiteres kryptisches Mantra, das mir nochmals Respekt einflößte. Gleichzeitig mochte ich aber die Aussage, dass dieser Teil zum traditionellen Yoga dazugehöre.

Schließlich machten wir verschiedene Übungen, um die Gelenke zu erwärmen und die Muskeln zu dehnen. Alles geschah ganz vorsichtig und mit einer ordentlichen Portion Rücksicht auf individuelle Wehwehchen. Nur was sich gut anfühlt, sollten wir machen. Nur so weit und so lange, wie angenehm.

Einige Übungen kamen mir auch aus anderen Sportkursen bekannt vor. In welchem Kurs wird nicht mindestens einmal die Wirbelsäule mit Hilfe der „Katze“ oder der „Stellung des Kindes“ mobilisiert!

Währenddessen wurde mir klar, dass manche Übungen zwar anstrengend werden würden, ich aber vorerst lange nicht so schwitzen würde wie beim Bootcamp. Das Handtuch kann ich also auch künftig zu Hause lassen. Irgendwie ist mir das auch sympathisch. Es fühlte sich weniger nach Abkämpfen an, sondern eher nach Zeit-für-sich-Nehmen.

Hörbar seufzen und loslassen

Nach einer mehr oder weniger erfolgreichen Balance-Übung sollten wir schließlich alle absichtlich hörbar seufzen, um die Anspannung und den Frust nicht lange auf einem Bein stehen zu können wieder loszulassen.

Zum Abschluss gab es nochmals eine Tiefenentspannung – wieder gern genommen, denn so konnte ich tiefenentspannt in den Abend starten.

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Die zweite Stunde

Diese Woche absolvierte ich die zweite Stunde und praktizierte das erste Mal den Sonnengruß. Ich weiß noch, dass mir jemand vor Jahren diese Übungsabfolge gezeigt hatte und ich völlig verwirrt von den vielen Positionen war.

Doch mit Ruhe und Geduld (erreicht durch die Entspannung davor) schien es mir dieses Mal gar nicht so schwierig. Dabei half, dass die Übungen an das Anfängerniveau angepasst waren.

Nach und nach tasteten wir uns vor, praktizierten „Hund“, „Katze“, „Kobra“, den „Schulterstand“ und den „Fisch“. Die Zeit verging wie im Pflug Flug!

Wie schon letzte Woche verließ ich tiefenentspannt nach 90 Minuten das Studio.


Ich glaube, dass ich mit Yoga ein neues Hobby gefunden habe, das mir guttut. So viele Yoga-Fans können ja auch kaum irren!

Heute früh habe ich zu Hause das erste Mal freiwillig meine Matte ausgerollt und ein paar Übungen gemacht – vor dem Frühstück!

Mal sehen, wie es weitergeht. Es gibt viele Gründe, die dafür sprechen, dass ich weitermache.

Ich mag Yoga, weil:

  1. „Den Wettbewerbsgedanken lasst ihr bitte draußen!“, sagt die Yogalehrerin und trifft mich, Wettbewerbstierchen,
  2. Die Ruhe während dieser 90 Minuten tut mir gut. Ich komme dadurch innerlich zur Ruhe und höre mir selbst zu.
  3. Ich mag die Tiefenentspannung am Anfang und am Ende. Zu Hause kann ich mich dazu oft nicht aufraffen.
  4. Sich auf Mantras und die Philosophie von Yoga einzulassen bedeutet eine Horizonterweiterung für mich.
  5. Ich habe das Gefühl mir bewusst Zeit für mich zu nehmen. Ohne den festen Termin in der Woche würde mir das schwer fallen.
  6. Ich kann mich wieder mehr dehnen.
  7. Ich werde beweglicher, übe meine Balance und tue etwas für den gesamten Körper.
  8. Ich kann unbesorgt wirklich bequeme Sachen tragen.
  9. Das Wohlergehen steht im Vordergrund: wenn etwas unangenehm ist, kann ich einfach aufhören.
  10. Es gibt verschiedene Levels, sodass ich die Schwierigkeit einer Übung variieren kann – je nach Stärken, Schwächen und Tagesform.

 

Ich bin selbst gespannt, ob ich nach den kommenden Stunden weiterhin so positiv gestimmt sein werde. Ihr werdet es erfahren!

Lesetipp: 23 Gedanken, die mir beim Yoga kommen.


Foto: Yoga-Gruppe von Shutterstock

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31 Kommentare

  1. Hallo Jasmin,

    schön endlich mal ein erstes Mal und nicht immer nur die Begeisterungswelle zu lesen. Ich hab mich bisher nicht getraut. Dieses Om-singen und all das spirituelle schreckt mich echt ab, dazu bin ich zu versachlicht. Ich bin aber gerade dabei im Umfeld herauszufinden, wo es einen solchen Kurs gibt, der zu meiner Sachlichkeit passt. Denn ausprobieren würde ich es auch sehr gerne. Zumal ich einen Weg suche, überhaupt mal wieder mich zu bewegen. Das kam die letzten Jahre leider zu kurz.

    Danke für deine Erfahrungen und berichte doch gerne wie es sich für dich weiterentwickelt und auch, ob es dir vielleicht sogar beim Schlafen hilft.

    Liebe Grüße
    Tanja

    • Hallo Tanja,

      danke für dein Feedback! Ja, die dritte Stunde war wieder ganz gut, obwohl ich etwas müde war und dann das Konzentrieren schwer fällt. Das Om-Singen – naja. Ich bin auch ein supersachlicher Typ, aber wenn sowieso alle die Augen zu haben und wir „unter uns“ sind, ist es mir auch nicht peinlich. Eine Mitstreiterin neben mir macht auch nicht mit, steht also jedem frei.

      Ausprobieren kann ich nur empfehlen. Vielleicht etwas weniger traditionelles suchen, dann ist es – soweit ich weiß – körperlicher und weniger spirituell.

      LG Jasmin

  2. Hi Jasmin,
    ich mache nun auch schon seit einigen Jahren Yoga. Angefangen habe ich damit eigentlich, weil ich als völliger Sportmuffel nach einer Sportart gesucht habe, die mich nicht zum Schwitzen bringt. Mich trieb also vor allem Faulheit an. ;-)
    Tatsächlich habe ich aber schon nach einiger Zeit gemerkt, wie gut mir das tut – körperlich ebenso wie geistig. Deswegen bin ich dran geblieben. Außerdem verdanke ich Yoga meinen heutigen aktiven und gesunden Lebensstil, denn erst durch Yoga habe ich angefangen, auf meinen Körper zu hören.
    Ich bin schon gespannt, welche Veränderungen du durch Yoga bei dir feststellst.

    Viele Grüße
    Maike

    • Hallo Maike,

      danke für deinen Kommentar! Klingt, als wäre ich auf dem richtigen Weg :-) Ich werde berichten, was es mit mir macht. Das auf-sich-hören spüre ich auch jetzt schon.

      Liebe Grüße
      Jasmin

  3. Hi Jasmin,

    schön, vom ersten Male zu hören. :)

    Seit einem Jahr möchte ich einen Yoga-Kursus besuchen, nur… wo? Hier in der Pampa gibt es nichts, was mich ansprechen würde. Dann… Welche Richtung? Yoga ist so unterschiedlich, wie es sich widersprechende Richtungen ein und derselben Konfession gibt. Das geht soweit, daß man Yoga – entsprechend ausgeführt – als einen Weg zu magischer Meisterschaft bezeichnen kann. Doch das ist ein anderes Thema… :)

    Ich bin mir sicher, daß dir Yoga – gleich in welcher Form – gut tun wird. Bleib dabei, es kann deinen Weg, welchen Du jetzt eingeschlagen hast, nur unterstützen und gewaltig voranbringen.

    Danke für den Einblick in deine erste Yoga-Stunde.

    lg Ralf

    P.S. Am meisten hält mich von einem Kursus ab, daß ich a) allein dorthin müßte, und b) mich dort jemand kennen könnte, und / oder c) ich der einzige Mann inmitten von Hausfrauen bin. Schrecklicher Gedanke… :D

    • Hallo Ralf,
      danke für den Kommentar! Falls du dich ermutigen lassen möchtest: Yoga scheint nun wirklich der liberalste Kurs zu sein, in dem ein Mann der Hahn im Korb sein kann, denke ich. Gerade dort, wo sich jeder auf sich selbst konzentrieren soll, brauchst du dir ja keine Gedanken machen. Alleine gehen kann auch mal nicht schaden, denn schließlich nimmst du dir Zeit für dich selbst. Es ist keine Zeit zum Quatschen o.ä., insofern ist es egal, ob du alleine dort bist. Ich bin auch alleine hingegangen, es hat mich nicht abgehalten.
      Wenn dich jemand kennt – ok, was wäre dann?
      Notfalls könntest du auch in Eigenregie einen Podcast oder DVDs nutzen, aber das macht natürlich nicht die Hälfte des Charmes aus :-)
      LG Jasmin

  4. Hallo Jasmin,

    ich habe auch Anfang April mit einem Yoga-Anfängerkurs begonnen und finde es klasse. Das mit dem Wettbewerbstierchen kenne ich nur zu gut…. ich will auch immer alles perfekt machen und messe mich dann mit anderen (immer ein bisschen weiter… länger). Das zu Vermeiden bzw. nicht daran zu denken wird bei mir noch eine Weile dauern. Bin auch schnell frustriert wenn eine Übung nicht so klappt….
    Die Tiefenentspannung zu Beginn und am Ende finde ich auch klasse. Unser Lehrer macht am Ende die Entpannung mit Klangschalen… das ist wirklich der Wahnsinn!

    Hoffe du berichtest weiter von deinen Erfahrungen und erzählst wie es mit deiner Yogi-Karriere weiter geht.

    LG Victoria

    • Hallo Victoria,
      ich berichte gern weiter! Ja, es ist schon irgendwie beruhigend, wenn man gut gedehnt ist und deshalb eine Position leicht oder ohne Zurhilfenahme eines Gurtes kann… Ach ja, kein Wettbewerb! Vielleicht lerne ich es irgendwann :-)
      LG Jasmin

  5. Hallo Jasmin!

    Mein Tipp für dich:
    Regelmäßig praktizieren und dranbleiben. Egal wie motiviert man anfangs ist, fast jeder kommt an einen Punkt an dem er keine Lust hat. Aber nach jeder Runde Yoga weiß man dann wieder warum es sich gelohnt hat. Und nur durch eine regelmäßige Praxis kann man die Vorzüge und Wunder des Yoga voll ausschöpfen.
    Wenn du Tipps für eine eigene Morgensequenz oder so brauchst, dann melde dich. Das ist quasi mein Spezialgebiet :)

    Lg
    Judith

    • Liebe Judith,
      danke für deinen Kommentar! Eine Morgensequenz interessiert mich tatsächlich. 90min will ich mir nicht nehmen, aber der Sonnengruß ist ja eigentlich nur die Erwärmung…
      LG Jasmin

  6. Hallo Jasmin,
    willkommen im Club der yoginis! Ich besuche seit einigen Jahren mehr oder weniger regelmäßig einen Yoga-Kurs und bin bislang ums OHmmm-Singen weitgehend herumgekommen, weil es nicht in jedem Kurs praktiziert wird bzw. manchmal nur die Yogalehrerin ein solches für uns anstimmt. ;)
    Ich finde es in der Gruppe leichter, weil da für mich ein fixer Zeitpunkt ist – das morgendliche Ausrollen der Matte habe ich bislang erst 3x hintereinander geschafft (und das ist schon wieder ein Weilchen her)
    Ich habe auch verschiedene Yogastudios ausprobiert, wobei ich für mich eindeutig feststellen musste, dass die kleine und persönliche Gruppe einfach besser passt, als das Großgruppenyoga im Studio. Dieses Mal habe ich mich für eine 8-Wochen-Variante entschieden, wo es um die Verbindung von TCM & Yoga geht, was ich sehr spannend finde – heute findet die 3. Einheit statt und ich bin schon gespannt, was wir heute durchnehmen.
    Für mich steht Yoga auch für mehr Beweglichkeit und die Eingangs- und Abschlussmeditation sind wunderbar fürs Ankommen & Ausklingen der Einheiten.
    Ich bin gespannt auf weitere Berichte und wünsche noch viel Spaß mit den tierischen Gesellen der Yogapositionen!
    LG Gisela

    • Hallo Gisela,
      danke für deinen Kommentar! Ich werde auf jeden Fall weiter berichten. Mein 3. Mal in einem 8-Wochen-Kurs war ja ebenfalls in dieser Woche, insofern haben wir etwas gemeinsam. Ich kann mir vorstellen, dass die kleine Gruppe reizvoller ist. Momentan sind wir 5 Schülerinnen, was sehr angenehm ist! Was ist TCM?
      LG Jasmin

      • TCM – traditionelle chinesische medizin. In disem yoga-kurs wird eine verbindung von yoga & den 5. elementen der tcm geschaffen – sprich, es gibt für jedes element u die dazugehörigen organe die entsprechenden yoga-übungen zur stärkung derselben. Heute war das thema wasser dran u mit ihm die dazugehörigen organe nieren & blase – wieder sehr entspannend & fein, genau so mag ich yoga! ;)

        • Ach, na klar! TCM! Damit habe ich mich auch schon beschäftigt, hatte aber in dem Zusammenhang gar nicht damit gerechnet! :-)

  7. Hallo Jasmin,
    ich habe nach vielen halbherzigen Versuchen letztes Jahr Weihnachten mit regelmäßigen Yoga-Stunden angefunden und bin noch immer begeistert dabei. Ich glaube, es muss einfach der richtige Zeitpunkt sein.In einem früheren Versuch hat es überhaupt nicht geklappt, lag vielleicht auch daran, dass der Kurs damals direkt nach der Arbeit war und ich überhaupt nicht runtergekommen bin.
    Jetzt gefällt es mir richtig gut, was auch daran liegt, dass ich eine Schule und einen Lehrer gefunden habe, der mir 100% zusagt. Ich mag schon allein die ruhige Atmosphäre da. Und sehr gut gefällt mir auch, dass unser Lehrer jede Stunden immer und immer wieder sagt, dass jeder so übt, wie er kann, keiner ist besser oder schlechter, wir sollen bloß nicht schauen, was unser Nachbar macht. Ich habe immer das Gefühl, es ist gut so, wie es ist, egal wie blöd ich mich anstelle. Bei mir in der Schule gibt es zig verschiedene Kurse, sodass man viel probieren kann. Ich mag z.B. das Yin-Yoga am liebsten, eine ganz ruhige Yoga-Art, hatte ich früher noch nie von gehört.
    Was bei mir bisher überhaupt nicht klappt, ist das Gedanken-Abstellen, den Anspruch habe ich für mich aufgegeben. Ich bin hochsensibel und denke 24 h am Tag ohne Pause. Aber ich bin zufrieden, wenn ich es schaffe, 1,5 h Stunden runterzukommen und wenigstens etwas ruhiger zu werden.
    Wichtig ist wohl, dass man einigermaßen regelmäßig trainiert, wenigstens 1 Mal die Woche, damit man sich die Übungen halbwegs einprägt (Respekt, wenn du den Sonnengruß schon nach 2 Stunden auf die Reihe kriegst, das hat bei mir 2 Monate gedauert). Und man muss schauen, was für einen selbst die beste Zeit zum Training ist. Ich gehe am liebsten in die Abendkurse, wenn der Tag geschafft ist. Nur im Urlaub, da finde ich es klasse, schon morgens früh z.B. zum Strandyoga zu gehen… es gibt nichts Besseres, als am Strand von Thailand zu sitzen, aufs Meer zu schauen und Yoga zu machen.. gerade im März so gemacht:-)
    Ich wünsche dir viel Spaß & berichte doch weiter, wie es läuft.
    Beste Grüße
    Leonie

    • Hallo Leonie,
      danke, dass du deine Erfahrungen hier teilst! Ja, das Gedankenabstellen fällt mir auch sehr schwer. Gerade wenn ich müde bin. Vielleicht ist das auch erst nach vielen vielen Jahren möglich. Ich kann mich früh eher dazu überwinden, könnte es aber eigentlich abends gebrauchen – zum Runterkommen. Im Kurs geht das, denn da stelle ich mich drauf ein. Aber zu Hause abends die Matte auszurollen kann ich mir momentan kaum vorstellen – da kommt zu viel dazwischen, da ist zu viel los!
      Von Yin-Yoga habe ich noch nichts gehört. Ich bin mal gespannt, was uns nach dem Anfängerkurs angeboten wird, aber sicherlich würde es mit Hatha-Yoga weitergehen. Ich habe aber schon von vielen gehört, dass sie mehreres ausprobieren, bis sie „ihr Ding“ gefunden haben.
      LG und viel Erfolg beim Gedankenzurückdrängen
      Jasmin

  8. Hallo Jasmin,

    ein schöner Beitrag. Ich habe 2009 mit Yoga angefangen. Seitdem lebte ich aber auch in einer anderen Stadt und konnte aufgrund mehrerer OPs kein Yoga machen. Nun habe ich vor 2 Wochen wieder angefangen und merke wieder wie gut es mir tut :) Es kommt aber sehr auf den Yogalehrer an und ob man es in einem richtigen Studio oder als Kurs im Fitnessstudio macht. Meine Yogalehrerin in Leipzig kann ich nur empfehlen: Ulrike vom Yoga Balance Studio in der Theklaer Straße 48 (Thekla, Nordosten Leipzigs) http://www.balancestudio.de/. Was ich an ihr schätze ist ihre wirklich langjährige Yogaerfahrung, auch in Indien und ihre medizinischen Kenntnisse, sodass man sich wirklich auf keinen Fall verletzen kann. Zudem hat jede Stunde ein Thema. Z. B. „Mut“ – dann macht man v. a. schwierig scheinende und Mut erforderne Übungen. Oder Herzlichkeit: Dann weitet man das Herz. Dazu gibt’s immer noch eine kleine Geschichte am Anfang. Wo gehst du denn hin? Klang in deinem Artikel jetzt auch nicht so schlecht. ;)

    • Danke, Peggy. Ich bin in Gohlis in der Springerstraße. Yoga Padma heißt das Studio. Das mit den Themen klingt auch interessant!

  9. Liebe Jasmin,

    vielen Dank für den schönen Beitrag über Deine ersten Yoga-Stunden. Ich mache schon seit ein paar Jahren Yoga zuhause vor dem Fernseher und habe mich dann auch dazu entschlossen, das mal in der Gruppe auszuprobieren. Morgen ist meine dritte Stunde, ich bin also ähnlich weit wie Du und freue mich, mehr davon zu lesen. :-)

  10. Hallo Jasmin,
    ich finde es sehr erfrischend so einen Beitrag von einer Yoga-Anfängerin zu lesen. Wenn man einige Jahre in der Yoga-Szene verbringt wird man auch als Yoga-Lehrer betriebsblind und übersieht dann leicht die Ängste und Gefühle der Anfänger… dabei ist es wichtig diese genau dort abzuholen, wo sie stehen… nämlich noch nicht so sicher auf der Matte.
    lg Michael

    • Danke, Michael. Ich wurde zunehmend sicherer, aber es kommt immer darauf an, wer an der offenen Stunde teilnimmt. Übt neben mir ein offensichtlicher Profi, fühle ich mich schon wieder viel mehr als Anfängerin…

      • Hallo Jasmin,
        das ist nur deine Wahrnehmung. Der neben dir macht es nur schon länger, aber er urteilt nicht über dich (sonst hat er Yoga nicht verstanden). Du urteilst und stellst dich eine „Stufe“ niedriger. Gleichzeitig hat auch der neben dir genauso seine Asanas, die noch nicht funktionieren und steht daher auch bei manchen Dingen am Anfang… das ändert sich nie :-)
        lg Michael

  11. Hallo Jasmin,

    habe beim Lesen 23 Mal „ja genau“ gedacht – Du hast das so schön ehrlich formuliert. Allen die nicht so auf den „spirituellen“ Aspekt oder OM Singen stehen, die aber die Beweglichkeit, Gleichgewicht usw. beim Yoga anspricht kann ich aus meiner Erfahrung die Yoga Variante „Power Yoga“ oder „Body Art“ empfehlen. Ich mag das Meditative aber auch sehr – in unserer Yogastunde wird zu Beginn ein Purklang-Monochord (8. ist das ein Xylophon? – war vielleicht ein Monochord) gestrichen – wenn der ganze Raum voller Obertöne ist, kannst Du gar nicht anders als zur Ruhe kommen. Liebe Grüße, Kati

  12. Hallo Jasmin,

    mein Einstieg ins Yoga war relativ holprig. Euphorisch angefangen, doch nach wenigen Wochen kam dann in immer regelmäßigeren Abständen ein ganzes Rudel an Schweinehunden. Yogastunden haben ich auch gemieden, da mir die ganzen Oms etc. doch auch eher suspekt war bzw. ich mich irgendwie blöd dabei fühlte. Mit der Zeit nimmt der Schrecken dann ab.

    Was mir beim Dranbleiben sehr geholfen hat, praktiziere jetzt jeden Tag mindestens 30 Minuten Yoga, ist die Übungszeit in kleine Häppchen (vor allem unter der Woche) aufzuteilen. Nach dem Aufstehen 10-15 Minuten und abends nochmal 10-15 Minuten. Am Wochenende, wenn man dann nicht zur Arbeit etc. muss, lässt sich eine lange Yogaeinheit besser durchführen.

    Man glaubt gar nicht wie schnell 10 Minuten Yoga rumgehen. 3-5 mal den Sonnengruß sehr langsam ausgeführt und schwups sind diese vorbei.

    LG, Juliane

  13. Lieben Dank für deinen Bericht!! Ich überlege schon lange, ob ich mir die Zeit nehmen möchte, mit Yoga anzufangen. Da ich seit letztem Jahr Triathlon mache, bin ich natürlich auch schon ganz gut ausgelastet. Dein Bericht hat mich ermutigt, es doch irgendwann einzubauen – vielleicht im nächsten Herbst nach dem letzten Wettkampf? Mal sehen. :-)

    Liebe Grüße
    Steffi

  14. Liebe Jasmin,

    ich habe auch vor einigen Monaten mit Yoga begonnen. Zunächst war ich einfach zu feig mit meinem Übergewicht in eine normale Yogastunde zu gehen und habe mir Einzelstunden bei einer wundervollen Lehrerin gegönnt, die ich absolut genossen habe. Inzwischen gehe ich mal zu ihr in eine Einzelstunde, aber auch regelmäßig ins normale Yogastudio bzw. in Yogastunden im Fitnessstudio. Dafür, dass ich mich sonst eher schwer zum Sport aufraffen kann, zieht es mich fast magisch ins Yoga. Manchmal ist es sehr anstrengend, manchmal etwas sanfter, aber bei ihr immer so, dass jeder nach seinen Möglichkeiten mitmachen kann, das finde ich sehr schön. Auch ich liebe die Entspannungsphasen am Anfang und vor allem am Ende der Stunde. Om-Singen kenne ich gar nicht, klingt aber lustig. :-)
    Wer zu Beginn eine negative Erfahrung gemacht hat, sollte evtl einfach mal bei einem anderen Lehrer eine Stunde anschauen. Für mich ist es ganz entscheidened den richtigen Lehrer zu haben. Ich war erst vor 2 Wochen bei einer neuen „fremden“ Lehrerin in einer ANFÄNGERSTUNDE und bin mega-frustriert nach Hause, weil sie durch den Sonnengruß gehetzt hat, dass ich (obwohl ich die Abfolge theoretisch kannte und schon mal langsam mit meiner eigentlichen Lehrerin geübt hatte) einfach nur die Hälfte der Figuren machen konnte und dann den Satz „Kannst auch nur zuschauen“ geerntet habe. Wäre das meine erste Erfahrung gewesen, ich weiß, ich hätte damit sofort wieder aufgehört.

    Liebe Grüße,
    Susanne

  15. Schöner Artikel! Ich musste bei dem Argument „Ich mag Yoga, weil ich unbesorgt wirklich bequeme Sachen tragen kann“ sehr grinsen! Stimmt vollkommen :D

  16. Liebe Jasmin ,

    Danke für Deine so schönen Zeilen und Deinem Erfahrungsbericht. Ich habe Yoga auch für mich entdeckt , obwohl ich immer glaubte , es wäre langweilig . Damals war ich drei Mal die Woche beim Zumba , heute übe ich täglich Yoga …verrückt irgendwie .ich komme auch aus Leipzig und suche ein Yogastudio mit Ohm und Mantra singen , wo ist denn Dein Studio ? Das klingt so gut !!!

    • Danke, Katrin. Ich war in Gohlis in einem Yogastudio, leider ist die Trainerin nicht mehr dort. Aber meines Wissens gibt es unzählige Studios – bestimmt auch in deiner Nähe. Eine Freundin geht in ein Studio in der Südvorstadt, das sie sehr mag. Gern frage ich sie mal, welches das genau ist.
      LG Jasmin

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