Meine Alternativen zu Fitnessstudios

Wie du bereits weißt, war ich seit Jahren nicht in einem Fitnessstudio angemeldet und habe es in absehbarer Zeit auch nicht vor. In diesem Beitrag erfährst du, was ich stattdessen mache.

Es gibt so viele Möglichkeiten, Sport zu treiben und ich habe einige ausprobiert. Die folgende Liste ist ganz schön lang. Davon mache ich nicht alles regelmäßig. So viele Tage hat die Woche gar nicht! Stattdessen variiere ich je nach Situation sowie nach Lust und Laune. Abwechslung ist für mich eines der Mittel, um meine Motivation hoch zu halten.

1. Bootcamp / TRX

Im Dezember letzten Jahres besuchte ich erstmals ein Bootcamp. Jasmin war schon etwas länger dabei und nahm mich mal mit.

Wir schlossen uns Peakperformance in Leipzig an. Der Veranstalter bietet Indoor und Outdoor Bootcamps sowie andere Kurse (TRX, Let’s Bands, Training for Warriors). Bei dem Training arbeiten wir an Kraft und Kondition. Die Kurse sind sehr effizient. Besser kann man eine Stunde aus meiner Sicht nicht nutzen. Da alle Übungen unter Anleitung durchgeführt werden, muss ich mir selbst keinen Plan erstellen. Die anderen Teilnehmer sind größtenteils ebenso motiviert wie wir. Das erhöht die Motivation. Für jeden Kurs kann ich mich Tage vorher online anmelden. Der Termin sorgt für ein Gefühl von Verbindlichkeit. Ich gehe also wirklich hin.

Leider habe ich mich beim dritten Termin am Fuß verletzt. Das lag jedoch nicht an den Übungen des Bootcamps. Ich bin beim Aufwärmen umgeknickt. Nun muss ich pausieren, werde aber in jedem Fall weitermachen. Es war noch nie so leicht, mich für Kraftsport zu motivieren.

Mein Ziel ist, zweimal pro Woche teilzunehmen. Derzeit bezahle ich nur dann, wenn ich trainiere. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, einen Vertrag abzuschließen. Das wäre deutlich günstiger – wenn ich wirklich hingehe.

Update September 2015: Ich habe mittlerweile ein Monatsabo abgeschlossen und gehe im Durchschnitt zweimal pro Woche zu den Kursen. Die Motivation ist erhalten geblieben!

2. Kraftsport mit Eigengewicht zu Hause

Bevor ich das Bootcamp besuchte, machte ich all meinen Kraftsport zu Hause. Auch jetzt während meiner Verletzung trainiere ich wieder so – mit Übungen, die meinen Fuß nicht belasten. Und wenn ich auf Reisen bin, was bei mir häufig vorkommt, nehme ich mein Programm einfach mit und kann es überall auf der Welt absolvieren. Das mache ich konsequent jeden zweiten Tag.

Dennoch würde ich immer das Bootcamp vorziehen, wenn ich die Wahl habe, denn das Heimtraining ist langweiliger und ich muss meinen eigenen Trainingsplan erstellen, was ich nicht so gern mache. Dafür kostet mich diese Art von Training kein Geld und auch zeitlich nimmt es mich nicht sehr in Anspruch. Ich falle morgens aus dem Bett, fange sofort an und bin nach einer halben Stunde fertig.

Obwohl ich konsequent bin, habe ich meine Motivationslöcher. Es macht nicht immer Spaß. Was mich dabei hält, ist die Gewohnheit. Und ich merke, dass mir Abwechslung guttut. Wenn ich zu lange bei den gleichen Übungen bleibe, führe ich sie automatisch aus und mein Kopf hat Zeit über andere Dinge nachzudenken. Das ist nicht immer in meinem Sinne. Wie ich mich immer wieder zu Hause motiviere, liest du hier.

3. Freizeit-Fußball

Wenn ich in Leipzig bin, spiele ich jeden Mittwoch Fußball. Der Termin ist seit Jahren fest gesetzt. An Motivation mangelt es nie, weil es mir einfach Spaß macht. Wie nebenbei kann ich mich konditionell auch noch richtig verausgaben. Es ist wesentlich effizienter, als auf dem Laufband zu joggen.

Ich spiele nicht im Verein, sondern mit einer Gruppe von Leuten, die Spaß daran haben. Im Sommer spielen wir auf einem Kunstrasenplatz unter freiem Himmel. Im Winter spielen wir in einer Halle. Über Kollegen war ich vor Jahren einmal hineingerutscht und habe seitdem andere Leute hineingezogen. So läuft das. Du brauchst nur irgendjemanden, der in einer solchen Runde mitspielt. Sobald er dich einmal mitnimmt, bist du Teil der Gruppe. Das gilt nicht nur für Fußball, sondern auch für andere Teamsportarten.

4. Squash mit Freunden

Manchmal spiele ich gemeinsam mit Freunden eine Runde Squash. Vor Jahren hatte ich das mal selbst in der Firma initiiert und fand einige, die mitmachen wollten. Nicht jeder blieb dabei, aber ein harter Kern traf sich jahrelang immer wieder zum Squashspielen. Leider findet das sehr unregelmäßig statt, da jemand die Zügel in der Hand halten muss und ich das nicht jede Woche sein will. Doch wenn es stattfindet, hat es für mich eine hohe Priorität, da mir das Spiel Spaß macht und ich gleichzeitig Zeit mit Freunden verbringe.

5. Yogakurs

Im letzten Jahr besuchte ich erstmals einen Yogakurs. Das ist eine gute Ergänzung für meine Beweglichkeit. Ich hatte lange mit mir gerungen, da ich mich nicht traute, einfach irgendwo hinzugehen. Dann nahm mich eine Freundin mit und ich merkte, dass dort auch nur ganz normale Menschen mitmachen. Einige beweglicher, andere unbeweglicher als ich. Wie es als Anfänger im Yoga-Kurs ist, hat Jasmin hier beschrieben.

Ich gehe allerdings nur unregelmäßig hin. Der Kurs kollidiert häufig mit dem Bootcamp und anderen Terminen. Im Zweifel ziehe ich andere Sportarten vor, bei denen die Intensität höher ist. Doch ich mag die Abwechslung und wenn es sich einrichten lässt, gehe ich hin.

6. Joggen

Laufen war für mich jahrelang der Sport Nummer 1. Ich dachte, es wäre die effizienteste Methode, um Energie zu verbrennen und schlank zu bleiben. Zeitweilig lief ich Strecken von 15 bis 20 Kilometern. Ich nahm auch an einigen Halbmarathons teil. Doch je länger die Strecken wurden, desto aufwendiger war dieses Hobby. Wenn ich lief, drehte sich bald der halbe Tag um diesen Lauf. Es wurde einfach zu viel.

Außerdem stellte ich fest, dass ich mein Gewicht trotz des vielen Laufens nicht halten konnte. Ich lief 50 Kilometer pro Woche und nahm trotzdem wieder zu (warum das so ist, liest du hier). Das konnte ich kaum verstehen. Heute bin ich nicht mehr davon überzeugt, dass Laufen ein effizienter Sport ist. Ich konzentriere mich nun eher auf eine Mischung aus Kraftsport und Kondition. Muskelaufbau hat Priorität, da es die Muskeln sind, die Energie verbrennen. Mehr, als ich es beim Joggen jemals könnte.

Heute jogge ich weiterhin, aber nicht um abzunehmen. Ich möchte stattdessen raus kommen, frische Luft schnappen und die Ruhe des Parks oder Walds genießen. Das mache ich ungefähr einmal pro Woche und laufe nur kurze Strecken (sieben bis acht Kilometer).

7. Radfahren

Fahrrad zu fahren ist für mich kein gezielter Sport, aber ich bewältige meinen ganzen Alltag mit dem Fahrrad. Ich habe kein Auto und fahre selten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Ich lege nahezu jede Strecke mit dem Fahrrad zurück. Leipzig hat dafür die perfekte Größe.

Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht wenigstens ein paar Kilometer radle. Im Sommer mache ich zusätzlich hin und wieder einen langen Tagesausflug, um mich zu bewegen und um raus in die Natur zu kommen.

8. 10.000 Schritte am Tag gehen

Gehen ist für mich wie Radfahren kein Sport, aber es ist Bewegung im Alltag. Vielen Menschen wäre schon damit geholfen, etwas Bewegung in ihren Tag zu integrieren. Oft soll ein Besuch im Fitnessstudio die mangelnde Bewegung am Tag nur ausgleichen. Aber zweimal pro Woche für 30 Minuten auf einem Laufband zu joggen kann die fehlende Alltagsbewegung nicht wettmachen.

Es wäre effizienter und gesünder, sich einfach jeden Tag mehr zu bewegen. Das muss nicht gleich Sport sein. Gehen kann schon genügen. Ich habe mir kürzlich einen Schrittzähler zugelegt. Der motiviert mich dazu, mehr zu gehen. Mein Ziel: 10.000 Schritte am Tag. Momentan sind es an den meisten Tagen noch weniger, da mein Fuß nicht mitspielt, aber ich probiere bereits aus, wie viele Schritte an einem normalen Tag möglich sind.

Wenn ich nur in meiner Wohnung bleibe, weil ich zu Hause arbeite, komme ich kaum auf 1.000 Schritte. Das ist sehr wenig. Aber der normale Angestellte, der mit dem Auto zur Arbeit fährt, auf dem Rückweg einkauft und dann nach Hause kommt, schafft auch kaum mehr als 3.000 bis 4.000 Schritte. Auch das ist nicht viel!

Doch sobald ich bewusst nach draußen gehe – zum Supermarkt, zum Bäcker, zur Post, ins Café oder zum Spaziergang in den Park – summieren sich die Schritte schnell zu einer großen Zahl. So sind 10.000 Schritte machbar und das ohne dafür viel Zeit aufzuwenden. Ich muss nur mal das Auto stehen lassen (oder in meinem Fall das Fahrrad).

Unsere Tipps für mehr Bewegung im Alltag (ohne Sport) findest du in unserem eBook Alltäglich beweglich.

Es mag so klingen, als würde ich viel Sport treiben und viel Zeit dafür aufwenden. Doch so viel ist es nicht. Es gab Zeiten, in denen ich viel mehr Zeit und Gedanken für den Sport aufwendete, aber nicht fitter wurde, sondern noch an Gewicht zunahm. Erst heute habe ich eine gute Mischung aus Kraft, Kondition und Spaß gefunden.

Weitere Alternativen zu Fitnessstudios

Natürlich habe ich selbst noch nicht alle Möglichkeiten erschöpft. Es gibt noch mehr Alternativen zu Fitnessstudios, die du als weitere Anregungen verstehen kannst.

1. Zu Hause mit Video oder App

Ähnlich wie ich es mache, kannst du Übungen zu Hause durchführen, dir aber den selbst erstellten Trainingsplan ersparen, wenn du dir Fitness-DVDs oder Youtube-Videos anschaust. Die gibt es für unzählige Sportarten wie Yoga, Pilates, Zuma oder Krafttraining. Alternativ gibt es auch fortschrittliche Apps wie Freeletics.

Noch einen Schritt weiter würdest du mit Online-Fitnessstudios gehen. Diese kosten oft zwischen 5 und 10 Euro im Monat, bieten hochwertige Videos, Anleitungen und sogar Ernährungspläne und Rezepte. So hättest du einen strukturierteren Plan, als wenn du selbst bei Youtube suchst und mehr Abwechslung als auf einer Fitness-DVD. Um wirklich etwas davon zu haben, brauchst du schnelles WLAN und einen großen Bildschirm.

Beispiele für Online-Fitnessstudios sind Gymondo, Bodyboom und Newmoove. Wir haben mit keinem davon Erfahrungen, können also keinen konkreten Anbieter empfehlen.

2. Einem Verein beitreten

Der gute alte Vereinssport. Ich bin in meinem Leben noch nie in einem Verein gewesen. Das habe ich in der Kindheit einfach nicht mitbekommen. Heute schrecke ich etwas davor zurück, da es mir schwer fällt, mich in bestehende Gruppen zu integrieren. Aber vielleicht geben Vereine für dich einiges her. Wähle einfach eine Sportart, die dir gefällt und los geht’s. Auch Kampfsport kann hier eine Option sein.

3. Schwimmen

Vor einigen Jahren ging ich ein paar Mal in einer Schwimmhalle schwimmen. Gefallen hat’s mir nicht, da die Hallen alle zu weit von meiner Wohnung entfernt lagen und sie zu voll waren. Außerdem hat mir das Schwimmen nach einiger Zeit Schmerzen im Knie bereitet. Für mich war’s also nichts – aber vielleicht für dich?

4. Sportkurse an der Volkshochschule

Auch an Volkshochschulen gibt es Kurse für verschiedene Sportarten. Diese laufen in der Regel über mehrere Monate und sind günstiger als Fitnessstudios. An der VHS in Leipzig werden beispielsweise Gymnastik, Pilates, Kickboxen, Inline-Skating und vieles mehr angeboten. Vielleicht gibt es auch in deiner Nähe ein gutes Angebot.

5. Tanzen

Vielleicht nicht das, woran du denkst, wenn du nach Sportarten suchst, aber wer ein- oder zweimal pro Woche ausgelassen tanzt, hat sich schon ein gutes Sportprogramm aufgeladen. Wenn’s dann auch noch Spaß macht und die Leute nett sind, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du dabeibleiben wirst.

Wenn du unbedingt in ein Fitnessstudio gehen möchtest, dann melde dich in einem an. Das, was für dich gut funktioniert, ist das Richtige für dich. Aber melde dich nicht bloß an, weil du sonst nicht weißt, was du sportlich tun könntest. Du siehst, es gibt eine ganze Reihe von Alternativen. Für mich funktionieren viele davon besser, als die Fitnessstudios es jemals konnten.


Für den Kraftsport zu Hause empfehle ich das Buch Fit ohne Geräte von Mark Lauren.

Foto: Fitnessstudio von Shutterstock

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15 Kommentare

  1. zu #2: Ich hab mir dieses Buch vom Marc Lauren gekauft und früher auch mal mehr oder weniger regelmäßig die Übungen gemacht, aber naja… der Computer ist halt irgendwie stärker, so dass ich denke, dass für mich sowas wie ein Fitnessstudio besser ist, denn meine Einstellung ist dafür, wenn ich für etwas regelmäßig zahle, dass ich es auch wirklich nutze…

    • Das Buch habe ich mir kürzlich auch gekauft. Es gibt mir einige Ideen, wie ich meine Übungen planen kann aber es treibt mich nicht an, das stimmt 😉

  2. So verrissen das Zocken auch dargestellt wird, so ist experimentell erwiesen worden, dass das Gaming, eine
    gewisse Reife vorausgesetzt, förderlich für
    die Stressbewältigungskapazität des Gamers sein kann. Beim Zocken lernt der
    Spielende schnell Entscheidungen zu fällen und seine Prioritäten neu zu
    setzen. Einige Videospiele vermitteln darüber hinaus
    auch Basiswissen über Ökonomie und fördern logisches Denken. Selbst die
    verschrieen Multiplayer-Spiele können doch nur zu oft den an den Haaren herbeigezogenen Effekt des
    Abdriftens in eine virtuelle Realität} umkehren. Der Gamer mag mitunter einigen unfreundlichen Menschen begegnen,
    jedoch findet man häufig just in seinem favorisierten Game Gleichgesinnte.

    Kurz und Knapp: daddeln ist das Beste überhaupt! Spielen ist Kunst.

  3. Ich habe das Fitnessstudio einen Monat besucht. Wegen der Arbeit wurde das unmöglich. Aber ohne Sport konnte ich mein Leben nicht vorstellen. Deshalb habe ich nach Alternativen gesucht. Zurzeit laufe ich zu Hause jeden Tag 20 Minuten auf dem Laufband. Ich finde meine Lauftrainings sehr effektiv.

  4. Hallo Patrick (und Jasmin 😉

    Ich hatte mein bisheriges Leben lang das enorme Glück, essen zu können was ich wollte und dabei nie zuzunehmen. Das hat sich in den letzten 2 Jahren allerdings geändert und ich habe mittlerweile über 5 Kilo zugenommen. Ich hätte gerne meinen flachen Bauch zurück und möchte darüber hinaus anfangen, gesünder zu leben.

    Anfänglich habe ich es mit Bauchmuskeltraining versucht. Allerdings habe ich gelesen, dass davon das Fett am Bauch nicht weggeht, man die Muskeln also überhaupt nicht sieht, die man darunter aufbaut. Dann dachte ich, ich müsste vielleicht eher joggen gehen, wurde aber auf eurer Seite eines Besseren belehrt.

    Die letzten 3 Wochen habe ich mit einer App namens Seven trainiert, bei der man in 7 Min 12 Übungen absolviert, jede Übung 30 Sekunden lang mit 10 Sekunden Pause dazwischen. Ich bin damit ordentlich ins Schwitzen gekommen und die „Stimme“ der App fand ich motivierend, man bekommt akustisches Feedback in der Hinsicht dass einem die nächste Übung angesagt wird und man hört, wenn eine Übung zu Ende ist. Irgendwie hat man das Gefühl es ist jemand dabei und treibt einen an. Allerdings „bestraft“ einen die App sobald man einen Tag auslässt, indem man „ein Herz abgezogen bekommt“. Ich hab aber gehört dass es überhaupt nicht gut für die Muskeln ist, wenn man jeden Tag ohne Unterbrechung trainiert.

    In der ersten Woche hat es sich noch richtig gut angefühlt zu trainieren und ich hatte das Gefühl ich spüre meinen Körper wieder mehr. Die zweite Woche war echt ätzend und ich hatte zum Teil Schmerzen, in den Waden, in den Knien, in den Knöcheln.. Keine starken Schmerzen aber doch so dass ich mich fragen musste, ob ich etwas falsch mache, und ob mir das wirklich gut tut.

    Vor ein paar Tagen habe ich dann von diesem Buch Fit ohne Geräte gehört, das ja hier in den Kommentar auch bereits erwähnt wurde. Patrick, du schreibst du machst jeden zweiten Tag Krafttraining mit Eigengewicht – was sind das denn für Übungen? Und was hältst du von dem Buch?

    Ich bin noch völlig „neu in diesem Fitness Bereich“ und kenne mich überhaupt nicht aus. Ich finde es total verwirrend weil es so viele verschiedene Methoden und Angebote gibt und alle behaupten, die beste zu sein. Mir ist wichtig, dass ich zwar einerseits abnehme bzw meinen Körper wieder etwas „straffe“, andererseits möchte ich das auf eine gesunde Weise tun und bei einigen Fitnessprogrammen bin ich etwas skeptisch, ob das wirklich für, oder nicht eher gegen den Körper ist (so Geschichten zB wo man die Übungen bis zum Muskelversagen machen soll)..

    Freu mich daher sehr über eure Seite und auch über jeden weiteren Tipp! 🙂

    Liebe Grüße,
    Yassi

    • Hi Yassi,

      die meisten Programme, die ich kenne, sehen eigentlich regelmäßige Ruhetage vor. Schließlich wachsen Muskeln nicht während der Beanspruchung, sondern beim Ausruhen. Daher finde ich ausnahmslos jeden Tag schon viel!

      Ich mache meine zwei-täglichen Übungen mittlerweile nicht mehr. Es war mir zu anstrengend, mich immer wieder selbst motivieren zu müssen. Das hat mich belastet. Mittlerweile nehme ich (Jasmin auch) an regelmäßigen Kursen teil. Es gibt da verschiedene Kurskonzepte, wir machen z.B. Bootcamp, TRX, Lets Bands und Training for Warriors. Das wird in Leipzig von einem Unternehmen (Peakformance) angeboten. Vielleicht gibt es ähnliches auch bei dir in der Nähe. Da gehen wir im Schnitt zweimal pro Woche hin und powern uns eine Stunde lang richtig aus (in manchen Kursen gehen wir auch mal bis ans Muskelversagen, aber das ist nicht immer das Ziel).

      Die meisten Kurse sind eine Mischung aus Kraft/Ausdauertraining. Das finde ich heute ideal. Bei zwei Trainings pro Woche bleibt man zwar glaube ich irgendwann auf einem Plateau hängen, wo es nicht mehr richtig weiter geht, aber bis dahin hat man eine wirklich gute Grundfitness.

      Das Buch „Fit ohne Geräte“ habe ich mir auch gekauft. Das ist der Klassiker und ich finde es ganz gut, wenn man gar nicht weiß, was man machen soll. Ich fand allerdings nicht alle Übungen praxistauglich für zu Hause und ich hatte auch schon selbst eine Menge Übungen (man findet ja viel in Blogs und bei Youtube), daher war der Mehrwert für mich nicht riesig, aber für den Einstieg bestimmt gut geeignet.

    • Hallo Patrick,

      vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort.

      Diese Kurse haben sicherlich den positiven Aspekt, dass man sich gemeinsam besser motivieren kann und auch noch einen Trainer hat, der einen korrigiert, wenn man Übungen falsch macht (das ist eine meine größeren Sorgen). Allerdings muss man die Zeit und das nötige Geld dafür haben.
      Und man muss sich (wie beim Fitness-Studio) erstmal trauen. Ich war immer (bis auf Tanzen) eine totale Niete im Sport und der Schulsport war für mich nichts anderes als die allwöchentliche Demütigung. Daher muss ich mir gerade erst wieder eine positive Einstellung zum Sport erarbeiten und ein positiveres „Sport-Selbst-Bild“ gleich mit ;P

      Ich kenne das Problem mit der Motivation sehr gut. Seit über einem Jahr versuche ich immer wieder mit dem kostenlosen Programm von bodbot.com zu trainieren. Anfangs war ich auch noch sehr motiviert aber mittlerweile dauert es mir irgendwie zu lang und die Übungen haben zu viele Wiederholungen. Es macht mir irgendwie keinen Spaß sondern wenn ich es mache, dann nur weil ich es mir vorgenommen hab. Daher fand ich diese App ganz gut, 7 Minuten sind überschaubar und selbst bei 12h-Arbeitstagen noch irgendwie machbar (ich jobbe momentan in einer Werbeagentur weil ich bald auf reisen gehen will).

      Ich denke man muss wohl einfach mehrere Dine ausprobieren um das Trainingsprogramm für sich zu finden, das passt.

      Wenn du noch Tipps für Blogs/ youtube Kanäle mit guten Übungen hast, würde ich mich sehr freuen 🙂

      Liebe Grüße,
      Yassi

    • Ein großes Problem, das ich habe, ist dass ich in dieser Hinsicht sehr ungeduldig bin. Ich bin seit einigen Monaten sehr unzufrieden mit meinem Bauch und möchte ihn loswerden. Am liebsten sofort. Wenn ich dann 2-3 Wochen täglich trainiere und auf meine Ernährung achte und sich trotzdem nichts ändert, werde ich ungeduldig und gebe auf, „funnktioniert ja eh nicht“.. 😛

      Mir würde es glaub ich total helfen, eine realistische Prognose zu haben, was ich wie lang tun muss um gewünschte Resultate zu erzielen. Ich weiß nicht, ob das überhaupt möglich ist, aber habt ihr da irgendwelche Tipps, wie ich meine Erwartungen realistisch halten und „den Glauben an die Sache“ behalten kann? 😉

      • Hi Yassi,

        schau mal bei Marathonfitness.de vorbei. Der Autor Mark kann die ganze Theorie zum Fitnesstraining wesentlich besser erklären, als ich es kann. Ich lese bei Mark auch oft mit.

  5. hallo ihr zwei,

    ich lese immer wieder in eurem Blog und finde eure Anregungen toll.
    Zum Thema Alternativen zum Fitnessstudio hätte ich auch noch zwei Empfehlungen für ein Ganzkörperworkout: Zum einen der gute alte Trimm-Dich-Pfad, gerade im Sommer eine klasse Sache (und abwechslungsreicher als „einfach nur“ joggen) und zum anderen HoopDance 🙂 Hula Hoop ist inzwischen nicht mehr nur Hoop um die Taille kreisen lassen und fertig, sondern der ganze Körper kommt hier zum Einsatz. Zusammen mit Musik macht das auch noch Spaß und bringt gute Laune. In immer mehr Städten werden Kurse an Tanzschulen und an den VHSen angeboten und es gibt freie Treffen etc. Neben Sport und Bewegung bekommt man also auch noch eine Community dazu. Als HoopDance Trainerin bin ich hier natürlich bisschen parteiisch 😉 , aber ich muss sagen, mein eigenes Training beeinflusst mein Leben, meine Fitness und Beweglichkeit seit 6 Jahren nur positiv.
    Ich freue mich auf weitere Beiträge von euch!
    Liebe Grüße
    Babsi

    • Hi Babsi,

      schöne Ergänzungen, die ich selbst noch nicht probiert habe.
      Ich kenne zwar einen Trimm-Dich-Pfad, aber mir sind da immer zu viele Leute (weil er an einen Spielplatz angrenzt). Da würde ich mich wohl beobachtet fühlen 🙂

  6. Hallo Jasmin & Hallo Patrick,

    ich war jetzt schon öfter auf eurem Blog und habe mich durch die Artikel gelesen. Ich finde es super wie Ihr euer Fachwissen in die Artikel integriert. Ich habe vor ein paar Jahren noch extrem Übergewicht gehabt und habe dann entschieden meine Ernährung umzustellen und Sport zu treiben. Aus eigener Erfahrung weiß ich das Motivation und Durchhaltevermögen sehr wichtig sind, denn ohne wir man meist nicht lange durchziehen. Wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, wird es einem auch viel leichter fallen.

    Liebe Grüße,
    Lena

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