Warum Backpacking deinem Körper und Geist guttut

Nach längerer Schreibabstinenz melde ich mich zurück aus dem Urlaub. Ich war mit meinem Freund dreieinhalb Wochen in Thailand mit dem Rucksack unterwegs. Währenddessen wurde mir wieder einmal bewusst: lieber anstrengendes Backpacking als fauler Hotelurlaub!

Was die Art zu reisen mit Gesundheit zu tun hat und weshalb ich jedem empfehlen würde individuell statt pauschal zu reisen, erfährst du in diesem Beitrag.

Nicht immer ein Genuss

Viele Momente auf einer Rucksackreise finde ich alles andere als erholsam.

Der Rücken schmerzt von dem doch wieder zu schwer geratenen Rucksack. Ohne Klimaanlage machen sechs Stunden im Bus bei knapp 40 Grad wenig Spaß. Die Hände kleben vom abwechselnden Sprühen und Schmieren mit Sonnen- und Mückenschutz. Der Schweiß lässt beides davonlaufen, doch die Angst vor Sonnenbrand und Dengue-Fieber animiert mich neu zu schmieren.

backpacking dschungel

Die üblichen Verdauungsprobleme (a.k.a. „Bangkok Belly“) überwand ich erst nach zweieinhalb Wochen. Immerhin kenne ich jetzt jede Damentoilette auf dem Flughafen Chiang Mai.

Das hast du nun davon!

Trotzdem denke ich, dass eine Rucksackreise für Körper und Geist besser ist als ein pauschaler Hotelurlaub.

In den Genuss der folgenden Punkte kommen Backpacker eher als Pauschalreisende:

1. Aktiv statt passiv

So richtig entspannen kann nur derjenige, der auch etwas geleistet hat. Das gilt für den Feierabend, das Wochenende und auch für den Urlaub. Nach einer Woche Hotelurlaub mit dem Bewegungsradius einer Koralle empfinde ich jeden weiteren regungslosen Tag am Strand kaum noch als zusätzliche Entspannung.

Auch hochmotivierte Animateure, Aqua-Jogging im Pool oder Boccia am Strand ändern daran nichts.

backpacking anhalter

Da wir Thailand stattdessen zu Fuß, mit Bus, Bahn, Fähre & Co. erkundeten, war unser Alltag sehr bewegt. Wir lernten Pausen zu schätzen und lehnten uns am Abend erschöpft in der Hängematte zurück.

Ich besitze leider keinen Schrittzähler, aber ich schätze, dass wir im Durchschnitt mindestens acht Kilometer am Tag gelaufen sind. Dreieinhalb Wochen lang. Allein die Suche nach Restaurants, der Unterkunft und das Fortbewegen zum und auf dem Flughafen, Busbahnhof & Co. sorgten für allerhand Schritte.

Mit steigendem Anspruch nimmt die Zahl der Schritte zu. Da wir Perfektionisten sind, liefen wir manchmal stundenlang, bis wir uns für ein Restaurant entschieden. Touren zum Schnorcheln, Paddeln, Trekking kamen noch oben drauf.

2. Viele Erlebnisse

Beim Backpacking verläuft jeder Tag anders. Dabei speichert mein episodisches Gedächtnis allerhand ab – und sorgt dafür, dass ich mich noch Jahre später gut an einzelne Situationen erinnere.

Wenn ich mich an Dinge aus einem Pauschalurlaub erinnern soll, fallen mir außer der ein bis zwei gebuchten Trips kaum Erlebnisse ein. Diese sind meist unverhältnismäßig teuer.

Doch jeder Urlaub ist gefühlt schnell vorbei. Von den Erinnerungen zehre ich. Davon möchte ich möglichst viel sammeln und investiere daher lieber in Erlebnisse, Touren usw., als in eine teure Unterkunft.

3. Back to the roots – Besinnen aufs Wesentliche

In Thailand sind Gästehäuser typisch. Die Zimmer sind einfach. Das Mini-Bad schwimmt regelmäßig. Kakerlaken, Geckos und Mücken (mit etwas Pech: Skorpione) finden manchmal ihren Weg ins Zimmer. Dafür sind die Betreiber meist sehr nett, geben Tipps und helfen, wo sie nur können.

Einerseits ist das Wohnen in Gästehäusern authentischer als in Hotelburgen. Andererseits wird mir bewusst, in welchem Luxus ich zu Hause lebe. Dieses Bewusstsein bleibt mir noch lange nach der Reise erhalten.

backpacking hütte

Daher empfinde ich das Absteigen in einfachen Unterkünften als  selbstgewählten „Reset“. Ich merke, wie wenig ich brauche, um trotzdem eine gute Zeit zu haben. Das gleiche gilt beim Gepäck: jedes Gramm sollte wohl überlegt sein.

4. Selbstbewusstsein durch Fähigkeiten

Ich schöpfe aus dieser Art zu reisen eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein. Erstmals ging mir das nach meinem Auslandssemester in Mexiko so. Ich merkte, dass ich mich am anderen Ende der Welt zurechtfinde. Meine Fähigkeiten wie Fremdsprachenkenntnisse und Orientierungssinn helfen mir dabei. Ohne ein gewisses Organisationstalent könnte ich mich nicht über Tausende Kilometer fortbewegen.

backpacking fähre

Da Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein langjährige Baustellen von mir sind, merke ich, dass ich aus dem Urlaub viel mitnehme. Demgegenüber nagte im letzten Hotelurlaub das schlechte Gewissen an mir: das Wissen, dass ich einige angefutterte Urlaubspfunde als „Übergepäck“ mit nach Hause nehmen würde…

5. Keine Macht den All-Inclusive-Tempeln!

Schon klar, im Urlaub sollst du genießen und keine Kalorien zählen. Trotzdem verleiten All-inclusive-Hotels mit ihren All-you-can-eat-Buffets dazu zu viel zu essen und zu viel Alkohol zu trinken.

Solche Buffets gibt es zwar auch außerhalb von Hotelanlagen, doch die Alternativen sind zahlreicher. Die Straßenküchen in Thailand bereiten selten zu große Portionen zu. Ich fand es eher gut, dass manchmal noch eine Lücke für einen Obst-Snack blieb.

6. Reisen schweißt zusammen

Viele Pärchen streiten sich im Urlaub mehr als sonst. Ich finde auch: „Reisen“ ist für Pärchen ein Level schwieriger als „Alltag“. Ob man als Paar oder Freunde wirklich auskommt, merkt man u.a. in brenzligen, nervigen und ungewissen Situationen, die man gemeinsam übersteht. Man lernt Menschen kennen, teilt mit ihnen, wächst mit ihnen auf einem Trip zusammen.

Die gemeinsamen Erlebnisse mit meinem Freund möchte ich nicht missen oder gegen Langeweile tauschen. Auch die Gespräche mit anderen Reisenden sind schöne Momente, an die ich mich gern erinnere.

Im Hotelurlaub teilt man allemal den Whirlpool, wobei eher feindliche Gedanken – auch beim allmorgendlichen Liegen-Besetzen – präsent sind.

7. Reisen übt in Gelassenheit

Der wohl wichtigste Punkt ist die Gelassenheit. Wer weite Strecken zurücklegt, mit Einheimischen verhandelt, Pech hat und übers Ohr gehauen wird, übt sich in Gelassenheit – oder dreht durch. Geduld ist eine weitere Baustelle von mir.

backpacking longtail

Interessanterweise blieb ich in vielen Situationen in Thailand gelassener, als ich es von zu Hause kenne. Wahrscheinlich steckt die Ruhe und Gelassenheit der Thais an! Eine Herausforderung wird es sein, mir diese Gelassenheit möglichst lange zu bewahren.

 

Kennst du weitere Argumente, warum Körper und Geist mehr vom Backpacking haben als von einer Pauschalreise? Oder siehst du das ganz anders als ich? Dann schreibe einfach einen Kommentar!


Foto: Backpacking-Pärchen von Shutterstock

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18 Kommentare

  1. Ich stimme Dir in den meisten Punkten zu, allerdings kann ich auch Menschen nachvollziehen, die sich für einen 2-Wo-All-Incl-Urlaub entscheiden, wo sie auch nicht besonders viel unternehmen, sondern schlicht entspannen/genießen/resetten möchten.

    Teils aus dem schlichten Grund, dass ihr tägliches Leben bereits stressig genug ist und zusätzliche Herausforderungen nicht wirklich erwünscht sind.

    Gerade wer in einem „durchschnittlichen“ Job „gefangen“ ist (also nicht selbstständig ist) und auch keine dreieinhalb Wochen Urlaub am Stück nehmen kann, ist meiner Meinung nach insgesamt höherem Stress ausgesetzt (auch wenn Stress subjektiv ist), schlicht weil Selbstständige die Freiheit besitzen, sich frei zu nehmen, wann sie wollen und den Stress damit auf die einfachste Weise kanalisieren können.

    Auf der anderen Seite ist es auch eine Typ-Frage: es gibt Menschen, die grundsätzlich aktiver/sportlicher sind und die auch eine aktivere Urlaubsform bevorzugen…

    Muss man im Urlaub eigentlich zwangsläufig „etwas erleben“? ;-)

    LG, Heike

    • Hallo Heike,

      danke für deinen Kommentar! In einigen Punkten kann ich leider nicht mitgehen. Ich finde eben nicht, dass sich Backpacking und „schlicht entspannen/genießen/resetten“ ausschließen.

      Ich war vor Jahren in einem „durchschnittlichen“ Job angestellt, bin trotzdem mit dem Rucksack gereist (wie nahezu alle meiner Kollegen), auch drei oder vier Wochen. Klar, mögen manche Arbeitgeber Druck ausüben, dass man nicht zu lange weg ist. Ohne Jurist zu sein, bezweifle ich trotzdem, dass es ausschließende Klauseln in Verträgen gibt/geben darf. Die Frage ist, „traut“ man es sich bzw. ist es wichtig genug.

      Dass ein Angestellter gegenüber einem Selbständigen mehr Stress ausgesetzt ist, ist eine gewagte These. Ich glaube nicht, dass man das so pauschal sagen kann. Bist du selbständig oder angestellt? Aber diese Debatte schweift vom Thema ab.

      Vielleicht ist es eben keine Typenfrage. Sportliche und abenteuerfreudige Typen neigen vielleicht eher dazu es auszuprobieren. Aber allen anderen käme es auch zugute. Genau wie in Bezug auf einen aktiven statt passiven Feierabend (Spazieren statt Fernsehen), denke ich, dass ein aktiver Urlaub erholsamer ist. Wer etwas leistet und sich auch mal körperlich anstrengt, kann auch richtig entspannen. Wer das ausprobiert hat und nicht zustimmt – okay. Aber die meisten versuchen es gar nicht, weil sie es nicht anders kennen.

      Ich bin selbst früher oft pauschal im Urlaub. Heute zehre ich lieber von den bewegten Reisen.

      Letztendlich muss jeder seinen Weg zur Erholung und zum Resetten selber finden. Für mich funktioniert ein Rucksacktrip besser, da ich ab dem ersten Tag abgelenkt bin und abschalte. Als ich letztes Jahr im Hotel 10 Tage am Strand lag, gelang es mir viel seltener nicht an zu Hause und die Arbeit zu denken.

      Viele Grüße
      Jasmin

    • Hey Heike,

      klar, jeder kann Urlaub machen, wie er/sie es möchte. Niemand muss etwas erleben, sondern kann am Strand entspannen.

      Ich glaube aber, dass die Büromenschen von heute nicht körperlich ausgelaugt sind, sondern geistig. Sie müssen sich daher vielleicht nicht körperlich erholen. Durch Aktivität und körperliche Erholung bekomme ich hingegen den Kopf besser frei.

      Viele Grüße,
      Patrick

  2. Hallo Jasmin,

    wirklich ein sehr toller Artikel! Ich reise gerade selbst mit dem Rucksack durch Sri Lanka und kann allen Punkten nur voll zustimmen!
    Das ist erst mein zweiter Urlaub auf diese Art. Früher habe ich All-Inclusiv-Urlaub gemacht. Seit ich das backpacken für mich entdeckt habe kann ich mir das aber wirklich nicht mehr vorstellen.

    Ich persönlich finde auch man kann viel schneller aus dem Alltag zu Hause abschalten als bei einem Pauschalurlaub. Allein schon deswegen weil man sich um so viele Dinge selbst kümmern muss, dass gar keine Zeit bleibt an die Dinge zu denken, die man zurückgelassen hat.

    Viele Grüße
    Judith

    • Hallo Judith,
      vielen Dank für das Lob! Da liegen wir voll auf einer Wellenlänge. Verfolge gespannt deine Beiträge, seit du nach Indien „verschwunden“ bist :-) Bin gespannt auf deine weiteren Artikel, Erkenntnisse, Erfahrungen! Eine gute Zeit in Sri Lanka!
      Liebe Grüße
      Jasmin

      • Vielen Dank!
        Die Artikel, Erkenntnisse, Erfahrungen wird es auf jeden Fall geben. Momentan habe ich Indien allerdings selbst noch nicht so ganz verarbeitet ;)

        Liebe Grüße
        Judith

  3. Liebe Jasmin,

    diese Punkte kann ich zu 100% unterstreichen.
    Auch ich bin Backpackerin aus Leidenschaft, weil ich die glücklichsten und schönsten Momente meines Lebens auf Reisen erlebt habe.
    Auf welche Weise uns das Reisen glücklich macht habe ich kürzlich in einem Video festgehalten: https://www.youtube.com/watch?v=-9khNHjsN4g
    Hinterlegt ist das Video übrigens mit Bildmaterial meiner letzten Reisen nach Sri Lanka und Thailand (bin gerade seit zwei Monaten zurück).
    Vielleicht stimmst du meinen Punkten ja auch zu?
    Liebe Grüße,
    Katharina

  4. Hallo, Jasmin,
    Auch für mich gilt das Backpacking als der Beste Urlaub. Sich auf das Minimum zu beschränken und nur mit dem Notwendigsten zu reisen, und dann zwischen 20 und 30 km täglich zu wandern ist Entspannung pur. Und ausserdem nehmen wir doch viel mehr von der Landschaft mit. Ich zehre auch immer noch von meinen Reisen und erinnere mich gerne zurück.
    Liebe Grüße
    Frank

  5. Hallo!
    Pauschalurlaub zusammengepfercht in einer Hotelanlage, Morgens und 6 Verteilung der Handtücher auf die Liegen am Pool, Bustouren mit Tourigruppen zu „garantiert authentischen“ Besichtigungs- und Verkaufveranstaltungen und dann Abends am Buffet und der Bar alles rein was geht – eine Horrorvorstellung. Backpacking ist da sicherlich eine spannendere Herausforderung, bei der man viel „mitnehmen“ kann. Stundenlang bei Hitze im Bus durch Gegenden zu gondeln, deren Namen man noch nie gehört hat und dann die Hütte mit allerlei mehrbeinigen Mitbewohnern zu teilen ist allerdings auch nicht gerade meine Idealvorstellung von Urlaub. Abgesehen davon wäre Backpacking mit Familie und zwei Kleinkindern eine ganz andere Nummer.

    Wir sind eher etwas „konventioneller“ im Urlaub unterwegs. Eine kleine Ferienwohung oder Pension, Luxus ist nicht nötig. Aber einigermaßen sauber und ein vernünftiges Frühstück muss schon sein. In der Sonne braten ist nicht so unser Ding, so dass wir auf Urlaubsreise nur wenige „faule“ Tage einlegen. Ansonsten sind wir eher aktiv unterwegs. Die Kinder (2 und 4) sollen natürlich auch Spass am Urlaub haben. Wandern machen sie beide gerne (die Kleine z.T. im Tragerucksack), so daß wir auf jeden Fall ein paar Tagestouren machen werden. Für mehrtägige Touren sind sie aber schlicht zu klein. Mit Besichtigungen, Schwimmen, Radfahren etc. bekommt man problemlos ein abwechslungsreiches Programm zusammen.

    Spannend finde ich es immer, auch Pfade abseits der üblichen Touristenströme zu beschreiten. Dazu muss man nicht mal weit reisen. Selbst in Deutschland reicht es manchmal, sich nur 500m vom nächsten Parkplatz entfernen. Eines meiner schönsten Urlaubserlebnisse: Eine Tageswanderung in Franken weitab der bekannten Urlaubsorte. Fantastisches Sommerwetter, eine ruhige Route durch die Natur und nur zwei kleine Orte, in denen die Zeit still zu stehen schien. Am späten Nachmittag kamen wir in den Zielort. Vorbei an einem Kruzifix mit der Aufschrift „Es ist vollbracht“, zwei Höfe weiter rechts auf den Bierkeller, eine rustikale Brotzeit auf den Tisch im Schatten eines Kirschbaums und die Halbe Hausbräu in einem Zug runter – Urlaub und Reset pur für mich.

    Ein Urlaub mit der richtigen Balance aus Entspannung und spannenden Aktivitäten – das ist für mich perfekt. Backpacking muss (für mich) nicht sein – wenn überhaupt als Fernwanderung. Ich kann aber absolut nachvollziehen, was für Backpacking Fans so reizvoll an dieser Art Urlaub ist.

    Grüße
    Jens

    • Hallo Jens,

      das klingt nach einem guten, aktiven Programm. Ich habe auch einige Familien mit Kindern – z.T. auch in Tragerucksäcken – in Thailand gesehen. Davor habe ich echt Respekt :-)

      Viele Grüße
      Jasmin

  6. Jeder braucht einen anderen Urlaub. Nichtkochen bzw Tapetenwechsel, Erlebnisse, Baden, Kultur, Sport, kinderfrei… Wer das verstanden hat, plant seinen Urlaub danach. Und das finde ich wichtiger als Deine Aussage, daß man nur beim backpacking glücklich werden kann. Ich war gerade mit backpack in den USA. Aber ich hatte einen Mietwagen. Insofern ist mir nicht klar, was Du unter backpacking genau meinst: Individualreise? Wandern und Öffis? Fremde Länder? Außerhalb der westlichen Welt? Kultur?
    Wer eine Pauschalreise bucht und dann über alles nörgelt, hat die irrige Vorstellung, pauschal alle Wünsche erfüllt zu bekommen. Das kann nicht klappen. Sondern vieles kann man auch zu Hause buchen, da ist die Dusche besser und der Alkohol billiger.
    Insofern würde ich den Artikel eher auf individualreisen umbenennen.

    • Hallo Viola,
      ich würde nicht sagen, dass man ausschließlich beim Backpacken glücklich werden kann. Wie unsere Bedienungsanleitung für unsere Texte aussagt, schreiben wir immer darüber, wie wir die Welt sehen, ohne den Anspruch zu haben, dass diese Meinung auf jeden zutrifft und jeder sie übernehmen sollte. Ob nun mit Mietwagen oder nicht – ich habe ein Plädoyer für aktives Reisen gehalten, das sich außerhalb der Hotelmauern abspielt.
      LG Jasmin

  7. mit diesem Plädoyer hast Du auch absolut recht! Bei meinen gebuchten Tagestouren war ich in Vietnam eben für diesen einen Tag Teil einer Reisegruppe. Weil es nicht anders ging. Und ich war immer froh, daß ich danach wieder alleine war. Schrecklich, wenn man den ganzen Tag wie ein Radio die Gespräche der anderen nebenher plätschern hören muß!
    Ich habe übrigens noch nie einen Pauschalurlaub gemacht, bin einfach nicht auf die Idee gekommen :-).

  8. Unser letzter und einziger (Kurz-) Urlaub war in Norwegen 2003 – und das in 20 Ehejahren. Und das auch nur mit einem Teil der Kinder. Allerdings sehr viel zu Fuß und mit Babytrage unterwegs…

    Sollte dieses Jahr alles so klappen, wie wir uns das vorstellen, so haben wir eine Woche Urlaub eingeplant. Auch nur mit den kleineren Kindern. Bisherige Gedanken waren:

    a) Mit zwei Autos (oder Bahn) in die Alpen (um dort den Kindern die Stätten meiner Jugend einmal näher zu bringen) und dann individuell jeden Tag und Ort separat und ohne Vorgaben erleben.

    b) Mit einem Hausboot die Havel entlang fahren.

    Nach diesem Artikel muß ich mir aber doch ernsthaft überlegen, ob nicht noch Variante C in die Auswahl dazu kommt:

    c) Irgendwo in Deutschland eine Art Survival- oder Abenteuerwoche einlegen. Natürlich angepaßt an die Kinder, klar.

    Gefühlsmäßig tendiere ich dazu, alle Aussagen in deinem Artikel zu unterschreiben. Mal sehen, was wir draus machen…

    lg Ralf

    • Hallo Ralf,
      danke für deinen Kommentar! Für mich klingt es so, als dass alle 3 Varianten erlebnisreich werden könnten. Es muss nicht per se der Rucksack sein. Wichtig ist aus meiner Sicht, nicht einfach nur 2 Wochen in einem Hotel zu bleiben, wo das aufregendste das wechselnde Dessert am Abendbuffet ist. Ich bin übrigens auch schon auf der Havel gepaddelt – zwar nur einen Tag, aber das war auch sehr schön.
      In jedem Fall wünsche ich euch einen schönen, erholsamen und harmonischen Urlaub!
      LG Jasmin

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