Wie Zucker mich dick und krank machte

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Wie du vielleicht weißt, war ich einmal übergewichtig. Und das ist sogar eine schamlose Untertreibung. Bis vor fünf Jahren lief mein Gewicht völlig aus dem Ruder. Ich nahm immer weiter zu. Am Ende wog ich 150,6 Kilogramm. Hätte ich nichts geändert, wäre es heute noch wesentlich mehr. Da bin ich mir sicher.

Vieles an meiner Ernährung war falsch. Ich aß zu viel, ich aß unachtsam und ich aß nur fertige Gerichte. Doch mein größtes Problem war Zucker. Ich war (und bin) süchtig nach Zucker.

Das geht bis in meine Kindheit zurück. Ich erinnere mich noch, dass es in der Grundschule ein Kiosk gab, in dem ich fast täglich Süßigkeiten kaufte. Ich weiß nicht, wer sich das ausgedacht hatte: Ein Laden voller Süßigkeiten in einer Grundschule!

Wenn ich an Weihnachten Süßigkeiten geschenkt bekam, waren die spätestens an Silvester bereits verzehrt. Und so wurde ich schon als Kind immer dicker und hatte vergleichsweise viele Probleme mit Karies. Ab dem 16. Lebensjahr nahm ich Medikamente gegen Bluthochdruck. Ein geringes Selbstwertgefühl gab es gratis dazu.

Zum Ende meiner Schullaufbahn hatte ich es tatsächlich geschafft, deutlich abzunehmen. Doch das hielt nicht lange an. Kurz nach dem Ende der Diät ging es wieder bergauf. Und richtig beschleunigt wurde dieser Prozess bei der Bundeswehr (wer findet das noch ironisch?). Da war es unter den Wehrdienstleistenden normal, sich mit Süßigkeiten zu versorgen, um zunächst den Stress und später die Langeweile zu ertragen. Morgens ging ich als erstes an meinen Spind und aß Ritter Sport sowie Haribo.

Später wurde es nicht weniger, sondern mehr. Auch im Erwachsenenalter aß ich zum Frühstück die Kelloggs-Palette rauf und runter. Das denkbar schlechteste Frühstück von allen! Oft gab es Brötchen (die Weißen) mit Nutella und Marmelade. Gern auch mal mitten am Tage als Snack. Auch einen Liter Eiscreme konnte ich schnell wegatmen. Wenn ich in der Stadt unterwegs war, gönnte ich mir etwas vom Bäcker. Aber nicht das mit Käse belegte Vollkornbrötchen, sondern Kuchen, Streuselschnecken, Eclairs, Croissants – einfach alles.

Patrick, Ende 2009 – mit knapp 150 Kilogramm

Wasser stand nicht auf meinem Speiseplan. Meistens trank ich Cola, Fanta oder Fruchtsäfte. Als ich etwas mehr auf die Kalorien achtete, trank ich gesüßtes Wasser, das „nur“ 17 Kalorien pro 100 ml hatte. Und wenn ich mal ganz achtsam leben wollte, konsumierte ich Diät-Cola. Was das genau für den Körper bedeutet, dazu kommen wir noch, doch Spoiler Alert: Das ist alles Mist!

Den Höhepunkt meines Gewichts erreichte ich während einer USA-Reise. In meinem New Yorker Hotel war das Frühstück inklusive. Frühstück hieß dort: Donuts. Wer nicht allzu spät kam, hat vielleicht noch eine Banane abbekommen. Nur Donuts gab es immer genug. Das kam mir merkwürdig vor, doch ich aß erst einmal mit. Den Rest des Tages aß ich, was Amerikaner sonst so essen: Fast Food. Doch nach etwa einer Woche fühlte ich mich damit immer unwohler. Es schmeckte sehr gut, aber es fühlte sich nicht richtig an.

Das war der Moment, in dem ich umdachte. Ich flog nach Hause und hatte genug davon, dick zu sein. In den folgenden neun Monaten nahm ich etwa 60 Kilogramm ab.

Überall Zucker!

Doch nicht jeder bekommt die Kurve. Die meisten Menschen kommen aus dieser Abwärtsspirale nicht heraus. Und vielleicht können sie noch nicht einmal etwas dafür. Denn ihre Körper sind auf Zucker konditioniert. Sie wollen immer mehr davon. Und ihr Umfeld macht es ihnen unfassbar schwer, auf Zucker zu verzichten. Denn Zucker ist heute überall.

Der durchschnittliche Deutsche verzehrt ungefähr 37 Kilogramm Zucker pro Jahr. Das entspricht ca. 100 Gramm am Tag. Die Daten sind von 2004 und die Tendenz war zuletzt steigend. Vermutlich ist es heute schon mehr. Die Amerikaner zeigen wie so oft, wohin die Reise gehen könnte: Sie verzehren schon 150 Gramm pro Kopf pro Tag. Das sind übrigens 50 Stück Würfelzucker!

Ein Gramm Zucker entspricht vier Kalorien. Das heißt, der durchschnittliche Amerikaner nimmt täglich 600 Kalorien aus Zucker zu sich. Das entspricht etwa 30% des Tagesbedarfs. Wir Deutsche nehmen 20% unseres kalorischen Tagesbedarfs durch Zucker auf – Tendenz steigend. Und ich rede hier nur vom Durchschnitt. Übergewichtige Menschen liegen zum Teil deutlich darüber. Ich war einer davon!

Natürlich isst niemand 50 Stück Würfelzucker. Purer Zucker ist ohnehin nicht so richtig sexy. Doch der Zucker versteckt sich überall. Vor allem in verarbeiteten Lebensmitteln. Die Nahrungsmittelindustrie fügt heute vielen Produkten Zucker zu. In amerikanischen Supermärkten enthalten 80% aller verarbeiteten Lebensmittel Zucker! So werden sie schmackhafter, länger haltbar und – schöner Nebeneffekt – wir kaufen sie immer wieder, da sie uns süchtig machen.

Unsere Geschmacksnerven gewöhnen sich an den hohen Zuckerkonsum. Je mehr wir davon essen, desto mehr brauchen wir davon, um ein Gericht überhaupt noch als süß zu empfinden. Ich habe früher nie verstanden, wenn jemand behauptete, etwas sei „zu süß“. Wie konnte etwas zu süß sein? Das war für mich genauso unlogisch wie „zu glücklich“ zu sein. Ein Widerspruch in sich!

Eine gesellschaftsfähige Sucht

Ich habe bereits behauptet, dass Zucker süchtig macht. Genau genommen, ist das bislang nicht wissenschaftlich nachgewiesen. Doch Zucker erzeugt im Gehirn die gleichen Aktivitätsmuster wie süchtig machende Drogen. Und so titelte der SPIEGEL vor einigen Jahren: „Droge Zucker – Die gefährliche Sucht nach Süßem“.

Ich denke, Zucker kann süchtig machen. Jeder Mensch reagiert anders auf Zucker. Die Gene mögen eine Rolle spielen, aber auch die Kindheit prägt. Wer schon früh mit viel Zucker aufwächst, kommt später schwerer davon los. Und auch die Art des konsumierten Zuckers macht einen Unterschied. Natürlicher Zucker, der in frischen Lebensmitteln enthalten ist, macht nicht genauso süchtig wie raffinierter Zucker. Denn in echten Lebensmitteln sind alle Zutaten enthalten, um unser Zuckerverlangen zu reduzieren: Proteine, Fett, Vitamine & Co.

Mit der Zeit erliegen immer mehr Menschen dem Gefühl, eine Süßigkeit zu „brauchen“. Ein Dessert, ein Eis, ein Stück Kuchen, Schokolade. Dieses Bedürfnis kann es überhaupt nur geben, wenn wir an Zucker gewöhnt sind. Wer nie mit Süßigkeiten in Berührung kam, braucht auch keine. Doch in der westlichen Welt ist das nahezu unmöglich.

Wir werden süchtig nach der Belohnung, die uns der Zucker verspricht. Genau das will unser Gehirn. Wir stehen morgens nur deshalb auf, um irgendwie belohnt zu werden. Das kann Zucker, und zwar einfach, schnell und billig.

Um nicht pausenlos von einer Belohnung zur nächsten zu hetzen, signalisiert das Hormon Leptin, dass wir genug belohnt worden sind. Das funktioniert anfangs auch bei Zucker ganz gut. Doch wenn wir dauerhaft viel Zucker konsumieren und somit häufig einen hohen Insulinspiegel aufweisen, können wir Leptin-resistent werden. So geht’s den meisten Übergewichtigen. Bei ihnen kommt das Signal nicht mehr an. Der Körper will weiter essen. Daher bleibt es nicht bei einer kleinen Belohnung. (Ausführlicher: Wie Zucker in unserem Körper funktioniert.)

So geht es mir heute noch. Esse ich eine Süßigkeit, fühlt es sich für mich so an, als würde ich die Büchse der Pandora öffnen. Ich kann nicht mehr aufhören. Ich kann nicht nur ein Stück Schokolade essen oder ein Stück Kuchen. Ich weiß, ich sollte aufhören, aber die Überwindung ist enorm. Ich müsste mich mit Vernunft und Willenskraft stoppen – doch meine Willenskraft ist begrenzt.

Und genau deswegen war meine Odyssee nicht vorbei, nachdem ich 60 Kilogramm abgenommen hatte. Ich tat mich jahrelang schwer, mein Gewicht stabil zu halten. Es schwankte vor sich hin und ging tendenziell nach oben. Ich ernährte mich zwar gesünder und trieb viel Sport, doch in meinen Cappuccino schüttete ich immer noch Zucker, nach einem langen Lauf belohnte ich mich mit einem Eisbecher. Zeitweise stieg ich auf Bitterschokolade um, weil sie weniger süchtig macht, doch am Ende aß ich auch davon zu viel. Ich ging zeitweise fünfmal pro Woche laufen, aß gar nicht so viel und hatte trotzdem mit meinem Gewicht zu kämpfen. Weil ich das Falsche aß.

Bis ich vor einigen Monaten dem Zucker endlich den Kampf ansagte, indem ich mir selbst Regeln auferlegte. Was genau ich mache, wie das für mich funktioniert, was Zucker in unserem Körper auslöst und noch viel mehr, erfährst du in unserer Artikelreihe über Zucker:


Zuckerfrei leben: Alle Texte, Bücher und Rezepte für eine zuckerfreie Ernährung.

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24 Kommentare

  1. Wow, krasse Story! Hätte ich auf deinen aktuelleren Fotos niemals erwartet, dass du jemals so stark übergewichtig gewesen bist. Darunter zu kommen ist wirklich eine super Leistung.

  2. Hallo Patrick,

    wirklich großen Respekt, dass du es geschafft hast, dich von deiner Sucht zu lösen. Ich lese und schreibe gerade über das Thema Ego Depletion für meinen Blog. Spannendes Thema und es scheint, als sei Zucker eine Möglichkeit der mentalen Erschöpfung zu entfliehen.

    Allerdings ist für einen stabilen Blutzuckerspiegel herkömmlicher Einfachzucker der Tod! Ausgewogene Ernährung und ein gesunder Lebensstil sind da wohl besser als die kurzfristige Umschiffung von Konzentrationsschwächen.

    Liebe Grüße
    Jonas

    • Hi Jonas,

      ich plädiere auch für das ausgewogene Leben. Dann kommt es zu den großen Hochs und Tiefs seltener.
      Wenn doch, gibt Zucker dem Gehirn sicherlich einen Schub. Wobei Traubenzucker (Glukose ohne die noch schädlichere Fruktose) dann wohl etwas gesünder wäre.
      Das würde ich allerdings nicht zur Regel machen :)

      Viele Grüße,
      Patrick

  3. Ich war zwar dabei, als das Foto oben entstand, irgendwie hat das trotzdem gar nichts mehr mit dem „Patrick von Heute“ zu tun! Respekt – für die Leistung und die Offenheit!

  4. Hallo Patrick,

    also erst einmal ein großes Lob für Eure Seite! Bin schon seit Beginn eine fleißige, wenn auch stille Leserin. Heute zum Thema Zucker muss ich einfach auch meinen Senf abgeben. Denn mir geht es da genauso wie Dir. Nach dem ersten Stück Schokolade fängt bei mir der Spaß erst an und ich kann auch erst aufhören, wenn alles weg gefuttert ist oder mir richtig übel ist.

    Ich finde es sehr schade, dass Zucker so verharmlost wird in unserer Gesellschaft. Und ich kann nur bestätigen, dass der frühe Kontakt in der Kindheit eine tragende Rolle dabei spielt, ob man sich auch später noch zu Süßigkeiten und Co stark hingezogen fühlt oder nicht. Außerdem mache ich immer wieder die Erfahrung, dass gerade bei „Zuckersucht“ das Thema Emotionen eine Rolle spielt, im Sinne, dass das Essen dann als Ersatzbefriedigung für aus der Mitte geratene Gefühle und Stimmungen herhalten muss. Leider funktioniert das nicht wirklich, oder zumindest nur kurzfristig und das leider mit negativen Konsequenzen für Gesundheit und Figur.

    Bei mir geht es nur ganz oder gar nicht. Will heißen: entweder gar kein raffinierter Zucker oder eben viel:) Jedenfalls habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Entwöhnung mit der Zeit immer leichter fällt. Geschmack ist wirklich eine Sache, die man sich antrainieren kann, d. h. man kann sich wirklich von dem süßen Geschmack entwöhnen.

    Was mich schon oft davor gegerettet hat mit eine Tafel Schokolade zu besorgen, ist ein mit Stevia gesüßter Tee oder ein selbst gemachter Bananensmoothie. Hm, lecker.

    In diesem Sinne viel Erfolg mit Eurer Seite und vielleicht schreib ich ja ab jetzt mal öfter.

    Liebe Grüße,
    Marion

    • Hallo Marion,

      schön, mal wieder von dir zu lesen! Kommentiere hier doch gern öfter. Gern auch, um deine eigene Erfahrung beizusteuern.

      Dass Zucker eine Ersatzbefriedigung ist, kann ich bestätigen. Wenn es mir besonders schlecht geht, würde ich am liebsten auch nur essen. Je süßer, desto besser. Das ist natürlich gefährlich und ich versuche, das heute zu vermeiden. Das ist auch einer der wesentlichen Gründe, weshalb wir bei der Gesundheit nicht nur die Ernährung allein betrachten können, sondern auch das emotionale Wohlbefinden passen muss.

      Stevia werde ich noch kurz im dritten Teil der Zucker-Trilogie erwähnen. Aber ich nehme es schon mal vorweg: Der Beigeschmack passt mir nicht ;-)

      Viele Grüße,
      Patrick

      • Hallo Patrick,

        ja ja ich weiß, das sagen viele, die Stevia schon mal ausprobiert haben, aber was ich echt empfehlen kann, ist das Stevia Instant Pulver, da ist nichts verändert, also keine Stoffe wurden entzogen, also völlig natürlich und es schmeckt auch wirklich deutlich besser als Tropfen oder Blätter. Ist absolut einen Versuch wert, ehrlich!

        Übrigens, auch ich hab natürlich größten Respekt vor Deiner Gewichtsabnahme!

        Viele Grüße,
        Marion

  5. Krasses Bild!
    Hut ab wie Du die Kurve bekommen hast. Denn nicht nur die Sucht nach Zucker ist das Problem, sondern dass auch der Magen immer größer wird und damit auch das Hungergefühl.
    Der Weg nach unten ist entschieden schwieriger als zuzulegen. Das ist bei vielen anderen Sachen auch so…
    Mein persönlicher Tipp als Ersatzdroge zum Zucker: Sport.
    Je regelmäßiger desto besser, je ausgewogener desto besser. Auch mit über 30 kann man noch viele neue Sportarten austesten und anfangen. Das hält einen sowohl physisch als auch psychisch fit!

    • Hey Marcus,

      genau, mit Sport kann man jederzeit noch anfangen.
      Und da wir ab einem gewissen Zeitpunkt im Leben (bei uns ungefähr jetzt ;-) ) jedes Jahr an Muskelmasse verlieren, wenn wir nichts machen, ist das sogar ratsam.

      Beste Grüße,
      Patrick

  6. Hallo Patrick,

    du schreibst mir da echt aus der Seele. Ich habe auch in etwas über einem Jahr knapp 80 Kilo abgenommen und war und bin auch schon immer zuckersüchtig. Richtig schlimm, wenn man sich wirklich mal anschaut wo überall Zucker drin ist – alleine schon als Konservierungsmittel in vermeintlich gesundem Gemüse usw. Schrecklich!

    Und die letzten Wochen haben ich leider gemerkt, dass man diese Zuckersucht gar nicht wirklich besiegen kann und sie einen immer und immer wieder überfallen kann :( Denn ich hatte so lange darauf verzichtet und urplötzlich war jetzt dieser Heihunger auf Süßes wieder da. Schlimmer als je zuvor

    • Hi Phil,

      na herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg!

      Ich glaube auch nicht, dass sich die Zuckersucht besiegen lässt. Auf die Gefahr hin, dass der Vergleich zu krass ist: Alkoholiker können es ja auch nicht. Sobald sie einen Tropfen anrühren, sind sie wieder da, wo sie vorher waren.

      Ganz so schlimm ist es mit Zucker sicher nicht. In kleinen Dosen und aus den richtigen Lebensmitteln (Früchten) funktioniert das schon gut. Aber wenn eine Tafel Schokolade angefangen herumliegt, dann muss die weg ;-)

      Ich hoffe, du bekommst das hin!

      • So ist es. Denke auch mit Fructose verhält sich das anders, beim normalen Zucker – selbst wenn man den in Gemüsekonserven konsumiert, ist die Gefahr immer vorhanden. Und es ist wirklich so wie beim Alkoholiker, wirklich besiegen lässt sich diese Sucht nie

  7. auch für mich ein großes Thema. Ich versuche mich kurz zu fassen:
    a) Du ißt auch das, was Dich als Kleinkind geprägt hat. Meine Freundin kam mit Untergewicht zur Welt, wurde gepäppelt, und seitdem hat sie Gewichtsprobleme. Meine Schwägerin lernte mit Schokolade Laufen: Als Belohnung. Fertig-Babybrei ist immer noch unglaublich süß. Dieses Kapitel liegt in der Verantwortung Deiner Eltern, aber wer das später erfragt und versteht, hat einen Hebel mehr, um sich davon lösen zu können. Ebenso übrigens mit dem Vanillin-Aroma, das uns signalisiert: Alles gut, mehr davon essen.
    b) neulich stieß ich auf das Thema Glukosesirup. Er süßt 10x stärker als Zucker und ist überall drin. Klingt aber harmlos. Er könnte der Grund für die allgemeine Fettleibigkeit sein, denn er wurde 1972 erfunden (aus Maisstärke, ist also auch noch genmanipuliert), und Klassenfotos von 1980 zeigen trotz Fernsehen noch dünne Kinder, 20 Jahre später aber nicht. Also: Finger weg und lieber mit Zucker süßen, als mit Glukosesirup. (Oder lieber mit Honig als mit Zucker süßen…)
    c) Stevia funktioniert leider genau wie Süßstoffe: Zunge schmeckt „süß“ und meldet: Insulin ausschütten. Insulin im Blut bekommt keinen Zucker zum Verdauen und meldet: Bitte etwas essen, ich hab nix zu tun. Erzeugt also Heißhunger. Meine Familie mag Stevia nicht. Manchmal gebe ich eine Prise in die Suppe. Ich hab Blätter aus dem eigenen Garten getrocknet und danach gemörsert – pulverisiert.
    d) Chips machen auch süchtig. Weil das so ein schönes Geräusch ist. Und Cornflakes sind ungesund salzig… also gilt wie immer: Augen auf beim Essen, Vorsicht bei Fertigprodukten, Mischkost bitte.

  8. Hallo Patrick,
    danke für den offenen Bericht. Auf dem Foto hätte ich dich glatt nicht erkannt! So erschlankt und fit gefällst du mir eindeutig besser:-)
    Zum Glück habe ich mit Zucker kein großes Problem, aber trotzdem ist der Artikel (sowie die anderen 2 der Serie) sehr interessant.
    Macht auf jeden Fall weiter so mit eurem Blog!
    Viele Grüße nach Thailand
    Leonie

  9. Hallo Patrick

    mich würde Deine Meinung (und Erfahrung) zu Diät-Cola und anderen Light-Produkten interessieren. Du hast es ja angeschnitten.

    Ich finde unterschiedliche Aussagen dazu: Mal heißt es, der Süßstoff hebt nicht den Insulinspiegel und ist daher anders wie normaler Zucker besser geeignet. Andere Meinungen: Finger weg, ist genauso schädlich!

    Viele Grüße
    GH

    • Hallo,

      ja, da scheiden sich die Geister. Meines Wissens nach löst Süßstoff die gleichen Reaktionen im Körper aus wie Zucker. Aber erforscht habe ich das natürlich nicht ;-)
      Ich persönlich gehe einfach davon aus, dass es so ist und lasse mittlerweile die Finger von künstlichen Süßstoffen. Ich habe im Anschluss häufig ein stärkeres Hungergefühl, auf das ich gut verzichten könnte. Und so richtig gut schmeckt es mir auch nicht. Also verzichte ich lieber. Das macht mir das Leben leichter, als mich zu fragen, ob es nun zum Insulinausstoß kommt oder nicht oder ob es krebserregend ist oder nicht. Ich bin mir sicher, der Verzicht ist in diesem Fall die gesündere Variante.

      Beste Grüße,
      Patrick

  10. Hi Patrick,

    ich bin über einen Gastbeitrag von Dir zum Blog gekommen. Toll wie Du geschafft hast Dein Leben zu verändern und vor allem, dass Du es hier so offen darstellst. Das hast Du auf jeden Fall von James Altucher gelernt ;-) Verwundbarkeit zu zeigen und gleichzeitig auf Misstände aufmerksam machen. Vielen Dank dafür!
    Das Buch ‚Zucker, der heimliche Killer‘ kennst Du sicherlich schon. Krass wie die Industrie uns glauben lässt, dass Fett dick und krank macht. Dabei ist Zucker an vielem Schuld. Bis die Gesellschaft das verstanden hat, vergehen sicherlich noch Jahrzehnte. Jeder muss die Verantwortung für seine Ernährung selbst in die Hand nehmen. Nur wollen die Wenigsten das auch tun. Sie sehen einfach keine Notwendigkeit…und warten lieber bis es nicht mehr anders geht. Doch dann ist es oft zu spät.

  11. Hallo Patrick und Mitleser !
    Eure Seite wurde mir empfohlen, weil ich erwähnte, dass ich im letzten
    halben Jahr 7kg zugenommen habe, weil ich im Haferflockensüppchen sehr süssen Joghurt
    drin hatte,ohne auf die Zuckerangaben zu achten. Und jetzt lese ich hier gleich auf der ersten Seite
    etwas von dem, was auch teilweise meine Erfahrung ist. Einerseits hat, ich bin jetzt 56J. das Verlangen nach Kuchen abgenommen, andererseits, wenn es stressig wird oder wenn
    ich mich irgendwie unwohl fühle,vielleicht auch als Rest aus der Phase der Depression,
    esse ich oft etwas süsses, meistens Schokolade. Kann durchaus eine halbe Tafel werden.
    Bisschen wenig Bewegung kam ja noch dazu.
    Najut, ich werde in Zukunft öfter mal hier vorbei kommen.
    Grüssele Dorena

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