10 Wege, auf denen ich abnehmen wollte, die zum Scheitern verurteilt waren

Jahrelang hatte ich versucht, abzunehmen. Selten besonders ernsthaft, das gebe ich gern zu. Meistens suchte ich nur eine Abkürzung, die wie durch ein Wunder alles von allein regelt. Als ich es irgendwann doch geschafft hatte, versuchte ich mein Gewicht zu halten. Auch dafür suchte ich nach Abkürzungen, von denen ich heute weiß, dass es sie nicht gibt.

Die folgenden zehn Dinge tat ich, um abzunehmen oder mein Gewicht zu halten. Die meisten davon sind üblich und werden von Millionen Menschen ausprobiert. Meiner Erfahrung nach funktionieren sie nicht und sind vergebene Mühe. Daher teile ich sie hier mit dir. Wir müssen ja nicht alle die gleichen Fehler machen.

1. Ich habe Low-Fat-Produkte gegessen

Ich trank Milch mit nur 0,1 Prozent Fett, ich aß fettarmen Joghurt, fettreduzierten Käse und Low-Fat-Fertiggerichte. Hauptsache wenig Fett. Das musste richtig sein, schließlich wollte ich Körperfett abbauen. Es ist einer der großen Irrtümer, denen die meisten Menschen unterliegen, obwohl sie es längst besser wissen könnten. Sie essen lieber einen 0,1-Prozent-Joghurt als eine Avocado, die als zu fettig gilt.

Low-Fat-Produkte sind ein Musterbeispiel dafür, wie die Industrie mit unserer Ernährung spielt. Nährstoffe, die gerade nicht in Mode sind, werden den Lebensmitteln einfach entzogen. Allerdings fehlt dann etwas – z. B. Geschmack, denn Fett ist ein Geschmacksträger. Kein Problem, das wird durch Zucker ausgeglichen. Fettarme Joghurts sind daher meist Zuckerbomben. Das ist ein ganz schlechter Tausch, zumal Fett sättigend wirkt, während Zucker den Appetit nur weiter befeuert.

Heute weiß ich: Fett macht nicht fett. Statt industriell gefertigter Low-Fat-Produkte esse ich nun hauptsächlich echte Lebensmittel und greife auch gern zur Avocado.

2. Ich habe Low-Carb-Produkte gegessen

Fett wird schon seit Jahrzehnten verteufelt. Kohlenhydrate noch nicht ganz so lange, aber Low-Carb ist derzeit in aller Munde. Eine zeitlang habe ich schön mitgemacht und möglichst kohlenhydratarm gegessen. Die Industrie hat auch dafür Lösungen wie Low-Carb-Müsli (in den USA schon viel verbreiteter als bei uns) oder Eiweißbrot. Im Austausch für die Kohlenhydrate fahren sie den Fettanteil wieder hoch, oder steigern den Anteil an Proteinen. Irgendwas muss in den Produkten ja noch enthalten sein. Es gibt nur die drei Makronährstoffe: Fette, Kohlenhydrate, Proteine. Je nach Gefühlslage der Kundschaft wird der jeweilige Anteil reduziert oder erhöht. Aber es hilft alles nichts. Die Menschen werden trotzdem immer dicker.

Meine Antwort ist die gleiche wie auf den Low-Fat-Wahn: Echtes Essen essen. Echte Lebensmittel enthalten Fette, Kohlenhydrate und Proteine in genau den Mengen, die gut für uns sind.

3. Ich habe Proteinriegel gegessen

Na klar, neben Low-Fat und Low-Carb habe ich auch den Proteinhype mitgemacht. Es bleibt ja sonst nichts übrig, wenn Fette und Kohlenhydrate verteufelt werden.

Wie konsumiert man am leichtesten viele Proteine? Auch dafür hat die Industrie Antworten parat: Es gibt z. B. Proteinpulver für Shakes, Proteinriegel oder das Eiweißbrot.

Auf den Trichter mit den Riegeln kam ich erst durch das Buch „The 4 Hour Body“ von Tim Ferris. Ich weiß nicht mehr, ob er Proteinriegel empfiehlt, aber er ist ein extremer Typ mit extremen Ansichten. Der Weg zu den Riegeln war nicht mehr weit, zumal ich kurz nach der Lektüre in den USA war und es dort ganze Regale voller Proteinriegel gibt. An jedem Tankstellenshop hat man die Qual der Wahl. Damals aß ich sie fast jeden Tag und ersetzte ganze Mahlzeiten damit. Dabei hätte eine echte Mahlzeit besser geschmeckt und wäre gesünder gewesen.

Die Nährstoffqualität industriell gefertigter Proteinriegel ist nicht mit der Qualität echter Lebensmittel vergleichbar. Ich weiß nicht, ob mir diese Proteine überhaupt etwas brachten, außer einer Menge Zucker, mit denen sie zusammen serviert werden. Jetzt habe ich schon lange keinen Riegel mehr angefasst. Die letzten habe ich irgendwann weggeschmissen. Stattdessen esse ich echte Lebensmittel, die ich selbst zubereite (mit diesen Rezepten).

4. Ich trank Diätgetränke

Wann immer ich auf mein Gewicht achten wollte, ersetzte ich zuckrige Limonaden und Säfte durch Diätgetränke. Ich trank dann alles, auf dem „Light“ steht (oder „Zero“). Ich trank aber auch das süße Wasser, das nur 17 Kalorien pro 100ml hat. Von diesen Getränken bekam ich nur noch mehr Hunger. Ich konnte fast die Uhr danach stellen. Nur wahrhaben wollte ich es nicht.

Als ich das Zeug trank, war mir nicht bewusst, dass es auch ohne gehen könnte. Es dürfte keine Sucht gewesen sein, denn Zucker war ja nicht oder kaum drin. Es war vielmehr der Glaube, nur süße Getränke trinken zu können – selbst, wenn sie nicht einmal wirklich gut schmecken.

Erst im letzten Jahr stieg ich auf pures Wasser um. Mein letztes Diätgetränk dürfte etwa acht Monate zurückliegen, die letzte Limonade vermutlich auch. Säfte trinke ich nur selten und ich vermisse nichts. Heute würde ich niemandem ein Diätgetränk empfehlen. Sie machen nichts leichter oder besser, sondern zögern nur die Umstellung auf das einzig wahre Getränk unnötig hinaus: Wasser.

5. Ich hungerte

Wenn ich es nicht mit Low-Fat, Low-Carb, Low-Calorie oder Proteinriegeln versuchte, dann hungerte ich bzw. aß weniger als ich brauchte, um mich wohlzufühlen. Mal ging das für zwei Tage gut, mal nur für ein paar Stunden und oft nur für eine Mahlzeit.

Als ich 17 Jahre alt war, klappte es mal etwas länger. Anschließend war ich schlank, zumindest für ein paar Monate. Danach ging es nur noch bergauf (im negativen Sinne). Das passiert eben, wenn man sich mit Hungern den Stoffwechsel zerstört und der Energieverbrauch so weit sinkt, dass man anschließend wieder zunehmen muss. Reduktionsdiäten funktionieren nicht.

Erst 10 Jahre später nahm ich einen neuen großen Anlauf. Dieses Mal weiß ich es hoffentlich besser und versuche nicht mehr, mein Gewicht mit Hungern zu senken oder zu halten, sondern mit echtem Essen und mit Bewegung und Muskelaufbau.

6. Ich zählte Kalorien

Oh man, was habe ich Kalorien gezählt. Über Jahre waren Kalorien Teil meiner Gedanken. Zeitweise rechnete ich sie ganz genau aus, später überschlug ich sie noch grob im Kopf.

Kalorien sind zwar real, aber sie sind eine Vereinfachung der Ernährung, die uns in die Irre führt. Lies selbst, weshalb niemand mehr Kalorien zählen sollte und weshalb das alles nur schlimmer macht. Aus meiner Sicht ist Kalorienzählen sogar ein Symptom dafür, dass mit der Ernährung etwas falsch läuft. Wichtiger als die Anzahl der Kalorien ist ihre Qualität.

7. Ich joggte fünfmal pro Woche

Ich dachte immer, ich müsste Joggen, um abzunehmen. Als ich noch sehr dick war, glaubte ich, dass es ohne Joggen gar nicht ginge. Ich dachte, es sei die effizienteste Sportart, um Fett zu verbrennen.

Joggen mag vergleichsweise effizient sein. Vielleicht verbrenne ich beim Laufen mehr Energie als bei anderen Sportarten. Aber dieses Denken basiert auch nur auf dem irreführenden Kalorienzählen. Ich zähle, was ich aufnehme und zähle näherungsweise, was ich abgebe. Zeitweise ging ich daher fünfmal die Woche Joggen, um ja heute noch viel Energie zu verbrennen.

Den daraus resultierenden Hunger konnte ich nur während meiner großen Diät tolerieren, in der ohnehin alles über Willenskraft lief. Anschließend kompensierte ich den Hunger nur mit mehr Essen und hatte nichts gekonnt.

Ich hatte ohnehin viel zu kurz gedacht. Es kommt nicht darauf an, wie viel Energie ich heute beim Sport verbrenne. Wichtig ist, dass ich den Energieverbrauch meines Körpers mit Sport nachhaltig erhöhen kann, sodass er auch Energie verbrennt, wenn ich morgen auf dem Sofa liege. Mehr dazu: Worauf es beim Sport wirklich ankommt.

8. Ich zahlte fürs Fitnessstudio

Ich dachte auch, um abzunehmen, sollte ich in einem Fitnessstudio angemeldet sein (und manchmal sogar hingehen). Allein in meinem letzten Studio ließ ich über mehrere Jahre insgesamt 3.600 Euro und wurde dabei immer dicker. Mal ging ich für einige Wochen hin, dann wieder monatelang gar nicht. Selbst wenn ich dort war, ist es häufig nicht mehr als ein Alibi gewesen.

Heute weiß ich, dass ein Fitnessstudio mich nicht fit macht. Ich mache mich selbst fit. Dafür kann ich ein Studio nutzen, aber notwendig ist es nicht. Ich bin nun seit drei Jahren in keinem Studio mehr angemeldet, aber fitter denn je. Meine Argumente für und wider ein Fitnessstudio liest du hier.

9. Ich kaufte einen Bauchweggürtel

Das ist mir peinlich. Ich suchte nach einer leichten Abkürzung und kaufte für 30 Euro einen Bauchmuskelgürtel. Nur wenige Male legte ich ihn wirklich um, dann verschwand er im Schrank. Irgendwann habe ich ihn entsorgt.

Falls so ein Gürtel überhaupt einen Nutzen hat, war er für mich völlig ungeeignet. Vor dem Fernseher zu sitzen und dabei schlank und muskulös zu werden, funktioniert eben nicht. Es gibt keine Abkürzungen. Fit zu sein, erfordert Aufwand.

10. Ich wog mich (mehrmals) täglich

Erst wog ich mich jahrelang gar nicht, weil ich die Wahrheit nicht wissen wollte. Um den Hebel umzulegen brauchte ich jedoch diese eine Zahl. Ich wollte wissen, wo ich stehe und wohin ich gehen möchte. Daher möchte ich Personenwaagen nicht schlechtreden.

Aber später wurde es zur Obzession. Ich wog mich mehrmals täglich. Auch als ich schon schlank war, wog ich mich jahrelang weiter jeden Tag, weil ich Angst hatte, wieder zuzunehmen. Trotzdem nahm ich zu. Da nutzte auch die Waage nichts.

Nach einer Umstellung meiner Gewohnheiten habe ich heute mehr Vertrauen in mein Gewicht. Ich weiß, dass echte Lebensmittel, tägliche Bewegung und etwas Kraftsport dafür sorgen werden, dass mein Gewicht auf einem gesunden Niveau bleibt. Was für und was gegen regelmäßiges Wiegen spricht, haben Jasmin und ich aus zwei Perspektiven aufgeschrieben.

Das sind die zehn Wege, auf denen ich erfolglos versucht habe abzunehmen. Erst nach einigen Jahren gelang es mir nachhaltig mithilfe von gesunden Gewohnheiten. Welche das sind, erfährst du in unserem Buch „Abgespeckt – 10 Gewohnheiten zum Abnehmen„.

Auf welchen Wegen hast du schon erfolglose Abnehmversuche gestartet? Wovon kannst du abraten?

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10 Kommentare

  1. Hallo Patrick,

    ein herrlicher Artikel. Danke. Bauchweggürtel?! Hihihi.

    Ich bin wahrscheinlich noch so ungefähr auf der Hälfte des Weges…an Abkürzungen glaube ich auch nicht , genauso wenig wie an Lowfat, Lowcarb, Low-irgendwas. Dafür an echtes Essen und an Bewegung, die mir Spaß macht. Als alte Jakobspilgerin mit bestimmt schon so 3000 erlaufenen km steh ich auf Spazierengehen. Ich versuche, 10.000 Schritte am Tag zu schaffen und komme damit als Bürositzerin auch auf das nötige Tageslicht. Gute Sache erstmal.

    Was die Ernährung betrifft, schwanke ich zwischen „allen Süßkram weglassen“ und „vollwertig-vegan“ und „alles, aber vegetarisch, und nur 80% vom Tagesbedarf“ und habe da noch nicht die ideale Lösung gefunden. Zumal in Stressphasen bisher jedes Konzept zum Erliegen kam :-p
    Also muss ich noch über mein Stressmanagement nachdenken.

    Hut ab, dass Du es für Dich geschafft hast, fit zu werden und zu bleiben. Das ist nicht einfach. Und danke für die ehrlichen – und witzigen – Artikel darüber.

    • Hallo Stefka,

      schön, dass dir der Artikel gefällt 🙂

      Die Hälfte des Weges ist schon mal gut. So weit kommen viele gar nicht. Gut, dass du dich nicht auf Abkürzungen verlässt. Das macht deine Erfolge nachhaltiger! 10.000 Schritte am Tag finde ich ein gutes Ziel. Habe ich ja momentan auch. Misst du sie mit einem Schrittzähler bzw. einer App?

      Was das Essen angeht: Ich denke, konkrete Ernährungsweisen wie Vegetarismus, Veganismus, Paleo oder auch „80 Prozent“ sind eher unerheblich. Ich kann mich auch als Vegetarier richtig schön ungesund ernähren 😉 Mit vollwertigen, frischen Lebensmitteln fahre ich am besten.

      Viele Grüße,
      Patrick

  2. Hallo Patrick,

    Ich erkenne mich oft in deinen Artikeln wieder, auch ich hatte mit 17 Jahren eine kurze schlanke Phase, als ich begann, jeden Tag 10 km mit dem Fahrrad in die Schule zu fahren. Aber nach einigen Monaten hab ich meine Nahrungsaufnahme auf den neuen Kalorienverbrauch eingestellt und habe wieder zugenommen, mehr als vorher.

    Den nächsten Versuch startete ich dann während der Ausbildung, ich aß nur noch Produkte mit einstelligem Fettanteil (0-9%) und aß nur noch dunkles Mischbrot (statt früher weißem Toastbrot). Ich merkte aber mit der Zeit selber, wie ich mich immer häufiger selbst betrog und immer öfter Ausnahmen machte. Und ich wurde immer dicker – leider.

    Mit der Zeit isolierte ich mich sozial, denn ich war einsam und der Meinung, dass ich mit meiner Figur nie eine Partnerin finden würde. Also aß ich aus Frust noch mehr, trank noch mehr Cola und bewegte mich noch weniger. Das Fahrrad setzte Staub an und ich versauerte jeden Abend vor dem Fernseher, bis mir irgendwann ein Baum vor die Satellitenschüssel wuchs und ich einen Grund hatte, aufzuhören.

    Dann fand ich meine Frau, die mich trotz zu viel Speck auf den Rippen liebt – weil ich ich bin. Damit war die Einsamkeit kein Thema mehr und ich bekam auch wieder mehr Selbstbewusstsein. Leider achtete ich dadurch noch weniger auf meine Ernährung, ich war ja schließlich nicht mehr auf Brautschau. Als mit jedoch mit der Zeit immer mehr Freunde und Verwandte sagten, ich hätte ganz schön zugelegt (im Gegensatz zu vorher, wo ich auch nicht gerade dünn war), und ich auch körperlich spürte, dass ich zu viel Masse mit mir herumschleppe, entschied ich, dass ich nun doch was ändern müsste.

    Allerdings wählte ich zuerst den falschen Ansatz: Ich ließ meine Ernährung, wie sie war und beschränkte mich aufs Bewegen. Ich ging jeden Morgen 3 Kilometer von der Metro-Station zum Büro zu Fuß und zweimal in der Woche ins Schwimmbad. Trotzdem trank ich Cola und aß Süßigkeiten in rauhen Mengen. Doch dann kamt ihr mit eurer Seite und habt mir viele gute Anregungen gegeben. Die Zucker-Challenge zwar verspätet gestartet, aber ich werde wohl dabei bleiben. Ich habe jetzt seit drei Wochen (außer ab und zu mal zum Probieren ein kleines Stück) keine Süßigkeiten mehr gegessen und keine Softdrinks mehr getrunken (außer bei einem Geschäftsessen, wo mir der Gastgeber eine Cola bestellt hat, die mir aber garnicht mehr geschmeckt hat) und ich muss sagen – ich vermisse absolut nichts! Ich brauche nicht mal viel Willenskraft, um den Zucker nicht zu essen und wenn meine Frau und mein Stiefsohn Süßigkeiten essen, kann ich ganz ruhig daneben sitzen, ohne, dass mir das Wasser im Munde zusammenläuft.

    An dieser Stelle möchte ich euch noch einmal dafür danken, dass ich mich auf den richtigen Weg gebracht habt! Meine Familie und ich essen mittlerweile fast nur noch echtes Essen, kaufen deutlich mehr Gemüse als früher (in Russland ist es üblich, Fleisch nur mit Beilage und ohne Gemüse zu essen) und trinken in erster Linie Tee und Wasser.

    Macht weiter so, ich lese eure Beiträge sehr gerne!

    Grüße aus Moskau,
    Justin

    • Wow Justin, da geht mir das Herz auf 🙂

      Es freut mich, dass wir eine Rolle bei deinen Veränderungen spielen und ich freue mich auch, dass du hier immer wieder kommentierst und uns daran teilhaben lässt. Das motiviert!

      Klingt so, als seist du mit deiner Ernährung auf einem guten Weg. Echtes Essen, Gemüse, Tee und Wasser – klingt alles gut! Mir hat die Zucker-Challenge auch gutgetan, da ich noch weniger Verlangen nach Zucker habe als vorher. Seitdem sie zu Ende ist, sehe ich nicht mehr alles ganz so streng, aber kann öfter Nein sagen, weil mir gar nicht danach ist (das kenne ich von früher nicht).

      Viele Grüße nach Moskau!
      Patrick

  3. Vielen Dank für diesen Artikel!
    Ich habe nach einer Geburt 2 Jahre dauerhaft 5-10 kg Übergewicht gehabt und mußte mir zum ersten Mal überlegen, wie ich die jetzt loswerden möchte. Normalerweise (dank Schilddrüsenüberfunktion) war Gewicht kein Thema für mich, ich wog einfach immer dasselbe und gut.
    Ich habe 3 Tage gar nichts gegessen und gemerkt, daß ich diese Tage brauchte, um die Gewohnheit loszuwerden, ständig wie ein angeschossener Tiger um den Kühlschrank zu schleichen. Dabei habe ich 5 kg abgenommen und dachte, die hab ich bestimmt in genausoviel Tagen wieder drauf, denn so schnell kann man gar nicht abnehmen. Ich hab danach noch 6 Monate sehr wenig gegessen, dabei diese ersten 5kg nicht zugenommen, sondern nochmal 5 kg abgenommen. Ich habe dabei nicht gehungert, sondern eben kleine Portionen genommen (und immer nur die gesunden Anteile von dem, was auf dem Tisch stand) und mir immer wieder gesagt: Du bist ausgewachsen, Du brauchst nicht mehr so viel wie in der Wachstumsphase. Ich habe also auf mein Hungergefühl gehört und war auch ausgeglichen genug, daß ich nicht dachte, ich müsse jetzt noch alles Leckere essen, um nichts zu versäumen.
    Sorry, aber Fasten hat bei mir was gebracht, ich hab das Gewicht bis zur nächsten Schwangerschaft gehalten. Danach werden bei mir immer die Hormone neu gemischt, der Stoffwechsel ändert sich, neue Regeln gelten.

  4. Im Moment lese ich ungeheuer viel in Büchern und auch dem ach so bösen Internet zum Thema Gesundheit und Ernährung, und ich bin wirklich sehr froh, auf eure Seite gestoßen zu sein. Mit den meisten Ansichten geh ich konform und man merkt euch den gesunden Menschenverstand an, der sonst in vielen Foren sehr zu wünschen übrig lässt 😉
    Ich habe zwar eigentlich keine Gewichts- und Figurprobleme, dafür aber eine lange Geschichte gesundheitlicher Strapazen hinter mir. Aufgrund bis heute ungeklärter Symptome der Verdauungsorgane und der Haut habe ich von medizinischen über heilpraktische bis hin zu diätetischen Heilungsversuchen schon alles durch, vieles ohne Erfolg – oder es wurde alles schlimmer.

    Zuletzt musste ich satte 5 verschiedene Tabletten 3 mal täglich nehmen, um enorme Mineralstoff- und Vitamin-Mängel auszugleichen, die mich Haut und Haare gekostet haben – und das trotz einer Ernährung ohne Fertigprodukte, mit viel Obst und Gemüse, Nüssen und natürlich immer selbst gekocht, dazu tägliche Bewegung beim Spazierengehen, was mir immer sehr viel Spaß gemacht hat. Ich war ratlos.

    Ich habe immer fest daran geglaubt, dass ich an irgendetwas leide, das meinen Körper schwächt und die diversen Fehlfunktionen auslöst – eine Krebsform, eine chronische Entzündung, ein Parasit, ein Bakterium, irgendetwas. Und 8 Jahre war ich auf der Suche nach jemandem, der mich davon befreien kann, da mein Körper es offensichtlich selbst nicht schaffte. Aber alles scheint gesund zu sein.

    Ich bin inzwischen so weit, zu glauben, dass ich nicht mehr darauf warten darf, dass mir jemand anderes hilft. Ich verliere den (ungesunden) Glauben an die eine große Krankheit, die ich habe, die nur noch nicht gefunden wurde, und akzeptiere langsam, dass es einfach trotz der scheinbar gesunden Lebensweise ein großes Ungleichgewicht in meinem Leben gibt. Ich will mit noch ausgewogenerer Ernährung, Bewegung und der von euch in einem Artikel erwähnten Selbstliebe ein ausgeglichenerer Mensch werden, damit mein Körper von selbst heilt.

    Eure Seite hat mir sehr dabei geholfen, mich selbst darin zu bestärken, dass mein Körper das schaffen kann, wenn man ihm nur die richtigen Bedingungen schafft. Viele eurer Tipps werde ich in Zukunft bei meiner Lebensgestaltung im Hinterkopf haben. Vielen Dank, ihr Lieben!

    Liebe Grüße, Fin

    • Hallo Fin,

      wir freuen uns, dass dir unsere Texte Zuversicht geben. Wir drücken die Daumen, dass du dein persönliches Gleichgewicht findest!

      Viele Grüße,
      Patrick

  5. Hallo
    ich habe gerad bei Amazon das Buch vorbestellt,habe aber trotzdem eine Frage: Wie haltet ihr es mit den KH?Ich kann nicht ganz drauf verzichten will aber trotzdem noch 7 Kilo abnehmen (habe oberes Normalgewicht). Wie macht ihr beide es?

    • Hallo Sarah,

      wir versuchen so wenig wie möglich verarbeitete Produkte zu essen. Die bestehen zu großen Teilen aus leicht verdaulichen Kohlenhydraten. Bei frisch zubereitetem Essen konsumieren wir auch Brot, Pasta & Co. aber in Maßen. Der größte Hebel, um ein paar Kilos zu verlieren ist aus unserer Sicht Zucker.

      Wir bringen demnächst noch einen Guide raus, der anhand unserer Gewohnheiten beschreibt, wie man nicht zunehmen kann (oder abnimmt, falls man zu viel wiegt).

  6. Ich bin zu 100% davon überzeugt, das wenn man ABNEHMEN WILL es auch ohne Probleme hinbekommt.
    Jeder Mensch weiß doch was gesund und ungesund ist. Was viel Fett und was weniger Fett hat. Keiner kann behaupten er wüsste nicht, das Sahnesoße schlecht, und Tomatensoße gut ist. Oder das Wasser trinken besser ist als wenn man sich Cola reinschüttet!
    Ich hab das auch immer gesagt! „Ich will abnehmen, aber ich kann nicht, es geht nicht, ich weiß nicht wie und bla bla bla! ALLES QUATSCH
    Ich wollte da noch nicht wirklich. Aber der Klick kam letztes Jahr im Juni auch bei mir! Seitdem sind 15 kg runter! Von Größe 44 auf Größe 38/40!!!
    Eine Diät hilft nicht, Punkte zählen ist anstrengend und demotivierend! Man kann sich nur selbst motivieren. Ernähre dich gesund, treib hin und wieder Sport. Das geht ohne Probleme. Ich habe es so geschafft, wenn man aber trotzdem Probleme damit hat, dann sollte man es mal mit Smoothies und Bellex Pulver ausprobieren. Eins sollte man aber auch wissen nicht essen und zum Nachtisch ein Smoothies, denn das bringt nichts. Man sollte schon eine Mahlzeit damit ersetzen.
    Aber halt nur wenn man wirklich WILL!

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