„Life is easy“ – Stell dir vor, dein Leben wäre leicht

10 Minuten Lesezeit

Vor kurzem leitete mir Patrick einen inspirierenden TEDx-Talk namens „Life is easy“ von Jon Jandai weiter. Wenn du 15 Minuten Zeit hast, empfehle ich dir dieses Video. Vielleicht fasziniert es dich so wie uns.

Ein Bauer, der sagt: „Life is easy“

Er betreibt das Pun Pun Zentrum, einen Ökobauernhof in der Nähe von Chiang Mai in Thailand. Dort gibt er Workshops zum Thema Nachhaltigkeit und setzt sich für die Verwendung von heimischen Pflanzensamen ein, denn wie er im Video sagt: „Ohne Samen gibt es kein Essen. Ohne Essen gibt es keine Freiheit.“

Jon sucht einfache Lösungen für die menschlichen Grundbedürfnisse. Dabei stellt er konventionelle Weisheiten wie: „Du musst studieren“ oder „Du musst in die Stadt gehen, um reich zu werden“ infrage. Nachdem er in Bangkok fast verhungerte, ernährt er jetzt eine große Familie als Selbstversorger auf dem Land.

Statt sich wie andere über Jahrzehnte zu verschulden, hat er mehrere Häuser selbst gebaut. Es sei ganz einfach. Das könne jeder. Er kauft keine Sachen zum Anziehen, denn er will keinem Modetrend hinterherrennen oder versuchen jemand anderes zu sein, als er ist. Von seinen Besuchern bekommt er mehr Sachen geschenkt, als er tragen kann.

Sollte das Leben nicht leicht sein?

Stell dir mal vor, es gäbe genauso einfache Lösungen für deine (Alltags-) Probleme. Wäre das Leben dann nicht ganz leicht? Sollte das Ziel nicht sein, dass sich das Leben leicht anfühlt?

Um Missverständnissen vorzubeugen: Es geht mir weder um fanatisches Öko-Bio-Aussteigertum noch um den Weg des geringsten Widerstandes. Ich meine auch nicht, dass wir jegliche Herausforderungen meiden sollten oder dass es immer nur leichte Phasen gibt bzw. geben sollte.

Aber ist es nicht die Überlegung wert, was dir das Leben leicht machen – es erleichtern – würde?

Wenn ich daran denke, was das Leben erleichtert, fallen mir erstmal nur Haushaltsgeräte ein. Wie ein Saugroboter oder ein sich selbstauswringender Wischmop.

Aber wenn wir mal etwas größer denken, was würde das Leben leicht machen?

Patrick und ich haben dazu ein paar Gedanken gesammelt. Im Folgenden siehst du, was dabei herausgekommen ist. Manche Ideen sind vielleicht nicht alltagstauglich, aber vielleicht bringen sie dich auf Ideen, die es wiederum sind.

Stell dir vor, du würdest ..

Dinge selber bauen bzw. anpflanzen

… statt sie für viel Geld zu kaufen.

Wer einen eigenen Garten hat, weiß genau, was in seinen Lebensmitteln steckt. Düngemittel, CO2-Fußabdruck, Bio-oder-nicht-Bio – kein Thema mehr. Klar, dafür pflegt sich der Garten nicht von alleine und als Stadtbewohner kommt es vielleicht auch nicht in Frage, aber wie wäre es wenigstens mit dem nächsten Punkt:

Mit echten Lebensmitteln selber kochen

… statt Kalorien zu zählen und Zutatenlisten nach potentiell unverträglichen Inhaltsstoffen zu durchforsten.

Ich weiß, wovon ich rede: Laktose ist in vielen Lebensmitteln enthalten, z. T. auch unter kryptischen Bezeichnungen. Beim Lesen von Fertigsuppen-Zutaten war ich immer unsicher und empfand es als kompliziert. Heute kaufe ich wenige Lebensmittel, die mehre Bestandteile enthalten. Mein Einkauf besteht überwiegend aus Obst und Gemüse, also echten Lebensmitteln, in denen garantiert kein zwielichtiges Pulver enthalten ist.

Soweit möglich vorsorglich gesund leben

… statt Krankheiten zu bekämpfen.

Einige unserer modernen Volkskrankheiten werden durch unseren Lebensstil, die mangelnde Bewegung sowie die ungesunde Ernährung, begünstigt. Das lesen wir in Fachbüchern über Ernährung immer wieder. Immer mehr Menschen sind übergewichtig, haben Diabetes und sind auf Medikamente angewiesen.

Sicher kann nicht jeder etwas für seine Krankheit, aber wäre es nicht einfacher, vorsorglich so gesund wie möglich zu leben? Statt z. B. durch Rauchen, Bewegungsmangel und übermäßigen Zuckerkonsum zu provozieren, dass wir krank werden?

Vielleicht denkst du, dass es sich für mich leicht dahinsagt. Schließlich rauche ich nicht und bin auch nicht übergewichtig. Das Aufhören ist ja das Schwere. Trotzdem sind Gewohnheiten auch nicht unumstößlich. Sowohl der übermäßige Alkoholkonsum als auch das Rauchen sind Gewohnheiten, die wir abstellen können, wenn wir unser Gehirn umprogrammieren.

Marotten durch physische Hindernisse eindämmen

… statt deine Selbstdisziplin zu überschätzen.

Kommt es dir schwierig vor, all den süßen oder salzigen Verlockungen in der Fußgängerzone oder bei dir zu Hause zu widerstehen? Vielleicht hast du dich bisher an viel Zucker gewöhnt und daher oft das Gefühl, du brauchst etwas Süßes.

Es muss allerdings nicht so schwierig sein. Kaufe einfach keine Sünden! Wenn du nichts zu Hause hast, was du dir holen könntest, steigt der Widerstand. Etwas zu bestellen kostet etwas und extra loszugehen ist auch anstrengend. Also geht es vielleicht auch ohne. So löst sich ein Problem von selbst.

Du gehst jeden Tag an einem Bäcker vorbei und es ist schwer, dir dort nichts Süßes zu kaufen? Dann geh „einfach“ einen Umweg. Überlege, was dir dein Starkbleiben erleichtern würde!

Keine Werbung schauen

… statt dein Verlangen stimulieren zu lassen.

Wäre es nicht leichter, nicht zu sehen, was du alles gebrauchen könntest? Gar nicht erst zu sehen, dass dein Handy schon wieder veraltet ist? Als Marketing-Mensch bin ich kein pauschaler Gegner von Werbung, aber ich verzichte darauf, mich ständig von Werbebotschaften berieseln zu lassen, indem ich meinen Medienkonsum einschränke.

Nachrichten nur in geringen Dosen sehen

… statt dir den Schlaf rauben zu lassen.

Nachrichten machen uns permanent Angst. Schließlich brauchen die Medien Auflage bzw. Reichweite, um ihre Werbeplätze zu verkaufen und davon zu leben. Da mir Nachrichten z. T. den Schlaf raubten, habe ich meinen Medienkonsum zurückgefahren. Ich scanne keine Überschriften auf Spiegel Online. Dadurch habe ich nicht nur Zeit, sondern auch etwas mehr Ruhe im Kopf gewonnen. Um über das Weltgeschehen informiert zu sein, sehe ich alle zwei bis drei Tage die Tagesschau.

Wenig kaufen oder besitzen und die Kosten so gering wie möglich halten

… statt dich in einen Teufelskreis aus verdienen-ausgeben zu begeben.

Wir konsumieren möglichst wenig, indem wir verwenden, was funktioniert, statt es zu erneuern (Handy, Klamotten, Laptop, etc.). Große Anschaffungen machen unfrei, z. B., wenn du monatelang einen Fernseher, ein Auto oder ein Handy abzahlst.

Keine Kredite aufnehmen

… statt dich in einen Teufelskreis aus verdienen-ausgeben-verschulden zu begeben.

Mit Beginn der Rückzahlung senkt ein Kredit dein frei verwendbares Einkommen, schwirrt dir im Kopf rum, lässt dich vielleicht schlecht schlafen und erhöht den Druck auf deinen (Verbleib in einem) Job. Mir ist klar, dass Kredite (gerade zu den niedrigen Zinsen wie jetzt) auch eine positive ökonomische Seite haben (aber eher für Investitionen, nicht für den Konsum!). Aber wäre es nicht viel leichter, keinen Batzen abzuzahlen zu haben?

Auf Statussymbole verzichten

… statt immer andere beeindrucken zu müssen.

Stell dir vor, du müsstest eine Uhr kaufen, die einfach nur funktioniert (und dir gefällt, ok), statt deinen Chef beeindrucken zu müssen. Was die Kollegen/Freunde/Nachbarn sonst denken? Stell dir vor, es wäre dir egal. Wäre es dann nicht einfach, funktionierende, aber nicht prestigeträchtige Dinge zu besitzen?

Nicht mit Dingen belohnen

… statt deine Ansprüche immer weiter steigen zu lassen.

Stell dir vor, du würdest deine neue Stelle nicht mit einer neuen Wohnung oder einem neuen Auto belohnen müssen. Du bräuchtest auch keine neuen Sachen, um dir etwas Gutes zu tun. Wäre es dann nicht leichter, sich über die kleinen Dinge im Leben zu freuen? Wäre es dann nicht auch leichter, Geschenkideen zu Weihnachten zu finden, statt sich über die Jahre hochzuschaukeln und das Gefühl zu haben, dass viele einfach schon alles haben?

Auch mal Nein sagen

… statt dir zur Mission zu machen, allen zu gefallen.

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Stell dir vor, es wäre dir nicht wichtig, was 90% der Menschen von dir denken. Du würdest einfach tun und lassen, was du möchtest. Du würdest auch mal Nein sagen. Die engsten Freunde und die Familie wären diejenigen, deren Meinung dir wichtig ist, aber nicht wichtiger als deine Meinung über dich selbst. Würde das nicht so manche Sorgen in Luft auflösen? Vielleicht würde es auch erstmal noch mehr Sorgen erzeugen, weil es ungewohnt ist.

Einfach immer ehrlich sein

… statt zu überlegen, wem du was erzählt hast, der etwas an jemanden weitererzählen könnte.

Statt zu lästern, direkt Kritik zu äußern. Klar, das geht nicht immer, ohne eine Ehe oder einen Job aufs Spiel zu setzen. Aber in all den anderen Situationen, in denen es keine schwerwiegenden Folgen hat – wäre es nicht einfach?

Deine Erwartungen so niedrig wie möglich halten

… statt viel zu erwarten oder die Erwartungen anderer zu übernehmen.

Wäre es nicht einfacher, glücklich zu sein, wenn wir nur ganz wenig erwarten würden? Wenn wir nicht mit einem makellosen Hotelzimmer rechnen? Nicht von einem auf die Sekunde pünktlichen Bus ausgehen? Erwarten, dass im Ausland perfektes Deutsch gesprochen wird und das Essen wie zu Hause ist?

Viel geben

… statt zu nehmen und zu tauschen?

Wäre es nicht einfacher, zu geben statt immer nehmen oder tauschen (Erwartungen!) zu wollen?  Geber bekommen automatisch viel zurück, da die meisten Menschen Tauscher sind und sich revanchieren wollen.

Deinem inneren Kompass folgen

… statt hin- und hergetrieben zu werden.

Wäre es nicht einfach, wenn wir immer wüssten, was zu tun ist? Psychologen sagen, dass wir es oft in unserem tiefsten Inneren wissen, aber unsere Stimme nicht mehr hören. Oder wir sind so verunsichert, dass wir glauben, unsere Intuition nicht mehr zu spüren. Wäre es nicht schön, nicht erst andere Menschen um Rat fragen zu müssen, sondern in sich zu fühlen, was richtig ist?

Um das zu tun, müssen wir unsere Selbstwahrnehmung stärken. Das ist nicht immer einfach, macht das Leben aber letztendlich einfacher, da wir uns nicht selbst sabotieren, also etwas tun, das wir eigentlich nicht wollen.

Dankbarkeit üben und den Blick aufs Positive richten

… statt sich ständig zu ärgern.

Wäre das Leben nicht leichter und wären schwere Phasen nicht auch besser auszuhalten, wenn wir immer im Blick hätten, was alles gut ist? Dass wir gesund sind, Freunde und Familie um uns haben, einen lieben Partner, einen erfüllenden Job haben? Wir könnten jeden Tag drei gute Dinge aufschreiben.

Viel Zeit in Beziehungen investieren

… statt in schlechten Phasen allein dazustehen.

Freundschaften machen langfristig glücklich und unterstützen in schweren Zeiten. Wäre es nicht gut zu wissen, dass in schweren Zeiten gute Freunde zur Stelle sind, die dich auffangen? Also würde es uns helfen, in Freundschaften zu investieren oder?

Menschen mit guten, engen Freunden sind weniger anfällig für Depressionen, denn sie können vieles durch Gespräche kompensieren.

Viel Zeit in der Natur verbringen

… statt drinnen zu hocken und schlecht schlafen zu können.

Ein Spaziergang kann einige Probleme lösen: schlecht einschlafen zu können, deprimierte Stimmung aufgrund des fehlenden Tageslichts, Langeweile, weil nichts im Fernsehen kommt und Kino so teuer ist, Bewegungsmangel durch einen Bürojob, das Gefühl, die Decke fällt auf den Kopf und die Versuchung von der Couch zum Kühlschrank zu gehen.

Statt Pillen mit Vitaminen oder gegen den Appetit zu nehmen, wäre es nicht einfach raus in die Natur zu gehen?

 

Wir leben einige dieser Prinzipien bzw. streben immer wieder danach und haben das Gefühl, dass es unser Leben erleichtert. Zwar hat nicht jeder handwerkliches Geschick, einen grünen Daumen oder einen Hang zum Minimalismus, doch wir denken, dass wir in unsere Fähigkeiten investieren können. Wir unterschätzen eher, wozu wir fähig sind.

Was macht dir das Leben leicht? Schreib einfach einen Kommentar unter diesen Artikel! Wir sind gespannt auf deine Meinung.

Wenn du dir das Video noch nicht angesehen hast, hast du hier nochmal die Gelegenheit: https://youtu.be/21j_OCNLuYg

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10 Kommentare

  1. Hallo Jasmin, hallo Patrick,

    ich habe heute Morgen Euren Beitrag über „Life is easy“ gelesen und ich muss sagen, dass ich gerade einige dieser Erfahrungen, die Ihr beschreibt, gerade selber mache. Bis vor knapp drei Monaten hatte ich einen – wie man mir immer wieder zu suggerieren versuchte – gut bezahlten Job als Leiterin Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, den ich aus unterschiedlichen Gründen von meiner Seite aus gekündigt habe. Seit Dezember 2014 bin ich als Freelancer tätig und habe mich seitdem quasi um 180° verändert. Ich verdiene bei weitem nicht mehr das Geld, das ich vorher in meiner Festanstellung hatte, dafür gibt es aber viele andere Dinge, die mich positiv beeinflussen. Ich habe viel mehr Zeit für mich und meine Freunde, ich erledige Sachen mit dem Fahrrad, konsumiere weniger unnütze Dinge, erfreue mich an den natürlichen Dingen des Lebens, denke nicht mehr schlecht über andere und verspüre keinen Neid oder Eifersucht. Kurz gesagt, ich bin so zufrieden und dankbar wie seit langem nicht mehr und das auch ausstrahle. Ich kann Deine/Eure Gedanken zu 100% bestätigen :-) Vielen Dank dafür, macht weiter so. Ich wünsche Euch eine schöne Rest-Woche, herzliche Grüße, Anja

    • Hallo Anja,
      das klingt wie aus dem Life-is-easy-Bilderbuch. So ähnlich geht es mir auch, denn ich habe ja auch meinen Marketing-Uni-Job gekündigt. Das bedeutet zwar erstmal wieder Unsicherheit, aber auch tun zu können, was ich möchte :-) Viel Erfolg und alles Gute dir!
      Viele Grüße zurück
      Jasmin

  2. Hallo!

    Ich habe sehr viel von dem, was hier beschrieben ist, bereits umgesetzt. Einiges hat mein Leben einfacher gemacht (es fehlt übrigens den Fernseher weggeben finde ich!) aber man darf sich keine Wunder erwarten. Das Leben ist anders und sicher viel intensiver aber es ist nicht immer einfacher dadurch. Was es aber auf jeden Fall gibt ist Freiheit und Unabhängigkeit. Ich habe mich dadurch von sehr vielen Zwängen und Einengungen gelöst und das genieße ich wirklich sehr.

    lg
    Maria

  3. Hallo,
    ich halte es so einfach wie möglich und es ist mir egal was andere über mich denken. Ich konsumiere kaum, bin aber begeisterter Hobby Börsianer. Konsum nein, Aktien ja.
    Nur eins ist auch klar. Wenn man wie ich Kinder hat, trägt man eine Verantwortung, da ist nicht alles easy. Damit man, wie Ihr gut ausgebildet sein kann, mußte eine Elterngeneration auch mal Dinge tun , die nicht dazu beitrugen stressfreier zu leben.
    Also Einfachheit ja, alles easy nein! ( gilt zumindest für mich)

  4. A.D. 1998: Konkurs
    A.D. 2003: Burnout komplett
    _________________________
    Job hingeworfen, ins Auto gesetzt und nach Norwegen gefahren. In Folge dann nach Norden in die Berge gezogen und einen Bergbauernhof gepachtet und bewirtschaftet. Schweine gezüchtet, Gemüse angebaut, sehr viel Schnee und Wanderungen, kein Fernseher. Mit dem Tageslicht aufgestanden, mit der Abenddämmerung zu Bett gegangen. Jedes Jahr 40 bis 80 Ster Holz geschlagen. Dies ging bis 2007 (bzw. 2006) so.

    –> Diese drei Jahre waren bisher die glücklichsten und sorglosesten Jahre unseres Lebens! Und die einfachsten.

  5. Hallo,
    interessanter Beitrag. Viele dieser Dinge beherzige ich schon, zu zweien möchte ich noch etwas ergänzen.
    Ich wohne in der Stadt und habe einen kleinen Garten. Im Laufe der Jahre habe ich schon allerlei Obst und Gemüse angebaut. Vielleicht liegt es an meinem Talent, Pflanzen zu töten, aber eine zuverlässige Ernte, die wirklich meinen Vorrat bereichert, bringt nur mein Brombeerstrauch.
    Als ich beispielsweise mühsam aus Kernen selbst Tomaten gezüchtet habe, kam kurz vor der Ernte der Hagel und zerstörte alles. In dem Jahr, wo ich Kürbis gepflanzt hatte, vernichtete die sengende Hitze alle Früchte bis auf eine.
    Aber so steigt natürlich das Bewusstsein für den Wert der Lebensmittel.
    Zu den Marotten: am täglichen Jauseneinkauf beim Bäcker hindert mich schon meine angeborene Sparsamkeit. Aber ich finde die Methode gut, die meine Eltern in meiner Kindheit angewendet haben: einmal die Woche durfte ich mir meine Jause kaufen, an den restlichen Tagen nahm ich von zuhause etwas mit. Das halte ich heute noch so ähnlich und lässt sich auch gut auf Süßigkeiten übertragen.
    LG
    Stella

    • Hi Stella,
      Jause habe ich bisher noch nicht gehört, aber Googlen hilft bekanntlich :-)
      VG und danke für deinen Kommentar!
      Jasmin

  6. Hallo, vielen Dank für eure tollen Beiträge.

    Ich war noch nie ein Freund zu vieler Dinge, zu großer Möbel, zu viel Deko ….., habe bereits als Kind regelmäßig ca. 1-2 x im Jahr großes Aussortieren praktiziert und weiß nicht mal, woher ich das habe. Meine Mutter hat die Sachen dann immer noch aufbewahrt (hat sie mir ca. 20 Jahre später erzählt) für den Fall, dass die 6/7….-jährige Caro sich geirrt hat, und wieder etwas zurück haben will von den aussortierten Sachen. Das ist aber nie passiert. Auch später als Erwachsene gab es ganz selten Dinge, die ich mir im Nachhinein doch wieder zurückgewünscht hätte (spontan fallen mir nur 3 Teile ein, aber auch die habe ich verschmerzen können).

    Zum letzten gelesenen Beitrag möchte ich einfach nur eine Anmerkung machen, da mir in vielen Beiträgen egal zu welchem Themen (sowohl von Bloggern, Fachleuten, Betroffenen, Beratungsstellen …) ein Punkt immer wieder auffällt. Es wird eigentlich immer davon ausgegangen, dass jeder Mensch Freunde, Familie … hat.

    „Dankbarkeit üben und den Blick aufs Positive richten
    … statt sich ständig zu ärgern.“ (ärgern würde ich ersetzen wollen mit „statt traurig zu sein“)

    der Punkt ist ganz bestimmt absolut richtig, überhaupt keine Frage.

    Gesundheit, Freunde, Familie, ein lieber Partner, ein erfüllender Job (das ist etwas ganz Besonderes)

    aber: manchmal hat ein Mensch nichts von alledem, dann wird es schwierig.

    Nichtsdestotrotz: diese Bereiche unseres Lebens lassen sich durch Dinge nicht ersetzen, somit ist Ausmisten und Weniger Besitzen dennoch gut.

    Alles Gute für eure weitere Arbeit und Freie Zeit, in Erwartung weiterer interessanter Beiträge.

    LG von Caro :)

    • Hallo Caro,

      dass jeder einen Partner hat, davon gehen wir eigentlich nicht aus, da ich selbst die längste Zeit Single war. Wenigstens ein oder zwei Freunde setzen wir aber schon voraus, das stimmt. Ich glaube, wenn ich die nicht hätte, würde ich erstmal an dieser Schraube drehen, als auszumisten oder mich mit anderen Dingen zu beschäftigen. Ohne halbwegs nahe stehende Mitmenschen ist eben alles viel, viel schwerer.

      Viele Grüße
      Patrick

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